Die Kapitel meines Herzens

Catherine Lowell hat mit ihrem neuen Buch “Die Kapitel meines Herzens” ein bezauberndes Buch über eine literarische Schnitzeljagd geschrieben.

Ich habe das Buch als Lese-Exemplar schon vor ein paar Monaten vom Altantik-Verlag bekommen und es sogleich verschlungen, besprechen darf ich es ab heute ;-).

Und darum geht es:

Samantha Whipple ist jung, klug, frech- und die letzte lebende Nachfahrin der berühmten Geschwister Brontë. Doch das gibt sie nie gerne preis. Doch als ihr Vater stirbt und ihr ein geheimnisvolle Erbe hinterlässt, über das man weltweit spricht, muss sie sich mit den Rätseln ihrer Familiengeschichte auseinandersetzen. Zusammen mit ihrem ebenso scharfzüngigen wie attraktiven Literaturprofessor in Oxford begibt sich Samantha auf eine Reise in ihre Vergangenheit, bei der sich die beiden näher kommen, als sie jemals erwartet hatten …

Der Schreibstil von Catherine Lowell liest sich sehr angenehm. Mir haben besonders die vielen literarischen Zitate und Diskussionen gefallen, denn diese werden insbesondere den Buchliebhabern sehr gefallen.

Die Buch-Charaktere sind sehr charmant, lebendig und liebenswert menschlich gezeichnet. Samantha, die Eigenbrötlerin wirkt sehr merkwürdig zu Beginn des Buches und sie hat auch eine sehr vorgefasste Meinung zu ihren berühmten Vorfahren, entwickelt sich aber zum Glück in der Geschichte sehr weiter. Ihr Literaturprofessor und Tutor Orville ist ein echt trockener Knochen ;-), der ausschließlich für seinen Beruf lebt und doch auf seine Weise sehr geheimnisvoll wirkt.

Der erste Satz:

“Am Abend meiner Ankunft in Oxford erfuhr ich, dass mein Zimmer im Wohnheim aus dem Jahre 1361 stammte und ursprünglich dazu genutzt wurde, Pestopfer in Quarantäne zu halten.”

Die Diskussionen der beiden sind wahrlich köstlich und haben mich sehr amüsiert und man weiß als Leser lange nicht, ob das mit den beiden etwas wird oder wie sie ihre Beziehung entwickelt. Herrliche Wortgefechte kämpfen die beiden aus und ich habe beim Lesen oft schmunzeln müssen. Ich fand dies sehr anregend und werde mir auf alle Fälle auch nochmals die Bücher der Brontë-Geschwister vornehmen!

Auch das Cover finde ich sehr gelungen, ich liebe diese Jane-Austen-anmutenden Scherenschnitt-Motive sehr! Ein echter Eyecatcher in jedem Bücherregal!

Fazit:

Ein faszinierendes, cleveres und absolut empfehlenswertes Buch für alle Literatur- und Bücherliebhaber! Ein absolutes Must-have natürlich für alle Fans der Brontë-Geschwister! In diesem Buch findet sich einfach alles: Spiel – Spaß – Liebe und Spannung ;-)!

Achtung:

Auf meiner Facebookseite verlose ich dieses Buch – wer an der Verlosung teilnehmen möchte, der schreibt mir bitte eine E-Mail (tina.mueller@buchnotizen.de)

und

beantwortet mir die folgende Frage:

Welches Buch hast du schon mehrmals gelesen und immer wieder etwas Neues darin entdeckt?

 

 

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Jane Austen: Stolz und Vorurteil

Stolz und Vorurteil von Jane Austen

Dieses Buch kann man ja nicht oft genug im Bücherregal stehen haben: Stolz und Vorurteil von Jane Austen. Und diese herrliche Ausgabe macht die Geschichte noch mehr zu einem Erlebnis der besonderen Art. Diese Woche bin ich auch sowas von in Austen-Stimmung, stundenlang könnte ich mich in diesem Buch vergraben …

“Stolz und Vorurteil” ist mittlerweile ein Kult-Buch – Millionen von Lesern haben sich von der Geschichte rund um die quirlige Familie Bennet verzaubern lassen und auch Mr. Darcy steht auch heute noch hoch in der Gunst der Jane-Austen-Fans weltweit. Zahlreiche Verfilmungen gab es obendrauf!

Darum geht es:

Das Ehepaar Bennet hat fünf Tochter und alle müssen  natürlich standesgemäß unter die Haube gebracht werden ;-). Nicht einfach, wenn man auf dem Land wohnt und nur über ein bescheidenes Vermögen wie Mr. Bennet verfügt. Und ausgerechnet das Lieblingskind von Mr. Bennet – die intelligente und nicht auf den Mund gefallene Elizabeth – ist ein besonders schwer zu vermittelnder “Fall”.  Zum allgemeinen Unverständnis aller sie den Mut, den Antrag eines gutsituierten Pfarrers (ihres Cousins und Erbe von Longbourn in Hertfordshire auszuschlagen. Statt dem Drängen der Familie nachzugeben, folgt Elizabeth hartnäckig ihrem eigenen Urteil und bleibt sich selbst treu …

Zitate und erste Sätze:

Der Kultsatz schlechthin, leitet die Geschichte ein, ich stelle euch hier die deutsche und die englische Version vor:

“Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, daß ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau.” (Seite 5)

 

 

“It is a truth universally acknowledged, that a single man in possession of a good fortune, must be in want of a wife.” (aus: Pride and Prejudice, Word Cloud Classics, San Diego – diese Ausgabe möchte ich Euch auch sehr ans Herz legen, denn sie sieht toll aus und ist in Leder gebunden).

 

 

 

 

Seufz: “Ist nicht Unhöflichkeit gegenüber dem Rest der Welt der Inbegriff von Liebe?” (S. 225)

 

Fazit:

Ein viel gelesener Kult-Klassiker, der zu Recht von seinen Lesern bewundert wird! Eine wunderbare Geschichte, wie eine Zeitreise in die Regencyzeit! Unbedingt lesen und kaufen und überhaupt!

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Deutscher Buchpreis 2017: Das sind die 20 Titel der Longlist

Bild: https://www.deutscher-buchpreis.de/downloads/2017/

Die nominierten Titel für den Deutschen Buchpreis 2017 stehen seit heute fest: Die Jury hat 20 Romane für die Longlist ausgewählt. Die Titel wurden von einer siebenköpfigen Jury aus 200 Titeln ausgewählt, die zwischen Oktober 2016 und dem 12. September 2017 erschienen sind oder noch erscheinen werden.

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Mirko Bonné: Lichter als der Tag (Schöffling & Co, Juli 2017)
  • Gerhard Falkner: Romeo oder Julia (Berlin Verlag, September 2017)
  • Franzobel: Das Floß der Medusa (Paul Zsolnay, Januar 2017)
  • Monika Helfer: Schau mich an, wenn ich mit dir rede! (Jung und Jung, März 2017)
  • Christoph Höhtker: Das Jahr der Frauen (Weissbooks, August 2017)
  • Thomas Lehr: Schlafende Sonne (Carl Hanser, August 2017)
  • Jonas Lüscher: Kraft (C.H. Beck, März 2017)
  • Robert Menasse: Die Hauptstadt (Suhrkamp, September 2017)
  • Birgit Müller-Wieland: Flugschnee (Otto Müller, Februar 2017)
  • Jakob Nolte: Schreckliche Gewalten (Matthes & Seitz Berlin, März 2017)
  • Marion Poschmann: Die Kieferninseln (Suhrkamp, September 2017)
  • Kerstin Preiwuß: Nach Onkalo (Berlin Verlag, März 2017)
  • Robert Prosser: Phantome (Ullstein fünf, September 2017)
  • Sven Regener: Wiener Straße (Galiani Berlin, September 2017)
  • Sasha Marianna Salzmann: Außer sich (Suhrkamp, September 2017)
  • Ingo Schulze: Peter Holtz (S. Fischer, September 2017)
  • Michael Wildenhain: Das Singen der Sirenen (Klett-Cotta, September 2017)
  • Julia Wolf: Walter Nowak bleibt liegen (Frankfurter Verlagsanstalt, März 2017)
  • Christine Wunnicke: Katie (Berenberg, März 2017)
  • Feridun Zaimoglu: Evangelio (Kiepenheuer & Witsch, März 2017)

Gelesen habe ich das in den Buchmarkt-Nachrichten, dort finden sich auch weitere Informationen zum Deutschen Buchpreis 2017!

Neue Artikelreihe: Bücher, die mich inspiriert haben

Ein Buch, dass mich über alle Maßen inspiriert hat

Das Buch Der Weg des Künstlers* von Julia Cameron, in dem die Morgenseiten beschrieben werden, ist mir das erste Mal 1999 vor die Füße gefallen – in einem Buchladen. Ich habe es zwar gekauft, aber mich nicht wirklich damit beschäftigt, nur mal eben kurz durchgeblättert, aber da ich damals noch studiert habe und in den Vorbereitungen für mein Auslandspraktikum in New York stand, habe ich es wieder zur Seite gelegt. Ich habe es dann verliehen und nie zurückbekommen ;-(.

Und 2008 nach einem für mich sehr heftigen Life Event ist es mir im Buchladen wieder auf die Füße gefallen. Also habe ich es nochmals gekauft und es endlich mal richtig gelesen. Ich habe damals viel geschrieben, um einfach diesen Schmerz in mir herauszuschreiben und die Morgenseiten sind mir seither ein treuer und sehr inspirierender Begleiter geworden… Früher habe ich auf Papier geschrieben, nun schreibe ich dann und wann auch mal mit dem Computer …. Und wenn ich einmal gar keine Zeit habe, dann spreche ich einfach was mir gerade so ungeprüft in den Sinn kommt ins Handy … Und oft sind wahrlich inspirierende und unvergeßliche Sätze dabei, die ich mir sofort notieren muss (ja, ich trage stets mehrere Notizbücher mit mir herum ;-))) …

Danke liebe und wundervolle Sabine Bromkamp für die Erinnerung und auch den Anstupser, an das, was für mich mittlerweile alltäglich ist, doch einmal besonders zu würdigen und die Magie darin erkennen … Und schwupp ist eine neue Artikelserie entstanden ;-)!

Ich habe hierzu auch einmal einen Gast-Artikel bei Katja Glöckler von Schreibpower verfasst, lest doch mal rein.

 

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Interview mit Rita Falk

Die Schauspieler der Grießnockerlaffäre, in der Mitte die Autorin Rita Falk

 

 

 

Ich durfte der wundervollen Rita Falk, Autorin von diversen Büchern wie “Grießnockerlaffäre” (läuft aktuell im Kino) oder “Winterkartoffelknödel* drei Fragen stellen.

Vielen lieben Dank, liebe Frau Falk!

 

 

 

 

  1. Frau Falk, es ist unglaublich, in welchem Tempo Sie Ihre Krimis schreiben! Woher nehmen Sie diese Power und stehen die Geschichten schon in ihrer Grobstruktur seit langem in ihren Notizbüchern oder wie darf ich mir dieses enorme Pensum erklären?

Rita Falk: Ich schreibe einfach für mein Leben gerne, und bekomm‘ ich ein paar Wochen nichts aufs Blatt, dann krieg ich auch schnell einen Entzug. Wenn ich ein neues Projekt angehe, stehen nur ein paar Eckpfeiler fest, alles andere ergibt sich während des Schreibens. Notizbücher gibt es, allerdings wenig durchstrukturiert und oft sind dort nur Episoden aufgekritzelt, die ich im täglichen Leben erfahre und für später womöglich verwendbar halte.

 

  1. Die Schauspieler sind so passend gecastet, als wären sie direkt aus Ihren Büchern entsprungen. Hatte Sie bei der Auswahl der Schauspieler ein Mitspracherecht?

Rita Falk: Die Produzentin Kerstin Schmidbauer ist mit einigen Castingmappen an mich herangetreten und die sind wir dann gemeinsam durchgegangen. Sie hatte von Anfang an ein Näschen für meine Protagonisten und so war es ein Leichtes mit ihrer sorgfältigen Auswahl einverstanden zu sein. Ein einziger Schauspieler ist auf meinem „Mist“ gewachsen und auf den bin ich bis heute noch stolz.

 

  1. Wann und wo schreiben Sie und wie kommen Sie schreibtechnisch so richtig in Fahrt (ich frage, weil meinen Weblog www.buchnotizen.de viele Nachwuchsautoren lesen und diese dann und wann auch mit Schreibblockaden zu tun haben)

Rita Falk: Ich setz mich an meinen Schreibtisch und leg los. Meistens noch vor dem Frühstück und im Schlafanzug. Ich mag das Wort „Schreibblockade“ nicht. Es gibt Tage, da läuft’s und an anderen Tagen eben nicht. Dann klapp ich die Kiste einfach wieder zu, mach etwas anderes und fege mein Gehirn frei. Am nächsten Morgen geht alles wieder wie geschmiert, jede Wette.

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