Buchstäblich verliebt

Die Buchhändlerin Frankie wünscht sich ganz sehnsüchtig einen Freund, denn ihr Liebesleben lässt schon seit viel zu langer arg zum Wünschen übrig. Und deshalb startet sie ein gewagtes Experiment und hinterlässt ausgewählte Bücher in öffentlichen Verkehrsmitteln. Und in diesen Lieblingsbüchern von Frankie hat sie auch ihre E-Mail-Adresse hineingeschrieben ;-). Denn oberstes Ziel ist es, ihren Traummann zu finden, der gerne liest, ihr gefällt und auch schlau ist. Ob ihr das gelingt, müsst ihr aber unbedingt selbst lesen ;-).

Fazit: Ein sehr charmanter Roman, der auch Jane Austen Fans begeistern kann. Ein Must-read für bibliophile Leserinnen, kurzweilig und nett!

Das Labyrinth von London

Die Buchserie von  Benedict Jacke gibt es seit 2012 bereits in England und es umfasst mittlerweile acht Bände und gab es bisher auch nicht in deutscher Sprache. Doch dank dem Blanvalet Verlag ist nun der erste Band „Das Labyrinth von London (im Original: Fated) in Deutschland erschienen.

Und darum geht es: Alex Verus betreibt im Londoner Künstler-Viertel Camden Town einen kleinen Laden „Arcana Emporium“ mit allerlei magischer Ausrüstung und Zubehör. Nur wenige seiner Kunden ahnen, dass Alex in Wirklichkeit ein Zauberer ist. Und auch Alex würde diese Gabe am liebsten vergessen, denn als Lehrling diente er einem gefährlichen Schwarzmagier und hat seither der magischen Welt den Rücken gekehrt. Wen wundert es da, dass er nicht gerade vor Freude in die Luft springt, als ein Mitglied des magischen Rates plötzlich in seinem Laden steht und ihn für einen Auftrag anheuern möchte. Alex ist der letzte Wahrsager und nun möchte alle Seiten und alle Bösartigkeiten mit ihm zusammenarbeiten.

„Ein Wahrsager sieht die Wahrscheinlichkeit. In einer Zukunft geht man nach links , in einer anderen nach rechts, in einer dritten bleibt man stehen und fragt nach dem Weg. Hundert Stränge, die sich ebenfalls wieder und wieder verzweigen und so Tausende von Abzweigungen schaffen, für jeden der Millionen von Menschen auf dieser Erde einen. Millionen und Abermilliarden von Zukunftssträngen, die sich durch die vier Dimensionen ziehen wie ein Flussdelta von den Ausmaßen einer ganzen Galaxie.“ (Gelesen auf Seite 63)

Nach einer Weile findet er auch heraus, warum ihn alle möglichen Gruppierungen und Zauberer um ihn werben: In einer Statue im British Museum, die er mit seinen Kräften aufspüren und knacken soll,  ist der sogenannte Schicksalsweber versteckt. Dies ist ein legendärer Machtstab, der viel für seinen Besitzer bewirken kann. Und nun kommt Alex so richtig ins Grübeln und Schwitzen und überlegt, was er mit dem Stab anstellen soll, welcher Seite er ihn übergeben soll usw. Und Alex ist mittendrin im Machtzentrum mächtiger Magier, die alle den Schicksalsweber für sich beanspruchen  möchten …

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Der kleine Teeladen zum Glück

Manuela Inusa erzählt in ihrem Buch „Der kleine Teeladen zum Glück“ gefühlvoll von einem kleinen, bezaubernden Teeladen in einer romantischen Straße namens Valerie Lane in  Oxford. Dort finden sich noch traditionelle Ladengeschäfte mit sympathischen und liebevollen Ladenbesitzerinnen, die gerne helfen und sich sozial engagieren. Eine davon ist Laurie, die Inhaberin des bezaubernden Teeladens „Laurie´s Tea Corner“.  In der Valerie Lane gibt es noch die Geschäfte von Lauries Freundinnen: Keira’s Chocolates, Ruby’s Antiques, Susan’s Wool Paradies und Orchid’s Gift Shop.
Die fünf Frauen kümmern sich auch um die bedürftigen Menschen in der Valerie Lane.  Laurie ist glücklich mit ihrem kleinen, romantischen Teeladen. Sie ist jedoch sehr in ihren Teelieferanten Barry verliebt und versucht im Laufe der Geschichte, mit der Hilfe ihrer Freundinnen, dessen Herz zu gewinnen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen kümmert sich Laurie um einen ältere Dame, die in der Einkaufsstraße lebt und sehr einsam ist.

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Die Dunkelmagierin

 

Ein magisches und vielversprechendes Buch hat Arthur Philipp (Pseudonym eines deutschen Kabarettisten und Autors) mit „Die Dunkelmagierin“ geschrieben.

Vor Urzeiten kontrollierten sich die Zauberer von Utor die Magie des Landes. Die Zauberer wurden stärker und stärker, das Land selbst zerbrach fast daran. Hunger, Armut und Krankheit waren die Folge – wie immer wenn Macht missbraucht wird.

 

 

 

 

Das mutige Waldmädchen Feja wurde  in diese Welt hinein geboren und sie spürt die Magie in sich aufsteigen, kann sie jedoch nicht benutzen, da sie nicht weiß wie. Eigentlich ist sie auf der Suche nach ihrem Vater und ihrem Onkel, doch auf ihrer Reise trifft sie auf die grauen Magier und sie beschließt, deren Orden beizutreten und dort Magie zu lernen. Doch die Zauberer der Macht haben eine ganz andere Aufgabe für sie im Sinn.

 

„Die Dunkelmagierin“ liest sich flüssig, der Autor benutzt nicht allzu lange Sätze, das Buch beginnt ganz gemächlich … Das Cover und die Aufmachung des Buches fand ich sehr magisch und bezaubernd, das Cover passt hervorragend zum düster magischen Inhalt. Besonders gut haben mir die Landkarten im Inneren der beiden Umschlagseiten vorne und hinten gefallen. Im hinteren Teil findet man auch die wichtigsten Personen, falls man doch mal den Überblick verloren hat.

Das Waldmädchen Feja ist eine sehr interessante Heldin, denn sie ist in ihren jungen Jahren schon sehr stark und selbständig. Die Geschichte ist keine leichte Kost, es geht sehr düster zu und es werden viele Intrigen erzählt. Es ist keine Liebesgeschichte ;-).

Fazit: Arthur Philipp ist ein außergewöhnliches Fantasy-Buch gelungen, das zwar düster, aber dennoch spannend ist. Es gibt viele Intrigen und auch Machtspielchen, wer das nicht mag oder zu anstrengend findet, für den ist das Buch definitiv nichts. Für Leser von gehobener Fantasy ein Muss! Ich freue mich schon auf den 2. Teil …

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Ulrike Schweikert: Die Astrologin

Der historische Roman „Die Astrologin“ ist die Fortsetzung von Ulrike Schweikerts Bestseller „Die Hure und die Heilige“, das ich leider nicht gelesen habe. Dennoch bin ich sehr gut und schnell in die Geschichte um Sybilla hineingekommen.

Das Buch beginnt in Leonberg (Württemberg) im Jahre 1620, wo Sybilla mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter lebt. In Europa hat der Dreißigjährige Krieg Einzug gehalten und viele Soldatentruppen und Söldner ziehen durch das ganze Land. Sybilla verdingt sich ihren Lohn als Heilerin und als sie eines Abends einer Gebärenden hilft, erschlagen Landsknechte ihren Mann  und verschleppen ihre achtjährige Tochter Helena. Sybilla ist verzweifelt, verfügt jedoch über die Gabe des Zweiten Gesichtes und so macht sie sich alleine auf die Suche nach Helena und den Landsknechten. Dabei stößt sie auf Wallenstein, der sie bei der Suche unterstützt.

Das historische Meisterwerk ist hervorragend recherchiert und Sybillas Geschichte fügt sich authentisch  in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges ein. Ich war von der ersten Seite an hingerissen von Sybillas unerschütterlicher Stärke und ihrem Mut. Und das Buch ist nie langweilig, verfügt über keine Längen, sondern ist immer so spannend, dass man immer noch ein Stückchen weiterlesen muss.

Fazit: Ein faszinierender, hin- und mitreißender Historienschmöker vom Feinsten, hervorragend recherchiert und sehr spannend zu lesen! Unbedingt empfehlenswert!

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Paula Hawkins: Girl on the Train + Verlosung

girl on a train

Ich muss gestehen, es hat doch etwas gedauert, bis ich in das Buch „Girl on a Train“ von Paula Hawkins hineingefunden habe. Die ersten 100 Seiten sind sehr zäh. Das mag daran liegen, dass die einzelnen Kapitel ähnlich einem Tagebucheintrag aufgebaut sind, mit Namen der jeweiligen Protagonisten sowie der jeweiligen Tageszeit (morgens, abends …). Dieses Hin und Her hat mich anfänglich ziemlich durcheinander gebracht, es war anstrengend zu lesen. Es hat sich angefühlt, wie ein Daumenkino, das jemand anders sehr schnell für mich durchblättert. Etwas nervig war auch, dass Rachel so negativ war, so viel getrunken hat und offensichtlich ihr Leben null im Griff hat … Alleine vom Lesen ist man schon trunken, was sie alles in sich rein bechert – aber es ist ja auch ein englisches Buch 😉 … Dann sind da noch Megan (die am Bahngleis wohnt und in der Nähe von Rachels früherem Haus, in dem nun der Ex-Mann mit seiner neuen Frau wohnt und dem gemeinsamen Kind, das dann und wann von Megan beaufsichtigt wird, Anna (die neue von Rachels Exmann) und Cathy (Rachels seltsame Mitbewohnerin). Ich fand es am Anfang wie gesagt mühselig, zu erkunden, wie alles miteinander zusammenhängt und hätte fast aufgegeben! Das wäre aber ein Fehler gewesen, denn das Buch nimmt erst so richtig ab der zweiten Hälfte an Fahrt auf, plötzlich kommen die Zusammenhänge … Dann wird es auch spannend. Dennoch hat mich das Buch nicht so recht überzeugen können, was wohl an dem so tröge dahinplätschernden ersten Seiten lag, ein tolles Buch ist eben ab der ersten Seite teil und nicht erst ab der zweiten Hälfte (in der ersten Hälfte hätte man einige auch weglassen können, so uninteressant war das … )

Fazit: Für Leser, die gerne jedes gehypte Buch lesen möchten, aber nichts für gestandene Vielleser, die schon viele tolle Bücher gelesen haben. Aber macht euch selbst ein Bild, hier bei mir könnt ihr ein „unverkäufliches Rezensionsexemplar“ gewinnen!!!! Die Filmrechte sind auch schon verkauft – bin gespannt, wie das Buch filmisch umgesetzt wird!

 

****Achtung – Verlosung******

Wer schreibt mir als Erster, um mein Rezensionsexemplar (Herzlichen Dank für die Zusendung, lieber Herr Rothfuss!) des Buches „Girls on a Train“ zu gewinnen? An die Tasten fertig los: tina.mueller@buchnotizen.de

****Achtung – Verlosung******

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Vom Feinsten: Das Buch der Nacht von Deborah Harkness

Das Buch der NachtLange ersehnt, endlich schon zweimal gelesen (und die ersten beiden Bände auch nochmal), nun ist es vorbei – leider! „Das Buch der Nacht“ von Deborah Harkness (erschienen im Blanvalet Verlag) hat mich in den letzten Tagen sehr in Beschlag genommen, ich habe es mehr als genossen, es zu lesen!

Was für ein furioses und spannendes Ende für die beiden Liebenden Diana und Matthew – Hexe und Vampir. Klar werden jetzt meine männlichen Weblog-Leser mit einem Augenzwinkern denken – wie romantisch und wie unrealistisch! Ist es aber in meinen weiblichen Augen gar nicht!

Es ist ein klasse Historien-Fantasy-Schmöker vom Feinsten!

Die Geschichte: Diana und Matthew sind von ihrer Zeitreise zurückgekehrt und Diana ist mit Zwillingen schwanger. Alle fragen sich nun, wie das gehen konnte, denn Vampire könne sich nicht biologisch fortpflanzen … Matthew und Co. versuchen die genologische Wunder wissenschaftlich zu untersuche … In der Jetztzeit schlägt das Böse in Form von Matthews Sohn Benjamin voll zu, dieser möchte Diana in seine Gewalt bekommen, sich auch biologisch fortpflanzen und die Familie, bestehend aus Hexen und Vampiren müssen sich gemeinsam formieren. Dann gilt es ja noch das Buch des Lebens „Ashmole 782“ zu finden … Die Zeit läuft gegen die beiden, denn die Entbindung der Zwillinge steht unmittelbar bevor, auch das Rätsel um den Blutrausch ist noch nicht gelöst … Spannend bis zum Schluss ist Deborah Harkness eine tolle, sehr unterhaltsame und spannende Geschichte und ein toller Abschluß der Trilogie gelungen – leider ;-(.

Fazit: Für Fans von guter, historischer Fantasyliteratur, für Hexeninteressierte und noch nicht Vampir-gesättigte Vielleser und für alle anderen gilt: Unbedingt kaufen – lesen und zahlreich weiter verschenken 😉 …!! Dieses Buch und auch die beiden Vorbände sollten in keinem gut sortierten Bücherregal fehlen 😉 – auch nach mehrmaligen Lesen tun sich doch noch die einen oder anderen neuen Aspekte auf, man liest ja nie eine Geschichte gleich – hängt ja auch von der persönlichen Stimmung ab … Ich freue mich auf das nächste Buch von Deborah Harkness – ich liebe ihren Schreibstil, er ist flüssig, spannend und schlüssig!

Ab heute druckfrisch in den Buchläden!

Für die Unschlüssigen unter euch: Auf der Verlagswebseite gibt es eine Leseprobe!

 

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