Handbuch für Kinder- und Jugendbuchautoren

Sylvia Englert hat mit ihrem „Handbuch für Kinder- & Jugendbuchautoren“ einen wunderbaren und sehr empfehlenswerten Schreibratgeber geschrieben, der sehr fundiert, informativ und herrlich strukturiert einem jedem angehenden Kinder- und Jugendbuchautoren als Standardwerk empfohlen werden kann. Die Autorin formuliert sehr schön, schreibt sehr lebendig und ich habe das Buch sehr gerne gelesen, da es mit so einer lässigen Leichtigkeit geschrieben ist der man anmerkt, dass die Autorin schon 50 Bücher geschrieben hat. Die vielen praktischen Tipps runden das in meinem Augen herrliche Meisterwerk allumfassend ab.

Sylvia Englert schöpft aus ihrem unglaublichen Wissens- und Erfahrungsschatz und erschafft  mit ihrem Handbuch weit über übliche Schreibbücher hinaus ein tolles Fundament und Nachschlagewerk für angehende aber auch bereits etablierte Autoren und Schreibtrainer.

Besonders gefallen hat mir, dass 21 erfahrene und erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautoren (auch eine Verlegerin, zwei Lektorinnen und eine Programmleiterin) zitiert werden und famose Tipps geben. Auch die zahlreichen Tabellen, Buchtipps, Grafiken und das umfassende Adressenverzeichnis im Buch bieten dem angehenden Autor sehr viel Mehrwert.

Wir Leser blicken gemeinsam mit der erfahrenen Autorin den Verlagen über die Schulter und erfahren, wie Bilder-, Kinder- und Jugendbücher entstehen und auch, wie Sachbücher für Kinder geschrieben werden. Beantwortet werden auch die Fragen „Wie finde ich den passenden Verlag für mein Manuskript?“ oder „Wie und wo finde ich meine Leser?“ oder auch „Was muss ich bei Bilder- oder Kinder- oder Jugendbüchern besonders beachten?“

„Geschichten für Kinder und Jugendliche zu verfassen ist nicht leichter als für Erwachsene zu schreiben. aber übernatürliche Fähigkeiten brauchen Sie dafür nicht. In diesem Buch finden Sie das nötige Know-how dafür, dazu viele Beispiele und Tipps.“ (Seite 10)

Das Buch ist wie ein guter Lehrer, der einen unterstützt und auch mit seinem sehr angenehmen, leichten Schreibstil motiviert, sofort mit einem Buch zu starten oder auch eigene Manuskripte hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit für das Genre Kinder- und Jugendbuch zu durchleuchten.

„Im Bilderbuch, also bei ganz kleinen Lesern, herrscht Happy-End-Pflicht! Viele Bilderbücher werden als Gutenachtgeschichte vorgelesen, und wer möchte schon, dass sich Leser in den Schlaf heulen?“ (Seite 21)

 

Fazit: Ein sehr motivierendes, wunderbar leicht zu lesendes, sehr stimmiges Buch, dass sofort Lust macht, ein Kinder- oder Jugendbuch zu schreiben. Sylvia Englert gelingt es famos, die komplexen Sachverhalte leicht, klar und supergut strukturiert zu vermitteln. Absolut empfehlenswertes Handbuch und für mich das Beste zum Thema auf dem Markt!!!

 

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Bücher für die einsame Insel

Zuerst sah ich nur das entzückende Cover von „Bücher für die einsame Insel“ von Francois Armanet. Herrlich dieser Wal mit der Buchreihe als Zähne und oben sprudelt ein Buch heraus, alles herrlich und sehr harmonisch auf einem satten blau arrangiert. Ein wahrlich bezauberndes Cover und ein Cover, dass allein schon den Kauf des Buches rechtfertigt ;-), ziert es doch auf eine zauberhafte Art und Weise mein Buchregal ;-). Und wie traumhaft muss es sein, solch einem Wal einmal begegnen zu dürfen ;-).

Francois Armanet, Chefredakteur des Magazins Nouvel Observateur und selbst Autor dreier Bücherhat zweihundert Schriftsteller auf der ganzen Welt gefragt (u.a. Paul Auster, Jussi-Adler Olsen, T.C. Boyle, und längst verstorbene Autoren wie Henning Mankell, Umberto Eco, Günter Grass u.v.m.), welche drei Bücher sie auf eine einsame Insel mitnehmen würden. Herausgekommen ist eine zeitgenössische Betrachtung über Bücher, die selbst auf einer einsamen Insel das Leben versüßen können. Es sind natürlich Klassiker dabei, aber auch einige neue Bücher, die ich noch nicht gelesen habe. Für Bücherliebhaber ist das natürlich ein grandioses Geschenk und auch noch sehr schön anzuschauen.

Es gab auch herrliche, kurze Antworten wie z. B. :

„Bücher? Auf eine einsame Insel? Wozu?“ (Nguyen Huy Thiep auf Seite 150)

Oder:

„Ich antworte nie auf Umfragen.“ (Michel Houellebecq auf Seite 95)

Auffällig ist, dass die Klassiker überwiegen und die Nennung zeitgenössischer Literatur eher selten ist.

Fazit: Ein tolles Buch für Buchliebhaber und ein ganz besonderer Hingucker in jedem Buchregal aufgrund des mir wunderbar gefallenden Covers! Ein Must-have für Bücherfans!!!

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Schriftstellerinnen!: Leben und Werke berühmter Autorinnen

Ich liebe diese Buchreihe von Katharina Mahrenholtz und Dawn Parisi, diesmal haben die beiden sich in ihrem neuem Buch „Schriftstellerinnen!“ das Leben und die Werke berühmter Autorinnen angeschaut.

Das unterhaltsame und informative Buch ist zauberhaft bebildert und die Texte und die Autorinnenauswahl ist sehr stimmig. Es werden auch einige Schriftstellerinnen vorgestellt, die ich noch nicht so kannte! Perfekt!

Ich las von tragischen Schicksalen, interessanten Lebensgeschichten, usw. Schreibende Frauen hatten seit jeher jede Mengen Höhen und Tiefen des Lebens zu überwinden und für einige war das Schreiben gleichzeitig auch Therapie, um mit dem ganzen fertig zu werden. Viele schrieben lange nur heimlich, einige durften es gar nicht, weil sie Hausfrauen und Ehefrauen waren, einige konnten nur nachts schreiben, wenn sie frei von ihren Alltagspflichten waren. Heute sieht das alles anders aus. Wir dürfen schreiben – auch als hauptberufliche Schriftstellerin.

Ich bin sehr entzückt von diesem tollen Buch, den beiden zauberhaften Autorinnen ist es gelungen, mich blenden zu unterhalten und ihre pointierten, auf den Punkt gebrachten unterhaltsamen Geschichten sowie die zahlreichen Fakten rund um das Leben der mutigen schreibenden Frauen in früheren Zeiten, haben mir so gut gefallen. Es gibt auch noch den einen oder anderen Buchtipp und einige Geheimtipps!

Fazit: Ein sehr gelungenes, sehr empfehlenswertes Buch über Schriftstellerinnen. Ein Must-have für alle schreibenden Frauen und alle Buchliebhaber ;-)! Kauft dieses Buch und verschenkt es zahlreich ;-)!

 

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Das geheime Leben des Monsieur Pick

David Foenkinos hat ein zauberhaftes neues Buch mit dem Titel „Das geheime Leben des Monsieur Pick“ geschrieben. Es geht um eine Bibliothek für Bücher in einem kleinen Ort in der Bretagne. Bücher, die kein Verlag veröffentlichen, also niemand lesen wollte (sagen die Verlage, doch woher wollen sie das wissen?). Jean-Pierre Gourvec, der Bibliothekar dieser spektakulären Bibliothek der abgelehnten Manuskripte ist ein schlanker, schroffer und doch besonnener und überlegter Mensch. In seinen Augen dienten Wörter einem Sinn und Zweck. Eben auch jene Wörter, die in den abgelehnten Manuskripten zu lesen sind. Nach seinem Tod gerät die Abteilung der verschmähten Bücher immer mehr in Vergessenheit, bis eines Tages eine Literaturagentin ein vielversprechendes Manuskript entdeckt.

Der Roman stammt von einem lokalen Pizzabäcker, der selbst bereits schon verstorben ist. Seine Witwe hat ihn selbst nie schreibend erlebt und bezweifelt auch stark, dass das Buch ihr Mann geschrieben haben soll, doch die Geschichte ihres Mannes mutiert zum Bestseller in Frankreich. Das Buch löst sehr viele Turbulenzen aus, wie man sich vorstellen kann. Vielen Neugierige kommen jetzt in das Dorf und das Buch verändert auch das Leben vieler Dorfbewohner und deren Beziehungen. Mehr möchte ich hier auch gar nicht verraten, lest das Buch unbedingt ;-)!

Wer David Foenkinos kennt, der weiß, wie detailliert der Autor seine Figuren skizziert und wie er diese so zum Leben erweckt, als würde man diese schon sehr lange kennen. Ich habe alle Personen ins Herz geschlossen und auch der herrlich altmodisch Schreibstil (hervorragende Arbeit des Übersetzers Christian Kolb!), der brillant ins Deutsche übertragen wurde.

Das sagt der Autor zur Frage, ob es sich um ein Buch über Bücher und die Verlagswelt handelt:

„Die Verlagswelt ist eine Art Hintergrund. Was mich vor allem interessiert, sind die menschlichen Schicksale. Der Verfasser des mysteriösen Manuskripts hat im Geheimen geschrieben. Wer war er? Wann hat er an dem Buch gearbeitet? Zu dieser Figur wurde ich angeregt durch die Geschichte von Vivian Maier, der Babysitterin, deren großartige Fotografien man erst nach ihrem Tod entdeckt hat; diese Art, ganz im Verborgenen ein Werk zu schaffen … Der Roman sollte eine Art Spurensuche sein nach diesem Man – der vielleicht gar nicht der wahre Autor ist?“

Der erste Satz:

„1971 erschien der Roman Die Abtreibung des amerikanischen Schriftstellers Richard Brautigan.“ (Seite 9)

Zur Info: Als Hommage an Brautigan gründete ein Fan dessen Bücher eine Bibliothek der abgelehnten Manuskripte. So entstand in den USA (in Vancouver im Bundesstaat Washington) die Brautigan Library, die eben diese nie veröffentlichten Bücher sammelt. 

Hier gibt es ein interessantes Interview mit David Foenkinos!

Fazit: Ein sehr warmherziges, nachdenklich stimmendes aber auch sehr amüsantes Buch über den Literaturbetrieb! Es ist eine Liebeserklärung an die Kraft und Magie der Worte und auch auf die Wirkung von mit Herzen geschriebenen Büchern! Unbedingt lesen!

++++++Achtung+++++++:

Auf meiner Facebookseite verschenke ich ein Lese-Exemplar dieses tollen Buches – schaut doch mal vorbei: https://www.facebook.com/buchnotizen.de/

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Unorthodox

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Was für ein intensives, erschütterndes und gleichzeitig triumphales Buch hat Deborah Feldman da mit ihrem autobiographischen Debütroman „Unorthodox“ geschrieben!

Ich bin ja immer skeptisch, wenn auf einem Buchcover „Der New York Times Millionen-Bestseller“ geschrieben steht. Dann ist das meist kein Buch für mich! Dennoch habe ich mir da so eine gewisse neutrale Neugier beibehalten, was „Bestseller“ sind, zumal das Wort ja offenbart, dass es sich um die meistverkauften Bücher, jedoch nicht unbedingt meistgelesenen Bücher handelt. Egal, zum Glück habe ich mich davon nicht abschrecken lassen, sondern konnte mich unaufgeregt diesem hochemotionalen Buch widmen.

Und so las ich den ersten Satz von „Unorthodox“: 

„Mein Vater hält meine Hand, als er mit dem Schlüssel zum Warenhaus hantiert.“

Deborah Feldman schreibt in „Unorthodox“ über ihr orthodoxes Leben in einer strengen und sehr in sich lebenden jüdischen Gemeinde in Williamsburg, Brooklyn. Sie schreibt über ihre Befreiung aus einem ultraorthodoxen, streng limitierten Leben, ausgehend von ihren frühen Kindheitserfahrungen, wo sie ohne Mutter aufgewachsen ist, bei ihren Großeltern. Der Vater schaut dann und wann vorbei, ist aber auch nicht wirklich präsent. Die kleine Deborah ist stets auf der Suche nach mehr als diesem beengten, strengen Leben. Heimlich liest sie Bücher, die sie nicht besitzen darf. Sie besucht eine jüdische strenge Schule und wird dann selbst Lehrerin dort. Dann wird sie verheiratet und was ich da gelesen habe, fand ich echt erschreckend, dass es das in der Neuzeit noch gibt. Sie bekommt ihren Sohn und bildet sich weiter, dort trifft sie Menschen, die ihr ein Leben in Freiheit aufzeigen und sie wagt es, aus ihrem begrenzten Leben auszubrechen und mit ihrem Sohn ein neues Leben zu beginnen. 

„Was für eine Welt in der wir nur Belanglosigkeiten wie einen zu kurzen Rock bestrafen, aber Stillschweigen bewahren, wenn einer die Zehn Gebote bricht?“ 

Was bedeutet denn nun „ultraorthodox“. Wir allen kennen doch die jüdischen Männer mit ihren Stirnlocken … Doch das chassidische Judentum, das aus jüdischen Sekten und all den Strömungen, die nach dem Holocaust in Osteuropa entstanden ist, ist weitgehend eine weitgehend unbekannte Welt. Deborah Feldman bietet hier intensive, interessante Einblicke in eine Welt der Strenge, der Regeln, der Doppelmoral und der absoluten Unfreiheit von Menschen. 

Fazit: Das Buch ist sehr intensiv, aber auch sehr interessant geschrieben. Deborah Feldmans Befreiung aus der streng religiösen „Sekte“ und hin zu einem Leben in Freiheit mit ihrem Sohn ist sehr lebensnah und klug. Eine sehr anspruchsvolle, aber auch sehr empfehlenswerte Lektüre! Unbedingt lesen!

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Tanja Rörsch: Praxishandbuch Buchmarketing

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Tanja Rörsch hat mit ihrem fabelhaften „Praxishandbuch Buchmarketing – Wie Sie Ihr Buch erfolgreich vermarkten und als Autor bekannt werden“ ein Juwel für Autoren  uns Selfpublisher veröffentlicht.  Jährlich erscheinen in Deutschland rund 90.000 Neuerscheinungen und somit ist das Angebot im Print- und E-Book-Bereich sehr groß. Um hier gesehen zu werden, muss man als Autor schon recht aktives Buchmarketing betreiben. Und das zeigt Tanja Rörsch in ihrem klasse Ratgeber. Es geht um so interessante und relevante Fragen wie „Wie können Autoren mit wenig Budget und ohne Erfahrung ein Buch veröffentlichen?“ und „Welche Maßnahmen sind im Buchmarketing effektiv und funktionieren?“

Zu Beginn erläutert Frau Rörsch den heutigen Buchmarkt hinsichtlich der vielfältigen Chancen durch die zunehmende Digitalisierung. Heute haben Autoren unglaubliche Möglichkeiten – auch ganz ohne Verlag – ein Buch zu veröffentlichen. Hier hat die Autorin Tipps für beide aufgelistet – sowohl für den Selbstpublisher als auch für den Verlagsautor.

Zunehmend sind die Verlage auch personell nicht in der Lage, ausreichend Marketing für ein Buch zu machen. So sind immer mehr die Autoren selbst ihre eigenen „Pressesprecher“, zumal sich auch immer mehr die Kundenstruktur  – sprich die Leserschaft – verändert hat. Früher waren „Selbstpublisher“ nahezu verpönt, man brachte ihnen wenig Vertrauen entgegen und die Veröffentlichsversuche ware nicht immer ansehnlich und gut lesbar, oftmals auch völlig unlektoriert – heute ist das ganz anders. Erfolgreiche Selbstpublisher sind in den sozialen Medien sehr präsent und haben dort ihre eigene „Fan-Community“.

Auch die Presselandschaft hat sich um viele gute Bücher-Weblogs erweitert. Wie man seine Bloggerrelatoins pflegt und auch mit den Rezensionen professionell umgeht, auch das fehlt in diesem bemerkenswerten Ratgeber nicht. Am Ende des Buches erfährt der Leser noch viele gute Dinge über Lesungen und Online-Lesungen. Eine umfassenden Linkliste zu allen im Buch angesprochenen Bereiche rundet das umfassende und reichhaltige Praxishandbuch ab.

Viele praktische Schritt-für-Schritt-Anleitungen z. B. für WordPress, um sich eine Autorenwebseite zu erstellen und zahlreiche Tipps und Tricks rund um alle wichtigen Bereiche der Buchveröffentlichung und des -marketings finden sich in diesem sehr übersichtlich und informativ gestalteten Ratgeber.

Fazit: Für Neu-Autoren ein unverzichtbares Buch, für Profis ein nettes und informatives Nachschlagewerk. Das Praxishandbuch sollte in keinem Buchregal eines lese- und schreibaffinen Buchliebhabers fehlen. Absolute Lese- und Kauf-Empfehlung!

Hierzu auch nochmals Tanja Rörsch im Vorwort:

„Ich wünsche mir, dass dieses Buch auf dem Schreibtisch jedes Autors in Deutschland steht und aktiv und regelmäßig benutzt wird.“

Auch ich wünsche das diesem fabelhaften Ratgeber!

 

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Der Stift und das Papier

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Hanns-Josef Ortheil hat mit seinem Buch „Der Stift und das Papier“ eine bewegende Reise in seine Kindheit unternommen.

Er bekam seit seinem achten Lebensjahr Schreib- und Sprachunterricht von seinen Eltern, da er – wie seine Mutter nach dem Krieg auch – nicht gesprochen hat.

Beide hatten Angst, dass er nach all den Jahren des Stummseins das Sprechen nicht mehr lernen würde. Dabei folgten sie in ihrem Unterricht keinen Vorlagen oder Lehrbüchern, sondern ließen sich spontan inspirieren von allem, was es in ihrer Umgebung gab wie z. B. Buchlektüren oder Straßen und Plätze. Der junge Hanns-Josef machte – je älter er wurde – immer begeisternder seinen Schreib- und Sprachübungen. Wen wundert es da noch, dass er mit seinem Freilernen (ein Konzept, dass auch heute in Deutschland auch wieder langsam Schule macht) heute ein begnadeter Schriftsteller und Wortjongleur ist. So verwunderte es die Eltern sicher nicht, dass er nach einer Weile selbst kleine Erzählungen erfand, Gedichte schrieb und begann an einem Roman zu arbeiten. Seine ersten Kindertexte erschienen dann auch bald in Zeitungen und Zeitschriften. Hanns-Josef Ortheil blickt teils wehmütig auf seine herrlichen Kindheitserinnerungen in der Jagdhütte seines Vaters im Westerwald zurück. Er taucht in die Textarchive seiner Kindheit ein, die sein Vater wohlweislich aufgehoben hat. Zum Glück!

Fazit: Ein wundervolles Buch eines wundervollen Autors, der spät sprechen und schreiben gelernt, dafür aber umso intensiver! Es kann auch für angehende Autoren ein intensiver Kurs im kreativen Schreiben sein! Hanns-Josef Ortheil fasziniert sich mich mit seinem Schreibstil seit Jahren – wie gerne schwelge ich noch heute in seinen Büchern „Die Moselreise“ und „Die Berlinreise“ … Ein Meister und Zauberer der lebendigen Sätze – absolut empfehlenswert!  Ein Buch das inspiriert und einlädt, sich seinen eigenen Erinnerungen zu stellen und diese zu notieren!

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Ann Patchett: Aus Liebe zum Buch

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Ann Patchett hat mit „Aus Liebe zum Buch“ eine Hommage an das Buch an sich geschrieben. „Aus Liebe zum Buch“ hat die Autorin – nachdem in ihrem Heimatort alle Buchläden geschlossen haben – selbst einen Buchladen eröffnet. In dem kleinen, feinen Büchlein, das jeder Buchliebhaber lesen sollte, erzählt sie, wie es dazu kam und wie die Planung vonstatten ging, aber auch, wie dankbar die Menschen waren, dass es wieder einen Buchladen vor Ort gab. Gemeinsam mit bucherfahrenen Expertinnen hat sie sich liebevoll diesem Projekt gewidmet.

Fazit: Ein kurzweiliges, inspirierendes, interessant zu lesendes kleines Büchlein, entstanden „Aus Liebe zum Buch“. Es lebe der unabhängige Buchhandel! Alleine das geniale Cover lohnt den Kauf – es ist ein Hingucker in jedem Buchregal!!!

 

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Martin Walker: Hotel Schräg

 

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Das Buch passend zu meinem Weblog ,-), was für ein super Cover … Martin Walker hat mit „Hotel Schräg“ einen wundervollen, „schrägen“, komischen und sehr unterhaltsam kurzweiligen Roman geschrieben, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Und das mag schon was heißen ;-)!

Die Geschichte: Das sich seit vier Generationen im Familienbesitz der Hoteliersfamilie Schräg befindliche gleichnamige Hotel war in den 30er Jahren ein Hotspot und berühmter Künstlertreffpunkt in den Bergen. Doch seit einigen Jahren hat das Hotel seinen Ruhm vergangener Zeiten verloren und dümpelt mehr oder weniger glanzlos vor sich hin. Eines Tages erscheint ein junges Paar Benoit und Lola im Hotel, auf der Suche nach unbekannten Fotografien des berühmten Fotografen Valery Valse. Nur der derzeitige Besitzer Alain Schräg weiß, was es damit auf sich hat …

Doch mehr möchte ich nicht verraten, nur so viel: Dieses Buch ist – nicht nur wegen des zauberhaften Covers 😉 – absolut lesenswert und unterhaltsam und sehr witzig … Bitte unbedingt lesen!

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