Verena Friederike Hasel: Lasse

Lasse

Warnung: Dies ist kein rosarotes, watteweiches Buch mit einer positiven Geschichte über das Muttersein und hat auch kein bemerkenswertes Ende.  In „Lasse“ erzählt Verena Friederike Hasel die verstörende Geschichte einer jungen Frau, die Mutter wird und die diese Erfahrung völlig aus der Bahn wirft, aufgrund ihrer eigenen Geschichte. Erzählt wird die Geschichte von Nina, einer jungen Studentin, die unverhofft Mutter wird. Ihr Freund möchte nichts mehr von ihr wissen, weil sie eine anklammernde und mehr als instabile, schon pathologische Persönlichkeit ist. Nina spürt, dass sie ihr Kind nicht so lieben kann, wie sie es tun sollte. Sie sucht Anschluß zu anderen Müttern, geht in spezielle Cafes und Kurse. Doch es gelingt ihr einfach nicht. Ihr Freund wendet sich von ihr ab, lässt sie hängen (er war jedoch vor der Schwangerschaft schon nicht allzu begeistert von ihr). Sie beneidet die Frauen, die liebevoll mit ihren Kindern umgehen, sie einfach nur lieben können. Nina zieht sich immer mehr von der Außenwelt, vom Leben, von der Realität zurück und konzentriert sich nur noch auf ihren kleinen Sohn – mit fatalen Folgen …

Fazit: Nichts für schwache Nerven! Ein sehr verstörendes, beklemmendes, aber auch packendes Buch über die Abgründe des Mutterseins, dass man nicht aus der Hand legen kann. Am Ende war ich sehr verstört und traurig, habe aber nichts anderes erwartet …. Unbedingt lesen, um verstehen zu können!

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