Rattatatam, mein Herz

Was für ein intensives, mutiges, herrlich sarkastisches Buch hat Franziska Seyboldt da mit ihrem dritten Werk “Rattatatam, mein Herz – vom Leben mit der Angst” geschrieben.

Franziska Seyboldt nimmt uns Leser mit auf ihre Reise durch ihre Angststörung. Schonungslos, ehrlich, mutig und mit einem phänomenalen Humor. Ihre herrliche Art, poetisch und mit vielen Metaphern und Sprachbildern über ihre Angststörung zu schreiben ist sehr intensiv und sehr bewegend. Und oft habe ich Schmunzeln müssen, wenn sie herrliche Dialoge mit ihrer Angst führt – genial! Und wie Frau Seyboldt schreibt – sie schreibt sie wahrlich alles von der Seele, was ihr in den letzten aufgrund ihrer Angststörung widerfahren ist – sie schreibt sich frei von allen Erlebnissen und allen Einschränkungen, die die Angst ihr auferlegt. Ich finde das so mutig und so toll, wie sie sich dem allen stellt und dabei auch ihren ureigenen Humor nicht verliert! Grandios und wunderbar! Ich verneige mich respektvoll vor Ihnen, werte Frau Seyboldt!

 

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Celaenas Geschichte

Was habe ich mit Celaena in den ersten vier Throne-of-Glass-Büchern gelitten, geliebt und überhaupt … Umso erfreuter war ich, dass uns Sarah J. Maas mit der Vorgeschichte zu Throne of Glass beglückt: In “Throne of Glass – Celaenas Geschichte” lesen wir, wie es Celaena vor Endovier ergangen ist, wie sie sich leise und zart in ihre erste Liebe Sam verliebt und was sie sonst alles erleben darf … Die starken Geschichten um Celaena sind so gut, dass ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe …

Die 16-jährige Celaena Sardothien  ist die berüchtigste Assassinin ihres Königreiches. Sie ist ein Freigeist, der sich nicht gerne maßregeln lässt und scheut auch nicht davor zurück, die Vorschriften ihres Meister Arobynn Hamel zu missachten. Zusammen mit Sam, einem anderen Assassinen, führt sie einen Auftrag nach dem nächsten durch. Doch je mehr Celaena bei ihren Aufträgen und Reisen erlebt, desto mehr zweifelt sie an den Plänen und Aufträgen ihres Meisters Arobynn, der sie einst aufgenommen und ausgebildet hat.

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Monstermagie

Lisa Rosenbecker hat mir ihrem E-Book “Monstermagie”, erschienen im famosen Impress Verlag, ein geniales und emotionsgeladenes magisches Monsterbuch geschrieben. In “Monstermagie” geht es um die 19-jährige Lea Mint, die ein Heim und eine Adoptionsagentur für verlassene und unperfekte Monster leitet. Ihr Laden heißt  „Monsters & Glue“ und ihre Monster Glue, Monty, Robbie, Nuvo und Pebbels haben alle einen liebenswerten Makel. Lea möchte sie an liebevolle Familien abgeben und so beginnt auch das Buch, in dem wir sie dabei begleiten, wie sie eines Tages den Hasenwolf Leo an eine liebevolle Familie und deren Tochter vermittelt. Eines Tages bekommt sie eine geheimnisvolle Einladung der renommierten Schule Bwystfilwood Hall (ihr ehemaliger Chef, Mr. Lambers, der mittlerweile verstorben ist und ihr das Heim vererbt hat, war vorher Lehrer an dieser Privatschule).

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Die Bücherwelt-Saga: Verliebt

Das meisterhaft inszenierte Cover der Bücherwelt-Saga von Stefanie Straßburger sprang mir sofort ins Auge. Der erste Teil der Bücherwelt-Saga – Verliebt las sich sehr gut. Ich war schnell in der Geschichte rund um Tilda, ihrem Lebensbuch und ihren Lieben 😉 versunken. Stefanie Straßburger schreibt flüssig und gut. Es ist aber noch einige Luft nach oben für den zweiten Teil. Die Geschichte umfasst alles was eine spannende und gut lesbare Story benötigt und für einen Erstling ist das Buch schon sehr gelungen.

Und darum geht es: Tilda, die eigentlich Mathilda Hummel heißt, arbeitet in einer Werbeagentur und hat eine lose Beziehung zu Leon. Eines Tages findet sie ihn ihrer Handtasche ein “altes” Buch – ohne Titel und Autor. Es ist ihre Lebensgeschichte bzw. was in ihrem Leben als nächstes geschehen wird.

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Animant Crumbs Staubchronik

Alleine das Cover (Marie Grasshoff sei Dank ;-)) ist so ein wundervoller Anblick, dass ich ohne zu überlegen, das Buch “Animant Crumbs Staubchronik” von Lin Rina gekauft habe 😉 … Doch auch der Inhalt hat mich nicht enttäuscht … Erschienen ist das Buch im famosen Drachenmond Verlag ;-).

Erzählt wird die Geschichte der 19-jährigen Animant Crumbs, die ein sehr untypisches Mädchen ihrer Zeit (I like that  ;-)). Animant hat ihren eigenen Kopf und ihre Sicht auf gewisse Dinge und ist auch sehr klug. Sie soll seitens ihrer Mutter einfach nur schnell und möglichst auch gut verheiratet werden und gut ist. Doch nicht für Animant.Am liebsten verkriecht sie sich irgendwo mit ihren Büchern und so ist es kein Wunder, dass sie ihren Verehrern intellektuellerweise mehr als überlegen ist ;-).

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Wintersong

Ich muss zugeben, ich hatte bei diesem Buch völlig andere Erwartungen und bin immer noch etwas unschlüssig, wie ich das Buch “Wintersong” von S. Jae-Jones denn nun finden möchte. Es ist sehr poetisch und märchenhaft geschrieben, dennoch hat mir einiges gefehlt, was für mich zu einem “love to read” einfach dazu gehört und das in erster Linie eine Handlung, die mich bei Laune hält und auch lebendige Figuren, die mir ans Herz wachsen während des Lesens. Versteht mich nicht falsch, das Buch ist sehr schön geschrieben und hat auch etwas düster Faszinierendes … Dennoch fehlt mir etwas magisches, ein Funke oder wie man es auch immer nennen möchte … Vielleicht hätte ich es auch  nicht nach dem Knaller “Izara” lesen dürfen 😉 … Das steigert natürlich die Lese-Erwartungen enorm … Faszinierend finde ich, wie die amerikanische Autorin auf den Handlungsort in Bayern gekommen ist und auch wie die amerikanischen Leser wohl die deutschen Namen Liesl, Josef etc. fanden ;-).

That´s the story: Die achtzehnjährige Liesl hat sehr früh gelernt, die Nacht zu fürchten, in der das alte Jahr stirbt und sich die Grenze zwischen dem Kobold- und Menschenreich öffnet, wandelt der Erlkönig umher, um ein Mädchen zu stehlen …Die Sage um den schrecklich faszinierenden Erlkönig, der in dieser Nacht loszieht, um sich eine Braut zu stehlen, ist den Menschen allgegenwärtig … Diese Braut muss dem finsteren Erlkönig in sein Reich unter die Erde folgen, ihn heiraten und für ihn sterben, denn nur durch ihren Tod wird die Wiedergeburt des neuen Jahres gewährleistet …  Und als in Liesls Leben ein unheimlicher Fremder auftaucht und ihre Schwester entführt, bewahrheiten sich ihre schlimmsten Befürchtungen … Mutig macht sich Liesl auf den Weg in das dunkle Reich des Erlkönigs, denn nur sie kann ihre Schwester noch retten …

Gut, Liesl ist eine sehr unperfekte und gar nicht schillernde, sehr einsame Hauptperson … Das muss sie auch nicht, um zu wirken … Sie ist selbstlos und fast fad … Ich hätte mir hier etwas mehr figürliche Dreidimensionalität gewünscht, vielleicht kommt das ja noch im zweiten Teil der Dilogie … Liesl liebt ihre Schwester über alles und es scheint, sogar mehr als sich selbst … Und doch dauert es einige Zeit, bis sie letztlich aufbricht, um ihre Schwester zu suchen, was ich nicht ganz verstanden habe … Ungeduldige Leser werden die Geschichte als sehr langsam und langatmig empfinden, ich fand das gar nicht so schlimm, passt das Buch doch perfekt in den Januar, der ja auch erst mal gemächlich startet und wir Menschen erst mal langsam in die Gänge kommen … Also wie gesagt, Liesl war mir etwas zu lahm, unschlüssig und ich hatte den Eindruck, dass sich die Autorin auch nicht so ganz klar war, wer Liesl eigentlich sein sollte …

Erster Satz: 

“Hüte dich vor den Kobolden,” sagte Constanze. “Und vor den Waren, die sie feilbieten.” (Seite 17)

Ich habe beim Lesen immer darauf gehofft, dass jetzt aber mal etwas geschieht, um alle Figuren etwas aus ihrer Lethargie zu reißen, aber dies geschah leider nicht … Wie gesagt, das Buch ist herrlich zu lesen, sehr poetisch, entspannt und langsam …

Im Buch wird der Erlkönig immer Koboldkönig genannt. Ich meine jedoch, dass die Ballade “Der Erlkönig”, mit der wir uns in der Schule geplagt haben, interpretationstechnisch ein (pädophiler) Elfenkönig war. Nun egal, das ist künstlerische Freiheit und sicher den amerikanischen Lesern auch egal … 😉 … Wie gesagt, das sind Kleinigkeiten …

Gut gefallen hat mir die Musik, die einen großen Teil des Buches einnimmt. Das Buch beginnt deshalb auch mit einer Ouvertüre, die schon mal große Lust auf das Buch in mir geschürt hat. Und dann kommt der erste Satz (siehe oben), der mich jetzt nicht so vom Hocker gerissen hat … Im Anhang findet sich deshalb auch ein Glossar musikalischer Begriffe, das mir sehr gut gefallen hat.

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