Anjou und die Burg der Spiegel

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In Susanne Hoffmanns zauberhaften und sehr empfehlenswerten Buch “Anjou und die Burg der Spiegel” geht es um einen Jungen namens Anjou, der wie Harry Potter auf der Suche nach sich selbst, seinen Wurzeln und nach dem eigentlichen Sein ist.

Anjou wächst in Armut bei seinem Vater und dessen lieboloser Freundin, der “Neuen”,  auf. Seine Mutter Manjana ist verschwunden. Als er eine halbtote Krähe wieder aufpäppelt und eine enge Beziehung zu Ronda, wie er die kleine Krähe liebevoll nennt aufbaut, soll er sie am “Birdisday” dem Schwarzen Ritter opfern. Doch Anjou kann seine kleine Freundin durch einen mutigen Sprung in den Brunnen des Dorfes retten und landet mit ihr in einem unheimlichen Wald, dem Stillen Wald.

“Hier ist es deshalb so still, weil alle Lebendigkeit eingeschlafen ist.” (Seite 47)

Ronda, die Krähe, die auf einmal sprechen kann, lotst ihn durch die fremde Umgebung und die beiden begeben sich auf eine lange und auch sehr gefährliche Reise durch Fremdland.

“Wenn du wissen willst, ob ich dir Freundin oder Feindin bin, dann blicke in den Spiegel. Er wird dir die Wahrheit enthüllen.” (Seite 55)

Anjou muss sich auf der Suche nach seiner Mutter und auch nach seinem Ursprung seinen größten Ängsten und Zweifeln stellen und auf der Schwelle zwischen Leben und Tod seine ureigene Wahrheit entdecken, die ihn für immer verändert. Spannend! Tiefsinnig! Lehrreich! Bezaubernd! Wahrhaftig!

Fazit: Ein kluger, ruhiger und klarer Roman einer aufregenden Heldenreise, die Anjou zu seiner geliebten Mutter führt und auch zu sich selbst. Sehr schön und magisch erzählt von Susanne Hoffmann, mit vielen lehrreichen und berührenden Momenten über das menschliche Sein an sich und überhaupt. Absolute Lese-Empfehlung, auch superklasse als Weihnachtsgeschenk für alle, die gerne Fantasy kombiniert mit Spiritualität und Tiefe zu schätzen wissen ;-)!

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