Haruki Murakami: Von Beruf Schriftsteller

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Seit vielen Jahren bin ich ein sehr großer Fan von Haruki Murakamis Büchern – sie alle erleuchten meine Buchregale 😉 … Nun hat Herr Murakami ein sehr interessantes und auch ein für seine bescheidenen Verhältnisse autobiographisches Buch mit dem Titel „Von Beruf Schriftsteller“ geschrieben.
Ein Wunder, denn der Autor spricht nicht gerne von sich selbst, vielmehr lässt er immer seine Protagonisten für sich sprechen. Es ist ein wahrlich einmaliger Blick in das Arbeitszimmer des renommierten Autors und wahrlich auch ein Blick in sein Innerstes – in sein Herz, eine Seele.
„In allen Herzen herrscht Chaos in meinem, wie in Ihrem.“
Murakami schreibt über seine Strategie des Schreibens, zu der natürlich auch zählt, dass er selbst sehr viel liest. Er schreibt aber auch über seine Schreib-Philosophie, was ich als sehr bereichernd empfand und auch sehr gerne gelesen habe. Gut gefallen hat mir auch sein Essay über seine Karriere in Japan und im Ausland. Wir lesen von seinen Gefühlen, von seinen Gedanken und auch von seinen Beobachtungen. So gibt der stille und zurückgezogen lebende Murakami doch intensive Einblicke in seinen schriftstellerischen Alltag.
„Sich schon von Anfang über Romane auszulassen würde zu weit führen, also will ich Ihnen zuerst einmal etwas über Schriftsteller erzählen. Das ist konkreter, und ich glaube, es ist einfacher, sich dem Thema auf diese Weise zu nähern.“
Fazit: Tiefe, persönliche Einblicke in das Leben eines berühmten Schriftstellers, von der Schulzeit über seine Zeit als Barbesitzer bis hin zur Autorenkarriere! Er schreibt über Orginalität, Kreativität, Entwicklung, Schreibstrategien und noch vieles mehr! Ein sehr bereicherndes Buch für Murakami-Fans und angehende Schriftsteller – mögen es viele Menschen lesen!

 

Das schreibt der Dumont Verlag:

Haruki Murakami verkörpert den Typus des zurückgezogenen Schriftstellers wie wenige andere. Der japanische Bestsellerautor gilt als ausgesprochen scheu und betont immer wieder, wie ungern er über sich selbst spricht. Doch nun bricht Murakami das Schweigen.
Bescheiden und zugleich großzügig lässt er uns an seiner reichen Erfahrung als Schriftsteller teilhaben. Darüber hinaus teilt er mit den Lesern seine weitreichenden Lektüreeindrücke. Anhand von Kafka, Raymond Chandler, Dostojewski und Hemingway sowie anderen Vertretern der Weltliteratur reflektiert er über Literatur im Allgemeinen und definiert, was für ihn selbst Literatur und ihre Bedeutung ausmacht.
Aber man begegnet in diesen Texten auch, vielleicht zum ersten Mal, dem Menschen Murakami. Wer weiß schon von seiner großen Kennerschaft der klassischen Musik, seiner Leidenschaft für Jazz? Eine Leidenschaft, die ihn sogar zum Besitzer einer Jazzkneipe machte. So erlaubt uns dieses Buch einen einmaligen Blick in die Werkstatt und das Herz eines der größten und erfolgreichsten Schriftsteller unserer Zeit. Und liefert uns im Grunde das, was Murakami in seiner Bescheidenheit und Zurückhaltung nie schreiben würde: eine Autobiographie.

Über den Autor:

Haruki Murakamis Karriere begann 1974 an einem warmen Frühlingstag: Während eines Baseballspiels kam ihm die Inspiration zu seinem ersten Roman. Es war der Start einer beeindruckenden literarischen Laufbahn des 1949 in Kyoto geborenen Autors. Nach seinem Abschluss an der Waseda-Universität in Tokio betrieb er zunächst eine kleine Jazzbar. Später verbrachte er mehrere Jahre als freier Schriftsteller und Dozent in Princeton, USA. Murakamis Leidenschaft für die Literatur kennt, im wahrsten Sinne des Wortes, keine Grenzen – übersetzt er doch auch berühmte Kollegen wie John Irving ins Japanische.

Buchinformationen:

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Dumont Buchverlag, 2.  Auflage, erschienen am 13. Oktober 2016
  • Preis: 23,00 Euro
  • ISBN-13: 978-3832198435
  • Originaltitel: Shokugyo toshite no shosetsuka