Du bringst mein Leben ganz schön durcheinander

Avas beste Freundin ist tot und sie weiß gar nicht, wie sie ohne Kelly das Leben weiter meistern soll. Innerlich zerbrochen macht sie viele Dinge, die ihr nicht wirklich weiterhelfen. Als sie bei ihrer Arbeit in einem Fast-Food-Restaurant, den schüchternen Poetry-Slammer Gideon kennenlernt, treffen sich zwei gebrochene Seelen. Beide versuchen fortan gemeinsam, wieder zu sich selbst zurückzufinden und nähern sich langsam an. Sie schreiben sich Briefe und man spürt, welche Ängste und anderen Gefühle die beiden Jugendlichen gerade durchleben. Das Buch selbst erzählt abwechselnd aus Sicht von Ava und Gideon und so kann man intensiv in beide Seelen eintauchen.

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Wer bin ich (nicht)?

Das bezaubernd illustrierte Ausfüllbuch „Wer bin ich (nicht)?“ von Gertrude van der Linden macht schon beim Durchblättern viel Spaß!  Gestellt werden 33 existenzielle Fragen, die uns unserem innersten Kern näher bringen möchten. Das Buch ist eine spannende Reise zu uns selbst und dabei so herrlich zauberhaft illustriert, dass man beim Betrachten der Grafiken völlig vergisst, dass man ja auch noch selbst in dem fabelhaften Büchlein aktiv werden kann.

Fragen wie z. B. „Was ist das Mutigste, das du je gemacht hast?“, „Wo liegen Deine Begabungen?“ oder „Wonach sehnst Du Dich aus tiefstem Herzen?“ werden uns gestellt. Beim Antworten können natürlich längst verschüttete Gefühle an die Oberfläche kommen und doch können wir so herrlich in die Tiefen unserer wunderschönen Seele eintauchen. Stück für Stück kommen wir uns dabei näher und wir bekommen oftmals verblüffende Selbsterkenntnisse aus unserem tiefsten Innersten offenbart.

Die Anleitung für das Buch: 

Einer der Tipps:

 

Fazit: Ein herrliches, zauberhaftes Büchlein, dass man nicht so schnell aus der Hand legen möchte, auch wenn es nicht immer leicht ist, sich mit seinem Selbst zu beschäftigen. Eine tolle Geschenkidee für Menschen, die uns wichtig sind und auch Paperlovers werden ihre wahre Freude an diesem kleinen Kunstwerk haben! Sehr empfehlenswert!

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Der Weg des sanften Löwen

Ruediger Schache erzählt in seinem neuestem Buch „Der Weg des sanften Löwen – Warum es sich lohnt, anders zu sein“ die Geschichte des jungen Löwen, der mit seinem Rudel in einem Zoo irgendwo in Afrika lebt. Sein Vater Chaka teilt ihm eines Tages mit, dass er vorhat, Mojo zu seinem Nachfolger zu machen. Mojo selbst fühlt sich nicht so ganz wohl als zukünftiger Rudelführer. Sein Traum ist, das Leben außerhalb des Zoos kennenzulernen und mit allen Tieren gemeinsam friedlich und freundschaftlich im Einklang zu leben.

Die anderen Löwen lachen ihn auch und schon vorher hatten sich seine Freunde von ihm distanziert, als sie erfuhren, dass er der neue Anführer des Rudels werden soll. Mojo sucht öfter die Nähe zu einem alten Löwen namens Rodney, den die anderen für einen verrückten alten Löwen halten. Dieser hat jedoch schon einmal außerhalb der Zoomauern gelebt und weiß, was Freiheit bedeutet, genießt aber auch die Vorzüge des Zoolebens. Mojo lernt sehr viel von ihm. Dann lernt er auch die weise Eule Bundi kennen, die ihn unterstützt an seine Träume zu glauben und auch mit purer Gedankenkraft seine inneren Grenzen zu überwinden. Bundi lehrt ihn die relevanten Geisteskräfte wie Fantasie und Klarheit usw., die wir später im Ratgeber-Teil des Buches nochmals nachlesen können.

Als er endlich außerhalb des Zoos in der Wildnis ist und erste Tiere trifft, ist er erst einmal geschockt, wie hart das Leben außerhalb des Geheges ist. So wird er in Freiheit erst einmal von den anderen Tieren ausgegrenzt. Doch der junge Löwe Mojo bleibt sich selbst treu und macht sich auf die Suche zum  Schatz jeden Lebens: Einem Leben in Frieden, Freiheit und Freundschaft und besonders im Einklang mit sich und seinem Innersten. Was braucht man mehr im Leben?

Die ersten beiden Sätze:


Ihr Lieben, folgt Euren Träumen, lasst Euch nicht entmutigen von anderen, das sind deren Grenzen und nicht die Euren. Glaubt an Euch und auch, dass alles, was ihr Euch vorstellen könnt, auch tatsächlich möglich ist – probiert es einfach aus! Kommt ins Tun, geht kleine Schritte, aber geht sie. Die Geschichte um Mojo ist wie für Euch gemacht, lasst Euch von Mojo ermutigen ;-).

Rüdiger Schache gibt auf nur 149 Seiten so viele wertvolle Lebenstipps und mir haben auch die vielen tollen Sprichwörter aus Afrika sehr gut gefallen, die Herr Schache so treffend in die Geschichte einfließen lässt. Nach der Tierfabel folgt im Anschluss der Praxisteil „Die acht Kräfte des sanften Löwen“ mit vielen Übungen zu den Themen Sehnsucht, Klarheit und Fantasie usw.

Fazit: Ein liebenswertes, tiefsinniges, wunderschönes, zartes, poetisches Weisheitsbuch der besonderen Art. Das kleine schmale Büchlein verzaubert schon beim ersten Anblick mit einem unbeschreiblich schönen Cover, die Tierfabel über den jungen Zoolöwen Mojo ist ein wahrer Leseschatz und die Tipps im zweiten Teil sind sehr motivierend und inspirierend. Ich sage ja immer, wundervolle Bücher müssen nicht dick sein ;-). Bitte kauft und verschenkt dieses Buch ganz oft 😉 – es ist unbeschreiblich schön und ein echter Eye-Catcher in jedem Buchregal ;-)!

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Lilly Lindner: Die Autobiographie der Zeit

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Lilly Lindner hat mit „Die Autobiographie der Zeit“ ein poetisches, kluges und feines Büchlein geschrieben. Der neue Roman der jungen Autorin ist eine faszinierende Geschichte über die Zeit und voller Weisheit und Poesie.

Erster Satz:

„Die Zeit hing an meinem Verstand und zog ungeduldig an meiner Verfassung.“

Lilly Lindner schreibt nicht viel in diesem kleinen feinen Büchlein, das so wunderbar liebevoll aufgemacht ist, vom hinreißenden Cover, über die zärtlichen und kraftvollen Worte bis hin zu den Bildern im Innenteil.

„Und so wurde der Grundbestand der Erde in vier Mächte unterteilt:  Kevin war der Raum.David war die Beständigkeit. Shay war der Abgrund. Und ich war die Zeit.“

Dicht und kraftvoll schlingen sich die Wörter um meine Lippen, leise vor mich hin murmelnd wiederhole ich die vielen unglaublich starken, hochpoetischen Sätze der jungen Autorin. Unfassbar welch Genie in Lilly Lindner steckt.

„David sagte zu mir: „Die Summe des Fehlverhaltens der Menschheit ist die Differenz ihrer Gedankendichte.“

„Ich malte Dünen in den Sand und Löcher in den Boden. Ich zündete Vulkane an und löschte Seen aus. Ich wurde übermütig, als ich den Mut verlor. Ich warf mit Wasser, es wurde zu Hagel. Ich warf mit Sand, er wurde zu Stein. Ich warf eine Feder, da flog ein Vogel davon, und ich weinte, weil ich wusste, es war nur ein Traum.“

Fazit: Unbedingt lesen, genießen, darin schwelgen, die Worte in sich aufnehmen und immer wieder einfach nur klingen lassen! Was für ein poetisches, weises Buch! Unbedingt lesen!

 

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