Flammende Liebe
Josef stand im dichten Stadtwald und blickte auf seine leblose Frau, die auf dem moosbedeckten Boden lag. Es war neblig und glitzernde Raureifperlen zeigten den Herbst in Bestform. Wohin nur mit ihr, überlegte er, blickte sich nervös um und zündete sich zitternd eine Zigarette. Das hatte er nicht gewollt, es war einfach passiert. Sie wollte ihn verlassen, mit seinen beiden Kindern. Und zu ihm, den großen, hageren, neuen Nachbarn ziehen, im gleichen Haus wollte sie mit dem Neuen heile, glückliche Familie vor seinen Augen spielen. Da war er ausgerastet, hatte nur noch Rot gesehen. Und wild zugestochen. Weiterlesen
Das Haarmassaker
Bonnie Tyler hat mir die Haare geschnitten. Besser gesagt, zerfetzt. Mit einem Frisiermesser, das Gisela – so stand auf Bonnies Namensschild – resolut durch meine bis dahin noch gesunden, langen Haare zerrte. Sie teilte meine Haare in einzelne Strähnen, zog kräftig daran und malträtierte mich mit besagtem Messer. Der Salon heißt Cut & Go. Hätte ich mal machen sollen. Gehen. Dabei wollte ich mir nur die Spitzen schneiden lassen. Und nun dies. Da war nichts mehr zu machen. Ich muss die nächsten Monate mit Zopf (besser gesagt hinten Zopf, vorne vereinzelte, kurze Fransen, frei nach Bonnie „Against the wind„) oder Mütze (im Frühling!) herum laufen. Weiterlesen
Schreiben ist fühlen in Worten
Lesen und Schreiben kann ich bereits seit meinem fünften Lebensjahr. Damals liebte ich es, neben meinem älteren Bruder zu sitzen und zuzuschauen, wie er Lesen und Schreiben übte und sich arg plagte. Mir fiel es leicht, ich lernte es, in dem ich einfach neben ihm saß.
Weniger einfach ist der Inhalt des Schreibens: Wie schreibe ich eine lebendige Geschichte, mit der ich andere begeistere? Wie schaffe ich es, mit Worten zu verzaubern? Meine Gefühle so in Worten zu kleiden, dass sie der Leser regelrecht spüren kann? Ich habe in meinem Leben bisher keine Antwort gefunden. Trotz diverser Anläufe fällt mir das private Schreiben nicht leicht. Beruflich schreibe ich viel, flüssig und schnell: Pressetexte, Onlinetexte, Klappentexte, Vorschautexte, Konzepte, Berichte, etc. Von Kollegen, Freunden und Autoren werde ich für meine blumigen E-Mails, Karten und Briefe (ja, die gibt es noch) gelobt. Weiterlesen
Eigengewächse: Bad Things – worauf es wirklich ankommt
Mich langweilen Umsätze, Marken, mehr Schein als sein. Ich mag keine Handys, das ständige Betrachten des Displays bedeutet für mich das Ignorieren der realen Welt, des Alltags. Nebenbei ist es ziemlich anstrengend, all diesen süchtigen Display-Gaffern im Alltag auszuweichen und deren Leben zu retten!
Kurzkrimi: Stiefmütterchen
Fast geräuschlos glitt der letzte Nachtzug aus der Halle. Der Bahnsteig war leer, bis auf einen einzelnen Mann. Er hatte sich eine Zigarette angezündet und starrte dem Zug nach, dessen rote Schlusslichter rasch kleiner wurden. Weiterlesen
Zitat des Tages
“Nichts ist gut noch schlecht, das Denken macht´s dazu.”
Shakespeare
Monika Herz: Mit Zahlen heilen
Ein tolles Buch hat Monika Herz hier wieder geschrieben. Sehr interessantes über Zahlen, die heilen können … Und hier ist der Leser aufgefordert auch selbst intuitiv tätig zu werden, wie man die Heilzahlen am besten anwenden möchte. Die Autorin schreibt flüssig, geradlinig und sehr informativ, sie kennt sich aus und weiß, was sie schreibt. Viele Möglichkeiten des Zahlenheilens fordern den Leser auf, selbst tätig zu werden und seinen Blick aus einer höheren Perspektive über das Leben aufzuschwingen.
Ein sehr informatives und lehrreiches Buch, erschienen im Verlag nymphenburger, geballtes Wissen und Erfahrung – auf nur 152 Seiten – ich liebe schmale Bücher! Daumen hoch – unbedingt kaufen! Weiterlesen
Lebensweisheiten
“Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie glücklich sein wollen.”
Abraham Lincoln
Deborah Harkness: Wo die Nacht beginnt
Neugierig begann ich den zweiten Teil des fantastischen Buches “Wo die Nacht beginnt” von Deborah Harkness – erschienen im Blanvalet-Verlag – zu lesen. Seite für Seite gelang ich tiefe in die Geschichte, bis sie mich völlig verschlang und ich nur noch lesen, lesen, lesen wollte. Nach zwei Tagen legte ich das Buch traurig, aber auch glücklich zur Seite. Traurig, weil ich nun wieder eine Weile warten muss, bis ich den dritten Teil (?) lesen kann und glücklich, weil ich auch den zweiten Teil lesen durfte 😉 …
