Gelesen: Gott ist so nah

Bildschirmfoto 2014-07-10 um 08.54.58Die Autorin des Buches “Gott ist so nah” Sonya Müller kommt als fünfjährige Waise aus Indien nach Deutschland. In ihrem ersten Buch erzählt sie, wie sie sich ihren Adoptivvater schon vor der Geburt ausgesucht habe, „weil er ein Mensch mit einer weisen und sehr alten Seele ist, die schon viele Inkarnationen auf der Erde hinter sich hat“. Die kleine Sonya ist  anders als die anderen, sie hört Stimmen, sieht Energien und reist im Schlaf durchs Universum. Mit dem Leistungsstreben in der westlichen Welt kann sie wenig anfangen, auch das Schulsystem  ist ihr ein Dorn im Auge. Ihr Buch ist ein Plädoyer für unseren göttlichen Vater und die Liebe, denn “wer Gott liebt, wer Gott vertraut und nach dem Göttlichen handelt, der trägt die größte Weisheit in seinem Herzen. Denn Liebe ist Wissen und nur die Liebe weiß alles.”

 

Sonya Müller schreibt einfach und dennoch eindringlich, wie sie als adoptiertes Kind aus Indien in die deutsche Leistungsgeselltschaft hineingewachsen ist, ohne sich ihr je zugehörig gefühlt zu haben. Auch ihr wahrhaftiger Blick auf das deutsche Schulsystem, dass ich nur bestätigen kann als Mutter eines Schulkindes, zeigt auf, woran es hier hapert und womit wir selbstverständlich aufwachsen mussten. Alleine dieser Abschnitt macht das Buch absolut lesenswert. Alles was uns ausmacht, unsere Individualität, Kreativität, Einzigartigkeit wird uns in der Schule genommen, es wird versucht, uns unser Selbst zu nehmen und wie eine Herde Schafe willig und ohne eigenen Willen uns folgsam von der Leistungsgesellschaft ausbeuten zu lassen, bis unsere Seele kollabiert. Und wir ließen das mit uns machen und lassen auch zu, dass unsere wundervollen Kinder auch heute noch so verbogen werden. Ich frage mich, wann es endlich mal Eltern gibt, die sich das nicht mehr gefallen lassen und in der Gemeinschaft friedlich auf die Straßen gehen. Den meisten Eltern scheint jedoch egal zu sein, wie sich ihre Kinder in der Schule fühlen und vergleichen lassen, Hauptsache die Kinder sind betreut.

 

Fazit: Ein kurzweiliges, lesenswertes Buch, das viele Menschen lesen sollten, auch solche, die mit esoterischen Inhalten wenig am Hund haben.

 

 

Das schreibt der Verlag:

Sagen wir nicht immer: „Unsere Kinder sind die Zukunft“? Ja, das sind sie. Und heutzutage sind sie sogar noch mehr: Sie sind die Wegweiser in eine bessere Zukunft, als es unsere Gegenwart ist. Denn sie sind sich vieler Dinge und Zusammenhänge weitaus bewusster, als wir selbst es sind. Und deshalb sollten wir auf sie hören. Hier hat ein Mädchen, das aus Indien nach Deutschland adoptiert wurde, aufgeschrieben, wie es ihm so geht mit unserer Gewinn und Leistungs-orientierter Welt; wie es sich für ein Kind anfühlt und wie es nach ihrem Dafürhalten eigentlich sein sollte, wenn alles richtig hier wäre – so, wie Gott es eigentlich für die Menschen möchte. Ja, natürlich wissen die Kinder das – sie sind noch eng mit ihm verbunden, denn wie Sonya immer sagt: „ Gott ist doch so nah“. Aus dieser tiefen Verbundenheit heraus hat sie sich getraut, in diesem Buch aufzuschreiben, was sie denkt und fühlt – in der Hoffnung, dass wir Erwachsenen doch hinhören und vielleicht sogar manches annehmen und realisieren. Und sie hat es auch selbst illustriert.

 

 

Buchinformationen:

  • Broschiert: 200 Seiten
  • Verlag: Falk, Christa; Auflage: 1 (2. April 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3895682483
  • Preis: 19,90 Euro

 

Auf den Seiten des Ch. Falk Verlages gibt es eine Leseprobe.

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