Good Night Stories for Rebel Girls

Es ist das erfolgreichste Buchprojekt in der Geschichte des Crowdfunding: Für „Good Night Stories for Rebel Girls“ sammelten die beiden Autorinnen  Elena Favilli und Francesca Cavallo über eine Million US-Dollar ein. Nun ist das famose, mutige und rebellische 😉 Buch auch in Deutschland erschienen (ich verfolge das Projekt schon eine ganze Weile).

In diesem wunderbaren und wichtigen Buch können wir 100 Geschichten von mutigen und berühmten Frauen lesen, die mit einem Herzen voller Vertrauen Kräfte entwickeln konnten, um ihrem Traum, ihrer Aufgabe zu folgen. Diese mutigen Pionierinnen wie z. B. Ada Lovelace, Astrid Lindgren, Jane Austen, Marie Curie, Sophie Scholl u.v.m. möchten mit ihren Geschichten Mädchen und auch Frauen mutig inspirieren, ihren Träumen zu folgen und auch zeigen, dass Schönheit in allen Formen und Farben und in jedem Alter zum Ausdruck kommen kann.

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Die Kunst des Fragens

Kennt ihr das auch? In der Kommunikation mit anderen fällt mir immer wieder auf, dass viele Gesprächspartner sehr gerne von sich sprechen. Und sehr oft habe ich das Gefühl, dass mir nicht wirklich zugehört wird. So ist es offensichtlich heute Usus, dass wenn man etwas erzählt, der andere etwas von sich erwidert. Und ich frage mich dann innerlich: Hat mir der andere eigentlich zugehört oder möchte er nur seine Sachen loswerden – egal an wen? Das Zuhören ist eine hohe Kunst, sie setzt sehr viel voraus z. B. Empathie (hier mangelt es wahrlich vielen Menschen), Zeit, Ruhe, Konzentration auf den Gesprächspartner, natürlich auch ein gewisses Feingefühl und ein offenes Ohr ;-). Experten sprechen auch gerne von der Heilkraft des Zuhörens. Doch auch Fragen können eine heilsame Wirkung haben – eine gewisse Magie. Und: „Wer fragt, der führt“ heißt es doch immer schön. Und wie lernt man nun, Fragen bewusst und achtsam einzusetzen? Nun ein erster Schritt ist das fabelhafte und äußerst kompakte Buch „Die Kunst des Fragens“ von Anne Brunner zu lesen ;-).

Darin können wir lesen, dass es verschiedene Arten gibt, Fragen zu stellen. Und dass man dabei sehr viele Fehler machen kann z. B. wenn man jemand stakkatomäßig nur ausfragt. Denn Ausfragen hat so etwas von Machtinstrumententum, es macht den Befragten unfrei und missbraucht. Wer hingegen einfühlsame Fragen stellt, bei denen der Andere das Gefühl hat, dass man sich in ihn hineindenkt und Anteil an seiner Person nimmt, der kann sehr viel für eine bereichernde Kommunikation tun. Er interessiert sich für sein Gegenüber und begleitet den Erzählenden in seinem Denken. So entsteht dann ein wahrhaftiger, ein echter Dialog, der beiden Seiten sehr viel geben kann.

Anne Brunner stellt die verschiedenen Frageformen vor und zeigt auch Fragen auf, die man in normalen Gesprächen lieber nicht stellt. Es werden zudem auch Fragen vorgestellt, die man in verschiedenen Anlässen gut einfließen kann, so z. B. um die Kreativität zu fördern, Meetings zu leiten, Teams wertschätzend zu begleiten oder Probleme zu lösen. Es werden auch Fragen aufgezeigt, die helfen, eine lernende Gruppe zu motivieren. Und natürlich fehlen auch nicht die Fragen, die wir an uns selbst richten können zur Selbstreflektion. Viele Grafiken, Beispiele, Übungen und Tipps runden das kompakte und nur 121 Seiten umfassende Büchlein wundervoll ab. Zum Download stehen zudem Quizfragen mit Lösungen bereit.

Fazit: Ein herrliches, kleines, feines und sehr empfehlenswertes Buch, um sich in der Kunst des Fragen zu üben und zu schulen!

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Wunder

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Mit „Wunder“ ist der Autorin Raquel J. Palacio in der Tat ein sehr großes und kraftvolles Wunder in Buchform gelungen. Ich konnte mit dem Lesen einfach nicht mehr aufhören und las es in einem Rutsch, so dass ich es noch vor meinem Sommerurlaub hier besprechen darf!

In der Geschichte geht es um den zehnjährigen August – auch Auggie – genannt, einen Jungen, der aufgrund eine Gendefekts ein missgestaltetes Gesicht hat. Viele Menschen sind entsetzt, wenn sie ihn das erste Mal sehen, sie verhalten sich ihm gegenüber ablehnend und nicht sonderlich nett. Seine Familie ist sehr liebevoll mit ihm und ein großer Halt für ihn. Bisher hat ihn seine Mutter unterrichtet, doch nun soll August auf eine Privatschule in Manhattan gehen.  Nun muss er sich mit den normalen Sorgen eines jeden Fünftklässlers herumärgern, nur dass er sich eben nicht so ganz „normal“ fühlt, wie seine Mitschüler.

Erster Satz:

„Ich weiß, dass ich kein normales zehnjähriges Kind bin.“

Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln, mal von August, mal von seiner Schwester Olivia – liebevoll Via genannt, mal vom Freund seiner Schwester- Justin, deren Freundin Miranda und Augusts neuen Freunden Summer und Jack.

Doch in dem Buch geht es um viel mehr. Schon lange habe ich kein Buch mit solch kraftvoller, tiefgehender und intensiver Emotionalität wie dieses gelesen. Es geht um Freundschaft, um Vorurteile, um Ängste, Erfolge, Liebe, Solidarität und auch um das Erwachsene-werden an sich. Das Buch ist so liebevoll und rund geschrieben, dass man es gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Auch die Zitate im Buch sind sehr intensiv und wirken – ebenso wie die Geschichte – noch sehr lange nach!

Fazit: Ein Wahnsinnsbuch, stark, intensiv, liebevoll, nachdenklich, tiefgehend und noch so vieles mehr. Unbedingt lesen und zahlreich verschenken – am besten an Fünftklässler! Dieses Buch sollte in jeder weiterführenden Pflichtlektüre sein!

PS: Wer gar nicht genug bekommen kann von diesem Buch, der kann noch Zusatzkapitel kaufen – allerdings nur im E-Format! Weitere Infos gibt es hier.

 

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Die allernormalsten Tiere der Welt

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Die beiden Autorinnen Bibi Dumon Tak und Fleur van der Weel haben mit „Mücke, Maus und Maulwurf – die allernormalsten Tiere der Welt“ ein sehr witzig geschriebenes und wundervoll illustriertes Buch geschrieben. Gewidmet den allernormalsten Tieren der Welt wie z. B. Kellerasseln, Ratten, Heringe, Regenwürmer und so weiter. Alle diese „normalen“ Tiere haben unglaubliche Tricks auf Lager oder sind sonst in irgendeiner Form kurios. Bibi Dumon Tak hat interessante Fakten mit witzigen Geschichten über scheinbar vollkommen normale Tiere zusammengetragen.

So kann der Turmfalke zum Beispiel Mäuse anhand ihrer Pipispuren sehen, denn er kann ultraviolettes Licht sehen, weil das UV-Licht in der Sonnenstrahlung vom Mäuse-Urin reflektiert wird. Unglaublich, oder?

„In diesem Buch findest du Tiere, die so normal sind, dass die meisten Menschen gar keine Lust haben, sie sich genauer anzusehen. Die kennen wir doch schon!, sagen sie dann. Aber stimmt das? Nein, natürlich nicht. Unter den allernormalsten Fellen, Schuppen und Federn in diesem Buch verbergen sich die verrücktesten Tiere: von außen ganz alltäglich, von innen außerordentlich raffiniert.“

Fazit: Ein superwitziges, zauberhaft illustriertes Kinderbuch über Tiere, die wir zwar kennen, weil wir sie oft sehen, von denen wir aber sehr wenig wissen. Für Kinder und Eltern ein superlustiges und doch etwas anderes Tierbuch mit kuriosen Geschichten zum Angeben ;-), lustig sein und weitererzählen. Sehr empfehlenswert, ein Lichtblick in jedem Bücherregal!

 

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Kreativcode: Die sieben Schlüssel für persönliche und berufliche Kreativität

kreativcodeEines Tages brachte mir die Post das Büchlein „Der Kreativcode: Die sieben Schlüssel für persönliche und berufliche Kreativität“ mit einem netten Briefchen von Sascha Friesike, dem Mitautor des Kreativcode.  Ich habe mich sehr darüber gefreut und mich gleich per E-Mail bei Herrn Friesike bedankt.

Immer wieder nahm ich das wundervoll gestaltete Buch in die Hand – das Cover sieht sehr ansprechend aus und auch die Illustrationen im Buch – gestaltet übrigens von der überaus talentierten und sicher zauberhaften Constanze Feige – sind alleine schon ein Augenschmaus, der bei mir die Lust schürte, auch zu zeichnen zu beginnen oder irgendwelche Skizzen zu erstellen ;-). Also der Kreativcode lief schon im Hintergrund mit, wie beim Download auf einer Festplatte – in diesem Falle meiner!

Der Inhalt ist auch nicht ohne und so war ich – schupps – in das zarte Büchlein vertieft. Verwundert las ich die mir unbekannten Zitate (und ich habe wirklich schon viele Bücher mit gefühlten Millionen von den immer gleichen und in der Business- und Coachingliteratur üblichen Powerzitate) gelesen. Erstaunt las ich die wenigen Seiten durch und legte das Buch zur Seite. Nach ein paar Tagen habe ich es nochmals gelesen. Das Buch ist in seiner Art einzigartig. Man lernt, einen neuen und übergeordneten Blick – sprich Persepektivenwechsel – auf so manch ein Problem zu werfen. Dabei schreiben die Autoren sehr verständlich, frisch und sehr lesenswert und bringen viele Denkanstöße hervor, über die ich immer etwas sinnieren durfte … Die beiden Autoren bedienen sich dabei aus vielen verschiedenen Richtungen: Neben Erkenntnissen aus der Wissenschaft, liest man auch interessante literarische und philosophische Gedanken und auch vieles über die menschliche Kreativität.

Lieber Herr Friesike, herzlichen Dank für diesen Lese-Genuss – ästhetisch wie auch inhaltlich!

Fazit: Ein sehr empfehlenswertes, lesenswertes, zum Denken aufforderndes Buch … Es wird bei jedem Leser für etwas Unruhe sorgen, weil man all sein Denken und Handeln kreativ und aus anderen Perspektiven betrachten wird – zum Vorteil für jeden Leser! Ein tolles Buch, ein tolles Weihnachtsgeschenk, das auch noch schön aussieht – Top-Inhalt und Top-Design! Für mich das Kreativbuch des Jahres 2015! Solopreneure aufgepasst und das Buch unbedingt kaufen!

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Gelesen: Das wilde Buch

Das wilde Buch
http://www.hanser-literaturverlage.de/buch/das-wilde-buch/978-3-446-24639-3/

Welch Freude, welche Zauber, welche Phantasie – was ist es doch für ein großes Glück, solche Bücher lesen zu dürfen!

„Das wilde Buch“ von Juan Villoro, erschienen im Hanser Verlag ist wundervoll zu lesen. Das Cover ist toll und passend, die Buchseiten sind auch witzig gestaltet – ein tolles Design, das wunderbar zum Inhalt passend- ein großes Kompliment an die Grafiker!

Der 13-jährige Juan (ja welch Zufall, der Autor heißt auch so 😉 ) verbringt den Sommer bei seinem verschrobenen, bücherliebenden Onkel Tito, der eine gigantische Bibliothek in seinem Haus hütet. Tito lebt allein und um so überraschter ist Juan, als sein Onkel ihn bittet, das wilde Buch, ein rebellisches Buch zu finden. Dieses Buch widersetzt sich dem Gelesen-werden und konnte bisher noch von niemanden gefunden werden. Juans Abenteuergeist ist geweckt: Gemeinsam mit der Tochter des Apothekers macht er sich auf die Suche nach dem wilden Buch und entdeckt viele sonderbare, lesenswerte Bücher, nur das gesuchte wilde Buch nicht …

Es ist eine magische, wunderschön geschriebene Geschichte, die Juan Villoro da geschrieben hat. Das Buch wird nie langweilig, man ist immer dabei, fiebert mit und ist überrascht, wie lebendig Bücher doch sein können. Es ist ein Buch über die Liebe zum Lesen und die Macht der Bücher …

Fazit: Unbedingt kaufen, lesen und zahlreich verschenken – ein zauberhaft magisches Buch für alle Buchverrückten, Vielleser, Schmökertanten 😉 wie mich …

Auf Bitte des Hanser Verlages hier noch ein Hinweis zum Kauf des Buches:

„Erhältlich im Buchhandel vor Ort“

In meinem Fall wäre das die wundervolle, kleine, feine Buchhandlung Lesekatze 😉 …

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And the Winner is: Literatur-Nobelpreis geht an …

…den Franzosen Patrick Modiano …. nie gehört, nie gelesen … Aber Stockholm ist ja immer für Überraschungen gut 😉 …

 

Spiegel online schreibt:

Modiano zählt zu den bedeutendsten französischen Schriftstellern der Gegenwart. Sein Werk, schmale Romane in einer klaren, sparsamen Sprache, erscheint in Deutschland im Hanser Verlag. Zuletzt erschienen dort „Place de l’Étoile“ (2010), „Im Café der verlorenen Jugend“ (2012) und „Der Horizont“ (2013).