Die kleinen Wunder von Mayfair

Das bezaubernde Cover und auch der Titel „Die kleinen Wunder von Mayfair“ von Robert Dinsdale, erschienen im Droemer Knaur Verlag, versprachen eine fantastische und magische Geschichte. Und magisch ist dieses bezaubernd gestaltete Buch allemal. Die Geschichte spielt jedoch auch in einer Zeit des Krieges und man liest auch von den schrecklichen Auswirkungen, die das auf die Seelen und Leben der Menschen hat. Und doch geschehen wundersame Dinge in diesem Buch … die den Schrecken auch etwas in den Hintergrund rücken.

Die 15-jährige schwangere Cathy wird 1906 von ihren Eltern in ein Heim für unverheiratete Frauen geschickt. Im allerletzten Moment nimmt Cathy ihr Leben selbst in die Hand und verlässt ihr zuhause. In Papa Jacks Spielzeugladen „Emporium“ findet sie eine Anstellung als Aushilfe.  Der bezaubernde und beliebte Spielzeugladen trägt aber auch viele Wunder und viel Magie und Cathy kommt es vor, als wäre das Spielzeug lebendig, so echt wirken die Sachen. Cathy gewöhnt sich an ihre Schwangerschaft und ihre neue Anstellung und wird auch von den beiden Söhnen Kaspar (gerade aus dem Krieg zurückgekehrt) und Emil (ein Tüftler, der wie sein Vater magische Spielzeuge herstellen kann) von Papa Jack umworben. Doch die beiden Brüder sind Rivalen und diese Zwistigkeiten könnten den magischen Zauber des Emporiums zerstören …

Weiterlesen

38 magische Neuerscheinungen im Februar 2018

Ihr Lieben, ich kann es nicht glauben, aber schwupps, schon ist Februar … Und so langsam rollt das Lesejahr 2018 auch neuerscheinungstechnisch so richtig an.

Und natürlich gibt es auch im Februar 2018 viele magische Neuerscheinungen, die sich sehnsüchtig auf Euren Wunschzettel freuen 😉 … Der Panini-Verlag wird zwei famose Harry-Potter-Bücher publizieren, Everless wird erscheinen, der 2. Teil des Königreichs des Schattens kommt endlich heraus, Emily Bolds Buch „Silberschwingen“ auf das sich schon so viele Leser freuen und noch so viele tolle Bücher mehr wird uns der Februar schenken … Schnallt Euch gut an und fangt schon mal zu sparen an 😉 …

Ich bin mir sicher, dass das eine oder andere von mir vorgestellte Buch auf Eure Wunschliste wandern wird. Schreibt mir doch bitte, welche 😉 …

Und falls ihr für mich noch weitere Buch-Empfehlungen habt, dann ab in die Kommentare damit ;-).

Nun wünsche ich Euch viel Freude beim Stöbern in meinen magischen und inspirierenden Februar-Favoriten. 

Weiterlesen

Das Erbe der Seher + Gewinnspiel

Das Erstlings-Werk „Das Erbe der Seher“ von James Islington lässt sich durchaus lesen, auch wenn es mich mich mit seinen 784 Seiten erstmal „erschlagen“ hat. Man spürt, dass es das erste Buch, was ja nicht schlimm ist, jeder fängt mal an, dennoch ist es noch nicht rund, aber ich weiß, dass sich der Autor noch steigern kann und das ist ja wundervoll für uns Leser. Der Einstieg fiel mir leicht und das Cover gefiel mir auch gleich.

And that´s the story: Ortstechnisch befinden wir uns an einer magischen Schule für begabte „Zauberer“. Der junge Begabte Davian – lebt verachtet und streng bewacht dort – und bangt um seine Prüfung, die er unbedingt bestehen muss. Andernfalls droht ihm der Ausschluss aus dieser Schule und auch die Elimination seiner magischen Kräfte. Doch dann findet Davian heraus, dass er ein Augur – also ein mächtiger Seher -ist (wer diese verbotene Magie in sich trägt, wird mit dem Tode bestraft!) und muss gemeinsam mit seinem besten Freund Werr von der Schule fliehen.

„Niemand wusste je genau, wozu die Auguren imstande waren, außer den Auguren selbst. Sie waren immer geheimnisvoll, und zu keiner Zeit herrschte mehr als ein Dutzend von ihnen.“

In Feuer und Blut endete vor 20 Jahren die Herrschaft der Auguren, mächtige Magier mit seherischen Fähigkeiten. Jene, die ihnen dienten – die Begabten – wurden nur verschont, weil sie sich dem rigiden neuen Gesetz unterworfen haben, das ihre Macht beschränkt.

Die beiden begeben sich auf eine sehr gefährliche Heldenreise 😉 und erleben allerlei Abenteuer … Und dann versucht von Norden aus ein weiterer böser Feind, das Land zu übernehmen ….

James Islington hat in diesem ersten Teil der Licanius-Saga noch nicht sein ganzes fantastisches Feuer verschossen, dennoch hätte er etwas mehr in den ersten Teil geben können. Egal, es war eine Freude, sich in diese vielen Seiten hinein zu wühlen (nicht vom Umfang des Buches und den vielen Details abschrecken – hier wird eine geniale neue Fantasy-Welt geschaffen). Man spürt jedoch auch, welche Bücher James Islington schon gelesen hat 😉 … Dennoch lohnt sich der Kauf und das Lesen dieses ersten Fantasy-Epos der Licanius-Saga … Ausgerichtet ist die Geschichte auf drei Bände …

Fazit: Ein wunderbares, neue fantastisches Abenteuer eines sehr begabten Autors aus Australien mit Potential! Unbedingt lesen und nicht von der Fülle der Seiten und Details abschrecken lassen!

Achtung liebe Leser:

Ihr könnt das Buch gewinnen – bis Montag 9.59 Uhr sammele ich Eure Namen (bitte schreibt mir einfach eine E-Mail an tina.mueller@buchnotizen.de oder besucht meine FB-Seite, um am Gewinnspiel teilnehmen zu können und schreibt mir einen liebevollen und wertschätzenden Kommentar hier) und verlose am Montag, den 29.05.2017 „Das Erbe der Seher“ an Euch!

Viel Glück!
Weiterlesen

Gelesen: Nachruf auf den Mond

nachruf auf den mondBeim Lesen des Buches „Nachruf auf den Mond“ spürte man sofort, dass Nathan Filer als Krankenpfleger in einer psychiatrischen Klinik gearbeitet.

Das Cover gefiel mir gleich sehr gut, auch die Farbkomposition harmoniert hervorragend. Weniger gut gefiel mir der doch sehr spezielle Schreibstil des Autors, ich fand es doch häufig recht langweilig formuliert (gut, als Vielleserin bin ich natürlich auch sehr „verwöhnt“ ;-)). Die Geschichte selbst ist nicht schlecht und auch das Thema Schizophrenie ist gut umgesetzt. Ich habe mich durchgequält und das Buch am Ende doch ziemlich erleichtert zur Seite gelegt. Sorry, werter Mister Filer!

Die Geschichte: Das Buch erzählt die Geschichte des 19-jährigen Matthew Homes, seines Zeichens Patient in einer psychiatrischen Klinik in Bristol. Er erzählt aus der  Ich-Perspektive seine Vergangenheit, die ihn in die Psychiatrie gebracht hat. Zentrales Thema bzw. Person der Geschichte ist Simon, Matthews älter Bruder, der mit 11 Jahren bei einem Unfall während des Urlaubs der Familie in Cornwall starb. Auch zehn Jahre später gibt sich Matthew noch die Schuld am Tod seines Bruders, der Simon immer noch hören und sehen kann, wenn er seine Medikamente absetzt… Denn Matthew leidet an Schizophrenie.

Die Geschichte springt hin und her, der Leser wird direkt angesprochen, im Buch finden sich Zeichnungen und hinten ist ein kurzes Interview mit dem Autor. Alles in allem war es einfach nicht mein Fall. Gut gefallen hat mir, dass sowohl Matts Krankheit Schizophrenie als auch Simons Down-Syndrom nicht überzeichnet werden als überbordende Schicksalsschläge, es wird nichts dramatisiert, sondern der Autor schreibt darüber ganz wertneutral, als ging es um eine grüne Wiese oder lachend blaue Augen.

Bester Satz:

„Ich nahm einen Becher mit einem komplizierten Medikamentennamen und dem Slogan ‚Heute schon die Zukunft behandeln‘. Die Pharmavertreter verschenken diese Becher. Als ich neulich im Büro war … zählte ich drei Becher, ein Mousepad, mehrere Kugelschreiber, zwei Blöcke … und eine Wanduhr und alle trugen irgendwelche Medikamentennamen. Es ist, als säße man im Gefängnis und würde mit Reklame für Vorhängeschlösser bombardiert.“ (S. 230)

Fazit: Keine leichte Lektüre, sehr speziell von Stil, Aufbau etc., nicht zu empfehlen für ungeduldige Leser. Wie gesagt, ich fand den Schreibstil sehr anstrengend und habe mich geradezu durchgequält. Es gibt einfach Autoren und Bücher, zu denen findet man keinen Zugang ;-(! Umso mehr freut mich, dass das Buch so vielen Lesern gefällt. Vielleicht werde ich es irgendwann noch einmal lesen … Aber probiert es doch einfach selbst aus!

Weiterlesen

Gelesen: Das Seelenhaus

Das SeelenhausWas für ein kraftvolles, intensives Debüt ist der Autorin Hannah Kent mit „Das Seelenhaus“ gelungen!

Die Idee zum Buch kam ihr bei einem Island-Aufenthalt und nach einiger Zeit der Recherche war die Romanidee geboren.

Diese raue faszinierende Geschichte über Agnes Magnúsdóttir, einer Magd, die als letzte Frau 1829 in Island hingerichtet wurde, hat sich in weiten Teilen tatsächlich so zugetragen. Agnes, in den 30ern, wurde von ihrer Mutter bereits als Kind verlassen und auch ihrem Bruder, den sie später aber wieder trifft, erging es nicht besser. Die Mutter bleibt verschwunden und Agnes verdient sich ihr Essen und ihre Unterkunft als Magd auf verschiedenen Bauernhöfen.

Sie erwartet die Todesstrafe, denn gemeinsam mit zwei anderen Bediensteten soll sie ihren Herrn und Liebhaber Natan Ketilsson, einen Heiler, auf grausame Art und Weise heimtückisch ermordet haben. Agnes wird, während sie auf die Bestätigung der Hinrichtung seitens des dänisches Königshauses in Kopenhagen wartet, auf eine Farm gebracht, wo sie der dort lebenden Bauersfamilie bis zu ihrem Tod helfend zur Seite stehen  und hart arbeiten muss.

Die Bauersfamilie, anfänglich voller Furcht und Angst vor der Möderin in ihrem Haus, meidet Agnes. Nur der junge Hilfspfarrer Toti, der ihr christlich beistehen soll und sie wieder auf den rechten Pfad bringen soll, gewinnt ihr Vertrauen. Nach und nach erfahren die Familie und auch Toti die wahre Geschichte des Mordes.

Fazit: Für mich eines der Lese-Highlights dieses Jahres, absolut passend zur derzeitigen Wetterlage und Jahreszeit, ein historisch spannender und intensiver Schmöker, den man unbedingt gelesen haben muss! Agnes ist sehr interessant, geheimnisvoll, sehr intelligent und belesen für eine Frau im 19. Jahrhundert, eine als Kind verlassene Seele, die nach Zuneigung, Wärme und Liebe sucht und bitter enttäuscht wird. Eine starke, tolle und bezaubernde Frau!

Prädikat: KAUFEN! LESEN! VERSCHENKEN!!!!

Weiterlesen