Ulrich Sachsse: Proxy – die dunkle Seite der Mütterlichkeit

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Ulrich Sachsse hat mit „Proxy – die dunkle Seite der Mütterlichkeit“ ein sehr beklemmendes Buch geschrieben. Wir alle, die wir Mütter oder Eltern sind, können uns nicht vorstellen, was Kinder in ihren frühen Jahren erleben müssen und später als Eltern an ihre Kinder weitergeben oder auch nicht. Ich war bestürzt als ich Frau Proxys Bericht las und was sie ihren Kindern angetan hat, aber auch, was sie selbst als Kind erleben musste. Sie berichtet schonungslos offen über den sexuellen Missbrauch als Kind, dem Wegsehen ihrer Mutter, den Traumatisierungen, die sie später als Mutter selbst zur Täterin werden lassen. Ich hoffe viele Sexualstraftäter lesen, was sie damit den Folgegenerationen und auch der Gesellschaft antun mit ihren widerlichen und für mich völlig unverständlichen Taten … Ulrich Sachsse gelingt es jedoch als Fachmann über diese schockierenden Erlebnisse mit dem nötigen Abstand zu berichten und auch die Fachleute, die sonst in dem Buch noch zu Wort kommen, machen das Münchhausen-by-Proxy-Syndrom für Laien und Therapeuten und auch für die Angehörigen etwas verständlicher – zumindest was die Zusammenhänge angeht.

Fazit: Nichts für schwache Nerven, wer sich jedoch mit dem Thema beschäftigen möchte, der kommt an diesem Buch nicht vorbei!

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