Die Tochter der Hexe

Nachdem ich einige vielversprechende Bücher leider abbrechen musste, weil sie mich partout nicht fesseln konnten, griff ich frustriert und ohne jegliche Erwartung zum Buch „Die Tochter der Hexe“ von Paula Brackston. Und ich las und las und las und war mehr als begeistert von dieser fabelhaften Geschichte, die ich euch sehr ans Herz legen möchte!

 

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Die Gabe

Was wäre wenn die Frauen mächtiger wären als Männer in einer Gesellschaft? Wenn die Frauen das starke Geschlecht wären? Das ist das Kernszenario von Naomi Aldermans weltweit für Aufsehen erregenden Roman „Die Gabe“ (im englischen Original: The Power).

Weltweit tragen Mädchen und Frauen plötzlich „Die Gabe“ in sich: Sie können durch bloße Berührung anderen Menschen mittels Stromstößen Schmerzen  zufügen und sogar töten. Plötzlich zählen die Männer zum „schwachen“ Geschlecht … doch die Frage ist: Ist eine von Frauen beherrschte Welt wirklich eine bessere Welt?

Wir begleiten vier verschiedene Frauen mit unterschiedlichen Blickwinkeln. Da ist zum einen die Senatorin Margot, die uns in der Geschichte die politische Lage aufgrund dieser Veränderungen erzählt. Die erste Frau, die die Gabe an sich entdeckt hat,  ist die skrupellose Roxy, die einer Londoner Verbrecherfamilie entstammt, sie zeigt uns in der Geschichte, wie man die Gabe für niedere Motive einsetzen kann.  Allie hingegen repräsentiert den religiösen Part, sie wird zur gottgleichen „Mother Eve“ und verkündet, dass Gott eine Frau ist und möchte die Religionen der Welt vollends auf den Kopf stellen. Interessant aber nicht verwunderlich ist zu lesen, wie sich ihre stetig wachsende Anhängerschaft zu einem Fanatismus hin entwickelt, den wir in der Geschichte schon oft miterleben durften. Es zeigt auch, wie manipulierbar wir Menschen doch sind, was auch nichts Neues ist. Die vierte Person in der Geschichte ist Tunde, ein Mann, der als das Nachrichtenmedium fungiert und ziemlich eng mit den Frauen agiert und auch von ihnen akzeptiert wird …

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33 magische Neuerscheinungen im Dezember 2017

Auch im Dezember – im Weihnachtsmonat –  werden wieder einige von mir langersehnte Bücher erscheinen … Hier möchte ich Euch meine Auswahl an Neuerscheinungen präsentieren, vielleicht ist ja das eine oder andere Bücher auch für Euch oder auch zum Verschenken dabei. Und falls ihr für mich noch weitere Buch-Empfehlungen habt, dann ab in die Kommentare damit ;-).

Nun wünsche ich Euch viel Freude beim Stöbern in meinen Dezember-Favoriten. Schreibt mir bitte unbedingt, welche Bücher davon direkt auf Eure Wunschliste gewandert sind oder welche ihr schon vorbestellt habt.

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Magische Heilkunst

Ich bin ein großer Fan von Kräuterbüchern und magischen Hexenbüchern und natürlich musste somit auch das neue Buch „Magische Heilkunst – Das uralte Wissen der Hexen und Heiler für Menschen von heute“ von Claire in meinem Bücherregal einziehen.

Und Claire hat es mal wieder geschafft, mich in eine magische Zeit hineinzuversetzen und zwar mit einer ähnlichen Wirkung wie diverse von mir so gerne gelesene Fantasygeschichten. Claire hat ein sehr umfassendes und tief gehendes Wissen, was Heilkräuter und alles hexenmagische angeht, wuchs sie doch inmitten vieler Heiler und Hexen auf.

Ich fand es sehr interessant zu lesen, was unsere Ahnen über die Magie des Heilens wussten. Im Buch finden wir viele überlieferte Rezepturen und magisches Wissen. Welche Hausmittel nutzen unsere Ahnen für bestimmte Erkrankungen und bei welchen Beschwerden kann man diese Mittelchen auch noch heute anwenden? Früher war dieses Wissen streng geheim und wurde nur in den Familien weitergegeben oder an talentierte Hexen und Heilerinnen. Claire hat in jahrelanger Recherche dieses Wissen der weisen Frauen , Heiler und Kräuterkundigen gesammelt.

Und sie zeigt uns in diesem sehr informativen Buch, wie man diese überlieferten Genesungsformeln, Heilpflanzen und die magischen Stein für uns oder zum Wohle anderer einsetzen können. Das Buch ist wahrlich magisch und die faszinierenden Informationen, die leider oftmals im Mittelaltern auf dem Scheiterhaufen zunichte gemacht wurden ;-(, machen das Buch so besondern bezaubernd.

Im Buch finden sich sehr viele Rezepturen, wie wir diese konkret anwenden und eine umfassende Symptomübersicht von A wie Albschoss bis Z wie Zahnwurz.

Ein sehr faszinierendes Werk, das folgendermaßen aufgeteilt ist:

  • Heilen und Heiler (hier geht es um Heilen früher und heute, wer heilen kann, Gefahren und Risiken, heilende Wesenheiten, der richtige Zeitpunkt usw.)
  • Handwerkszeug und Praxis (Techniken, magische Sprüche und die Kraft des Wortes, Kraftpflanzen, magische Steine, Anfängertipps)
  • Anhang (Sympathie, Antipathie und Magnetismus; Alte Bezeichnungen für Krankheiten und Beschwerden, verwendete Literatur und Literaturtipps ..)

Beim Durchlesen kamen mir bereits viele Ideen und ich wollte sofort loslegen und selbst ein Fantasybuch zu schreiben … alleine das ganze historische Wissen hat mich regelrecht inspiriert. Lasst Euch überraschen ;-)! Wer sich also mit dem Gedanken trägt, auch einmal ein Fantasybuch zu schreiben, der wird mit diesem Buch sehr glücklich sein und auch sehr viele Impulse gewinnen können ;-). Magisch!

Fazit: Ein sehr empfehlenswertes, hochinteressantes und sehr informatives Buch zum Aufbau einer magischen Hausapotheke. Auch für Autoren aus dem Fantasy-Genre eine illustre Sammlung von Heilkräutern und magischem, historischem Wissen!!! Und was ich an Claire besonders schätze: Sie kommt authentisch und ohne großes Herumgelabbere auf den Punkt! Lesenswert!

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Frühstück mit Meerblick

Debbie Johnson lebt in Liverpool und schreibt warmherzige Bücher wie ihr neustes Buch „Frühstück mit Meerblick“, erschienen im Heyne Verlag.

Laura, die Protagonistin in diesem bezaubernden „Ferien“-Buch hat vor zwei Jahren durch einen tragischen Unfall ihren geliebten Ehemann verloren. Nun lebt sie alleine mit ihren Teenagerkindern. Sie vermisst David sehr und als wieder einmal Ferien anstehen (die Familie hat die Ferien immer besonders zelebriert) und sie sich wieder keinen Urlaub leisten kann, bewirbt sie sich in einem Cafe in Dorset. Und sie bekommt den Job, nachdem sie ihre Geschichte in einem wundervoll zu lesenden Brief an ihre zukünftige Chefin Cherie (auch ein herrliches Original) geschrieben hat. So zieht Laura  mit ihren Kindern den Sommer über nach Dorset, um im malerisch gelegenen Comfort Food Café zu arbeiten. Das Café, Cherie und die vielen Stammgäste schließt sie sofort in ihr Herz und natürlich auch den attraktiven Tierarzt Matt, der immer da zu sein scheint, wenn Laura Unterstützung benötigt ;-).

„Dort wurde die Geliebte des französischen Leutnants gedreht“, sage ich und versuche den Blick meiner Tochter im Rückspiegel einzufangen. Das interessiert sie nicht, natürlich nicht. Sie ist zu sehr mit ihrem Handy beschäftigt, ihre Finger bewegen sich blitzschnell beim Schreiben.“ (Seite 21)

Ich musste wahrlich grinsen beim Lesen, denn bis jetzt kenne ich recht wenige attraktive Tierärzte 😉 wie sie in Romanen immer so zahlreich auftauchen, aber dieses Klischee nehme ich gerne für diese warmherzig, bezaubernde Geschichte mit all den wundervollen Personen in Kauf ;-).

Laura und ihre Kinder fühlen sich sehr wohl in Dorset und finden schnell Anschluß. Und auch mich machte das Buch sehr neugierig auf Dorset ;-).

Die Geschichte von Laura wird in der Ich-Form erzählt und man ist Laura sofort sehr nahe, von der ersten Zeile an. Das Buch beginnt mit der Stellenanzeige, auf die sich Laura mit einem sehr warmherzigen, authentischen Brief bewirbt. Ich hätte Laura auch sofort eingestellt ;-). Die Frau hat Klasse und Tiefgang! Like it!

„… Das ist mein sechster Versuch, einen Brief zu aufzusetzen, die anderen sind als feuchte, zerknüllte Bälle auf den Boden um den Mülleimer gelandet  – ich scheine den Mülleimer nicht besser zu treffen als die richtigen Worte.“ (Seite 6)

Fazit: Bezaubernd, warmherzig, purer Seelenbalsam und eine absolute geniale, kurzweilig unterhaltende Ferienlektüre ;-)! Ein wundervolles Buch zum Schmökern und darin versinken!

 

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Selkie

Die junge Autorin Antonia Neumayer hat mit ihrem Buch „Selkie“ ein solides Debüt hingelegt.

Die Protagonistin Kate, 17 Jahre alt, lebt mit ihrem Vater und Bruder auf einer kleinen Orkneyinseln im Norden Schottlands. Kate steht ihrem Bruder Gabriel – liebevolle Gabe genannt – sehr nahe. Der Vater der beiden ist Alkoholiker, seit ihre Mutter die Familie verlassen hat. Doch eines Tages geschehen seltsame Dinge … Drei Männer besuchen plötzlich die Insel , sie tragen merkwürdige Uniformen und möchten unbedingt Kates Bruder Gabriel mitnehmen. Wohin, wollen sie partout nicht verraten. Kate möchte dem ganzen auf die Schliche kommen und begibt sich als blinder Passagier auf das Schiff dieser seltsamen Männer. Dort wird sie von einem anderen Jungen entdeckt und muss ganz plötzlich vom Schiff entkommen, da Schüsse fallen. Kate ist jedoch fest entschlossen, ihren Bruder zu retten.

Die Geschichte um Kate und ihren Bruder beginnt arg holprig und doch schon zu sehr konstruiert, um in einen Lesefluss zu kommen. Ich war schon kurz davor, das Buch wieder zur Seite zu legen … Es wird jedoch spannender, als Kate auf dem Schiff der merkwürdigen Männer ist, auch wenn es hier und da doch auch Längen gibt.

Kate fand ich als Protagonistin arg fade, und auch sehr naiv, was mich oft genervt hat und was die Geschichte dann wieder unglaubwürdiger machte. Sprachlich ist es okay, aber nicht überragend und spannend fand ich es auch eher dezent. Es ist vieles vorhersehbar, wenig tief und ich denke, das liegt auch am Alter der Autorin.

Das Cover ist sehr anziehend, mystisch. Gut fand ich auch, dass es nun mal um andere Fantasywesen ging, eine schöne Abwechslung. Dennoch hätte ich mir – gerade bei den Selkies – mehr Geschichten zu diesem Volk gewünscht. Die Geschichte hat definitiv mehr Potential!

Fazit: Ein Debüt, das man lesen kann, dem es aber noch an Tiefe, Glaubwürdigkeit und Spannung (ich sage nur die Sagen der Selkies etc.) fehlt. Der Schluss ist eher vage, es könnte sein, dass es noch einen 2. Teil geben wird.

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Das Ja-Experiment

Ehrlich gesagt habe ich vorher noch nie etwas von und über Shonda Rhimes gehört oder gelesen. Sie schreibt Drehbücher für »Grey’s Anatomy«, »Scandal« und »How to get away with murder«. Schon gehört, aber nie geschaut. Von Haus aus ist sie eher schüchtern und  neigt eher zum Nein-Sagen, was viele von uns ja auch als Lernaufgabe haben. Nachdem ihre Schwester ihr vorwarf, dass sie eben immer nur zu allem nein sagt,  hat sie sich vorgenommen, zu den Dingen, die sie zuvor gemieden hatte, ein Jahr lang „Ja“ zu sagen. Und so entstand ihr Buch „Das Ja-Experiement – Wie ein kleines Wort dein Leben ändern kann!“.

Das betrifft Interviews, Einladungen zu Reden, Familienereignisse und sogar der Wunsch ihrer kleinen Tochter, mit ihr zu spielen, statt immer »nur« zu schreiben.

Herausgekommen ist also ein sehr inspirierendes Buch einer mutig gewordenen Frau, die sich all ihren Ängsten stellt und so über viele Schatten springt.

„Als mir das erste Mal nahegelegt wurde, ein Buch über dieses Jahr zu schreiben, wollte ich instinktiv Nein sagen. Über mich selbst zu schreiben, fühlt sich ungefähr so an, als würde ich in einem guten Restaurant auf einen Tisch klettern, mein Kleid heben und allen Leuten zeigen, dass ich keine Unterhose trage.“ (Seite 23)

Was nun habe ich gelernt während des Lesens des wundervollen Buches von Shonda Rhimes? Nun wahrlich sehr viel z. B. mich selbst nicht mehr klein machen, sondern meine Größe leben! Mutig meinen Weg voranschreiten! Komplimente annehmen und nicht herunterspielen! Ja zum Nein sagen! Und tun was ich tun möchte, um mir selbst gut zu tun. Doch das sind nur einige Aspekte … Lest das Buch unbedingt selbst!

Fazit: Ein inspirierendes und humorvoll geschriebenes Buch einer warmherzigen, authentischen Frau! Sehr empfehlenswert!

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Kai Meyer: Die Gebannte – Die Alchimistin III

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Die Gebannte“ ist der dritte Teil der Alchimisten-Serie von Kai Meyer. Aura Institoris ist nun unsterblich und hat sich inzwischen damit arrangiert. Gillian, ihr über alles geliebter Partner und Vater ihres Sohnes Gian, der ebenfalls durch ihr Zutun unsterblich ist, kann ihr dies aber nicht verzeihen. Gian möchte auch nichts mehr mit ihr zu tun haben. Doch dann erfährt sie aus den Briefen von Gian an ihre Nichte, dass Gillian in einer Nervenanstalt in Paris eingesperrt ist und dort gefoltert wird. Sie reist nach Paris, um Gillian zu befreien. Dies gelingt ihr auch – gemeinsam mit ihrem Sohn. Aura möchte unbedingt herausfinden, wer hinter dieser Entführung steckt und dies alles führt sie nach Prag. Sie kommt dahinter, das Gillian nur der Köder war, irgendjemand hat es auf Aura abgesehen …

Auch der 3. Teil der Alchimistinnenserie ist sehr spannend geschrieben und liest sich sehr gut. Die mystische, düstere Atmosphäre passt so gut zur Stadt Prag und auch die an der Geschichte beteiligten Personen wirken sehr lebendig. Dies liegt natürlich auch wieder an Kai Meyers hervorragenden Überraschungsmomenten – eine besondere Spezialität des genialen Schriftstellers. Nichts ist wie es zu sein scheint und doch ist alles stimmig:

Fazit: Hervorragende Fantasyunterhaltung der Spitzenklasse! Lesen!

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Susanne Hühn: Sei du selbst, dann bist du richtig

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Das neue Buch „Sei du selbst, dann bist du richtig“ von Susanne Hühn richtet sich in erster Linie an uns Frauen. Wir werden aufgefordert, einfach wir selbst zu sein. Was im ersten Augenblick recht einfach klingt, sich aber in der Praxis doch sehr schwer gestaltet. Dennoch ist es Frau Hühn mit diesem Buch gelungen, mich zu interessieren und mich zum Weiterlesen zu Animieren (auch wenn ich nicht so der Meditierer und Erspürer bin und Spiritualität anders lebe und nicht abgehoben, sondern praktisch). Nebenbei habe ich auch mein Umfeld aus anderen Augen gesehen und verstehe nun, die eine und andere Verhaltensweise der Personen um mich herum, vor allen jene, die mir nicht nahe stehen, mit denen ich aber dann und wann konfrontiert werde. Auch das vielbesprochene und allseits bekannte Spiegelgesetz wird nochmals sehr detailliert und mehr als alltagstauglich erklärt.

Fazit: Ein tolles Buch und ein super Geschenkebuch für die holde Weiblichkeit!

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