Montag

Ihr Lieben, ich wollte heute posten und dann kam etwas dazwischen und dann noch etwas und irgendwann war schon Nachmittag … Es gibt solche Tage … Ich nehme es an und werden morgen wieder ein oder vielleicht auch zwei Bücher vorstellen …

Zeitlich fühle ich mich, als wäre heute erst Sonntag 😉 – uff – brauche dringend Urlaub …

 

Habt einen herrlichen Abend, Eure Tina

Ich, Eleanor Oliphant

“Ich, Eleanor Oliphant” heißt das sehr empfehlenswerte Debüt von Gail Honeyman, dass ich sehr gerne gelesen habe, auch wenn es eine Achterbahn an Gefühlen in mir ausgelöst hat.

Eleanor Oliphant ist eine sehr eindrucksvolle Protagonistin, die sehr speziell ist. Sei es im Umgang mit Menschen oder mit sich selbst oder auch mit bestimmten Situationen. Mir ist sie schnell ans Herz gewachsen. Sie ist eine alleinstehende, 30jährige Frau mit einer sehr toughen Geschichte im Hintergrund. Sie arbeitet als Buchhalterin in einem Büro und ihre Gewohnheiten, die ihr Sicherheit geben, haben sie fest im Griff. Doch dann kommt durch einen Kollegen namens Raymond Bewegung in ihr Leben und ihre Verwandlung nimmt seinen Lauf.

Erzählt werden Eleanores Erlebnisse in der Ich-Perspektive, wie es auch vom Buchtitel versprochen wird ;-). Elementare Themen der Geschichte sind Familie und Freundschaft, die sehr originell und nie mainstream-mäßig erzählt wird. Das Buch liest sich sehr kurzweilig und spannend und es gibt auch einige überraschende Wendungen. Es ist witzig und orginell und lebt vom Verhalten von Eleanore, die sich in jeder Situation einfach gnadenlos gut ausdrücken kann 😉 …  Es ist jedoch auch heftig zu lesen, was Einsamkeit aus Menschen machen kann.

“Wenn ich gefragt werde – von Taxifahrern, beim Friseur -, was ich so mache, antworte ich immer, dass ich im Büro arbeite. In bald acht Jahren ist noch niemand auf die Idee gekommen, sich danach zu erkundigen, welche Art von Büro oder was genau ich dort mache.” (Seite 9)

Gail Honeyman hat auch wundervolle Nebencharaktere erschaffen, die mir auch sehr schnell ans Herz gewachsen sind – allen voran natürlich Raymond.

Das Buch transportiert auch eine wichtige Botschaft: Jeder auch noch so merkwürdige Mensch verdient es, nicht nach seinem Verhalten bewertet zu werden, es sind seine Taten die zählen … Und jeder ist geprägt vom Leben in seiner Familie und jeder hat seinen Rucksack mit Aufgaben stets bei sich. Dies gilt es zu respektieren. Ich wünsche mir mehr liebevolle, wertschätzende Zuwendung der Menschen im täglichen Miteinander, mehr Fokus auf die Stärken und Taten der Menschen, als ihren Schwächen. Jeder ist gut, so wie er ist und jeder hat es in der Hand unsere wundervolle Erde zu einem liebenswerten Ort zu machen, in dem wir uns gegenseitig unterstützen und nicht gegenseitig niedermachen!

Fazit: Ein tolles und sehr ergreifendes Debüt von Gail Honeyman, das einen packt und lange nicht mehr loslässt. Es ist ein intensives Buch und ich freue mich schon auf weitere Werke von dieser sehr begabten Autorin. Unbedingt lesen und sich der emotionalen Achterbahnfahrt hingeben. Absolute Top-Empfehlung!

 

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Selbstsicherheit und soziale Kompetenz

Erika Güroff hat mit ihrem Buch “Selbstsicherheit und soziale Kompetenz” ein Trainingsprogramm mit Basis- und Aufbauübungen geschrieben. Klares Statement: Selbstsicherheit ist erlernbar. Das Training sozialer Kompetenzen zählt zum Basis-Repertoire verhaltenstherapeutischer Maßnahmen. Im ersten Teil des Buches wird erklärt, was Selbstsicherheit und soziale Kompetenz eigentlich ist.  Dabei werden auch Denken und Verhalten sowie Gefühle betrachtet. Danach lesen wir über die Entstehung und Aufrechterhaltung von sozialen Ängsten und Phobien. Zielgruppen des Trainings sind neben Patientinnen auch Personen, die den Umgang mit sich selbst vertiefen möchten und Eltern, die für ihre Kinder ein gutes Vorbild sein möchten.

“Alle Elterntrainings, die es auf dem Markt gibt, zeigen Ihnen, wie Sie mit Ihren Kindern gut umgehen können. Dieses Training will Ihnen zeigen, was Sie Ihren Kindern vorleben können.” (Seite 21)

Unser Handeln und Denken beeinflussen unsere Gefühle und unsere körperlichen Reaktionen. Es kann gesteuert und verändert werden und somit auch unser Erleben bestimmter Dinge. Doch vielen Menschen fehlt es einfach schwer, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, sie überhaupt erst einmal wahrzunehmen. Man kann nicht nicht fühlen, ebensowenig wie man nicht nicht kommunizieren kann. Ich fand diese Abschnitte über Gefühle, Denken, Handeln und Wahrnehmung sehr anschaulich geschrieben und sehr informativ. Es sind viele Achtsamkeitsübungen im Buch beschrieben wie man sich wieder selbst wieder näher kommen kann.

Fazit: Ein Buch nicht nur für Psychotherapeuten oder Psychologen, sondern auch für Coaches mit Klienten, die Selbstwertprobleme haben. Die beiliegende DVD zeigt eindrucksvoll, dass soziale Kompetenz nicht perfektes Verhalten bedeuten muss.

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Traumfänger + Gewinnspiel

Petra Röder hat mit ihrem Buch “Traumfänger” ein kurzweiliges, herrlich zu lesendes Buch geschrieben.

Protagonistin ist Kylie, deren kleine Schwester Emma im Koma liegt. In ihren Träumen bittet Emma  Kylie um Hilfe und so landet Kylie schließlich in einer Traumwelt. Dort trifft sie Matt, der ihr erklärt, was es mit dieser parallelen Traumwelt auf sich hat. Denn hier befinden sich Menschen, die im Koma liegen und sich von dort nicht selbst befreien können. Und dort in der Traumwelt, in der es früher gut und schön war, herrschen nun auch sehr bösartige Wesen. Matt hilft Kylie auch, Emma zu befreien. Gelingt den beiden dies, ist auch Matt frei. Und auf dem Weg dahin durch die mystische Traumwelt lauern viele Gefahren und Kylie und Matt erwarten viele Abenteuer. Und wird es für Matt und Kylie auch eine Zukunft in der realen Welt geben?

“Jeder Mensch träumt, wenn er schläft. Viele können sich später nicht mehr an ihre Träume erinnern, doch andere wissen noch ganz genau, in welche Welt sie ihr Traum geführt hat. Jedoch keiner von ihnen ahnt, dass sie sich in Wirklichkeit in große Gefahr begeben.” (Seite 5)

Das Cover ist herrlich und macht schon sehr viel Lust auf die märchenhafte Geschichte. Mich hat die Story sofort gefesselt und ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Die beiden Hauptfiguren Kylie und Matt sind sehr sympathisch, geradezu liebevoll gestaltet und die Liebesgeschichte kommt völlig ohne die sonst üblichen romantischen Allgemeinplätze daher. Geschrieben ist das Buch im Wechsel zwischen Kylies realer Welt (spannend wie ein Krimi ;-)) und ihren Reisen in die Traumwelt.

Petra Röder ist es gelungen, eine wundersame, sehr facettenreiche, mystische Parallelwelt zu erschaffen mit vielen sehr phantasievollen und authentischen Figuren.

Fazit: Ein wundervolles, sehr empfehlenswertes, märchenhaftes und unglaublich gut geschriebenes Buch. Ich sage es ja immer, gute Bücher müssen nicht dick sein ;-)! Unbedingt lesen!

Wer mag, kann das Buch auch gewinnen – schickt mir bitte einfach eine E-Mail oder schaut auf meiner Facebook-Seite vorbei 😉 … Viel Glück!

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