Iris Grace

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Die dreijährige Iris Grace scheint für ihre Eltern unerreichbar zu sein. Selbst auf ihre Mama reagiert sie kaum, wenn diese den Raum betrat, sie blickte nicht auf, sie lächelte und sprach nicht. Die Diagonose: Autismus, also ein Leben ohne echten Kontakt zu ihren Mitmenschen und ihrer Familie.

In ihrem Buch „Iris Grace – Bilder malen tausend Worte. Die Geschichte meiner autistischen Tochter“ beschreibt Arabella Carter-Johnson ihre Verzweiflung.

 

„Zum zwanzigsten Mal legte Iris meine Hand zurück auf das aufgeschlagene Buch; zum zwanzigsten Mal wiederholte ich die Wörter, und sie war für ein Weilchen zufrieden. Langsam senkten sich ihre langen Wimpern auf ihre rosigen Wangen … sie war so nahe am Einschlafen … und dann schlug sie die Augen wieder auf und wirkte so wach wie eh und je.“ (Seite 5)

Und dann später:

„Es war die Unvorhersehbarkeit, die Iris draußen so zu schaffen machte: Kinder quiekten plötzlich oder schrien gar, Autos hupten, Sirenen gingen los, die Leute unterhielten sich oder riefen quer durch den Park nach ihren Freunden oder einem Kind, das sich zu weit entfernt hatte. Und dann natürlich immer und überall die Handys mit all ihren verschiedenen Klingeltönen.“ (Seite 54)

Doch dann entdeckt das Mädchen die Welt der Farben und zeigt ihr außergewöhnliches künstlerisches Talent. Aber erst durch die kleine Katze Thula, die wie durch ein Wunder die Aufmerksamkeit von Iris Grace erweckt, öffnete sich das Mädchen wie nie zuvor. Iris Grace und ihre Katze Thula unterhalten sich ganz normal, das kleine Mädchen blüht auf, überwindet ihre Ängste. Die Bilder von Iris Grace sind so zauberhaft, berührend, tief gehend, sie ähneln denen von Monet.

Malt Iris, dann verliert sich in ihren Bildern, in den Farben und dem, was sie erschafft. Sie malt wie eine ganz große Malerin, sie zaubert herrliche Bilder in wundervollen, zauberhaft zarten Farben, die mich sehr berührt haben. Im Buch finden sich viele Meisterwerke der kleinen bezaubernden Künstlerin. Was für ein unglaubliches Talent!

Fazit: Ein Buch, dass man unbedingt kaufen muss, alleine die zauberhafte Ausstattung mit den Bildern von Iris Grace, die kleinen zarten Illustrationen von Alice Tait sind so zauberhaft. Ich wünsche dem Buch viele liebevolle Leser, die das zu schätzen wissen. Der Inhalt selbst, geschrieben von Iris Mama berührten mich auch zutiefst! Ein kleines Kunstwerk – auch ein tolles Weihnachtsgeschenk.

Das schreibt der Bastei Lübbe Verlag:

Wenn Iris malt, verliert sie sich ganz in den Farben und Formen. Doch bevor sie zu einem Wunderkind wurde, war sie vor allem ein Kind, das ein Wunder brauchte. Denn Iris Grace hat Autismus. In den ersten Lebensjahren war sie unerreichbar, lebte in ihrer eigenen Welt, die Familie verzweifelte. Dann entdeckte ihre Mutter, wie fasziniert Iris mit Pinsel und Farbe umging. Und schließlich war es die kleine Katze Thula, die die Verbindung zwischen Iris und der Außenwelt herstellte. Eine zauberhafte, wahre Geschichte.

Über die Autorin:

Arabella Carter-Johnson ist Iris Graces Mutter. Sie ist Fotografin und hat die Fortschritte ihrer Tochter in zahlreichen bezaubernden Bildern festgehalten.

Buchinformationen:

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth) (9. September 2016)
  • Preis: 22 Euro
  • ISBN-13: 978-3431039627
  • Vom Verlag empfohlenes Lese-Alter: Ab 16 Jahren
  • Originaltitel: Iris Grace