Buchgeschichten: Richard Brautigan und die abgelehnten Manuskripte

Richard Brautigans Buch “Die Abtreibung” habe ich vor vielen Jahren gelesen und greife gerne immer mal wieder zu diesem wundervollen Büchlein.  Das Kultbuch für Buchliebhaber und Autoren ist längst must-read für Buchbegeisterte ;-). Erschienen ist es bereits 1971, meinem Geburtsjahr 😉 ..

Erzählt wird darin die fabelhafte Liebesgeschichte eines ungewöhnlichen Bibliothekars und einer wahnsinnig schönen Frau … Der Held – der Bibliothekar – arbeitet in einer außergewöhnlichen Bibliothek für abgelehnte Manuskripte ;-). Dort lesen wir von einem Mann, der über 400 Ablehnungen seines Manuskriptes hinter sich hat, bevor er sich entschließt, sein nie veröffentlichtes Werk dort abzulegen. Die Autoren dürfen für ihre Werke ein Regal ihrer Wahl aussuchen und sie müssen es persönlich tun. Dort haben sie dann auch die Möglichkeit, sich andere Manuskripte ihrer von Verlagen abgelehnten Werke anzuschauen. Mit der persönlichen Abgabe des Manuskriptes  vergräbt man auch jegliche Hoffnung auf Publikation seines Werkes – ein Loslassprozess sozusagen.

Richard Brautigan brachte sich 1984 um, warum weiß man bis heute nicht so genau. Es gab jedoch einen Fan in Amerika, der die Idee von der Bibliothek der ungewollten Manuskripte als Hommage an Richard Brautigan aufgriff und diese eröffnete – die Brautigan Library war geboren. Zu finden ist sie in Vancouver im Bundesstaat Washington.

 

 

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