Gelesen: Alles nur in meinem Kopf

alles nur in meinem kopfAlles nur in meinem Kopf“ ist ein mutiger Erfahrungsbericht einer an Zwangsstörungen erkrankten Journalistin. Ellen Mersdorf (Pseudonym) leidet nicht unter Zwangshandlungen, sondern unter Zwangsgedanken – d.h. alles was sie erlebt, wird ihr von ihrem „Ohrwurm“ eingegeben – es findet alles nur in ihrem Kopf statt. Das Buch hat mich sehr gefesselt, es beschreibt praxisnah – für Betroffene und auch Angehörige, Mediziner, Psychiater – und anschaulich, was im Kopf einer Patientin stattfindet, die unter Zwangsstörungen leidet – auch wie sie die Behandlung auf der Psychiatriestation empfindet.

Das kleine schmale  Büchlein umfasst  nicht viele Seiten, umso mehr hat mich die ausgesprochen hohe sprachliche Qualität, die sehr intensive Ausdrucksweise und der Stil beeindruckt, die Beschreibungen sind sehr gut nachzuvollziehen und auch die Theorie kommt nicht zu kurz. Frau Mersdorf beschreibt alles, was sie mit ihrer Zwangsstörung erlebt, gedacht, gefühlt etc.hat sehr eindrucksvoll und spannend.

Ein Novum auf dem deutschen Buchmarkt und ein packender, schonungsloser, informativer und mutiger Bericht einer Betroffenen mit wertvollen Hinweisen – herzlichen Dank werte Frau Mersdorf, werter Balance-Verlag für dieses mutige Buch!

Fazit: Pflichtlektüre! Unbedingt kaufen, lesen, und seine Mitmenschen besser verstehen – hilft die Schranken im Kopf hinsichtlich psychisch kranker Menschen abzubauen!

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