Heike Knauber entführte mich in ihrem Erstling “Najaden – Das Siegel des Meeres” in eine magisch-komplexe, aber auch sehr brutale und von Männern dominierte Welt.
Die junge Meliaé wird bei einem Angriff verschleppt, bei dem ihre Mutter auf Befehl des Heeresfürsten Khayam getötet wird. Sein Bruder Sayaf beschließt Meliaé zu heiraten, um sie so vor seinem grausamen Bruder Khayam zu beschützen. Die beiden Brüder sind in der Handelsstadt Glarnos, um ein mystisches Siegel zu rauben. Denn gemäß einer alten Prophezeiung ist dies die einzige Möglichkeit, das Sandmeer aufzuhalten, das ihr Reich Assu zu verschlingen droht.
Die Charaktere der Geschichte, die in einem mittelalterlich geprägten Setting spielt, sind sehr tiefgründig ausgearbeitet, doch die Männer waren mir alle durchweg sehr unsympathisch, so dass ich nicht wirklich romantisch verzückt über die in der Geschichte eingearbeitete Liebesgeschichte war. Das Buch ist durchweg grob und brutal mit all den Überfällen, Tötungen, Plünderungen, Vergewaltigungen. Macht und Kriege stehen an der Tagesordnung, was das Lesen doch sehr einseitig machte. Doch die faszinierende, magische Welt, die Heike Knauber in diesem Buch entwickelt, ist es allemal wert, gelesen zu werden.







