Natürlich begegnen uns einige der großen Gestalten mittelalterlicher Literatur: Parzival, Erec und Iwein sowie Siegfried. Aber auch Dietrich von Bern, Hildebrand, Wieland, Ortnit und Wolfdietrich haben ihren Platz bekommen. Gerade diese beinahe vergessenen Figuren fand ich beim Schreiben besonders spannend, denn ihre Geschichten erzählen von Treue und Verrat, Verlust, Verantwortung und Entscheidungen, die manchmal einen hohen Preis haben.
Dann wären da natürlich die Burgen. Die Wartburg, Trifels, Marksburg und Burg Rieneck führen durch ganz unterschiedliche Kapitel unserer Geschichte. Manche wurden zu großen Erinnerungsorten, andere erzählen ihre Geschichten stiller. Dazu kommen alte Rittergüter, mittelalterliche Handschriften und Burgbibliotheken sowie ein Blick darauf, wie Deutschland im 19. Jahrhundert seine Begeisterung für Ritter, Burgen und das Mittelalter wiederentdeckte.
Und weil eine Leseliebe ohne Geschichte kaum eine richtige Leseliebe wäre, gibt es natürlich auch diesmal eine eigens geschriebene Kurzgeschichte. In „Der Ritter, der sein Wort hielt“ geht es um einen Burgherrn, ein gegebenes Versprechen und die Frage, was ein Wort noch wert ist, wenn es plötzlich unbequem und gefährlich wird. Ergänzt wird die Ausgabe durch eine kleine Ritterkunde, Gedanken darüber, was Ritterlichkeit heute noch bedeuten könnte, und einen Buchtipp zu Ethan Hawkes Regeln für einen Ritter.
Die neue Leseliebe ist ab sofort digital erhältlich
Die digitale Ausgabe umfasst 80 Seiten und kostet 4,90 €.
Ihr findet sie hier:
Miss Austen’s Booketerie:
Leseliebe 03/2026 – Ritter & Sagen digital
Etsy:
Leseliebe 03/2026 – Ritter & Sagen digital bei Etsy
Nach dem Kauf steht die Ausgabe als PDF zur Verfügung und kann am Computer, Tablet oder einem geeigneten E-Reader gelesen werden.
Und was ist mit der Printausgabe?
Normalerweise gibt es die Leseliebe auch in einer kleinen gedruckten Auflage. Bei dieser Ausgabe sieht die Sache allerdings etwas anders aus. Mit ihren 80 Seiten ist sie deutlich umfangreicher geworden als viele ihrer Vorgänger, und entsprechend hoch sind inzwischen auch die Druckkosten.
Deshalb möchte ich diesmal nicht einfach eine größere Anzahl drucken lassen und hoffen, dass sich genügend Leser finden. Eine Printausgabe wird es zunächst nur geben, wenn mindestens zehn feste Interessenten zusammenkommen.
Wer die neue Leseliebe also lieber als richtiges Heft in den Händen halten möchte, darf mir sehr gern schreiben. Sobald sich zehn Interessenten gefunden haben, würde ich eine kleine Auflage in Auftrag geben. Erst dann wird gedruckt.
Ich finde diese Lösung im Moment am sinnvollsten, denn so muss ich keine Hefte auf Vorrat produzieren, während diejenigen, die Papier einfach lieber mögen als einen Bildschirm, trotzdem die Möglichkeit auf eine gedruckte Ausgabe haben.
Und nun bin ich vor allem gespannt, wohin euch diese neue Ausgabe führt. Zu Parzival? In eine alte Burgbibliothek? Auf die Wartburg? Zu einem beinahe vergessenen Helden? Oder am Ende doch zu der Frage, was wir heute eigentlich noch unter Ritterlichkeit verstehen.
Die Burgtore sind jedenfalls geöffnet.
