Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind

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Jonas Jonasson hat mit seinem neuen Buch „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ ein originelles, witziges und sprachlich sehr ansprechendes Buch geschrieben. Ich lese sehr gerne schwedische Autoren und auch hier wurde ich nicht enttäuscht.

Die Geschichte: Johan Andersson – seit seinen zahllosen Gefängnisaufenthalten nur noch »Mörder-Anders« genannt – ist frisch aus dem Knast entlassen und braucht einen neuen Job sowie neue Freunde. Da kommt ihm die Begegnung mit der geschäftstüchtigen Pfarrerin Johanna Kjellander, die wegen ihrer atheistischen Gesinnung arbeitslos geworden ist, gerade recht. Zusammen mit dem Hotel-Rezeptionisten Per Persson gründen sie eine »Körperverletzungsagentur« mit Mörder-Anders in der Rolle des Auftragsschlägers. Die Nachfrage läuft blendend. Bis Mörder-Anders nach dem höheren Sinn des Ganzen fragt, sich plötzlich für Gott interessiert und friedfertig werden will. Doch Stockholms Gangsterbosse haben mit ihm noch eine Rechnung offen und nehmen Mörder-Anders und seine Freunde gründlich in die Zange …

Fazit: Ein unvergleichliches, lebensfrohes, mit einem Augenzwinkern geschriebenes Buch mit sehr viel schrägem Humor und einer Spur von Gesellschaftskritik – gerade was die Profitgier angeht, und das sich sehr schnell wegliest … Konnte es schwer zur Seite zu legen und musste es in einem Rutsch lesen – so macht Belletristik Freude. Für mich ein Lichtblick im bitterkalten Frühling 😉 …

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Maria Lang: Tragödie auf einem Landfriedhof

81XFn-r7WSLDas zweite Buch von Maria Lang – mit dem Titel „Tragödie auf einem Landfriedhof“ hat mir auch sehr gut gefallen. Schlägt man das Buch, findet sich ein gemaltes Bild in schwarz weiss, das einen Ausschnitt des Ortes zeigt, wo der besagte Landfriedhof des Buches skizziert ist. Danach folgte eine Namensliste der Mitwirkenden – natürlich ist auch wieder Prof. Ekstedt mit an Bord 😉 und diesmal auch sein jüngerer Bruder Tord Ekstedt und Pfarrer von Västlinge und Kila. Doch das idyllische Landleben und der Frieden in Västlinge werden jäh gestört, als Arne Sandell, der Besitzer eines Gemischtwarenladen im Ort spurlos verschwindet. Seine sehr blonde Gattin Barbara wendet sich zuerst an den Pfarrer Tord Ekstedt … Und dann nimmt alles seinen Lauf …

Fazit: Ein tolles Buch mit viel schwedischer Weihnachtsstimmung, einem Mord a la Agatha Christie, kurzweilig und interessant – ein tolles Vintage-Lesevergnügen für alle Fans des gediegenen und nicht so mordlustigen Kriminalromans – für Schwedenfans ohnehin Pflichtlektüre! Das Cover ist wunderschön und eine Zier im Bücherregal ;-)! Absolut empfehlenswert!

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Gelesen: Troll von Stefan Spjut

Troll von Stefan SpjutIch habe das Buch „Troll“ (Originaltitel: Stallo) von Stefan Spjut mit gemischten Gefühlen gelesen. Es ist gut geschrieben und die Geschichte ohne Zweifel einigermaßen spannend, dennoch bin ich nicht so richtig in dieses Buch hineingekommen … Ich kann es nicht richtig beschreiben – vielleicht bin aus dem Alter heraus, in dem man Stephen-King-Geschichten noch gerne liest …

Fakt ist, dass das Buch mich irgendwann genervt und gelangweilt hat. Ich habe viele Seiten überblättert und bin dennoch weiter in der Geschichte mitgekommen. Ich war ehrlich gesagt froh, als es vorbei war … Aber lest das Buch selbst … Mir war es einfach zu sehr Stephen-King-like – so zwanghaft gewollt … Stefan Spjut versucht wie sein großes Vorbild mysteriöse bzw. Fantasyelemente in ganz normale alltägliche Leben hineinfließen zu lassen … doch nach einer Weile ist eben genau das anstrengend beim Lesen … Die surreale Geschichte beginnt spannend kann aber dieses hohe Niveau nicht bis zum Schluss durchhalten … Der schwedische Autor lüftet leider zu schnell die geheimnisvolle Geschichte, die sich um die mystischen Wesen rankt und er beschreibt viele Kleinigkeiten z. B. was gegessen wird und Autofahrten so haargenau, dass sie einem aus der Geschichte fast heraustragen.

 

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