Das Gehirn meiner Großmutter

gehirn meiner großmutterTanya Byron, klinische Psychologin, erzählt in ihrem Buch „Das Gehirn meiner Großmutter“ anhand von Fallbeispielen ihre Beweggründe Psychologin geworden zu sein. Sie durchläuft verschiedene Abteilungen auf dem Weg zur klinischen Psychologin und trifft sehr interessante, aber auch gefährliche Patienten. Sie arbeitet mit Magersüchtigen, AIDS-Kranken, Demenzkranken etc.

Die Fallbeispiele sind keine hunderprozentig wahren und erlebten Geschichten, sondern vielmehr eigens für dieses Buch entwickelte Geschichten, die mit wahren Personen so passiert sind, aber nicht genauso, wie in dem Buch, das wäre auch alles sehr übertrieben in der Wirklichkeit …  Tanja Byron hat mit vielen verschiedenen Patienten zusammen gearbeitet, sie in vielen Therapiesitzungen begleiten dürfen.

Das Cover irritiert etwas und verleitet den Leser, etwas anderes zu erwarten, das hat mich etwas gestört. Der Inhalt ist leicht übertrieben, wie ich finde.

Fazit: Insgesamt hat mir das Buch ganz gut gefallen, da es die verschiedenen Arbeitsbereiche einer klinischen Psychologin zeigt. Jedoch fand ich einige der Fallbespiele – so interessant sie auch waren –  schon sehr unglaubwürdig und übertrieben. Tanja Byron schreibt flüssig und hält den Leser so bei der Stange …

Das schreibt der btb Verlag:

Eine faszinierende Reise an die brüchige Grenze
zwischen Normalität und Wahnsinn.»Mein Interesse am Gehirn wurde geweckt, als ich die Frontallappen meiner Großmutter auf dem Fußboden ihres Wohnzimmers verspritzt sah.« Tanya Byron, heute renommierte Professorin für Klinische Psychologie, war 15, als ihre Großmutter von einer heroinabhängigen schwangeren jungen Frau erschlagen wurde. Das Bild der Sterbenden hat sich der Enkelin für immer eingebrannt. Mit 20 begann Tanya Byron 1989 ihre Ausbildung zur klinischen Psychologin – weil sie verstehen wollte. Sie arbeitete mit Kindern, die sich selbst oder anderen Unfassbares zuleide taten, mit Familien, die so dunkle Geheimnisse hüteten, dass es fast unerträglich schien, darüber nachzudenken, mit Menschen, die mit Drogenabhängigkeit oder Suizidabsichten zu kämpfen hatten.

Ihre brillant erzählten Fallgeschichten aus ihren Anfangsjahren als Psychologin führen uns an die Grenze zwischen Normalität und Wahnsinn – und lassen uns begreifen, dass sie nicht existiert. Die verletzlichsten Menschen können Kraft geben, wer stabil erscheint kann eine zerrüttete Innenwelt verbergen.

Über die Autorin:

Tanya Byron ist Professorin für klinische Psychologie und arbeitet seit über zwanzig Jahren mit Kindern und Jugendlichen. In Großbritannien ist sie als Kolumnistin und Expertin regelmäßig in Rundfunk und Fernsehen präsent. In der BBC hat sie drei eigene Ratgebersendungen und schreibt für The Times und mehrere BBC-Radiosendungen. Außerdem berät sie nationale und internationale Organisationen, die mit Kindern, Jugendlichen und Familien zu den Themen psychischer Gesundheit und Erziehung arbeiten, und ist Kanzlerin der Edge Hill University.

Buchinformationen:

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: btb Verlag, erschienen am  31. August 2015
  • Preis: 19,99 Euro
  • ISBN-13: 978-3442754809
  • Originaltitel: The Skeleton Cupboard