Das Gehirn meiner Großmutter

gehirn meiner großmutterTanya Byron, klinische Psychologin, erzählt in ihrem Buch „Das Gehirn meiner Großmutter“ anhand von Fallbeispielen ihre Beweggründe Psychologin geworden zu sein. Sie durchläuft verschiedene Abteilungen auf dem Weg zur klinischen Psychologin und trifft sehr interessante, aber auch gefährliche Patienten. Sie arbeitet mit Magersüchtigen, AIDS-Kranken, Demenzkranken etc.

Die Fallbeispiele sind keine hunderprozentig wahren und erlebten Geschichten, sondern vielmehr eigens für dieses Buch entwickelte Geschichten, die mit wahren Personen so passiert sind, aber nicht genauso, wie in dem Buch, das wäre auch alles sehr übertrieben in der Wirklichkeit …  Tanja Byron hat mit vielen verschiedenen Patienten zusammen gearbeitet, sie in vielen Therapiesitzungen begleiten dürfen.

Das Cover irritiert etwas und verleitet den Leser, etwas anderes zu erwarten, das hat mich etwas gestört. Der Inhalt ist leicht übertrieben, wie ich finde.

Fazit: Insgesamt hat mir das Buch ganz gut gefallen, da es die verschiedenen Arbeitsbereiche einer klinischen Psychologin zeigt. Jedoch fand ich einige der Fallbespiele – so interessant sie auch waren –  schon sehr unglaubwürdig und übertrieben. Tanja Byron schreibt flüssig und hält den Leser so bei der Stange …

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Ein Buchladen zum Verlieben

buchladen zum verlieben„Ein Buchladen zum Verlieben“ heißt Katarinas Bivalds erstes Buch. Es ist eine Geschichte einer schwedischen, arbeitslosen Buchhändlerin namens Sara (28), die ihre Brieffreundin Amy (65) in den USA besucht. Als sie jedoch in Broken Wheel, das mitten im tiefsten Iowa liegt,  eintrifft, ist Amy tot und die Dorfgemeinschaft nimmt sich Sara an. Sie wohnt in Amys Haus, liest Amys Bücher und beschließt dort einen Buchladen der etwas anderen Art zu eröffnen – mit Amys Büchern.

Der Ort Broken Wheel ist nicht groß, die Herzen der Menschen sitzen jedoch am rechten Fleck – es ist eine eingeschworene Gemeinschaft und es gibt die eine oder andere witzige Szene …

Enttäuscht hat mich lediglich das Ende, das hätte ich mir etwas herzlicher und romantischer gewünscht, es ist schwedisch sachlich … Aber sicher können schwedische Autoren auch bessere Krimis schreiben 😉 …  Die Geschichte hätte bei den Büchern, die so sehr von Sara und auch von Amy geschätzt werden, etwas ausführlicher sein sollen und auch der angekündigte Mr. Darcy entsprach so gar nicht meinen Vorstellungen von einem Mr. Darcy! Wer lieber Romantik liest, der sollte den Original Mr. Darcy lesen ;-)!

„Ein Buchladen zum Verlieben“ ist dennoch durchaus lesenswert, wenn man selbst eine gewisse Begeisterung für Bücher hegt, für mich war es quasi Pflichtlektüre ;-).

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Buch des Monats: Wo steckst du, Bernadette?

wo steckst du bernadetteIch habe das tolle Taschenbuch „Wo steckst du, Bernadette? von Maria Semple (erschienen im btb Verlag) in einem Rutsch gelesen … Geschickt bekam ich es im Rahmen einer Leserunde bei wasliestdu.de. Herzlichen Dank noch einmal von Herzen an dieser Stelle für dieses zauberhafte Buch.

Das Cover zeigt die absolut liebenswerte Bernadette, einst gefeierte Star-Architektin, Mutter einer 15-jährigen Tochter und Frau eines Techie-Stars, der bei Microsoft in Seattle arbeitet. Die drei wohnen in einem ehemaligen Mädchen-Zucht-und-Ordnung-Instititut, in das es dann und wann auch einmal reinregnet … Bernadette ist scheu, geht nicht gerne nach draußen und kümmert sich liebevoll um ihre Tochter. Die anderen Mütter – allen voran ihre Nachbarin Audrey – meiden sie weitgehend, halten sie für verschroben. Dann überschlagen sich die Ereignisse und Bernadette verschwindet spurlos. Mehr möchte ich nicht verraten, denn das Buch ist absolut lesenswert, es ist bezaubernd der schrulligen Bernadette Wort für Wort zu folgen, sie ist mir so ans Herz gewaschsen während des Lesens und ich habe so oft lachen müssen, dass ich etwas traurig war, als die Geschichte zu Ende war … Schade!

Die Geschichte wird von Bernadettes Tochter Bee, die eigentlich Balakrishna heißt, in Form von E-Mails, Briefen, Faxe etc. erzählt. Es ist eine supertolle, herzerwärmende, lustige, zauberhafte Geschichte, die ich euch sehr ans Herz legen möchte …

Fazit: Kaufen! Lesen! Darin versinken! Sich freuen – mitfiebern – lachen und sich von der wundervollen Bernadette bezaubern lassen! Das Buch soll übrigens auch verfilmt werden (könnte mir Sandra Bullock gut als Bernadette vorstellen oder Michelle Pfeiffer!)! Für mich das Leseereignis in diesem Januar – also: Voila – das Buch des Monats!

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Endlich durchgequält: Reinkarnation ist nichts für Feiglinge

Reinkarnation ist nichts für FeiglingeEndlich habe ich es durch: Selten habe ich mich so auf das Ende eines Buches gefreut, aber nicht weil ich dem Schluss mit Spannung entgegensehe – nein weil ich mich durch diese langweilige Geschichte mit den nichtssagenden, nervigen Protagonisten regelrecht gequält habe. Dabei ist das Thema doch an sich eine spannende Sache für einen Roman (wer etwas lustiges dazu lesen möchte, dem sei das Buch „Mieses Karma“ empfohlen, dessen Cover mich an das von diesem erinnert hat). Wirklich schade! Sorry lieber BTB-Verlag und herzlichen Dank für das Freiexemplar zur Leserunde bei wasliestdu.de. Weiterlesen