Schneeflockenherzen

Oh was für ein toller Weihnachtsroman ist Elaine Winter da mit „Schneeflockenherzen“ gelungen. Das Cover hat mich sofort angesprochen (wenn ihr genau hinschaut, wisst ihr auch, was mir sofort ins Auge gesprungen ist – na, wer kommt drauf?) und auch der Klappentext. Zu Beginn hat es etwas gebraucht, bis ich mich eingelesen habe und auch Nina war mir erst etwas suspekt, aber ich bin so froh, dass ich drangeblieben bin und weitergelesen habe, denn die Geschichte ist absolut wunderbar!

Und darum geht es: Nina möchte Weihnachten mit ihrer Familie in ihrem Ferienhaus in Alptal feiern. Die Anreise war schon nicht so einfach und als sie ankommt, funktioniert die Heizung nicht richtig …

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Das Mädchen aus Feuer und Sturm

In „Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ vonRenée Ahdieh geht es um Mariko, die auf dem Weg zu ihrem Bräutigam von den sogenannten „Schwarzen Rittern“ überfallen wird. Mariko ist die Tochter eines sehr mächtigen Samurai. Sie wird nach dem Überfall für tot gehalten, kann sich jedoch retten und nutzt diese Chance, um der arrangierten Ehe entfliehen. Fortan gibt sie sich als Junge aus und schleust sich in die „Schwarzen Ritter“, denn sie möchte unbedingt herausfinden, wer sie töten wollte und warum, um sich an denjenigen zu rächen.

Die Geschichte beginnt recht zäh und langsam, denn es ist nicht sehr einfach sich die vielen asiatischen Namen und Begriffe zu merken. Ich musste immer wieder zurückblättern und das ging zu Lasten meines Lese-Flows, da ich mich sehr konzentrieren musste. Doch dann geht es richtig rasant zur Sache, ein Rätsel folgt dem anderen und die Geschichte wird richtig actionreich. Und auch einige Dialoge sind sehr unterhaltsam und spannend, gerade jene zwischen Mariko und Okami, einem Bandenmitglied. Ich hoffe, dass im nächsten Teil einige der magischen Szene, die mir sehr gut gefallen haben, aber nicht weiter erklärt werden bzw. darauf eingegangen wird, etwas intensiver betrachtet werden. Es hat sicher einen Grund, dass sie nur angekratzt wurden …

Mariko ist zu Beginn der Geschichte ein sehr verwöhntes Mädchen aus sehr reichem Hause, doch im Laufe der Story wurde sie mir sympathischer (sie war manchmal echt arg weltfremd und naiv, was etwas nervte). Im Grunde ist sie mutig und stark und ihr gefällt überhaupt nicht, wie die Frauen zu jener Zeit behandelt und kleingehalten werden.

Fazit: Renée Ahdieh hat eine interessante, spannende, sehr humorvolle und actionreiche Geschichte geschrieben, deren Fantasywelt nicht sonderlich ausgereift wirkt und die in Teilen an Mulan erinnert. Wer also einen detaillierten, Weltenbau erwartet, der wird möglicherweise vom Buch enttäuscht sein.

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Inhalt:

Mariko ist die Tochter eines mächtigen Samurai und kennt ihren Platz im Leben. So klug und erfinderisch sie auch sein mag – über ihre Zukunft entscheiden andere. Als sie erfährt, dass sie den Sohn des Kaisers heiraten soll, nimmt sie ihr Schicksal hin. Doch auf dem Weg zu ihrer Hochzeit entkommt sie nur knapp einem blutigen Überfall – und nutzt ihre Chance, die Freiheit zu kosten: Als Junge verkleidet schmuggelt sie sich unter die Banditen und lernt eine ganz neue Welt kennen. Und sie verliert ihr Herz … ausgerechnet an den Feind.

Über die Autorin:

Renée Ahdieh hat die ersten Jahre ihrer Kindheit in Südkorea verbracht, inzwischen lebt sie mit ihrem Mann und einem kleinen Hund in North Carolina, USA. In ihrer Freizeit ist die Autorin eine begeisterte Salsa-Tänzerin, sie kann sich für Currys, das Sammeln von Schuhen und Basketball begeistern. Ihre Duologie Zorn und Morgenröte und Rache und Rosenblüte ist bereits bei One erschienen.

Buchinformationen:

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: ONE/Bastei Lübbe Veralg, erschienen am 28. September 2018
  • Preis: 18 Euro
  • ISBN-13: 978-3846600696
  • Vom Verlag empfohlenes Lese-Alter: ab 14 Jahren
  • Originaltitel: A Flame in the Mist

Glücklich in London

Die Tipps der Locals und Autoren in dem Reiseführer der etwas anderen Art „Glücklich in London“  sind hauptsächlich sehr trendy und hipp … Ich mag es eher traditionell und informativ und so konnte ich in weiten Teilen nicht so viel mit dem Reiseführer anfangen … Auf einer Doppelseite werden auch Buchläden aufgeführt, was mir gut gefallen hat, aber es gibt noch so viele tolle Buchläden mehr in dieser tollen Metropole … Die Interviews mit den Locals (natürlich auch alle hip und trendy und alle Professionels – hier hätten mir Menschen wie du und ich besser gefallen ;-( ) sind auch ganz nett, aber bei den Restaurants etc. mag ich es eher traditionell und nicht so modern … Die Fotos überwiegen in diesem „Reiseführer“, der eher an ein Reisemagazin, als an ein Buch erinnert. Optisch sicher schön für den einen oder anderen Leser und für einen ersten Überblick … Wer mehr Tiefe und Kultur und Tradition haben möchte, der kommt um die üblichen Reiseführer leider nicht herum … Das Buch ist wohl auch eher für die jüngere Zielgruppe gedacht …

Fazit: Der „Reiseführer“ ist ohne Zweifel hübsch aufgemacht und das Betrachten der Bilder macht sicher glücklich, mir hat jedoch etwas die Tiefe und die britische Atmosphäre gefehlt, denn es ist alles sehr hipp, jung und trendy (auch die Locals, hier hätte ich mir mehr „normale“ Einheimische verschiedener Altersgruppen gewünscht) in diesem Buch … Ist nicht so ganz mein Style, aber es gibt sicher Leser, die das mögen. Ich wünsche dem Buch von Herzen die Leser, die das zu schätzen wissen …

Redwood Love 3 – Es beginnt mit einer Nacht

Mit der unglaublich tollen Geschichte „Redwood Love – Es beginnt mit einer Nacht“ von Kelly Moran endet (vorläufig?) die Trilogie um die drei attraktiven Tierärzte und Brüder O´Grady. Ich muss gestehen, dieser Teil hat mir am besten gefallen, da er sehr tiefgängig und emotional sehr intensiv war. Und mir dieses Paar am ehesten lag, weil sie witzig sind und ihre Dialoge einfach grandios ;-). Perfekte Unterhaltung für den Herbst war also angesagt.

Drake O’Crady ist mit Leib und Seele Tierarzt. Nach dem Krebstod seiner Frau hat er sehr zurückgezogen gelebt und nicht viel gesprochen. Nun ist er zurück im Leben (und das hat er hauptsächlich seiner Schwägerin Avery, die wir aus dem ersten Teil kennen, zu verdanken).

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Rückkehr der Engel

Marah Woolf hat mit ihrem neuen Buch „Die Rückkehr der Engel“ eine grandiose Welt und mit Moon DeAngelis eine unvergessliche und äußerst sympathische, bodenständige Heldin erschaffen. Das Buch ist Auftakt einer sehr vielversprechenden Trilogie und ich kann die Fortsetzung schon gar nicht mehr erwarten, denn ich möchte ganz unbedingt wissen, wie es weitergeht …Erzählt wird die Geschichte einer sehr sympathischen Helden namens Moon, die im Venedig der Zukunft lebt, das von den Erzengeln und deren himmlischen Heerscharen belagert wird. Moon kämpft im wahrsten Sinne des Worte gegen dieses Leben und versucht, ihre Schwester Star und ihren Bruder Tizian zu beschützen. Sie sind ganz auf sich alleine gestellt und Moon darf einfach niemandem vertrauen – auf keinen Fall den Engeln, die so gar nicht nett wie wir sie uns vorstellen sind … Marah Woolf hat einen sehr spannenden Reihenauftakt mit einer unglaublichen und innerlich wie äußerlich superstarken Heldin geschrieben, der mir sehr gut gefallen hat. Dabei kommt natürlich die Romantik auch nicht zu kurz!

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Dünenwinter und Lichterglanz

In „Dünenwinter und Lichterglanz“ von Tanja Janz begleiten wir die kreative Deko- und Wohnexpertin Alida durch ihren Alltag. Sie liebt ihren Job und geht völlig darin auf. Als sie erfährt, dass ihre Sendung abgesetzt werden soll und auch noch ihre geliebte Großmutter stirbt, ist sie erst einmal am Boden zerstört. Verzweifelt schreibt sie einen Wunschzettel an den Weihnachtsmann … Und als  im Nachlass ihrer Großmutter bezaubernde Liebesbriefe findet und ein Foto ihrer Oma mit einem ihr unbekannten Mann vor einem Pfahlbau in St. Peter Ording, macht sie sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Briefeschreiber … Sie fährt nach St. Peter Ording, um den Kopf frei zu bekommen und auch eine erste Spur zu finden … Sie wohnt bei einer sehr liebevollen Familie (die Charaktere sind mir allesamt ans Herz gewachsen) und natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz. Wir begleiten Alida dabei, wie sie in dem bezaubernden Küstenort mit seinen wunderbaren Einwohnern trotz dieser vielen Schicksalsschläge dennoch immer weitermacht und neben der Liebe auch neue berufliche Perspektiven findet. Und natürlich feiern wir auch bezaubernde Weihnachten mit ihr und ihren wundervollen Dekoarbeiten 😉 … Mehr möchte ich hier gar nicht verraten 😉 …

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Die Sprache der Dornen

Das Schmuckstück „Die Sprache der Dornen“ von Leigh Bardugo habe ich bereits auf Englisch gelesen und es war klar, dass ich auch die deutsche Ausgabe lesen möchte. Das wunderschön illustrierte Buch umfasst sechs Märchen – besser besagt, Winternachtsgeschichten aus Rawka, Fijerda, Semeni und Kerch.
Die Märchen können unabhängig davon gelesen werden, egal ob man die „Grischa“- oder „Krähen“-Reihe gelesen hat. Die anderen Bücher der Autorin habe ich nur teilweise gelesen, aber sie waren nicht so ganz mein Fall. Dafür gefallen mir diese Winternachtsgeschichten umso mehr ;-). Für Kinder sind diese Märchen allerdings gar nichts, denn es wird gemordet, gehäutet, vergiftet etc. Dennoch gefiel mir sehr gut, dass die weiblichen Rollen sehr modern und nicht so altmodisch sind … 

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Die kleinen Wunder von Mayfair

Das bezaubernde Cover und auch der Titel „Die kleinen Wunder von Mayfair“ von Robert Dinsdale, erschienen im Droemer Knaur Verlag, versprachen eine fantastische und magische Geschichte. Und magisch ist dieses bezaubernd gestaltete Buch allemal. Die Geschichte spielt jedoch auch in einer Zeit des Krieges und man liest auch von den schrecklichen Auswirkungen, die das auf die Seelen und Leben der Menschen hat. Und doch geschehen wundersame Dinge in diesem Buch … die den Schrecken auch etwas in den Hintergrund rücken.

Die 15-jährige schwangere Cathy wird 1906 von ihren Eltern in ein Heim für unverheiratete Frauen geschickt. Im allerletzten Moment nimmt Cathy ihr Leben selbst in die Hand und verlässt ihr zuhause. In Papa Jacks Spielzeugladen „Emporium“ findet sie eine Anstellung als Aushilfe.  Der bezaubernde und beliebte Spielzeugladen trägt aber auch viele Wunder und viel Magie und Cathy kommt es vor, als wäre das Spielzeug lebendig, so echt wirken die Sachen. Cathy gewöhnt sich an ihre Schwangerschaft und ihre neue Anstellung und wird auch von den beiden Söhnen Kaspar (gerade aus dem Krieg zurückgekehrt) und Emil (ein Tüftler, der wie sein Vater magische Spielzeuge herstellen kann) von Papa Jack umworben. Doch die beiden Brüder sind Rivalen und diese Zwistigkeiten könnten den magischen Zauber des Emporiums zerstören …

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