In Kalabrien

Ihr kennt doch sicher den wunderbaren Kinofilm „Das letzte Einhorn“, oder? Der Autor dieser famosen und herzerwärmenden Geschichte hat jetzt mit „In Kalabrien“ eine neue Einhorn-Geschichte in die Jetzt-Zeit verlegt. Und das ist ihm meiner Meinung nach grandios gelungen!

Claudio Bianchi, ein 47-jähriger Bauer, lebt schon lange sehr zurückgezogen mit seinen Tieren in Kalabrien. Er hat einen sehr eigenwilligen Ziegenbock, drei Katzen, natürlich einen Hund und einige Kühe. Claudio schreibt sehr gerne Gedichte und außer dem Postboten hat er kaum Menschenkontakt. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als er eines Tages ein weibliches Einhorn auf seinem Grundstück findet.  Ja genau, ein Einhorn! Ein Fabelwesen! Ab sofort ist in Claudios Leben nichts mehr wie es war und das Einhorn sorgt wahrlich für ordentlich Trubel und Aufregung in seinem Leben, vor allen ab dem Zeitpunkt, wo er sich der Schwester des Postboten offenbart. Er möchte das magische Fabelwesen auf jeden Fall beschützen und keiner Aufregung aussetzen, vor allen Dingen, weil das Einhorn auch noch ein Junges erwartet!!!  Doch lest das Buch unbedingt selbst – es lohnt sich sehr und stimmt auf positive Weise sehr nachdenklich!

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Selbstsicherheit und soziale Kompetenz

Erika Güroff hat mit ihrem Buch „Selbstsicherheit und soziale Kompetenz“ ein Trainingsprogramm mit Basis- und Aufbauübungen geschrieben. Klares Statement: Selbstsicherheit ist erlernbar. Das Training sozialer Kompetenzen zählt zum Basis-Repertoire verhaltenstherapeutischer Maßnahmen. Im ersten Teil des Buches wird erklärt, was Selbstsicherheit und soziale Kompetenz eigentlich ist.  Dabei werden auch Denken und Verhalten sowie Gefühle betrachtet. Danach lesen wir über die Entstehung und Aufrechterhaltung von sozialen Ängsten und Phobien. Zielgruppen des Trainings sind neben Patientinnen auch Personen, die den Umgang mit sich selbst vertiefen möchten und Eltern, die für ihre Kinder ein gutes Vorbild sein möchten.

„Alle Elterntrainings, die es auf dem Markt gibt, zeigen Ihnen, wie Sie mit Ihren Kindern gut umgehen können. Dieses Training will Ihnen zeigen, was Sie Ihren Kindern vorleben können.“ (Seite 21)

Unser Handeln und Denken beeinflussen unsere Gefühle und unsere körperlichen Reaktionen. Es kann gesteuert und verändert werden und somit auch unser Erleben bestimmter Dinge. Doch vielen Menschen fehlt es einfach schwer, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, sie überhaupt erst einmal wahrzunehmen. Man kann nicht nicht fühlen, ebensowenig wie man nicht nicht kommunizieren kann. Ich fand diese Abschnitte über Gefühle, Denken, Handeln und Wahrnehmung sehr anschaulich geschrieben und sehr informativ. Es sind viele Achtsamkeitsübungen im Buch beschrieben wie man sich wieder selbst wieder näher kommen kann.

Fazit: Ein Buch nicht nur für Psychotherapeuten oder Psychologen, sondern auch für Coaches mit Klienten, die Selbstwertprobleme haben. Die beiliegende DVD zeigt eindrucksvoll, dass soziale Kompetenz nicht perfektes Verhalten bedeuten muss.

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Ich und du und Müllers Kuh

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Ariadne von Schirachs Fachbuch „Ich und du und Müllers Kuh – Kleine Charakterkunde für alle, die sich selbst und andere besser verstehen wollen“ macht durchaus Lust, dieses Buch zu kaufen und zu lesen. Das Sachbuch basiert auf den Erkenntnissen der beiden Psychoanalytiker Fritz Riemann und Karl König und gewährt uns einen kleinen Einblick in die Grundcharaktere des Menschen. Riemann und Könige unterscheiden sechs Persönlichkeitsstrukturen: den Narzissten, den Schizoiden, den Depressiven, den Zwanghafte, den Phobiker und den Hysteriker. Zu Beginn des Buches werden die beiden Psychoanalytiker ebenfalls kurz und sehr informativ vorgestellt.

Ariadna von Schirach betrachtet die unterschiedlichen Charaktertypen sehr genau auf den Punkt und beschränkt sich zum Wohle des Lesers und zugunsten der allgemeinen Textverständlichkeit in ihren Ausführungen über die Psychoanalyse auf das Nötigste. Sie betrachtet die Entwicklungspsychologie der Persönlichkeitsstrukturen und zeigt auch die Stärken und Schwächen der einzelnen Grundcharaktere auf.

Es sei angemerkt, dass sich kein Mensch auf dieser Erde zu 100 Prozent in diese Schemen pressen lässt, es  also häufig Mischtypen gibt.

„Jeder Mensch ist ein Kosmos, und keiner ist ganz auslotbar. Dennoch können wir einander verstehen, und zwar umso besser, je genauer wir die eigene Charakterprägung und die unseres Gegenübers erfassen.“

Da wir Menschen aber sehr gerne kategorisieren und strukturieren, um alles besser einordnen und verstehen zu können, ist das Buch dennoch sehr interessant und teilweise auch amüsant zu lesen.

Die Autorin gibt zudem auch noch hilfreiche Umgangstipps mit den einzelnen Persönlichkeitsstilen.

Fazit: Ein sehr strukturiert aufgebautes und hochinteressant zu lesende Buch über menschliche Charaktäre. Sollte ebenso wie die „Grundformen der Angst“ von Fritz Riemann im Buchregal jedes Beraters, Coaches, Therapeuten, Personalmanagers, Manager etc. stehen. Informativ, handlich, praktisch und sehr gut! Auch sehr gut zur Selbstreflektion geeignet ;-)!

 

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Virginia Satir: Selbstwert und Kommunikation

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Virginia Satirs äußerst empfehlenswerter Klassiker „Selbstwert und Kommunikation“ sollte in keinem Buchregal fehlen. Die Amerikanerin Virginia Satir war einer der wichtigsten Begründerinnen der Familientherapie.

In diesem sehr empfehlenswerten Ratgeber werden die wesentlichen Elemente des Zusammenlebens in einer Familie aufgezeigt, es geht um die Selbstwertgefühle aller Familienmitglieder, ihre Kommunikation miteinander und auch wie diese gelingen oder auch misslingen kann. Frau Satir stellt auch die offenen und verdeckten Familienregeln vor. All dies lernt man mit diesem BUch zu erkennen, zu analysieren und zu verändern. Nicht umsonst gilt das Werk als einer der unumstrittenen Klassiker im Bereich der Familientherapie. Virginia Satir liefert auch sehr viele Beispiele aus ihrer langjährigen Beratungspraxis, gibt wichtige Anregungen für Familiengespräche und stellt auch Übungen vor.

Das Buch ist für Fachleute aber auch für den privaten Einsatz innerhalb der Familie sehr empfehlenswert, das beste Buch zum Thema!

Fazit: Unumstrittener Klassiker, um das komplexe System der Familie zu verstehen. Ein Buch, dass sowohl für Praktiker, Berater, Therapeuten aber auch für Menschen, die sich für Familien und ihre komplexen Systematiken und Regeln interessieren – gleichermaßen geeignet ist. Ein Buch, dass man auch sehr gut ohne psychologische Basiskenntnisse sehr gut lesen kann! Erkenne dich selbst und deine Familie mit diesem leicht verständlichen und sehr informativen Klassiker der Familientherapie! Absolut empfehlenswert!

 

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Traumatherapie mit Kindern

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Dorothea Weinberg ist psychologische Psychotherapeutin  mit dem Schwerpunkt Traumatherapie für Kinder. Nach langjähriger Tätigkeit in einem Kinderheim entwickelte sie sehr spezielle Konzepte für akut oder chronisch traumatisierte Kinder, die sie in ihrem Buch „Traumatherapie mit Kindern“ präsentiert.

Dorothea Weinberg legt großen Wert auf eine explizite und genaue Diagnostik in ihrem Buch. Sie stellt auch die für Akutfälle geeignete Methode der „Strukturierten Traumaintervention“ vor und zeigt anhand vieler Fallbeispiele ihre achtsame und sehr einfühlsame Vorgehensweise in der Arbeit mit hochtraumatsierten Kindern mittels der traumabezogenen Spieltherapie auf.

Fazit: Frau Weinberg gibt wertvolle Hinweise und gewährt tiefgehende Einblicke in ihre besondere Art der Arbeit mit traumatisierten Kindern und – was ich sehr mutig fand – sie wirft einen kritischen Blick auf die üblicherweise angewandte Traumatherapie sowie auf den im Falle von Kinderheitstraumen beteiligten Personenkreis und deren Argumenten und üblichen Vorgehensweisen, die nicht immer zum Wohle der Kinder geschehen. Ein starkes, mutiges und wichtiges Buch zur „Reperatur“ von traumatisierten Kindern.

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J.R.R. Tolkien: Briefe vom Weihnachtsmann

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Welch Glück, einen so fantastischen Vater wie J. R. R. Tolkien zu haben: Jedes Jahr zu Weihnachten erhielten die vier Kinder des bezaubernden Herrn Tolkien liebevolle „Briefe vom Weihnachtsmann„.

Ich liebe die Bücher von J. R. R. Tolkien sehr, diese phantastische Welt mit den wundervollen Charakteren und die verschiedenen „Völker“, die gemeinsam für das Gute kämpfen, die wundervollen Landschaften, Namen und Bezeichnungen – ein Wunderwerk der Phantasie und Sprache.

Die „Briefe vom Weihnachtsmann“ stellen die Originalbriefe von Tolkien an seine Kinder vor. Mit zitternder Handschrift schrieb der Weihnachtsmann an Tolkiens Kinder und schickte viele zauberhafte und mysthisch angehauchte Zeichnungen mit – wundervoll anzusehen. Der Weihnachtsmann erzählte von seinem Haus und seinen Freunden, von vielen lustigen und aufregenden Dingen, die sich bei ihm am Nordpol ereigneten. Über zwanzig Jahre lang schrieb der Weihnachtsmann seine Briefe. Immer dabei waren die legendären Briefmarken der Nordpolpost und auch die Umschläge waren teilweise schneebedeckt – was für ein herrliches Ritual für die Kinder von Tolkien, was für eine zauberhafte Idee in Weihnachtsstimmung zu gelangen … Natürlich wuchs in den Jahren der Haushalt des Weihnachtsmannes, es kamen dazu der legendäre Nordpolarbär, Schneeelben, Rote Wichtel, Schneemänner, Höhlenbären und auch die beiden Neffen des Polarbären Paksu und Valkotukka, die mich etwas an die beiden Hobbits Merry und Pippin aus „Der kleine Hobbit“ erinnern. Und irgendwann bekam der Weihnachtsmann einen Sekretär, ein Elbchen namens Ilbereth … Die Elbchen spielen in den späteren Briefen eine sehr wichtige Rolle, sie helfen dem Weihnachtsmann, sein Haus und seinen Vorratskeller gegen Angriffe der Kobolde, die unter dem Haus wohnen, zu verteidigen. Also auch hier schon etwas „Herr der Ringe“ im kleinen ;-). Die „Briefe vom Weihnachtsmann“ sind in zittriger Handschrift geschrieben, denn am Nordpol ist es kalt. Einige davon kann man im Buch bewundern – welche Zeit und Mühe sich Herr Tolkien dafür genommen, um seinen Kindern eine Freude zu machen!

Ich bin sehr bezaubert, welche große Phantasie in den „Briefen des Weihnachtsmannes“ steckt. Die Zeichnungen sind wundervoll, poetisch, magisch und mystisch … Tolkien war offiziell kein Zeichner, die Bilder beweisen jedoch auch hier ein großes Talent, das Geschriebene perfekt in Bilder umzusetzen, denn die Zeichnungen wirken sehr real und detailliert.

Und dann ist da noch der lustige Polarbär Karhu, der jede Menge Unfug anstellt und der wichtigste Helfer und Gefährte des Weihnachtsmannes ist. Gespannt wartet man beim Lesen, was Karhu im nächsten Brief so alles wieder anstellt ;-).

Der letzte Brief stammt aus dem Jahr 1943, der Krieg tobt und auch im Brief geht es darum, die Menschen nennen dies „grimm“ was soviel bedeutet wie „elend“. Es ist der Abschiedsbrief vom Weihnachtsmann und mir war schon etwas wehmütig zumute. Dabei ist die Kindheit, wenn wir es nicht wollen, doch nie so recht vorbei, wir alle können noch Kinder sein, kindlich sein, tanzen, spielen und lachen. Wer sagt denn, dass Erwachsene keine Kinder mehr sein dürfen ;-)?

Fazit: Dieses famose Buch kann ich wärmstens empfehlen. Es ist ein Buch, dass Kinder und Erwachsene gleichermaßen bezaubert mit Worten und Bildern. Es ist für mich das beste Weihnachtsbuch überhaupt, so eine Magie, ein Zauber und Phantasie ist einmalig. Ein großes Werk eines großen und bezaubernden Schriftstellers. Unbedingt kaufen, lesen und sich jedes Jahr erneut darauf freuen!

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Lösungsorientierte Beratung mit getrennten Eltern: Ein Praxishandbuch

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Das Praxishandbuch „Lösungsorientierte Beratung mit getrennten Eltern“ des Autorenteams Sabine Holdt und Marcus Schönherrr liest sich sehr flüssig. Das liegt nicht zuletzt an den sehr kurzen und äußerst verständlichen Texten. Mir hat besonders die sehr gehaltvolle und in die Praxis integrierbare Kombination des fundierten Praxis-Know-hows und dem fachlichen Wissen der Autoren sehr gut gefallen, so liest sich das Praxisbuch flüssig und sehr informativ zugleich. Ein wichtiges Thema, interessant und verständlich umgesetzt – auf dieses Buch habe ich schon lange gewartet.
Das kurzweilige, fachlich sehr gut formulierte Buch zeigt viele Beispiele sowie konkrete Beratungsprozesse von Eltern auf. Man merkt den Autoren die langjährige Erfahrung an, sie beraten liebevoll und mit Herz in diesem doch sehr schwierigen Bereich der Trennung!

Fazit: Ein wahrlich tolles Praxishandbuch zu einem sehr wichtigen Thema, denn oftmals stehen die Kinder zwischen den getrennten Eltern. Das Buch ist aufgrund der klaren und verständlichen Sprache gleichermaßen für professionelle Berater, Coaches, Therapeuten sowie auch für den interessierten Laien geeignet. Sehr empfehlenswert!

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Was Therapeuten falsch machen

61-mO3YIsTLManchen Patienten geht es nach einer Therapie schlechter als vorher. Einige erscheinen gar nicht mehr zur zweiten Therapiestunde. Die beiden Therapeuten Bernard Schwartz und John v. Flowers beschreiben in ihrem Buch „Was Therapeuten falsch machen – 50 Wege, Ihre Klienten zu vergraulen“ Strategien, um die Abbrecherraten einer Therapiestunden zu reduzieren und bessere Therapieergebnisse zu erreichen.

Sie zeigen z. B. wie Therapeuten scheitern, bevor die Therapie beginnt (z. B. indem man die Stärken, Fähigkeiten und Ressourcen des Klienten ignoriert), wie die Beziehung zwischen Therapeut und Klient zerstört wird (z. B. indem man als Therapeut die Technik wichtiger nimmt als den Beziehungsaufbau), wie man die Zusammenarbeit mit dem Klienten vermeiden kann (z. B. in dem man einseitig über die Ziele der Therapie bestimmt), wie man die Grenzen zwischen Therapeut und Klient falsch setzt (z. B. indem sich der Therapeut mit dem Klienten überidentifiziert) und wie man als Therapeut negative Einstellungen verschlimmern kann (z. B. indem ich den Klienten nicht auf einen Einstellungswandel vorbereite) und vieles mehr.

Fazit: Das toll geschriebene und hochinformative Buch sollte jeder Therapeut, Berater, Coach gelesen haben! Absolut empfehlenswert auch für Patienten und Klienten 😉 … Super Fachbuch und Ratgeber in einem!

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Dissioziationen bei traumatisierten Kinder und Jugendlichen

dissoziation trauma kinder und jugendlicheSandra Wieland hat mit „Dissoziation bei traumatisierten Kindern und Jugendlichen“ ein – trotz der schwierigen Thematik – äußerst lesenswertes und informatives Fachbuch geschrieben.

In sieben Fallgeschichten zeigen die fachlich versierten Autoren die Theorie der Dissoziation bei Kindern und Jugendlichen auf sowie die Herausforderungen die eben bei diesem Thema auftreten.

Hierzu Sandra Wieland im 1. Kapitel:

„Kinder und Säuglinge, die extrem bedrohliche Situationen erleben, sei es Vernachlässigung, körperliche Grenzüberschreitungen oder eine gefährliche Lebensumwelt, versuchen sich zu schützen – sie versuchen, sich von den Geschehnissen fernzuhalten. Physisch können sie zwar nicht weglaufen, aber psychisch können sie es. Dissoziation ist eine Möglichkeit, überfordernde und vor allem sich wiederholende Schrecken zu überleben.“ (Seite 17)

Ich musste beim Lesen schon sehr sehr oft mehrmals kräftig durchschnaufen, das Thema ist keine leichte Kost, wie Sie sich vorstellen können. Möchte man Kinder und auch Jugendlich doch vor allem Bösen bewahren und schützen. Vor allen Dingen, wenn man selbst Kinder hat. Dennoch ist es ein sehr wichtiges Thema. Die Kinder benötigen fachliche Unterstützung durch gut ausgebildete Therapeuten. Dieses Buch – einmalig im deutschen Sprachraum – bietet interessierten Therapeuten einen sehr übersichtlichen, hochinformativen und einem grundlegenden Modell zur Arbeit mit diesen traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Das theoretische Wissen lässt sich sehr gut in der Praxis adaptieren.

Fazit: Ein sehr empfehlenswertes, wichtiges, hochinformatives, praxisnahes Fachbuch für Therapeuten, aber auch für interessierte aller Art. Ein wichtiges Thema für alle in der Beratung und Therapie tätigen Menschen. Ein Grundlagenwerk – einzigartig und Praxisnah. Besser kann ein Fachbuch gar nicht sein.

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Gelesen: Bei schlechten Noten helfen gute Eltern

bei schlechten noten helfen gute elternDieser kluge Ratgeber sollte bei allen Eltern von Schulkindern stets griffbereit im Bücherregal stehen: „Bei schlechten Noten helfen gute Eltern“ von Christoph Eichhorn, erschienen im Klett Cotta Verlag.

Herr Eichhorn vermittelt in seinem klar strukturiertem Ratgeber sehr wirksame Strategien, um seine Kinder zu motivieren und in ihrem täglichen Lernen hilfreich und erfolgreich anzuleiten. Es geht darum, dass Schulkinder einfühlsame und verständnisvolle Eltern brauchen, die jedoch auch klar und deutlich ihre Erwartungen äußern und sie auch liebevoll einfordern. Vergessen darf man dabei auch nicht, dass Kinder auch selber denken können ;-)!

Das ganze seitens der Eltern natürlich nicht in bloßen einseitigen Forderungen formuliert und auch gepackt, sondern Eltern, die mit klugen Fragetechniken ihre Sprößlinge anregen. Dies sind Fragen wie z. B. „Warum glaubst du, könnte die Schule so wichtig sein?“ oder auch welche Vorteile es dem Kind bringen könnte, Hausaufgaben zu machen ;-)? Ja genau, man kommt da ja nicht so einfach mal von selbst drauf, wenn man im alltäglichen Trott und Stress feststeckt … Hinterher schlägt man sich vor die Stirn … Aber wir sind ja alle auf der wunderschönen Erde, um zu lernen und das tun wir unser Leben lang …

Und auch die Lehrer an den Grundschulen erwarten die aktive Mitarbeit der Eltern, auch wenn so manche Lehrer froh sind, gar keine Eltern in der Schule zu sehen (kennen Sie auch diese wundervollen Schilder an Türen der Grundschulen, wo blumig formuliert steht, dass Eltern besser draußen bleiben sollten … ?). Besonders wertvoll ist das Buch für Schulanfänger, es sollte Pflichtlektüre für die Eltern werden. Es bringt rein gar nichts, Leistungsdruck und Stress an die Kinder weiterzugeben, das führt nur zum Gegenteil.

Man sollte sich als Eltern auch als Coach sehen und die Merkmale eines guten Coaches sind in dem Ratgeber auch zu lesen(Seite 78 ff.):

* ein guter Coach kennt sich selbst
* ein guter Coach lernt selbst
* ein guter  Coach ist ein anschauliches Modell
* ein guter Coach hat realistische Erwartungen
* ein guter Coach spürt, wie sich der andere fühlt
* ein guter Coach ermutigt und unterstützt.

Fazit: Genial, motivierend, tolle leicht umsetzbare Tipps und Tricks – ein Must-have für Eltern mit Schulkindern – werden Sie zum Lern- und Motivationscoach Ihres Kindes ;-))!

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