Gelesen: Teufels Grinsen

teufels grinsenWas für ein spannend erzählter Kriminalroman! Ich war ja erst skeptisch, ob das klappt, wenn eine als Mann verkleidete Ärztin mit Sherlock Holmes gemeinsam in einem Kriminalstück auftritt – aber: It works!

Die deutsche Anna Kronberg alias Anton Kronberg arbeitet in Teufels Grinsen von Annelie Wendeberg als Arzt in London. Sie ist eine mutige, moderne Frau mit einem scharfen Verstand. Es ist so witzig, wie sie sich mit dem guten alten Sherlock Holmes messerscharfe Dialoge liefert, dass ich beim Lesen mehrmals grinsen musste ;-). Sie bzw. er gerät als angesehener Arzt und Bakteriologe während der Cholerakrise in London mitten hinein in eine bitterböse Verschwörung, dabei gerät sie selbst in tödliche Gefahr. Doch da ist ja noch Sherlock Holmes 😉 … Dann und wann wirkt sich doch auch etwas überheblich, gerade in den Begegnungen mit Dr. Watson, dem besten Freund von Sherlock Holmes.

Teufels Grinsen von Annelie Wendeberg ist der erste Band einer Reihe mit der Ermittlerin Dr. Anna Kronberg. Ich bin gespannt wie es weitergeht und ob Anna irgendwann mit ihrer Maskerade auffliegt. Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts in London. Zwischen Sherlock Holmes und Anna scheint sich etwas zu entwickeln, aber so genau ist das noch nicht klar, man muss ja auch nicht im ersten Band schon alles literarisches Pulver verschießen.

Fazit: Mal etwas anderes, historisches mit Kriminalgeschichte gepaart, eine Frau in einer starken Rolle, die jederzeit auffliegen kann. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und freue mich auf den zweiten Teil der Geschichte mit dem Titel Tiefer Fall (erscheint am 11.05.2015). Für Sherlock-Holmes-Fans ein Muss, für alle anderen, die mal etwas neues neben den schon üblichen brutalen skandinavischen Krimis lesen möchte, eine entspannende Alternative. Es ist ein kleines feines Büchlein, meine Stammleser wissen, wie sehr ich schmale Büchlein schätze ;-). Probiert es aus!

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Nordisches Wohndesign

Nordisches WohndesignEin schöner Bildband zum Schmökern & Träumen in Sachen Wohnkultur und Einrichtungsideen! Das Buch “nordisches Wohndesign” von Marion Hellweg, erschienen im Blottner Verlag ist eine Inspirationsquelle par excellence!

Das Buch besteht aus sehr wenig Text, aber die Bilder sprechen für sich. So ist es z. B. in bestimmte Themen eingeteilt, wie z. B. Buchstaben, Bücher, Stauraum, Wanddeko, Küche, Kunst und Bilder, Home Office, Raumteiler, Regale und Schränke etc.

Abgerundet wird der Bildband durch eine kleine Linkliste der Lieblings-Weblogs der Autorin, sowie ein URL-Liste mit den Herstelleradressen.

Fazit: Es ist ein schönes Blätterbuch zur Inspiriation und ein Must-have für alle Wohndesign- und Einrichtungsfans … !

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Gelesen: Das große Handbuch der Hypnose

handbuch hypnoseMein erster Eindruck des Mammutwerkes der Hypnose: Was für ein Riesenbuch! Es ist schwer und umfasst sage und schreibe 704 Seiten! Dann las ich das ebenso umfangreiche Inhaltsverzeichnis und stellte fest, wie vielfältig Hypnose doch sein kann. Der Autor erläutert Hypnose sehr fundiert, er ist vom Fach und kennt sich mehr als sehr gut aus. Das große Handbuch der Hypnose bietet ein unglaubliches Hypnosewissen für Laien und Profis, es ist für mich ein Standardwerk, das in keinem Bücherregal eines Hypnoseinteressierten und -anwenders fehlen sollte.

Das Inhaltsverzeichnis liest sich sehr spannend: Los geht es in Teil 1 “Die Phänomene”, hier wird der Begriff der Hypnose erklärt, dann geht es um die Hypnose und Suggestion in der geschichtlichen Entwicklung als natürliche Phänomene im täglichen Leben, weiter zu den Einsatzbereichen und Möglichkeiten der Hypnose. In Teil 2 “Die Theorie” werden körperliche und seelische Grundlagen der Hypnose im wissenschaftlichen Kontext erklärt, die Kommunikation in Hypnose, die geisteswissenschaftliche Sicht der Hypnose, die ganzheitlich-integrative Sicht der Hypnose. In Teil 3 “Grundlage der praktischen Anwendung werden die Voraussetzungen und die Praxis der Hypnose dargestellt und in Teil 4 “Außermedizinische Anwendungen” wie z. B. Persönlichkeitsbildung und Lebenshilfe, in Politik und Militär, in der Parapsychologie und im Okkultismus aber auch im kriminalistischen Bereich (Forensik) und zum Schluss noch: Schaumarkt- und Jahrmarkthypnose sowie Hypnose bei Tieren. Der 5. Teil heißt “Die Hypnose in der Heilkunde”, hier werden erweiterte Grundlagen der Psychologie aus der Sicht der Therapie in Hypnose vorgestellt, Besonderheiten aufgezeigt, verschiedene Verfahren der Therapie erläutert sowie Indikationen gegeben. Ein Teil beschäftigt sich mit spezifischen Störungsbildern und Erkrankungen von A bis Z, und auch die wichtigen Kontraindikationen, Gefahren und Ängste werden umfangreich aufgezeigt. Zum Schluss werden Fallbeispiele gegeben. Abgerundet wird das Grundlagenwerk der Hypnose durch ein umfangreiches Literaturverzeichnis sowie ein Personen- und Sachregister.

Fazit: DAS Standardwerk der Hypnose, spannend geschrieben und mehr als informativ!!! Es gibt kein besseres Buch zu diesem Thema!

 

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Gelesen: Shabby Chic

Shabby ChicKleine Macken, Gebrauchsspuren, Abbeizen, Anstreichen, Ausschmücken, Inspiration. Ihr versteht nur Bahnhof? Abhilfe schafft das Buch “Shabby Chic” der Wohn- und Shabbyexpertin Patricia Morgenthaler (erschienen im Frech Verlag), in dem sie alles Schritt für Schritt erklärt.

Ihr habt Lust, eure alten Flohmarktschätze etwas aufzuhübschen, wisst aber nicht, wo ihr anfangen sollt, was ihr dafür benötigt etc.? Kein Problem, in dem kleinen Büchlein finden sich zahlreiche Tipps und Tricks und inspirierende Ideen, wie man aus alten, abgenutzten Sachen noch herrliche Vintageschätze zaubern kann.

Shabby Chic – bedeutet übersetzt: schäbiger Chic – das sind alte, zauberhafte Möbel mit nostalgischem Charme und ihrer ganz eigenen Geschichte. Natürlich ist die Zeit nicht spurlos an diesen Schätzen vorbeigegangen wie z. B. Kratzer oder abgeplatzte Farbe. Das alles ist aber sofort kein Grund mehr, diese tollen Stück nicht zu kaufen oder zu benutzen.

Patricia Morgenthaler gibt wertvolle Tipps zur richtigen Farbauswahl, zu Mustern und Materialien, do´s & don´ts des Shabby Chic, Grundlagen zu Farben und Lacken, welche Werkzeuge und Hilfsmittel man braucht, welche Dekore und Verzierungen es gibt, was sie sind und wie man sie verwenden kann, wie man Oberflächen vorbereitet und schützt, wie man Verzierungen anbringen kann und vieles mehr bietet dieses herrlich inspirierende Büchlein auf knapp 64 Seiten.

Fazit: Ein Muss für alle Shabby Fans!!!

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Gelesen: Hab ich selbst gemacht

hab ich selbst gemachtFür mich eines der besten Bücher zur DIY-Bewegung: “Hab ich selbst gemacht” von Susanne Klingner, erschienen bei Kiwi.

Die Journalistin Susanne Klingner versucht, 365 Tage, also ein Jahr lang, nur selbstgemachtes zu essen, anzuziehen etc. Selbst vor Zahnpasta schreckt sich nicht zurück ;-)! Das Ergebnis ihres Selbstversuchs: 365 Tage, 2 Hände und 66 Projekte.

Das Buch liest sich sehr kurzweilig, es ist amüsant und es gibt auch das eine oder andere Rezept und viele Tipps. Es ist ein kluges, lustiges Buch, dass die Journalistin Susanne Klingner da geschrieben. Ich fand es bewundernswert, dass sie ein Jahr lang durchgehalten, denn nicht immer hat man Zeit z. B. mal “schnell” ein Brot zu backen oder mal schnell die verloren gegangenen Handschuhe zu stricken …. Im Buch selbst findet sich auch ein tolles Stollenrezept, der Christstollen schmeckt sehr saftig und hält sehr lange, wenn er nicht gleich von der lieben Familie aufgegessen wird. Es gibt viele Anregungen und ich wiederhole mich – die Geschichte ist schön und alltagsnah geschrieben – man geht richtig mit, wenn mal das eine oder andere nicht klappt. Aber wie so oft lautet das schlichte Geheimnis: Just do it 😉 … einfach nur machen …

Auf der Webseite des Kiwi Verlages gibt es noch viele nützliche Links und ein Interview mit der Autorin!

Fazit: Für alle Freunde der DIY ein Kultbuch und ein Must-have im Buchregal!

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Gelesen: Immer noch New York

Immer noch New YorkWie bereits das im Jahr 2000 erschienene Vorgängerbuch “New York” ist auch der neue Essayband “Immer noch New York” von Lily Brett eine Anreihung ihrer persönlichen Eindrücke aus der Weltmetropole. Lily Brett geht gerne mit offenen Augen spazieren, beobachtet, entdeckt ihre Stadt, dabei sammelt sie ihre ganz persönlichen Eindrücke, die sie dann in ihrer teils trockenen Sprache dem Leser zur Verfügung stellt. Frau Brett schreibt über ihre “Stadtführungen”  flüssig, witzig und ihre Anekdoten aus dem jüdischen Humor sind Weltklasse. Sie bringt uns New York näher und auch wie der New Yorker ist, ihre Schilderungen sind prall gefüllt mit Leben, Gefühlen, feinsinnigen Beobachtungen, herzlich, souverän und unglaublich lässig.

Ich lese Lily Brett sehr gerne, sie schreibt witzig, aus dem Herzen heraus, mit Chuzpe (so heißt auch einer ihrer tollen Romane, den ich damals verschlungen habe) und kann sich auch über sich selbst lustig machen. Und ihr toller 98-jähriger (!) Vater, der dann und wann in ihren Geschichten auftaucht ist sowieso schon Kult – in meinem Herzen ;-).

Fazit: Ein tolles Buch für New-York-Liebhaber, Leser von Alltagsbeobachtungen, Fans von Lily Brett sowieso. Sehr lesenswert!

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