Die Kunst des Fragens

Kennt ihr das auch? In der Kommunikation mit anderen fällt mir immer wieder auf, dass viele Gesprächspartner sehr gerne von sich sprechen. Und sehr oft habe ich das Gefühl, dass mir nicht wirklich zugehört wird. So ist es offensichtlich heute Usus, dass wenn man etwas erzählt, der andere etwas von sich erwidert. Und ich frage mich dann innerlich: Hat mir der andere eigentlich zugehört oder möchte er nur seine Sachen loswerden – egal an wen? Das Zuhören ist eine hohe Kunst, sie setzt sehr viel voraus z. B. Empathie (hier mangelt es wahrlich vielen Menschen), Zeit, Ruhe, Konzentration auf den Gesprächspartner, natürlich auch ein gewisses Feingefühl und ein offenes Ohr ;-). Experten sprechen auch gerne von der Heilkraft des Zuhörens. Doch auch Fragen können eine heilsame Wirkung haben – eine gewisse Magie. Und: “Wer fragt, der führt” heißt es doch immer schön. Und wie lernt man nun, Fragen bewusst und achtsam einzusetzen? Nun ein erster Schritt ist das fabelhafte und äußerst kompakte Buch “Die Kunst des Fragens” von Anne Brunner zu lesen ;-).

Darin können wir lesen, dass es verschiedene Arten gibt, Fragen zu stellen. Und dass man dabei sehr viele Fehler machen kann z. B. wenn man jemand stakkatomäßig nur ausfragt. Denn Ausfragen hat so etwas von Machtinstrumententum, es macht den Befragten unfrei und missbraucht. Wer hingegen einfühlsame Fragen stellt, bei denen der Andere das Gefühl hat, dass man sich in ihn hineindenkt und Anteil an seiner Person nimmt, der kann sehr viel für eine bereichernde Kommunikation tun. Er interessiert sich für sein Gegenüber und begleitet den Erzählenden in seinem Denken. So entsteht dann ein wahrhaftiger, ein echter Dialog, der beiden Seiten sehr viel geben kann.

Anne Brunner stellt die verschiedenen Frageformen vor und zeigt auch Fragen auf, die man in normalen Gesprächen lieber nicht stellt. Es werden zudem auch Fragen vorgestellt, die man in verschiedenen Anlässen gut einfließen kann, so z. B. um die Kreativität zu fördern, Meetings zu leiten, Teams wertschätzend zu begleiten oder Probleme zu lösen. Es werden auch Fragen aufgezeigt, die helfen, eine lernende Gruppe zu motivieren. Und natürlich fehlen auch nicht die Fragen, die wir an uns selbst richten können zur Selbstreflektion. Viele Grafiken, Beispiele, Übungen und Tipps runden das kompakte und nur 121 Seiten umfassende Büchlein wundervoll ab. Zum Download stehen zudem Quizfragen mit Lösungen bereit.

Fazit: Ein herrliches, kleines, feines und sehr empfehlenswertes Buch, um sich in der Kunst des Fragen zu üben und zu schulen!

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Die Löwenzahn-Strategie

“Blüh auf, sei wild und unbezähmbar” wie der Löwenzahn rät Bestseller-Autor Thomas Hohensee in seinem neuen wunderbaren Buch “Die Löwenzahn-Strategie”. Das Cover fiel mir natürlich sofort ins Auge und auch der Untertitel, den ich oben im ersten Satz zitiert habe, gefiel mir Freigeist sehr gut … Und das Büchlein hat mich nicht enttäuscht!

Wir Menschen können uns so einiges vom herrlichen Löwenzahn abschauen: So ist es dem Löwenzahl völlig egal, wo er wächst, Hauptsache er wächst. Das können wir Menschen auch, prächtig gedeihen, aufblühen und uns wohlfühlen, wo auch immer wir gerade sind. Auch wir können unsere Blütenblätter oder besser gesagt unsere Nasenspitze herrlich der Sonne entgegenrecken und uns der wunderschönen Umgebung um uns herum erfreuen, anstelle vom steten Ausschauhalten nach den Widrigkeiten und Schwächen des Lebens.

Thomas Hohensee sind die Vergleiche zwischen Löwenzahn und Mensch sehr gut gelungen und ich habe bei jeder Seite heftigst nicken müssen, so wahrhaftig empfand ich das Geschriebene. So auch zum Beispiel, wenn man sich fragt, was man eigentlich tun will und was man kann und will man dann auch, was man kann? Kann ich, was ich will? Was ist meine Aufgabe im Leben?

“Auf der falschen Spur ist man dann, wenn man tut, was andere von einem verlangen.” (Seite 15)

Und auch wenn man ständig denkt, ich muss noch diesen Kurs besuchen, noch diese Weiterbildung besuchen und noch dieses Zertifikat erwerben usw. lautet die schlichte Devise:

“Nicht warten, starten.” (Seite 23)

Das Buch ist herrlich aufgebaut, zu den einzelnen Löwenzahn-Strategien – 10 insgesamt – teilt uns auch der Löwenzahn persönlich seine Meinung dazu mit. Das Büchlein hat mich sehr inspiriert, zum Nachdenken gebracht und mir auch bestätigt, das ich mit meinem freien und kreativen Geist doch ganz richtig liege auf meinem ureigenen Weg.

Fazit: Ein kluges, faszinierendes, magisches, inspirierendes und lebensweises Büchlein, das ich einfach nur empfehlen kann. Ein Wohlfühlbuch für die Seele und ein herrlicher Mutmacher! Ein tolles Geschenk für Zweifler und Menschen, die glauben, das nichts bei ihnen vorangeht. Ein Anschubser der feinen Art! Großes Kompliment, werter Herr Hohensee!

 

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Sabine Asgodom: In meiner Badewanne bin ich Kapitän

Sabine Asgodom verrät in ihrem neuem Buch “In meiner Badewanne bin ich Kapitän” ihre besten Selbstcoaching-Tipps. Diese basieren auf ihrer Kolumne in der Frauenzeitschrift DONNA. Stress im Job? Konflikte in der Familie? Selbständigmachen – aber wie und womit? Neue Partnerschaft oder alte wiederbeleben? Mit all diesen Fragen wurde Sabine Asgodom in ihrer Donna-Kolumne konfrontiert und ihre Antworten weisen wertschätzend den Weg hin zur eigenen Lösungsfindung und auch zum Mut, die Zügel des eigenen Lebens endlich wieder selbst in die Hand zu nehmen und ins Tun zu kommen.

Wir sind meistens selbst von uns genervt, wenn wir an irgendeiner Stelle im Leben oder an einer harten Lebensaufgabe verbissen herangehen und einfach nicht vorankommen. Wer kennt das nicht. Mit Sabine Asgodoms unglaublichem Erfahrungsschatz im Coaching- und Lebensbereich wird es uns gelingen, unsere Lösungen zu leben und mutig voranzuschreiten und nicht schon im Vorfeld Angst vor der nächsten “Hürde” zu bekommen. Jeder von uns möchte mehr Leichtigkeit, mehr inneren Frieden und Balance und ein gutes Auskommen mit allen Menschen, denen wir täglich begegnen haben. Packen wir es also an: Denn nur wir können uns verändern, die anderen können wir nicht ändern … Wir können an unseren Einstellungen arbeiten und so die nötigen Perspektivenwechsel und mutigen Veränderungen erreichen, nach denen wir uns so sehr sehnen. Wir tragen die Verantwortung für unser Leben, wir gestalten es und wir dürfen unsere Träume leben.

Fazit: Ärmel hochgekrempelt, achtsam und aufmerksam dieses Buchschätzchen lesen und an die Aufräumarbeit gehen! Sabine Asgodom ist wieder einmal ein sehr unterhaltsames, achtsames, inspirierendes, ermutigendes Buch gelungen, das für viele Aha-Momente sorgt und dennoch Mut macht, eigene Lösungen zu finden und ins Handeln zu kommen. Hört auf Eure innere Stimme und folgt Euren Impulsen! Und lest dieses Buch ;-)!

 

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Selbstsicherheit und soziale Kompetenz

Erika Güroff hat mit ihrem Buch “Selbstsicherheit und soziale Kompetenz” ein Trainingsprogramm mit Basis- und Aufbauübungen geschrieben. Klares Statement: Selbstsicherheit ist erlernbar. Das Training sozialer Kompetenzen zählt zum Basis-Repertoire verhaltenstherapeutischer Maßnahmen. Im ersten Teil des Buches wird erklärt, was Selbstsicherheit und soziale Kompetenz eigentlich ist.  Dabei werden auch Denken und Verhalten sowie Gefühle betrachtet. Danach lesen wir über die Entstehung und Aufrechterhaltung von sozialen Ängsten und Phobien. Zielgruppen des Trainings sind neben Patientinnen auch Personen, die den Umgang mit sich selbst vertiefen möchten und Eltern, die für ihre Kinder ein gutes Vorbild sein möchten.

“Alle Elterntrainings, die es auf dem Markt gibt, zeigen Ihnen, wie Sie mit Ihren Kindern gut umgehen können. Dieses Training will Ihnen zeigen, was Sie Ihren Kindern vorleben können.” (Seite 21)

Unser Handeln und Denken beeinflussen unsere Gefühle und unsere körperlichen Reaktionen. Es kann gesteuert und verändert werden und somit auch unser Erleben bestimmter Dinge. Doch vielen Menschen fehlt es einfach schwer, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, sie überhaupt erst einmal wahrzunehmen. Man kann nicht nicht fühlen, ebensowenig wie man nicht nicht kommunizieren kann. Ich fand diese Abschnitte über Gefühle, Denken, Handeln und Wahrnehmung sehr anschaulich geschrieben und sehr informativ. Es sind viele Achtsamkeitsübungen im Buch beschrieben wie man sich wieder selbst wieder näher kommen kann.

Fazit: Ein Buch nicht nur für Psychotherapeuten oder Psychologen, sondern auch für Coaches mit Klienten, die Selbstwertprobleme haben. Die beiliegende DVD zeigt eindrucksvoll, dass soziale Kompetenz nicht perfektes Verhalten bedeuten muss.

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Live this Book – Das alles bin ich

Ein feines, analoges Arbeitsbuch  – jenseits des digitalen Lebens –  hat uns Tom Chatfield da mit seinem Werk “Live this Book – Das alles bin ich” beschert. Ein kreatives Buch des Lebens und für das Leben, Lebensphilosophie zum Erleben und zum Erkenntnisse über sich sammeln. Und die Aufmerksamkeit auf sich oder auf Dinge zu richten, zu denen uns die vielen Fragen im Buch hinführen. Und Tom Chatfield hat sehr viele Fragen für uns kreiiert, die zwar nicht immer sehr einfach zu beantworten sind und auch mal unbequeme Themen ansprechen, die uns motivieren sollen, nachzudenken. “Woher kommen wir?” oder “Was erwarten wir von der Welt?” oder “Wie lange ist es her, dass Du … eine komplett neue Fähigkeit erlernt hast?”

Aber das Buch hat auch noch eine andere Intention: Es möchte, dass wir wieder Herr über unsere Zeit werden. Dass wir uns auf es und seine Fragen einlassen. Dass wir uns wieder selbst näher kommen – ganz altmodisch, mit Papier und Bleistift ;-).

“Wir leben in einem Zeitalter, in dem wir dauerhaft online und verfügbar sind und uns ebenso dauerhaft Sorgen über die Folgen dieser Entwicklung machen. Kritiker sprechen von “digitalem Detox”, als seien virale Videos mit fettigem Essen vergleichbar – und als könne eine Diät für das Gehirn etwas gegen die Übel der Ablenkbarkeit, der sinkenden Aufmerksamkeitsspanne und der Flut von Wahlmöglichkeiten ausrichten.” (Seite 9)

Das famose Arbeitsbuch ist eingeteilt in 10 Kapitel. Im ersten Kapitel werfen wir einen Blick nach vorn, danach einen Blick in die Umgebung. Im 3. Kapitel einen Blick zurück, während wir im 4. Kapitel nach innen blicken. Darauf folgt das Erblicken von Inspirationen, der Blick auf andere, der Blick auf die Welt, der Blick auf sich selbst im 8. Kapitel, ein erneuter Blick und im 10. Kapitel schließlich kein abschließender, weiterblickender Blick ;-).

“Gute Worte sind viel wert und kosten wenig.” George Herbert (Seite 22)

Es macht viel Freude mit dem Buch zu arbeiten, denn es ist herrlich aufgemacht. Doch seht selbst:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit: Ein tolles, wundervoll gestaltetes und sehr inspirierendes Arbeitsbuch, dass zum Nachdenken anregt und Dir Zeit schenkt, um zu überlegen, was Dir im Leben wirklich wichtig ist. Herrlich! Auch wunderbar zum Verschenken! Ein ganz besonderes Buch mit einer einzigartigen, magischen Ausstrahlung ;-)!

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Arbeitsbuch Das Kind in dir muss Heimat finden

 

Stefanie Stahl hat zu ihrem famosen Buch “Das Kind in dir muss Heimat finden” nun auch ein Arbeitsbuch kreiert, das ebenfalls im Kailash Verlag erschienen ist.

Auch hilft uns das umfangreiche Arbeits- und Übungsbuch, unsere inneren Muster zu erkennen und verändern. Es ist sehr gut aufgebaut, im DIN-A4-Format und es kann unabhängig vom “Hauptbuch” gelesen und bearbeitet werden. Und es geht auch sofort los: Bereits auf Seite 1 darf man als Leser fröhlich loslegen.

Die Beispielsmenschen Sabine und Michael machen im Arbeitsbuch viele Übungen vor, so dass man, sollte man einmal nicht weiter wissen, immer ein Beispiel zum Nachschlagen hat. Besonders genial sind die heraus trennbaren Schablone! Das Übungsbuch vermittelt ein umfassendes Programm zur Stärkung unsers Ichs in einem Drei-Schritt-Praxisprogramm. Im ersten Schritt lernen wir unser Schattenkind kennen – das ist jener unserer Persönlichkeitsanteile, der für negative Kindheitserlebnisse und Traumatisierungen steht. Im nächsten Schritt stärken wir unser Erwachsenen-Ich – den rationalen Teil in uns, der für die Lösung von Problemen sehr wichtig ist. Der letzte Schritt lässt uns unser Sonnenkind entdecken – unseren gesunde, starken und fröhlichen Persönlichkeitsanteil.

Fazit: Super-Preis-Leistungs-Verhältnis – ein Schnäppchen mit Tiefgang ist dieses Arbeitsbuch, das sehr liebevoll aufbereitet ist und dank seines großen Formates viel Platz für Notizen bietet.

 

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Mitten ins Herz – Storytelling im Coaching

Wir alle lieben Geschichten! Wir lesen sie unseren Kindern vor, wir lesen selbst Geschichten, wir tauchen in sie ein und können sehr viel beim Lesen und Zuhören lernen. Das hat auch Christina Budde in ihrem fabelhaften und sehr empfehlenswerten Buch “Mitten ins Herz – Storytelling im Coaching” erkannt.

Mittels Geschichten können wir mit Distanz auf unsere eigenen Themen schauen, wir können selbst unsere Schlüsse ziehen und so neue Lösungen für unsere Herausforderungen finden. Das wunderbare Buch zeigt Coaches im ersten Teil, wie sie es schaffen, Geschichten für ihre Klienten zu finden und wie sie selber zu einem famosen Geschichtenerzähler werden. Im zweiten Teil werfen wir einen Blick auf die Geschichten der Klienten. Mit Einsatz “ähnlicher” und zum Lebensentwurf – und story passenden Geschichten kann es uns gelingen, einen Perspektivenwechsel zu erhalten, der neue Möglichkeiten des Denkens, Fühlens und Verhaltens erzeugen kann.

“Geschichten sind unterhaltsam und wecken die Aufmerksamkeit, sie erlauben dem Klienten, selbst auf Lösungen zu kommen und sie machen ihn mit der Möglichkeit, seine Geschichten  auch anders zu erzählen, zum “Autor” und damit zum selbstständigen Gestalter seines Lebens.” (Seite 14)

Es wird erklärt, was Storytelling eigentlich ist und warum es so wirkungsvoll ist. Auch werden die Voraussetzungen für Storytelling dargelegt – für wen und für welche Anlässe eignet sich das Storytelling überhaupt. Zudem wird der Einsatz von sogenannten “Mini-Geschichten” in Form von Metaphern und Vergleichen erläutert. Es wird auch das Grundmuster längerer Geschichten – die Heldenreise – vorgestellt. Welche Rolle dabei die verwendete Sprache spielt, wird im 4. Kapitel aufgezeigt. Wie können wir sensibler mit der Sprache in Geschichten werden und welche Möglichkeiten gibt es, um mittels der Geschichte Ressourcen freizulegen und Lösungen zu finden? Im 5. Kapitel kommt endlich die sehnlichst erwartete Tool-Sammlung. Es folgen Fall-Beispiele aus der Praxis, Grundlagen für den eigenen Geschichten-Fundus sowie mögliche Reflexionsfragen.

Im Buch finden sich zahlreiche Beispiele aus Coachingstunden, viele Fallbeispiele und auch viele Geschichten als Fundus zu den Themen Führung, berufliche Entwicklung, Kommunikation, Kooperation, Konflikt, Persönlichkeitsentwicklung, Selbstmanagement und Neuorientierung.

“Storytelling ist einerseits die Kunst, Sprachbilder und Geschichten in Coaching und Beratung zu erzählen. Andererseits ist es die Kunst, kreativ mit den von den Klienten erzählten Geschichten und Metaphern zu arbeiten und mit ihm gemeinsam nach Sichtweisen auf das Erlebte zu suchen, die für ihn nützlich sind und Lösungen für ungeklärte Fragen und Problem bieten.” (Seite 129)

 

Fazit: Das anschaulich geschriebene und wunderbar strukturierte Storytelling-Buch bietet ein großes Angebot an Geschichten für viele Coaching- und Beratungsanlässe, die sofort einsetzbar sind. Viele Beispiele, Methoden und Geschichten zeigen, wie viel Potential und welche Kraft Storytelling im Coaching und in der Beratung haben kann! Absolute Empfehlung! Ich liebe dieses Buch!

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