Mieses Karma Hoch 2

41hySAF-i0LIn „Mieses Karma Hoch 2“ von David Safier lebt die erfolglose Schauspielerin Daisy Becker lebt in ihrem WG-Zimmer gerne in den Tag hinein. Da bekommt sie eine riesige Chance in einem tollen Film mitzuwirken – und vermasselt sie. Sie hätte an der Seite des berühmten und begehrten Hollywood-Schauspielers Marc Barton aushilfsweise eine Rolle in dem neuen James Bond-Film übernehmen sollen. Über einige skurrile und dramatische Umwege geschieht ein schreckliches Unglück: Daisy und Marc sterben bei einem Autounfall und werden aufgrund ihres miesen Karmas als Ameisen wieder geboren. Sie raufen sich mehr oder weniger zusammen – herrlich untermalt mit spitzen Wortgefechten, um eine Beziehung zwischen Daisys großer Liebe Jannis (den sie zu Lebzeiten nicht zu würdigen wusste) und Marcs Ehefrau Nicole zu verhindern. Dies ist, wie man sich vorstellen kann, nicht sonderlich einfach, weil sich die beiden nicht ausstehen können.

Beim Lesen beschlichen mich immer wieder leise Bedenken, ob ein zweiter Teil zum Thema Mieses Karma gutgehen kann und dass „Mieses Karma Hoch 2“ kein so großes Lesevergnügen werden könnte. Dem war aber nicht ganz so. Lediglich der Schluss hat mich etwas enttäuscht, hier hätte ich gerne noch etwas mehr gelesen, so abrupt und irgendwie unrealistisch aufgrund der bisherigen Geschichte endete das Buch.

Fazit: Wer „Mieses Karma“ mochte, wird auch den zweiten Teil mögen … alles in allem eine solide Fortsetzung, ganz nette Lektüre, aber keines der Bücher, die ich ein zweites Mal lesen werde!

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Shelly King: Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

shelly king

Shelly King´s Roman „Mr Lawrence, mein Fahrrad und ich“ fiel mir als erstes aufgrund des wunderschön gestalteten Covers auf. Das Buch für Bücherfreunde schürt die Lust auf das gute alte Medium Buch. Die Geschichte um Maggie, der Protagonistin, entwickelt sich deshalb auch sehr gemächlich. Dieser Fakt kann für ungeduldige Menschen möglicherweise schon das Zurseitelegen des Buches bedeuten. Die weiteren Protagonisten des Romans werden vorgestellt, wie z. B. Dizzy, Maggies bester Freund und Hugo, ihr Vermieter und Besitzer des kuriosen Buchladens Dragonfly. Die Geschichte tröpfelt weiter sehr gemächlich dahin, manchmal hat mich Maggie mit ihrer unsäglichen Trägheit sehr genervt, dennoch las ich weiter, weil man als Leser doch wissen möchte, wie die Geschichte sich weiterentwickelt und auch aus geht.

Der zentrale Handlungsort des Buches ist Dragonfly, die Buchhandlung für gebrauchte Bücher, die aber weniger auf Profit und Umsatz aus, als vielmehr ein Treffpunkt für skurrile Menschen zu sein scheint. Am liebsten würde man selbst einmal Dragonfly einen Besuch abstatten und in den Regalen und Kisten herumwühlen. Zum Ende hin überschlagen sich plötzlich die Ereignisse und alle noch nicht beantworteten Fragen wurden weitgehend beantwortet. Nur vom Ende hatte ich mir etwas mehr erwartet, plötzlich ist die Geschichte aus und man hängt noch etwas in der Luft als Leser …  So ganz überzeugt und befriedigt  hat mich das Buch letztlich dann nicht vollständig.

Fazit: Eine ganz nette Geschichte für Buchliebhaber! Nicht aber für den anspruchsvollen und/oder ungeduldigen Leser!

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