Ein Roman wie handgeschöpftes Papier – fein, kraftvoll und voller Geschichte

 

 

 

Manche Bücher erzählen nicht nur eine Geschichte, sondern öffnen ein Fenster in eine vergangene Welt. Genau so habe ich „Die Frau des Papiermachers“ von Antje Henkel-Schilbach empfunden. Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen, weil er historische Atmosphäre, menschliche Tiefe und die spürbare Liebe zu einem besonderen Ort auf sehr schöne Weise miteinander verbindet.

Mit „Die Frau des Papiermachers“ ist der Autorin ein Debüt gelungen, das weit mehr ist als ein bloßer historischer Roman. Im Mittelpunkt steht Magdalena, deren Lebensweg im Jahr 1600 eine Richtung nimmt, die sie sich nicht selbst gewählt hat. Die Geschichte ihrer Heirat mit dem deutlich älteren Papiermacher Hans Abt ist berührend, dicht und eindringlich erzählt. Dabei bleibt Magdalena nicht bloß eine Figur ihrer Zeit, sondern wird als Frau mit innerer Kraft, Fragen, Hoffnungen und Würde greifbar.

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