Ursula Nuber: Eigensinn

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Ursula Nuber, Chefredakteurin der Zeitschrift “Psychologie heute” und selbst Psychologin hat ein neues Buch mit dem Titel “Eigensinn – Die starke Strategie gegen Burn-out und Depression – für ein selbstbestimmtes Leben” geschrieben.

Eigensinnige Menschen haben nicht gerade ein berauschendes Image, sie kommen in der Regel nicht gut bei ihren Mitmenschen an, weil sie als schwierig, stur, dickköpfig, uneinsichtig und egoistisch gelten – als anstrengender Zeitgenosse angesehen werden.

So schreibt Frau Nuber selbst im Vorwort ihres Buches:

“Mit Eigensinnigen ist nicht gut Kirschen essen. Sie stören die Harmonie, weichen von der Norm ab und können ganz schön nerven.”

Ich hingegen fühlte mich von dem Wort “Eigensinn” sofort magisch angezogen, denn was ist so falsch daran, sich einen “eigenen Sinn” sozusagen einen Weg durchs Leben zu bahnen ohne Vergleich, ohne Wettbewerb oder dergleichen?

Eigensinn ist nicht mit Egoismus gleichzusetzen oder gar zu verwechseln. Dem ist aber nicht so: Egoistische Menschen – also selbstsüchtige Menschen – leben nach dem Motto “Ich setze meine Interessen durch, die anderen interessieren mich nicht”. Eigensinnige Menschen hingegen setzen sich für ihre Rechte und Interessen ein, ohne die Rechte anderer oder die Gefühle anderer zu verletzen, frei nach dem Motto: “Ich habe Bedürfnisse und Wünsche, so wie andere auch. Ich habe Rechte und andere haben auch Rechte.”

Ich sehe es wie die Autorin auf Seite 11:

“Ohne Übertreibung kann man sagen: Eigensinn ist eine Grundvoraussetzung, um in der heutigen Zeit mit ihren vielfältigen Herausforderungen stabil und gesund zu bleiben.”

Eigensinn ist ein Charakterzug, meint Ursula Nuber. Er kann uns wie oben bereits erwähnt eine wertvolle Unterstützung, Psychologen würden es Ressource nenne, sein, damit wir die verschiedenen Situationen und Herausforderungen des Alltags besser stemmen können. Ein gesundes Maß an Eigensinn ist also durchaus unserer seelischen und körperlichen Gesundheit förderlich. Und so zeigen wir auch unsere ureigene Individualität, unserer Unvergleichlichkeit, indem wir nicht länger tun, was andere bereits tun oder von uns erwarten, dass wir es so tun. Und so können wir anderen Menschen Grenzen aufzeigen und Widerstand leisten.

Fazit: Ursula Nuber hat ein sehr eigensinniges Buch geschrieben, das mir sehr gut gefallen hat. Eine wertvolle Fundgrube hervorragender Fakten und Gründe, um eigensinniger zu sein – ein Hommage an den Eigensinn mit all seinen Facetten und Möglichkeiten. Seid eigensinnig, leistet Widerstand ;-)! Ein sehr empfehlenswertes, sehr schön lesbares Buch mit Tiefgang!

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Ruediger Schache: Herzbewusstsein

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Ruediger Schache hat mit “Herzbewusstsein – 99 motivierende Handlungen für eine positive Ausstrahlung” eine sehr nette kleine Zusammenfassung seiner letzten beiden Bücher publiziert. Als Bonus gibt es noch eine CD mit geführten Meditiatione der elf Kräfte, die unseren Handlungen zugrundeliegen.

Das Taschenbuch umfasst 120 Seiten, auf denen 99 Handlungsimpulse bzw. Übungen aufgeführt – untermauert mit Affirmatioen – sind.

Ruediger Schache lädt zur inneren Einkehr ein, zur Wahrnehmung unseres inneren Seins, unserer innerer Kräfte, unsere ureigenen Stärke, all jene Dinge, die aus uns herauskommen möchten, um uns glücklich zu machen. Denn Glück finden wir nicht im Außen und nicht mit materiellen Dingen, die uns scheinbar Glück versprechen, aber uns doch nicht in die Glückseligkeit führen.

Fazit: Ein tolles kleines, gut geschriebenes, prägnantes Büchlein mit CD, eine schöne Geschenkidee für alle bewussten Menschen! Eine Reise in unser Herzbewusstsein!

 

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Andreas Knuf: Sei nicht so hart zu dir selbst

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Andreas Knuf zeigt in seinem neuen Buch “Sei nicht so hart zu dir selbst” wie wir aufhören können, ach so überkritisch mit uns umzugehen und lernen, Selbstmitgefühl für uns zu entwickeln. Wir müssen uns nicht supertoll finden oder gar alles an uns lieben. Dem Autor geht es vielmehr darum, dass wir uns so annehmen, wie wir nun mal sind – mit all unseren Gefühlen und ohne uns mit anderen zu vergleichen. Es ist egal, ob wir dick oder dünn, erfolgreich oder unsportlich sind.

“Das Leben wird entspannter, wenn wir endlich aufhören, gegen uns selbst zu kämpfen, ” schreibt der Diplom-Psychologe Andreas Knuf.

Fazit: Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es hat so etwas unaufdringliches … Es zeigt einen alltagstauglichen Weg mit vielen unterstützenden Übungen, um Selbstmitgefühl  zu entwickeln und in unseren Alltag zu etablieren. Herr Knuf zeigt verständlich auf, warum Selbstmitgefühl wichtiger ist als Selbstwertgefühl und die im Buch vorgestellten Übungen können unkompliziert in den Alltag eingebaut werden. Ein wichtiges Thema!

 

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Ulrich Hoffmann: One, two, free – Kleine Yoga-Pausen für sofort und überall

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One, two, free – Kleine Yoga-Pausen für sofort und überall” – der Buchtitel hat mich sofort sehr neugierig gemacht … Ulrich Hoffmann hat darin 60 Mini-Yoga-Asanas für den supereinfachen Yoga-Sofort-Einstieg zusammengestellt. Sei es vor dem Aufstehen, im Auto, am Schreibtisch, in der Warteschlange, beim Lesen, für die Finger auf der Tastatur … überall kann man mit diesem kleinen und sehr empfehlenswerten ohne Vorkenntnis, ohne Matte, ohne Umziehen sofort Yoga praktizieren. Yoga to go sozusagen.

Die kleinen feinen aber hocheffektiven Yoga Quickies machen großen Spaß und mir sind beim Praktizieren der Yoga-Übungen auch neue Übungen eingefallen …

Das Buch ist sehr schön aufgemacht, mit vielen tollen Bildern, Erklärungen und auch sehr schönen und mir noch unbekannten Zitaten zwischendurch! Feine Sache!

Fazit: Ein tolles Yoga-Buch, das in keinen Bücherregal fehlen sollte – Yoga für immer und überall – tolle Sache!

 

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Anna Elisabeth Röcker: Meditation für alle

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Anna E. Röcker hat ein neues Buch geschrieben. Der Titel: Medidation für alle – ein sehr gewagter Titel wie ich finde, denn impliziert er doch geradezu u.a. ein perfektes Einsteigerbuch zu sein. Das hat das Buch erreicht. Jedoch hat es mir hier und da etwas an Tiefe gefehlt, aber das Buch soll ja auch für alle sein ;-).

In heutigen stürmischen und unruhigen Zeiten möchte uns Anna E. Röcker zeigen, wie wir Meditation und Achtsamkeit in unseren Alltag, in unser Denken, Fühlen und Handeln einfließen lassen können. Hierzu liefert sie dem Leser eine Vielfalt an verschiedenen Meditations- und Achtsamkeitsübungen für den Alltag. So kann jeder Interessent finden, was er gerade benötigt.

Das Buch ist sehr liebevoll und ruhig gestaltet, die Bilder und Fotos untermauern die Achtsamkeit und Ruhe, die man benötigt, um zu meditieren. Auch die beiliegende CD hilft gerade Anfängern, sich auf das Abenteuer Meditation unkompliziert einzulassen.

Fazit: Kein Must-have, aber sehr schön für Einsteiger und Wiedereinsteiger.

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Das Geheimnis glücklicher Pädagogen

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Ilka Köhler hat einen tollen Ratgeber – nicht nur für Lehrer – geschrieben. Der Titel: Das Geheimnis glücklicher Pädagogen – Mehr Harmonie durch Resonanz.

“Glückliche Pädagogen gehen mit Freude zur Arbeit, sind zufriedener und strahlen Gelassenheit aus. Sie leiden weniger an psychischen Erkrankungen und werden seltener krank”, schreibt die Autorin, selbst Sonderpädagogin und Autorin zahlreicher Bücher über und für die Arbeit mit Kindern.

Frau Köhler lädt ihre Kollegen zur Selbstreflexion ein, sie erläutert das Resonanzgesetz, teilt wichtige Erfahrungen mit dem Leser und bietet viele praktische Tipps und Anregungen zur Umsetzung im Lehrer-Alltag.

Das Buch ist aber auch gleichwohl für Eltern geeignet, da es zu einem Perspektivenwechsel einlädt und möglicherweise die Kommunikation mit der Lehrkraft erleichtert. Gerade auch dann, wenn man als Eltern einmal wieder eine ruppige Bemerkung über sein Kind oder seine Art der Erziehung einstecken muss oder die Lehrkraft völlig unprofessionell Kinder in Richtung ADHS diagnostiziert. Dann heißt es nur noch ruhig bleiben, sich nicht auf Provokationen einlassen, durchatmen und bei sich bleiben.

Ich wünsche mir, dass dieses Buch viele Leser findet. Es ist so wichtig, dass viele selbstreflektierte Lehrer Vorbilder für unsere Kinder sind und nicht nur Menschen, die der Generation von morgen das Lernen vermiesen, das wünsche ich mir!

Ein Zitat aus dem Buch, gelesen auf Seite 14:

“Verändern wir unsere negative Sicht auf bestimmte Situationen, Gegebenheiten oder Verhaltensweisen, werden sich diese Situationen in eine positive Richtung verändern und unsere Arbeit erleichtern und bereichern.”

Und weiter auf Seite 15:

“Unsere Aufgabe ist es, die kleinen Persönlichkeiten mit Freude bei der Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen und ihnen, auch in schwierigen Situationen, den nötigen Halt und die Kraft für eine positive Entwicklung zu geben. Das kann uns jedoch nur gelingen, wenn wir selbst genügen Halt und Kraft in uns verspüren und wir seelisch, geistig und körperlich eine Einheit bilden.”

Wohlan, werte Pädagogen! Ich wünsche mir viele Lehrende, die dieses Buch lesen, mögen sie die ihnen anvertrauten Kinderseelen wohl behüten, respektvoll und liebevoll begleiten und ihre Fragen so beantworten, dass sich die Kinder das Fragen auch als Erwachsene nicht abgewöhnen. Denn nur wer fragen stellen darf und Antworten erhält, die ihm weiterhelfen, lernt, dass seine Fragen wichtig und nicht dumm sind. Nur wer andere behandelt, wie er selbst gerne behandelt werden möchte, der kann liebevoll und respektvoll lehren und lernen.

Fazit: Ein absolutes Must-have für alle, die mit Kindern zu tun haben. Vor allen jene Lehrkräfte, die sich voller Unlust zur Arbeit schleppen und ihren Lebensfrust an den ihnen vertrauensvoll übertragenen Kindern auslassen und demotivierende und respektlose Zeugnisbemerkungen schreiben.

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Matthias Hammer: Der Feind in meinem Kopf

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Dr. Matthias Hammer hat mit “Der Feind in meinem Kopf” ein sehr interessantes Buch über unsere inneren Feinde geschrieben. Denn: Unser schlimmster Feind sind meist wir selbst! Wir alle treiben uns maßlos an, kritisieren uns hart (auch andere), zuweilen beschimpfen wir uns sogar und machen aus klitzekleinen Kleinigkeiten eine Katastrophe. Nun fragt ihr euch natürlich, wie kann ich mich von meinen zahlreichen inneren negativen Stimmen nur befreien? Hier kommt der erfahrene Verhaltenstherapeut Matthias Hammer mit seinem oben genannten Ratgeber ins Spiel. Darin zeigt er dem Leser, wie dieser seine inneren Gegner zu Freunden machen kann und so selbst zu neuer Energie und Ausgeglichenheit finden kann.

Der Ratgeber liest sich sehr interessant und man reflektiert seine inneren Anteile bereits beim Lesen. Ich musste öfter innehalten und nachdenken. In jedem von uns wirken zahlreiche innere Anteile und einige davon arbeiten gegen uns, sie stehen uns im Weg und schlimmer noch – sie rauben unsere Kräfte und sabotieren uns. Matthias Hammer zeigt uns, wie wir es schaffen können, diese inneren Störenfriede zu vertreiben. Dies gelingt jedoch nur, wenn wir uns erst einmal mit ihnen beschäftigen und lernen, die inneren Stimmen bewusst wahrzunehmen. Er definiert fünf verschiedene Saboteur-Typen: Den Kritiker, den Antreiber, den Harmoniesüchtigen, den Katastrophisierer und den Vermeider.

Mittels eines detailliertes Selbsttestes können wir erfahren, mit welchem inneren Feind wir es selbst gerade zu tun haben. Gut gefallen haben mir die zahlreichen Fallbeispiele, die typische Alltagssituationen aufzeigen, in denen man immer einmal wieder mit den inneren Stimmen konfrontiert werden kann. Zahlreiche Bewusstwerdungs- und Achtsamkeitstechniken helfen uns dabei, unserem Innersten neu zu begegnen. Dabei lernen wir, Mitgefühl für uns selbst zu entwickeln und in eine für uns liebevolle und heilsame Form der Kommunikation mit uns zu treten.

Fazit: Es ist ein sehr empfehlenswerter Ratgeber, der mit vielen Übungen zur Selbstveränderung anregen möchte. Matthias Hammer zeigt, wie wir unsere inneren Dämonen in wohlwollende Unterstützer verwandeln, so unsere innere Handbremse lösen und mit Vollgas in ein erfüllteres Leben starten können. Ein wahrlich toller Ratgeber!

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Das geniale Gedächtnis

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Die beiden Hirnforscher Hannah Monyer und Martin Gessmann möchte mit ihrem neuem Buch “Das geniale Gedächtnis – Wie das Gehirn aus der Vergangenheit unsere Zukunft macht” den Bogen zwischen Hirnforschung und Philosophie spannen. Anfänglich liest sich das Buch leider staubtrocken, sehr wissenschaftlich und man kann sich als Leser nicht vorstellen, dass das Buch noch besser werden kann …. Ich muss zugeben, ich musste mich sehr konzentrieren, um dem anspruchsvollen und teils dröge formulierten Text folgen zu können. Ab Kapitel 2 , in dem es um Träume geht, komme ich wieder in einen guten Lesefluss und es ist sehr interessant zu lesen, wenn auch die sprachlichen Formulierungen mich dann und wann zwingen, Sätze mehrmals zu lesen, um den Sinn zu verstehen.

Ein Beispielsatz (Seite 101):

“Damit sind wir endlich an dem Punkt angekommen, an dem wir auf unser Versprechen aus dem ersten Kapitel zurückkommen und Fleisch auf die Knochen geben können bei der Frage, wie unser Gedächtnis auf die Zukunft hinarbeitet – und dies die meiste Zeit im Verborgenen, also ohne, dass wir uns dessen richtig bewusst werden.”

Fazit: Ein interessantes Thema das in meinen Augen sehr langweilig und umständlich umgesetzt wurde und nicht gut geschrieben wurde. Das Buch liest sich in vielen Teilen einfach nicht flüssig! Die vielen Schachtelsätze lassen sich nur mit höchster Konzentration verstehen. Manchmal habe ich mir gewünscht, dass die beiden gelehrten Autoren mal an ihre Großeltern beim Schreiben denken und einfacher formuliert hätten. Oftmals hat man das Gefühl, dass sie einfach nicht auf den Punkt kommen und wie gesagt, das Buch ist nicht gut geschrieben! Schade!

 

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Selbstcoaching mit Logosynthese

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Willem Lammers, der Begründer der Logosynthese, hat mit seinem Ratgeberbuch “Selbstcoaching mit Logosynthese” ein sehr bereicherndes Tool für die effektive Arbeit mit sich selbst geschrieben.

Doch was ist die Logosynthese? Sie ist ein Modell zur begleitenden Veränderung. Sie hilft körperliche, emotionale und mentale Zustände zu beeinflussen mit der Macht der Worte. Die kraftvollen Sätze unterstützen bei einer Vielfalt von Lebensthemen wie z. B.  dem Erkennen und Erreichen von Lebenszielen, der lebendigen und  positiven Gestaltung von Beziehungen, die Leistung, Effizienz und Zufriedenheit im Beruf erhöhen usw.

Der Mensch an sich ist ständig im Entwicklungsmodus, frei nach Heraklit “Alles fließt, nichts bleibt.” Dem Autor gelingt es in einfacher Sprache und sehr anschaulichen Beispielen das Konzept der Logosynthese dem interessierten Laie nahezubringen und ihn dafür zu begeistern. Die Übungen sind leicht anzuwenden und man kann sofort die Wirkung und Kraft der Worte erfahren, besonders im Alltag, wo viele Verhaltensmuster und Gewohnheiten schon Routine sind …

Logosynthese ist für sich gesprochen eine Philosophie, eine effektive Methode, mit sich und an sich selbst zu arbeiten. Sich so zu entwickeln, wie man es selbst möchte. Dies macht uns frei in der Arbeit an uns selbst. Die Logosynthese ist jedoch auch ein sehr effektives Werkzeug in der Arbeit mit Menschen – sei es als Coach, Berater oder Therapeut.
Fazit: Ein sehr wirksames Handbuch für die gezielte Eigenarbeit, unkompliziert und hocheffektiv! Für mich eine wertvolle Entdeckung! Ich habe schon so viele Selbsthilfebücher gelesen, aber dieses hat seine eigene Magie, man kann es einfch nicht mehr aus der Hand legen … Absolut empfehlenswert!

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