Rezension: Das Buch der Kinder

Ein herrlicher Schmöker, voller schöner Details und liebevoller Charaktere.  Wieder hat es Antonia S. Byatt geschafft, mich mit ihrer bildhaften Sprache in ein – zugegebenermaßen abstoßend dickes Buch regelrecht hineinzuziehen. Und es hat sich sehr gelohnt! Dieses Leseerlebnis möchte ich nicht mehr missen. Danke!

Zum Inhalt: Die Familie Wellwood versucht sich im Laufe eines Vierteljahrhunderts (von 1896 bis nach dem 1. Weltkrieg) in der Erprobung eines freieren und zufriedenerem Leben. Dabei testen sie vieles aus. Mit dabei natürlich auch die Schattengefühle Enttäuschung, Verrat und die Wut auf den 1. Weltkrieg. Die Geschichte spannt ländertechnisch einen Bogen von England bis nach Deutschland.

Der Autorin Antonia S. Byatt gelingt es dabei mit einer unbeschreiblichen Leichtigkeit immer wieder aufs Neue den Blick auf die kleinen Dinge und Details zu lenken und den Leser innehalten zu lassen und bestimmte Sätze mehrfach zu lesen. So ging es mir. Viele Sätze las ich mir laut oder auch meinem Sohn vor, weil sie so viel Schönheit transportieren, dass man diesen Zauber, den die Worte in einem auslösen, nicht verlieren möchte. Man möchte alles festhalten und immer bei sich haben.

Fazit: Unbedingt lesen und sich verzaubern lassen!

Die Buchdetails:

896 Seiten, gebunden

Preis: 26 Euro

Aus dem Englischen von Melanie Waltz (die auch mit der Autorin befreundet ist und eine traumhaft schöne Übersetzung vollbracht hat!!)

S. Fischer Verlag

ISBN: 978-3-10-004417-4

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