Najaden

Heike Knauber entführte mich in ihrem Erstling „Najaden – Das Siegel des Meeres“ in eine magisch-komplexe, aber auch sehr brutale und von Männern dominierte Welt.

Die  junge Meliaé wird bei einem Angriff verschleppt, bei dem ihre Mutter auf Befehl des Heeresfürsten Khayam getötet wird. Sein Bruder Sayaf  beschließt Meliaé zu heiraten, um sie so vor seinem grausamen Bruder Khayam zu beschützen. Die beiden Brüder sind in der Handelsstadt Glarnos, um ein mystisches Siegel zu rauben. Denn gemäß einer alten Prophezeiung ist dies die einzige Möglichkeit, das Sandmeer aufzuhalten, das ihr Reich Assu zu verschlingen droht.

Doch in der geheimnisvollen Meliaé schlummert etwas wahrlich Magisches, was die beiden Brüder nicht ahnen können: Sie ist die Thronfolgerin des Volkes der Najaden und somit auch das Siegel, dass Sayaf und Khayam so dringend suchen! Doch als Mädchen in einer männerorientierten Welt wird sie sehr schnell in die Ränkespiele der Männer um Macht eine Spielfigur, die je nach Lust und Ziel hin- und hergeschoben werden kann (wenn man sich die heutige Politiklandschaft weltweit anschaut scheint sich ja im Laufe der Geschichte nicht wirklich viel getan zu haben). 

Die Charaktere der Geschichte, die in einem mittelalterlich geprägten Setting spielt, sind sehr tiefgründig ausgearbeitet, doch die Männer waren mir alle durchweg sehr unsympathisch, so dass ich nicht wirklich romantisch verzückt über die in der Geschichte eingearbeitete Liebesgeschichte war. Das Buch ist durchweg grob und brutal mit all den Überfällen, Tötungen, Plünderungen, Vergewaltigungen. Macht und Kriege stehen an der Tagesordnung, was das Lesen doch sehr einseitig machte.  Doch die faszinierende, magische Welt, die Heike Knauber in diesem Buch entwickelt, ist es allemal wert, gelesen zu werden.

Fazit: Ziemlich brutal die Männer in diesem Buch … Ich empfehle das Buch erst für Leser ab 16 Jahren, weil nicht jeder derbe und grobe Männerfiguren ertragen kann. Wenig Romantik und deshalb ist das Buch auch nicht für jeden geeignet. Die Geschichte ist komplex, aber durchwegs lesenswert, wen die oben genannten Punkte wie grob und wenig romantisch nicht stören … Facettenreiche, magische High-Fantasy der besonderen Art mit einer orientalischen Mythologie angehaucht.

Inhalt:

In Heike Knaubers Roman lauert an jeder Ecke tödliche Magie, geheimnisvolle Wesen kämpfen in der Arena um Leben und Tod, und die Seiten knistern nur so vor Romantik. Dabei spielt die vielschichtige Handlung sowohl am Grunde des Meeres als auch in einem Wüstenreich, das im Sandmeer zu versinken droht: Knaubers Heldin Meliaé ist Thronfolgerin des legendären Najaden-Volkes – doch weiß sie nichts über ihre Herkunft. Als zwei grausame Brüder sie entführen, scheint Meliaés Tod unausweichlich, doch dann entdeckt sie ihre dunkle Liebe zu einem Mann, der sich für sie sogar mit dem Gott der Unterwelt anlegen wird …

Autorin:

Heike Knauber, 1967 geboren, lebt mit ihrer Familie in Schwalbach an der Saar. Ein Jahrzehnt war sie im Vertrieb für einen multinationalen Softwareentwicklungskonzern tätig, heute bereist sie als dolmetschende Assistentin für einen Industriekonzern Europa. Daneben hat sie sich der Phantastik verschrieben. Inspiriert von den großen Meistern der Fantasy wie J.R.R. Tolkien, George R.R. Martin, aber auch Bernhard Hennen und Kai Mayer hat die Autorin mit ihrem Debüt Najaden – Das Siegel des Meeres eine ganz eigene fantastische Welt erschaffen.

Buchinformationen:

  • Broschiert: 608 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag, erschienen am 21. Mai 2018
  • Preis: 15,00 Euro
  • ISBN-13: 978-3734161438
  • Achtung: Für LeserInnen ab 16 Jahren, da sehr brutal und derb