Das Café der kleinen Wunder

“Das Café der kleinen Wunder” von Nicolas Barreau ist eine entzückende, kleine Liebesgeschichte, die sich hauptsächlich im bezaubernden und magischen Venedig abspielt.

Die junge Studentin Nelly lebt in Paris und ist heimlich in ihren Philosophieprofessor verliebt. Sie glaubt nicht gerne an magische Zeichen auf ihrem Lebensweg und würde nie freiwillig in ein Flugzeug steigen, da sie unter Flugangst leidet. Doch dann verkündet ihr geliebter Professor seine Verlobung mit einer Kollegin und für Nelly bricht eine Welt zusammen.

In tiefer Trauer um ihre verlorene Liebe vergräbt Nelly sich in ihrer Wohnung und wird auch noch krank – ausgerechnet an Weihnachten. Als sie sich wieder fitter fühlt, ist ihr nach Loslassen – sprich: Aufräumen ;-).

“Immer, wenn es Nelly schlecht ging oder sie sich vom Leben überfordert fühlte, fing sie an, ihre Wohnung aufzuräumen. Wenn man in der Lage war, im Kleinen Ordnung zu schaffen und allen Dingen den Platz zu geben, an den sie gehörten, würde sich auch im Großen alles sortieren, fand sie.” (Seite 113)

In einer alten Bücherkiste ihrer geliebten, verstorbenen Großmutter findet sie ein Buch eines italienischen Autors mit der geheimnisvollen Widmung “AMOR VINCIT OMNIA – Die Liebe besiegt alles”, die sich auch in einem Granatring, ein Erbstück ihrer Großmutter Claire, wiederfindet.

Der ersten beiden Sätze:

“Nelly liebte die Langsamkeit. Sie schlenderte eher, als dass sie eilte, und sie überlegte erst sehr lange, bevor sie eine Entscheidung traf.” (Prolog, Seite 7)

Spontan holt Nelly ihr Erspartes von der Bank, kauft sich eine von ihr lang gewünschte rote Handtasche und macht sich neugierig auf nach Venedig, um das Geheimnis ihrer Oma zu lüften.  Nelly ist sofort verzaubert von der magischen Wasserstadt und trifft dort nicht nur einen attraktiven und charmanten Venezianer, sondern findet auch ein wundersames, bezauberndes kleines und sehr geheimnisvolles Café ….

“Das Gute, wenn man an Zeichen glaubte, war, dass sie einen auf der verwirrenden Landkarte des Lebens eine Orientierung geben konnten. Das Schlechte an Zeichen war, dass sie einen auf die eigenen Unzulänglichkeiten zurückwarfen, und zwar immer dann, wenn man nicht in der Lage war, ihre richtungsweisende Botschaft aufzugreifen.” (Seite 18)

Nicolas Barreau hat wundervolle und sehr detaillierte, liebenswerte Charaktere gezeichnet, die einem sofort ans Herz wachsen. Ich fühlte mich richtig lebendig beim Lesen, so nah, als wäre ich selbst Teil der Geschichte!

Achtung Lesesog: Einmal angefangen, kann man sich nur schwer wieder von dieser und aus dieser Geschichte befreien 😉 … am besten schon vor dem Lesen die möglichen Folgen wie “alles um mich herum vergessen (sorry Chef/Kunde/Mann etc.)” oder “unerledigte Hausarbeit”, “vergessen die Kinder oder die Schwiegermutter abzuholen” oder “im Zug bis zur Endhaltestelle gefahren” klären 😉

Fazit: Eine großartige, bezaubernde, romantische und magische Geschichte über Liebe und die vielen Zeichen auf unserem ureigenen Weg. Großartig und bezaubernd geschrieben! Die Charaktere lassen einen nicht mehr los … Lese-Kino vom Feinsten! Ein herrlich romantischer Schmöker für garantiert magische Lesestunden!

 

Das schreibt der Piper Verlag:

Nelly liebt das Lesen und die Langsamkeit, glaubt an Zeichen und ist unglücklich verliebt. Eines Tages begegnet ihr in einem alten Buch ein rätselhafter Satz – und kurz entschlossen tut sie, was sie nie für möglich gehalten hätte: Sie hebt all ihr Geld ab, kauft sich eine rote Handtasche und verlässt Hals über Kopf Paris, um der Spur des Buches nach Venedig zu folgen. Ihre Reise führt sie tief ins Herz der Lagunenstadt, die nicht nur die Begegnung mit einem charmanten Venezianer für sie bereithält, sondern auch ein zauberhaftes kleines Café, in dem Geheimnisse warten und Wunder möglich sind.

Über den Autor und seine Übersetzerin:

Nicolas Barreau, geboren 1980 in Paris, hat Romanistik und Geschichte an der Sorbonne studiert und lebt heute als freier Autor in Paris. Schon mit seinen Erfolgen »Die Frau meines Lebens« und »Du findest mich am Ende der Welt« hat er sich in die Herzen seiner Leserinnen geschrieben, ehe »Das Lächeln der Frauen« ein internationaler Bestseller wurde. Weitere sehr erfolgreiche Bücher folgten.

Sophie Scherrer hat nach dem Studium als Journalistin, Rundfunksprecherin und Lektorin in verschiedenen großen Verlagshäusern gearbeitet. Ihr erstes Theaterstück »Der eitle Ritter Löwenzahn und das kleine Vergissmeinnicht« schrieb sie in der vierten Klasse mit einem Pelikan-Schulschreibfüller und mindestens 50 Rechtschreibfehlern. Aber sie hatte eine sehr nette Lehrerin. Heute führt sie mit ihrem Mann einen eigenen kleinen Verlag und lebt mit ihrer Familie in München.

Buchinformationen:

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