Feder & Klinge

Als ich den Klappentext las, habe ich mich sofort bei der Leserunde bei Lovelybooks um das Buch „Feder & Klinge“ von Rebecca Andel bewerben müssen … Umso erfreuter war ich, als ich diese auch – mit vielen anderen famosen Lesern – gewonnen habe. Vielen Dank an dieser Stelle, lieber Ueberreuter Verlag für das famose Buch und liebe Rebecca Andel für die wundervolle Begleitung der Leserunde!

And that´s the story: Raban, ein junger Mann, kann sich an nichts erinnern, wer er ist, warum er dort ist, wo er gerade ist und warum er keinen Namen, sondern nur eine Nummer hat. Er wird von allen „Nummer023“ genannt. Merkwürdig.  Parallel lesen wir von einer jungen Frau namens Ariane, die an einer psychischen Erkrankung leidet und ihrem kargen Alltag entflieht, indem sie schreibt. Und zwar sehr düstere Geschichten. Ihr Held in ihren Geschichten ist „Nummer023“, dessen Name eigentlich Raban ist. Mit ihm fühlt sich auf irgendeine Art und Weise innig verbunden. Und dann stehen sich die beiden eines Tages so ganz plötzlich mal eben gegenüber: Die Schriftstellerin und ihre Romanfigur. Der Leser weiß zu diesem Zeitpunkt schon (oder kann es zumindest erahnen), dass Ariane in Raban verliebt ist. Und so wie es scheint, sind ihre beiden Welten, die reale und fiktive, scheinbar untrennbar miteinander verbunden.

Ich möchte Euch hier gar nicht allzu viel verraten, denn das Buch lebt von dieser magischen Atmosphäre, in der man nie so recht weiß (so ging es mir jedenfalls beim Lesen), was nun geschehen wird, es gibt viele magische und unerwartete Wendungen, Zeitreisen spielen eine Rolle und die Geschichte hat arg mit meiner Wahrnehmung gespielt. Selten habe ich soviel nachgedacht, wie bei diesem Buch ;-). Habe mir vorgestellt, welcher Charakter aus welchem Buch gerne einmal bei mir lebendig werden dürfte … Und auch was wohl mit Raban und den anderen Nummern rund um Dr. Möbius (der böse Widersacher) geschehen würde, wenn Ariane ihre Geschichte vernichtet oder verbrennt …

 

So ein Buch habe ich lange nicht gelesen, ein Buch und eine Geschichte, die mit mir spielt, mich abwägen lässt, was wirklich und nicht wirklich ist (musste dabei immer an den Spruch von Dumbledore an Harry gerichtet denken: „Natürlich findet es in deinem Kopf statt, aber warum, in aller Welt, sollte das heißen, dass es nicht wirklich ist? „) … Musste mich nach dem Lesen immer erst einmal sammeln, um wieder in meiner Realität anzukommen ;-)!

Es hat sich mir allerdings nicht erschließen könne, warum das Buch unter dem Genre „Romantasy“ läuft, denn es war nicht ausschließlich romantisch, sondern hatte auch was dystopisches … Hmm …

Fazit: Kreative, überraschende und tiefgründige Geschichte, grandios erzählt! Mal etwas anderes und absolut und dringlichst empfehlenswert! Ein Must-read ohnehin für Buchliebhaber!

Inhalt:

Raban kann sich an nichts erinnern. Nicht einmal an seinen eigenen Namen. Dort, wo er sich befindet, nennt man ihn „Nummer 023“. Ariane findet Zuflucht in ihrem Schreiben. Doch was sie sich für ihren Romanhelden ausgedacht hat, ist düster. Dennoch fühlt sie zu „Nummer 023“, der eigentlich Raban heißt, eine tiefe Verbindung. Dann stehen sich Raban und Ariane eines Tages plötzlich gegenüber. Und nicht nur, dass Ariane schon seit längerem heimlich in Raban verliebt ist, das eigentlich Unmögliche scheint wahr zu sein: Ihre beiden Welten sind wie bei einem Möbiusband untrennbar miteinander verwoben.

Über die Autorin:

Rebecca Andel wurde 1992 in Wien geboren. Schon als Kind schrieb sie selbst erfundene Geschichten auf und illustrierte sie auch. Sie studierte Malerei und Bildhauerei an der Wiener Kunstschule und begann anschließend ein Germanistikstudium – dadurch trat das Schreiben für sie sehr klar in den Vordergrund. Derzeit lebt sie mit ihrem Freund in Wien.

Buchinformationen:

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Ueberreuter Verlag, erschienen am 13. Juli 2018
  • Preis: 17,95 Euro
  • ISBN-13: 978-3764170844
  • Vom Verlag empfohlenes Lese-Alter: ab 14 Jahren