Gerald Hüther: Mit Freude lernen – ein Leben lang

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Mit Freude lernen ein Leben lang“ heißt das neue Buch von Gerald Hüther. Und genau darum geht es: Wir alle lernen ein Leben lang – unsere Kinder müssen das Lernen erst lernen und das tun sie leider nicht immer in den Schulen, wo Wissen, um abgefragt zu werden, nicht unbedingt verstanden werden muss, um kurzfristig gute Noten zu ergattern.

Herr Hüther hat ein sehr inspirierendes Buch über das Gehirn und das Lernen geschrieben. Das Buch ist auf dem aktuellen Stand der Gehirnforschung und soll inspirieren, das Thema lernen in allen Bereichen zu hinterfragen und anzupassen. Gerade in unserem reinen Abfrage-Schubladen-unkreativem-starren-vergleichendem Schulsystem – ein wichtiges, zeitgemäßes und mutiges Buch! Wir brauchen ein neues Verständnis vom Lernen – und Gerald Hüther stellt diese in insgesamt sieben Thesen zu einer Erweiterung des Lernbegriffes.

Gelesen auf Seite 42:

„Alle Lebewesen sind in der Lage, etwas zu lernen. Aber ein Lebewesen muss freilich nicht alles lernen können, sondern nur dass, worauf in seiner jeweiligen Lebenswelt für sein Wohlergehen und die Sicherung seiner Nachkommenschaft ankommt. Es muss auf irgendeine Weise wahrnehmen können, wenn sich in seiner Außenwelt oder in seiner Innenwelt etwas verändert, etwas nicht mehr so recht passt, eine Inkohärenz entstanden ist, etwas also nicht mehr so ist, wie es sein müsste, damit es ihm gut.“

These 6 auf Seite 53 hat mir besonders gut gefallen:

„Kein Lebewesen kann etwas lernen ohne Anregung durch andere und ohne selbst mit dem, was es gelernt hat, andere zum Lernen anzuregen.“

Gerald Hüthers Fazit:

„Die Freude am Lernen ist Ausdruck der Freude am Leben.“

Mein Fazit: Pflichtlektüre für alle Menschen, die mit Kindern zu tun haben! Wir brauchen in Deutschland eine neue Kultur des Lernens – vor allen Dingen in den Grundschulen, denn dort werden die Weichen für die Zukunft der Bildung unserer Kinder gestellt und auch die Freude am Lernen geschürt – oder wie oftmals eben leider nicht!

 

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Stavros Mentzos: Lehrbuch der Psychodynamik

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Das sehr empfehlenswerte „Lehrbuch der Psychodynamik“ von Mentzos umfasst in seiner fundierten Darstellung die gesamte Palette der psychischen Störungen, wie beispielsweise die klassischen neurotischen Störungen,   die Persönlichkeitsstörungen, die  psychosomatischen Störungen sowie die Psychosen. Ein Lichtblick in mitten der vielen Bücher zu dieser Thematik, da Herr Mentzos die den einzelnen psychiatrischen Krankheitsbildern zugrundeliegenden psychodynamischen Effekte beschreibt. Dabei erklärt er die komplexen Zusammenhänge sehr leicht verständlich und gut lesbar.
Das Lehrbuch, das weit über den ICD-10 hinausgeht,  wendet sich hauptsächlich an Fachärzte für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie und Psychologen in psychotherapeutischer Weiterbildung,  kann aber auch gut ohne Vorkenntnisse gelesen werden von z. B. Heilpraktikeranwärtern auf dem Gebiet der Psychotherapie.
Fazit: Ein leicht verständliches, sehr gut lesbares, fundiertes, hochinteressantes und sehr gut strukturiertes Lehrbuch zur Psychodynamik – sprich der „Lehre vom Wirken seelischer Kräfte“. Sollte jeder, der an Menschen interessiert ist und diese verstehen möchte – lesen – auch Coaches ;-)! Also wer Zusammenhänge erkennen und verstehen möchte, kommt an diesem super empfehlenswerten Lehrbuch einfach nicht vorbei … !

 

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