Val McDermid: Jane Austens Northanger Abbey

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Ich lese sehr gerne Klassiker und ich liebe die Bücher von Jane Austen. Natürlich stand Val McDermids Version von “Jane Austens Northanger Abbey” auf meiner Leseliste.

Der erste Satz lautet:

“Für Catherine Morland war es eine Quelle ständiger Enttäuschung, dass ihr eigenes Leben der Welt in ihren Büchern nicht ähnlicher war.”

Val McDermid hält sich sehr stark an die Vorlage des Klassikers von Jane Austen. So sucht auch unsere Protagonistin Cathrin – genannt Cat – Morland einen Mann zum Heiraten – mit 17 Jahren finden das die Mädels doch heutzutage eher uncool … Also das fand ich nicht sehr passend. Auch die Tatsache, dass regelmäßig der moderne Slang wie “Facebook, Twitter” etc. fiel, passte spätestens dann nicht mehr zur altmodischen und dem Original entnommenen traditionellen Denken der Pfarrerstochter Cat … Mich haben diese Wörter dann mehr irritiert. Genervt haben mich die pausenlosen und völlig unpassenden Vergleiche mit den Vampiren aus “Twilight”, so ist doch keine 17jährige mehr drauf … Spätestens da bin ich völlig aus der Geschichte ausgestiegen und las nur noch Jane Austen zuliebe weiter ;-( …

Am besten hat mir der attraktive Henry gefallen. Aber aber alleine macht noch kein gutes Buch …

Die Geschichte plätschert zäh vor sich hin, es geschieht nicht wirklich viel. Ab der Mitte wurde es endlich einmal ein wenig spannender und geheimnisvoller (aber auch hier ziehe ich das Original vor). Cat bekommt hier nämlich eine Einladung von Henry und ihrer Freundin Ellie gemeinsam mit ihnen einige Tage auf Northanger Abbey zu verbringen. Cat wird neugierig, weil sie vermutet, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugeht, dass es spukt und so weiter …

Fazit: Ich kann das Buch leider nicht empfehlen! Die Handlung ist sehr langatmig, die Geschichte liest sich sehr zäh und hat mich auch nicht sonderlich angesprochen. Spannend ist sie auch noch, es kommt einfach nicht diese teils düstere Stimmung des Originals auf … Es passiert nicht viel! Die Protagonistin kam in meinen Augen sehr unlebendig rüber, sehr einseitig, obwohl sie hin und wieder sympathisch durchkam … Ich hatte viel mehr erwartet, vor allem das Ende ist sehr enttäuschend  …

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