Helle Helle: Wenn du magst

Helle Helle ist eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen, denn niemand schafft es so wie sie, aus einer scheinbar belanglosen Situation eine spannende Geschichte zu schreiben. Dabei ist sie wie gewohnt äußerst präzise in ihrem Ausdruck, sprachlich schlicht und aufs äußerste reduziert und lässt doch Raum für eigene, weiterführende, spannende Gedanken.

In ihrem neuen Buch “Wenn du magst” erzählt sie von zwei Joggern, einem Mann und einer Frau, die sich Ende Oktober beim Joggen treffen.

“Das bin ich nicht. Niemals stehe ich so hinter einem Baum im Wald. Die Blätter fallen herab. Es ist Ende Oktober, es sind die letzten Blätter.” (Seite 5)

Roar geht das erste Mal joggen und läuft sich schnell eine Blase. Er verläuft sich unterwegs und trifft auf eine Frau, die ebenfalls joggt und sich auch verlaufen hat. Zwei Menschen, die die Orientierung verlieren – als Metapher zur Orientierungslosigkeit ihres Lebens?

“Ich will es kurz machen, ich weiß nicht, wohin mit mir. Ich habe mich in diesem großen Wald verlaufen. Ich weiß nicht viel über Wälder, ich bin kein Naturbursche.” (Seite 6)

Zusammen versuchen sie, einen Ausweg aus dem Wald zu finden, aber je mehr sie die unterschiedlichsten Wege ausprobieren, umso mehr verlaufen sie sich. Aus dieser sehr beklemmend beschriebenen alltäglichen Situation heraus schreibt Helle Helle eine so spannende Geschichte, die bei mir noch lange nachgewirkt hat. Die beiden Protagonisten gewähren uns Einblick in ihre Ängste und Zweifel, die von dieser sich plötzlich zuspitzenden extremen Situation noch weiter geschürt werden. Sie erzählen von ihren Leben, von den guten und den schlechten Seiten ihres Alltags. Sie suchen gemeinsam einen Ausweg, finden eine Schutzhütte, in der sie die erste Nacht verbringen. Dabei unterhalten sie sich auch über banale Dinge, wie man eine Wundblase am besten behandeln kann,  wie lange das Handy noch Licht spenden wird etc. In Gedanken lassen die beiden ihre Leben bisher Revue passieren und laufen nachdenklich nebeneinander her.

Irgendwann entdecken sie eine strohbedecktes Haus im Wald, in der Kinder leben. Sie gehen in den Stall des Hauses, als nach mehrmaligem Klopfen niemand öffnet und wärmen sich, essen, trinken, versorgen ihre Wunden und schlafen übermüdet ein. Am nächsten Morgen stehen die beiden Kinder an ihrem Bett und starren sie an. Mehr möchte ich nicht verraten, jedoch so viel, dass auf den verbliebenen Seiten sehr viel nicht Geschriebenes für reges Nachdenken und Weiterspinnen der spannenden Geschichte seitens des Lesers erfolgen wird ,-). Abrupt endet die Geschichte, doch mein Kopfkino läuft noch lange weiter und ich schreibe gedanklich die Geschichte mit ihrer Geschichte weiter.

Fazit: Ich liebe dieses Buch! Für Fans von Helle Helle ist es ohnehin ein Must-have. Für Fans von minimalistischen Geschichten mit maximalem Output natürlich auch. Wer reduzierte, prägnante Sprache und Geschichten, die aus scheinbar alltäglichen Situationen eine sprach- und bildgewaltige Geschichte aufbauen, liebt, kommt an Helle Helle einfach nicht vorbei. Helle Helle in Höchstförm, schlichte, präzise Sätze mit Tiefgang, Suspense vom Feinsten. Die Spannung zwischen den Zeilen ist fantastisch und äußerst spürbar. Und das ganze ohne zerstückelte Leichen oder sonstige grausige Details wie sonst in skandinavischen Krimis! Kopfkino vom Feinsten!

 

 

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Die Magie der Namen

Im fabelhaften Buch “Die Magie der Namen” von Nicole Gozdek geht es um ein weit entferntes Land namens Mirabortas, in dem Kinder bis zu ihrer Volljährigkeit ohne Eltern aufwachsen und statt eines Namens eine Nummer zugeordnet bekommen. Denn der Name entscheidet, welchen Beruf man ausübst, ob man reich ist und sogar wie man aussiehst (bei der Namensgebung verwandelt man sich sogleich oder auch erst später). Dort in der Schule von Tummersberg verbringen sie ihre Kindheit und Jugend und warten auf den Tag ihrer Namensgebung. Denn Namen haben eine magische und einzigartige Kraft. Das muss auch der Junge Nummer 19 am Tag seiner Volljährigkeit und gleichzeitig Tag der lang ersehnten Namensgebung bitterlich erfahren, denn seinen Namen kennt niemand, es verändert ihn nicht und er weiß auch nicht, was er nun weiter machen soll.

“Ich hatte nun meinen Namen. Aber ich hatte immer noch keine Ahnung, wer ich war.” (Seite 21)

Und so begibt er sich gemeinsam mit seinen Freunden dem Krieger Rustan Polliander, dem Kaufmann Baro, der Magierin Nelia und der Sängerin Allira auf die klassische und natürlich abenteuerliche Heldenreise in die Hauptstadt Himmelstor, um dort im großen Namensarchiv mehr über sich und sein Erbe zu erfahren. Auf der langen und sehr aufregenden Reise stellt Tirasan Passario, wie Nummer 19 nun heißt,  fest, dass er nicht nur Freunde hat, sondern auch um sein Leben bangen muss …

Der erste Satz:

“Ich war an diesem Frühlingsmorgen in dem Wissen aufgewacht, dass es der bedeutendste Tag in meinem Leben sein würde.” (Seite 5)

Die Geschichte spielt in einer fantastischen Welt, die aber gänzlich ohne magischen Wesen auskommt, aber deshalb nicht weniger magisch ist. Der Schreibstil ist flüssig, lebendig, man kommt schnell in die tolle Geschichte hinein. Alles wird gut aufgebaut und erklärt und lebendig beschrieben. Die Personen konnte ich mir super gut vorstellen und die Magie der Geschichte hat mich schnell erfasst. Das Tempo der Geschichte und die hervorragend getimten Geschehnisse haben mir nicht eine Sekunde Langeweile beim Lesen beschert – just in time.

Auch die Orte wurden supertoll und magisch beschrieben, die Hauptstadt Himmelstor hat mich sofort in ihren Bann gezogen – dort würde ich auch gerne mal hinreisen. Magie pur!

“Staunend betrachteten wir die Metropole von Weitem. Besonders die Paläste auf den oberen Terrassen waren eindrucksvoll. Ein ausuferndes Anwesen aus gelbem Stein lenkte als Erstes unsere Blicke auf sich (Anmerkung: der Palast von Nateris).” (Seite 207)

Es gibt noch einige logische Fehler in der Geschichte, auf die ich aufgrund der Spoilergefahr nicht eingehen werde, diese haben mich zwar gestört, aber sie haben mir nicht die geniale Geschichte vermiesen lassen.

Fazit: Eine tolle neue magische Fantasywelt und eine super Idee … mit sehr schönen Sätzen und Ideen und somit absolut empfehlenswert. Band 2 mit dem Titel “Die Magie der Lüge” wird am 1. September erscheinen. Für mich eines der besten deutschen Debüts in 2017!

 

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Holmes und ich

So Ihr Lieben, nachdem ich gestern aufgrund irgendwelcher technischer Schwierigkeiten (?) einfach nicht posten konnte, folgt heute die Besprechung, die für gestern geplant war.

Brittany Cavallaro, eine glühende Sherlock-Holmes-Verehrerin, hat mit ihrem Erstling “Holmes & ich – die Morde von Sherringford” ein sehr lesenswertes Jugendbuch geschrieben. Die Neu-Interpretation der berühmten Geschichten um den sagenhaften Sherlock Holmes und seinem Assistenten Dr. Watson ist Brittany Cavallaro im ersten Fall fabelhaft gelungen. Die Parallelen zu den “echten” Sherlock-Holmes-Fällen fügen sich perfekt in diese neue Geschichte um die Nachfahren des berühmt-berüchtigten Ermittler-Duos ein.

Und darum geht es: Jamie Watson hat es derzeit wahrlich nicht leicht. Er muss sein von Herzen geliebtes London verlassen, wo er mit seiner Mutter wohnt um ein Elite-Internat in den USA zu besuchen. Dort trifft er auch auf seinen Vater, mit der seit einiger Zeit keinen Kontakt hat und – tatata — auf Charlotte Holmes,Urururenkelin des legendären Detektivs Sherlock Holmes. Und natürlich geschieht auch ein Mord und Jamie und Charlotte müssen selbst ermitteln. Plötzlich stehen die beiden selbst im Zentrum der Ermittlungen und gelten sogar als Hauptverdächtige! Die beiden müssen nun schnell den Mord klären und ihre Unschuld beweisen, doch das ist gar nicht so einfach …

Erster Satz:

“Das erste Mal begegnete ich ihr am Ende einer dieser sich zäh dahinschleppenden Wochentage, die für Privatschulen wie das Sherringford-Internat so typisch sind.” (Seite 7)

Herrlich auch der Ratgeber bezüglich des Umgangs mit Charlotte Holmes, den Jamies Vater ausgearbeitet hat … Dort steht u.a.:

 

  • Man sollte ungeklärten Mordfällen aus dem Weg gehen, ganz gleich, was Charlotte Holmes einem sagt.

  • Man sollte darauf gefasst sein, nur alle zwei bis drei Jahre etwas Nettes gesagt zu bekommen.

  • Was auch immer man tut, man sollte sich niemals, unter keinen Umständen, in Holmes verlieben.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht des sechzehnjährigen James Watson, der ein sehr sympathischer Junge ist. Er träumt davon, Schriftsteller zu werden – wie sein Urururgroßvater Dr. Watson. Er ist sehr talentiert, wirkt aber oft nicht sicher in seinem Verhalten und ist lieber für sich. Jedoch ist er – wenn es sein muss – auch sehr aufrichtig und mag es gar nicht, wenn sich jemand arrogant oder nicht liebevoll anderen gegenüber verhält. Allerdings wird er auch sehr schnell wütend und nutzt seine körperliche Kraft.

Herrlich fand ich auch Charlotte Holmes, die sehr viel von ihrem Urururgroßvater Sherlock Holmes hat. Auch sie ist ein Genie und hat ebenfalls eine sehr präzise Beobachtungsgabe. Und auch in Punkto Arroganz und Überheblichkeit scheint sie ein Abbild ihres berühmten Vorfahren zu sein. Zu Beginn kommt Charlotte nicht sonderlich sympathisch rüber: Sie ist sehr kalt in ihrem Auftreten, drogensüchtig (schon gewagt für ein Jugendbuch!) und sehr eigenwillig.

Die Charakterstudien der beiden Hauptdarsteller sind sehr präzise und ähneln teilweise sehr stark den berühmten Vorfahren. Man spürt einfach, dass Brittany Cavallaro sich sehr gut in der Welt des Sherlock Holmes auskennt (das spürt man auch im Quellenverzeichnis, dort sind viele tolle Bücher über Sherlock Holmes aufgelistet).

Fazit: Eine unterhaltsame, faszinierende Neu-Interpretation des hoch geschätzten Sherlock Holmes! Das Buch liest sich wie ein perfektes Krimi-Dinner – nur für das Essen müsst ihr in diesem Fall selbst sorgen … Sehr lebendig geschrieben, sehr spannend und auch etwas verzwickt, es war, als würde ich beim Lesen mit ermitteln – grandiose Geschichte mit den Nachfahren von Holmes und Watson, der Leser ist stets mitten im Geschehen!

 

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E-Book: Empire of Ink 1 – Die Kraft der Fantasie

Endlich mal wieder ein richtig spannendes und brilliant geschriebenes E-Book, in dem ich tief versunken die Zeit um mich herum vergessen habe. Jennifer Alice Jager hat in “Empire of Ink – Die Kraft der Fantasie” eine neue fantasievolle Welt der Tinte (ja ihr lest richtig ;-)) – diesmal fernab von bereits geschriebenen Märchen erschaffen, die ich sehr spannend und abwechslungsreich fand. Das Buch ist eine Mischung aus Fantasy, Verschwörungstheorie und Romantik und ist so flüssig und lebendig geschrieben, dass ich meinen Kindle einfach nicht aus der Hand legen wollte bis zum spannenden Ende … Und nun sitze ich hier und frage mich, wann denn endlich der zweite Teil zu kaufen sein wird (eine entsprechende Anfrage habe ich an den Impress Verlag gestellt, ich werde Euch auf dem Laufenden diesbezüglich halten) wird …

Hauptperson ist die siebzehnjährige Scarlett, die eine andere Art der Wahrnehmung der Welt hat als andere Menschen. Sie lebt alleine bei ihrer nicht sonderlich liebenswerten Mutter und wird von ihr behandelt, als wäre sie psychisch krank. Wenn Scarlett im Alltag unterwegs ist, dann erblickt sie magische Wesen und andere Geschöpfe. Als sie auf dem Weg zu ihrer Freundin durch einen Park läuft, begegnet sie der mysteriösen Gutenberg-Organisation das erste Mal. Der attraktive Offizier dieser Organisation erklärt ihr, dass es neben der richtigen Welt, in der wir leben auch noch eine Welt der Bücher und Geschichten gibt – quasi eine Welt aus Tinte. Diese beiden Welten befänden sich derzeit im Ungleichgewicht. Und da Scarlett diese andere Welt buchstäblich sehen kann, wäre sie eine grandiose Hilfe, um wieder ein Gleichgewicht zwischen den beiden Welten herzustellen. Doch Scar – wie sie liebevoll genannt wird – bleibt skeptisch und macht sich selbst auf die Suche nach der Wahrheit.

Ich habe diese Geschichte von Anfang an sehr gerne gelesen, sie begeistert und ist lebendig geschrieben. Die Autorin kann wahrlich sehr bildhaft schreiben, es war, als würde man einen Film lesen ;-). Die Charaktere sind sehr liebevoll gezeichnet und wuchsen mir sehr schnell ans Herz. Die Szenen, in denen es so richtig actionmäßig zur Sache geht, sind super geschrieben und man ist mitten im aufregenden Geschehen dabei als Leser.

Scar ist ein tolles, mutiges und sehr toughes Mädchen, das zu ihrem Wort steht und sich auch für ihre Freunde einsetzt. Sie ist intelligent und wahrlich sehr integer und lässt sich nicht so leicht von allem unterkriegen, was manchmal auch zu witzigen Szenen und Dialogen führt. Der romantische Part der Story ist sehr reizend ohne kitschig zu werden.

Fazit: Faszinierender, brillianter und spannender Serien-Auftakt mit enormen Suchtpotential  – bitte bitte schnell Teil 2 herausgeben, lieber Impress-Verlag!!!!! Absolutes Must-have für Buchliebhaber und Leser, die einer genialen Geschichte rund um das Thema Bücher einfach nicht widerstehen können!!! Unbedingt kaufen!!!

 

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Eden Summer

Liz Flanagans Debütroman “Eden Summer” ist ein packender, authentischer und äußerst lebendig geschriebener Jugendthriller. Vor allen Dingen sprang mir das herrliche Cover und der äußerst spannend klingende Klappentext ins Auge.

Hauptperson des Buches ist die zurückhaltende Jess, eine mir sehr sympathische Hauptperson, die ich mir sehr gut vorstellen konnte und die sehr realistisch von der Autorin Liz Flanagan beschrieben wurde. Die Geschichte zwischen Jess und ihrer besten Freundin wird kapitelweise aufgeklärt, in genau dem richtigen Maß von Spannung und Klarheit, den es braucht, um beim Lesen am Ball zu bleiben. Der flüssige und sehr lebendige Schreibstil von Liz Flanagan ließ mich als Leserin herrlich in der Geschichte um Freundschaft, Schicksal, junge Liebe, Alltag als Teenager, Angst, Zuversicht etc. versinken.

Das Buch beginnt recht sanft, nahezu unschuldig und verhüllt dann – nach Edens Verschwinden – Seite um Seite mehr von den furchtbaren Schicksalsschlägen, die beide Mädchen erleiden mussten. Düstere Geheimnisse und furchtbare Details lassen erkennen, warum gerade diese beiden unterschiedlichen Mädchen sich angefreundet haben. Auch die weiteren Nebendarsteller sind sehr gelungen und authentisch konstruiert und fügen sich perfekt in die Geschichte ein.

Kapitel Eins, 8 Uhr:

“Ich habe an diesem Montag keine Ahnung, was passiert ist. Keine Vorahnung. Kein Gespür. Null. Ich muss wohl das Gegenteil von einer Hellseherin sein, denn eigentlich bin ich fast glücklich.” (Seite 13)

 

Liz Flanagan erzählt die Geschichte aus Jess Perspektive. Dabei springt sie beim Schreiben kapitelweise von der Gegenwart zur Vergangenheit, aber als Leser kann man dem leicht folgen und es ist auch passend und sehr geschickt konstruiert, es hält die Spannung aufrecht und sie wird dadurch noch sehr gesteigert.

“Sie sei ein Coach, keine Beraterin, sagt sie (Jess Mama) immer, obwohl niemand außer ihr den Unterschied kennt. Früher hat sie Haare geschnitten und zugehört. Dann hat sie nochmal eine Ausbildung gemacht, und jetzt bringt das Zuhören vermutlich mehr Geld. Die Leute bezahlen dafür, dass sie mit meiner Mutter sprechen. Es muss ihnen wohl helfen, denn normalerweise kommen sie wieder….” (Seite 58)

Fazit: Ein packender, sehr bewegender Jugendthriller, der tief unter die Haut geht. Spannend, überzeugend und sehr lebendig geschrieben. Ein intensives Lese-Highlight nicht nur für Jugendliche!

 

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True North – Wo auch immer du bist + Gewinnspiel

Die Bestseller-Autorin Sarina Bowen hat das Auftaktbuch einer neuen Reihe des Lyx Verlages geschrieben. Mit “True North – Wo auch immer du bist” hat sie ein unterhaltsames und gefühlvolles Buch geschrieben, dass sehr flüssig zu lesen ist. Auch Cover und Klappentext haben mich sofort überzeugt. Sehr schnell war ich in der Geschichte eingetaucht und musste das Buch auch in einem Rutsch lesen.

Die Geschichte von Audrey und dem Farmer Griffin, der auch ein früherer Studienkollege von ihr ist, wird abwechselnd aus der weiblichen (Audrey) und der männlichen (Griffin) Perspektive erzählt.

Audrey Kidder fährt im Auftrag ihrer Firma nach Vermont, um frische Zutaten für diverse Restaurantketten zu kaufen. Dabei trifft sie auch auf den charmant-brummeligen  und natürlich höchst attraktiven Farmer Griffin, den sie noch von früher kennt. Wie die beiden miteinander sprechen ist unglaublich witzig und sehr ehrlich. Beide haben ihre Geschichten und so entwickelt sich eine herrlich lebendige Geschichte, bei der man stets hofft, dass die beiden zusammenbleiben ;-).

Audrey als reiches Partygirl hat zwei Colleges nicht geschafft und sich dann von ihrer dominanten Mutter gelöst, um eine Kochschule zu besuchen. Und was die begnadete Köchin Audrey so in der Geschichte alles Leckere zaubert, das klang schon sehr verlockend.

Die beiden kommen sich rasch auf körperlicher Ebene näher, man spürt förmlich beim Lesen, wie es zwischen den funkte, es knisterte gewaltig beim Lesen, pure Leidenschaft eben. Alle im Buch vorkommenden Charaktere sind sehr lebendig und wachsen einem sehr schnell ans Herz. Auch die beschriebene Landschaft konnte ich mir lebhaft vorstellen, so bildhaft und bezaubernd hat Sarina Bowen diese beschrieben.

Fazit: Eine wundervolle Geschichte mit sehr authentischen und lebendigen Charakteren, ein Buch mit Herz und für´s Herz, dass mich sofort begeistert hat und auch nach dem Lesen noch lange nachwirkte. Ein toller, prickelnder und süchtig machender Reihenauftakt von True North, ich bin gespannt auf die weiteren Geschichten von anderen Autoren. Ein toller, intensiver und leidenschaftlicher Sommer-Roman.

 

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