David Rees und der Bleistift

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Bleistiftliebhaber aufgepasst: David Rees hat mit seinem tollen, witzigen Buch „Die Kunst, einen Bleistift zu spitzen“ eine Hommage an den beliebtesten aller Stifte (für mich zumindest ;-)) geschrieben. Aber Achtung: Das Buch ist wirklich nur Menschen geeignet, die skurrilen Humor zu schätzen wissen! David Rees ist der Meinung, dass sich eine perfekte Bleistiftspitze positiv auf das Leistungsvermögens unseres Bleistiftes auswirken kann. Er beschreibt penibel und akkurat, wie man einen Bleistift punktgenau spitzen muss, wie man diesen quasi „scharfmacht“. Dabei beschreibt er viele nützliche Utensilien, um dieses Ziel zu erreichen. Der Untertitel ist auch schon legendär: „Eine theoretische und praktisch Abhandlung – für: Unternehmer, Architekten, Schriftsteller, Künstler, Juristen und Handwerksmänner“ 😉 … Im Buch finden sich zahlreiche Abbildungen, die den Vorgang des achtsamen und genauen Bleistiftspitzens beschreiben.

Im ersten Kapitel geht es um die benötigte Ausrüstung, im zweiten Kapitel um die Anatomie eines HB-Bleistiftes, im dritten Kapitel werden Lockerungsübungen beschrieben, die vor jedem Spitzvorgang vollzogen werden können oder müssen 😉 …

„Das Bleistiftspitzen sollte eine vergnügliche Tätigkeit sein, die die Sinne schärft.“ so David Rees auf Seite 37.

Im vierten Kapitel geht es dann schon sogleich ans Eingemachte: Einen Bleistift mit einem Taschenmesser bearbeiten. Im fünften Kapitel erfahren wir, wie wir einen Bleistift mit einem Einklingenspitzer bearbeiten, im 6. Kapitel erfahren wir, wie wir unsere frisch bearbeitete Bleistiftspitze schützen usw.

Auch witzig: Im Anhang gibt David Rees Weintipps, die wie Bleistifte schmecken ;-)!

Frei nach dem Motto eines Weinexperten: „Ein Wein wird immer mehr nach einem Bleistift riechen als schmecken.“

Fazit: Ein achtsames, leidenschaftliches, kunstvolles Plädoyer für ein sorgfältig und hingebungsvoll gespitztes Schreibgerät namens Bleistift, sehr coole und akkurate Aufmachung, super toll gestaltet und aufgeteilt, ein sehr amüsantes Kunstwerk für Freunde des skurrilen, britischen Humors! Absolute Empfehlung und eine schöne Liebeserklärung an den Bleistift an sich!

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Isabella Farkasch: Raunächte

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Isabella Farkasch ein magisches Buch mit dem Titel „Raunächte – Über Wünsche, Mythen und Bräuche – Märchen für Erwachsene“ geschrieben. Die Märchen, die Frau Farkasch erzählt, sollen zum Nachdenken anregen in einer Zeit, in denen das Wünschen hilft, um das Jetzt durch alte Traditionen zu verändern und unseren Alltag zu entschleunigen. Die stille und besinnliche Zeit zwischen den Jahren, vor Weihnachten bis ins neue Jahr hinein, ist eine magische Zeit. Altes wird rückblickend noch einmal liebevoll betrachtet und darf dann gehen, während wir uns auf Neues vorbereiten, uns einstellen auf ein neues Jahr.

Die Raunächte sind die 12 Tage zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag, deren Bräuche sich bis in unsere heutige Zeit bewahrt haben. In dieser Zeit wurden früher Sagen und Märchen erzählt, man rückte näher zusammen, weil es kalt war und sehr früh dunkel. Die Sagen, Geschichten und Märchen, die erzählt seinerzeit erzählt wurden,  lehren uns, achtsam zu sein mit allem, was uns umgibt – achtsam im Umgang mit der Natur, der Umwelt, aber auch mit den Menschen in unserem Umfeld. So können wir einen anderen Blickwinkel annehmen, um alternative Wege einzuschlagen.

Isabella Farkasch sagt hierzu: 

„Dass unsere gegenwärtige Welt nicht rosig ist, verdeutlichen uns Meldungen über Flüchtlingsdramen, Terror und Klimawandel sowie die Schere zwischen Arm und Reich, die immer mehr auseinanderzuklaffen droht.“

Die Märchen in dem zauberhaften Buch machen Mut, wecken die in uns wohnende Courage, ermutigen uns, uns treu zu bleiben und auch über unsere eigenen Normen und Grenzen hinwegzuschreiten und uns die uns möglichen und durchaus erreichbaren Chancen zu ergreifen.

„Geschichten sind wie Schneeflocken, keine gibt es ein zweites Mal“, sagt Isabella Farkasch.

Sie möchte mit ihren Märchen Freude verbreiten, Herzen berühren und anregen, auch etwas für sich selbst zu tun. Denn nur aus der Ruhe, Stille und Entspannung heraus können wir zu unserer wahren inneren Stärke und Kraft gelangen und so für andere wieder kraftvoll wirksam werden.

Fazit: Ein zauberhaftes, magisches, nachdenklich stimmendes, mutmachendes, kraftvolles und besinnliches Buch. Traditionen und Brauchtum gemischt mit wundervollen Märchen der Autorin – so machen die Raunächte große Freude und erwecken unsere uns innewohnende, positive Kraft. Noch schnell kaufen und zahlreich an Weihnachten verschenken!

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J.R.R. Tolkien: Briefe vom Weihnachtsmann

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Welch Glück, einen so fantastischen Vater wie J. R. R. Tolkien zu haben: Jedes Jahr zu Weihnachten erhielten die vier Kinder des bezaubernden Herrn Tolkien liebevolle „Briefe vom Weihnachtsmann„.

Ich liebe die Bücher von J. R. R. Tolkien sehr, diese phantastische Welt mit den wundervollen Charakteren und die verschiedenen „Völker“, die gemeinsam für das Gute kämpfen, die wundervollen Landschaften, Namen und Bezeichnungen – ein Wunderwerk der Phantasie und Sprache.

Die „Briefe vom Weihnachtsmann“ stellen die Originalbriefe von Tolkien an seine Kinder vor. Mit zitternder Handschrift schrieb der Weihnachtsmann an Tolkiens Kinder und schickte viele zauberhafte und mysthisch angehauchte Zeichnungen mit – wundervoll anzusehen. Der Weihnachtsmann erzählte von seinem Haus und seinen Freunden, von vielen lustigen und aufregenden Dingen, die sich bei ihm am Nordpol ereigneten. Über zwanzig Jahre lang schrieb der Weihnachtsmann seine Briefe. Immer dabei waren die legendären Briefmarken der Nordpolpost und auch die Umschläge waren teilweise schneebedeckt – was für ein herrliches Ritual für die Kinder von Tolkien, was für eine zauberhafte Idee in Weihnachtsstimmung zu gelangen … Natürlich wuchs in den Jahren der Haushalt des Weihnachtsmannes, es kamen dazu der legendäre Nordpolarbär, Schneeelben, Rote Wichtel, Schneemänner, Höhlenbären und auch die beiden Neffen des Polarbären Paksu und Valkotukka, die mich etwas an die beiden Hobbits Merry und Pippin aus „Der kleine Hobbit“ erinnern. Und irgendwann bekam der Weihnachtsmann einen Sekretär, ein Elbchen namens Ilbereth … Die Elbchen spielen in den späteren Briefen eine sehr wichtige Rolle, sie helfen dem Weihnachtsmann, sein Haus und seinen Vorratskeller gegen Angriffe der Kobolde, die unter dem Haus wohnen, zu verteidigen. Also auch hier schon etwas „Herr der Ringe“ im kleinen ;-). Die „Briefe vom Weihnachtsmann“ sind in zittriger Handschrift geschrieben, denn am Nordpol ist es kalt. Einige davon kann man im Buch bewundern – welche Zeit und Mühe sich Herr Tolkien dafür genommen, um seinen Kindern eine Freude zu machen!

Ich bin sehr bezaubert, welche große Phantasie in den „Briefen des Weihnachtsmannes“ steckt. Die Zeichnungen sind wundervoll, poetisch, magisch und mystisch … Tolkien war offiziell kein Zeichner, die Bilder beweisen jedoch auch hier ein großes Talent, das Geschriebene perfekt in Bilder umzusetzen, denn die Zeichnungen wirken sehr real und detailliert.

Und dann ist da noch der lustige Polarbär Karhu, der jede Menge Unfug anstellt und der wichtigste Helfer und Gefährte des Weihnachtsmannes ist. Gespannt wartet man beim Lesen, was Karhu im nächsten Brief so alles wieder anstellt ;-).

Der letzte Brief stammt aus dem Jahr 1943, der Krieg tobt und auch im Brief geht es darum, die Menschen nennen dies „grimm“ was soviel bedeutet wie „elend“. Es ist der Abschiedsbrief vom Weihnachtsmann und mir war schon etwas wehmütig zumute. Dabei ist die Kindheit, wenn wir es nicht wollen, doch nie so recht vorbei, wir alle können noch Kinder sein, kindlich sein, tanzen, spielen und lachen. Wer sagt denn, dass Erwachsene keine Kinder mehr sein dürfen ;-)?

Fazit: Dieses famose Buch kann ich wärmstens empfehlen. Es ist ein Buch, dass Kinder und Erwachsene gleichermaßen bezaubert mit Worten und Bildern. Es ist für mich das beste Weihnachtsbuch überhaupt, so eine Magie, ein Zauber und Phantasie ist einmalig. Ein großes Werk eines großen und bezaubernden Schriftstellers. Unbedingt kaufen, lesen und sich jedes Jahr erneut darauf freuen!

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Von Englein bewacht

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Ein tolles, kleines, feines und herrlich nostalgische Büchlein hat der Thorbecke Verlag herausgegeben.

In „Von Englein bewacht“ kann man viele zauberhafte Gedichte zum Thema Engel … Von Rainer Maria Rilke „Der Engel“bis hin zu Joseph von Eichendorff „Von Engeln und Bengeln“, aber auch von wenig bekannten Literaten wie Kark Gerok „Vor Weihnachten“. Eine zauberhafte und unwiderstehliche Zusammenstellung von vielen lesenswerten Gedichten – so macht die Einstimmung auf die vorweihnachtliche Zeit viel Freude. Die tollen nostalgischen Bilder verzaubern ebenso …

Fazit: Ein herrlich nostalgisches, zauberhaftes, kleines Gedichtbändlein, das in jedem gut sortierten Bücherregal stehen sollte!

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Weihnachten: Zwei Bücherschätze aus dem Thorbecke Verlag

Das kleine buch der weihnachtsbräucheLichter funkeln am Weihnachtsbaum

 

 

 

 

 

 

Nostalgie pur, ihr Lieben! Die beiden im Thorbecke Verlag erschienenen Bücher „Die Lichter funkeln am Weihnachtsbaum“ und „Das kleine Buch der Weihnachtsbräuche“ verzaubern mir die Vorweihnachtszeit. Zudem sind sie nette Mitbringsel … mit ihren tollen nostalgisch zauberhaften Bildern und den Texten haben sie mein Herz mehr als erwärmt – es hat mir große Freude bereitet, diese beiden zarten Büchlein zu durchblättern und ich möchte mich beim Verlag und den Machern von Herzen dafür bedanken!

Fazit: Must-have für alle, insbesondere für die Nostalgiker unter uns und für alle, die immer auf der Suche sind, ihre Lieben mit tollen Sachen zu beschenken, die das Herz hüpfen lassen ;-)! KAUFEN, KAUFEN, KAUFEN!!! Die Bücher können mit ihrem nostalgischem Flair auch gut in die Weihnachtsdeko integriert werden! Absolute Hingucker!!!!

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