Tina Exner: Was denke ich? So verhalte ich mich!

was denke ich

Es gibt nicht nur positive und negative Gedanken, sondern auch noch eine dritte Variante, wie ich beim Lesen des wundervollen und mehr als empfehlenswerten Buches “Wie denke ich? So verhalte ich mich!” von Tina Exner gelesen habe.

Tina Exner hat viele Jahre als Therapeutin “Ressourcengruppen” in einer Klinik für Psychosomatik geleitet. In ihrem angenehm geschriebenen und leicht verständlichen Buch hat sie ihre Erfahrungen, Fallbeispiele und Lösungen der Probleme ihrer Klienten zusammengefasst und festgestellt: Viele Probleme fangen mit dem eigenen Denken an!  Frau Exner zeigt auf, wie wir uns gegen unsere negativen Impulse “wehren” können, hier erfolgreich gegensteuern können und sie sagt auch, warum nur “positiv” denken nicht funktionieren kann. Und das alles präsentiert sie uns so locker und leicht und ohne jeglichen psychologischen oder esoterischen Gedankengut umfassend unterlegt mit zahlreichen Fallbeispielen und ihren Beobachtungen. Hut ab!

 

Fazit: Ein tolles, spannend zu lesendes kleines feines Sachbuch, das anders ist, als alles, was man in diesem Genre sonst so an “neuer-Wein-in-alten-Schläuchen-Ratgebern” lesen kann! Klar, verständlich, wegweisend anders, wertvoll, unterstützend! Achtung: Es regt zum Nachdenken an ;-)!

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Sei nicht dumm und merk dir bloß

sei nicht dumm und merk dir bloß

Carolin Küntzel ist mit “Sei nicht dumm und merk dir bloß … Namenwörter schreibt man groß” ein wundervolles und witziges Buch über Eselsbrücken gelungen.

Im Buch finden sich – mit lustigen Cartoons versehene Eselsbrücken und Merkhilfen für die wichtigen Fächer Deutsch, Englisch und Mathe und noch einiges mehr …

Fazit: Eine absolute Kaufempfehlung für dieses Buch ;-)! Das Buch macht große Lust, selbst Eselsbrücken zu kreieren ;-)!

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Bas Kast: Und plötzlich macht es Klick!

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Bas Kast hat mit seinem neuen Buch “Und plötzlich macht es Klick!” ein sehr inspierendes Grundlagenbuch zum Thema Kreativität auf absolut neuestem wissenschaftlichen Stand geschrieben! Und: Es liest sich leicht und ist sehr interessant. Was will man mehr von einem Sachbuch … Und wer jetzt immer noch denkt Kreativität braucht man in der heutigen Leistungsgesellschaft nicht mehr (ich denke da an die Schule, wo man ja nur noch auf Leistung getrimmt wird und jeglichen Spaß am Lernen und Ausprobieren ausgetrieben bekommt und nur funktionieren muss!), der wird hier eines besseren belehrt: Es ist das A und O, um in dieser zu bestehen … ;-)!

Im ersten Kapitel geht es um bestimmte Schemata, die wir Menschen in unserem Kopf haben, die unser Leben beeinflussen und meistens auch sehr vereinfachen. Doch wenn Unvorhergesehenes passiert, funktioniert dieses Schema nicht mehr und wir müssen improvisieren. Und dazu brauchen wir in erster Linie natürlich Ideen und schwupp schon sind wir kreativ. Wir müssen also bei unseren festgefahrenen inneren Schemata auch einmal den Kurs ändern und Neues ausprobieren, um in unserem Denken flexibler zu werden. So einfach ist das ;-).

Ein Kapitel widmet sich auch dem Thema Entspannung. So ist es wichtig, seinem Gehirn regelmäßig Pausen zu gönnen. Immer nur konzentriert zu sein, bringt nicht immer den gewünschten Erfolg. Sind wir in einem entspanntem Zustand, so  ist unser Denken frei  bzw. unbeschäftigt (klappt nicht immer ;-)) und verschiedene Ideen können uns so überhaupt erst erreichen.

Bas Kast widmet sich in einem Kapitel auch der kindlichen Neugierde und zeigt auf, wie man die Kreativität bereits bei Kindern fördern und stärken kann. So sei es zum Beispiel während des Lobens wichtig, nicht die erbrachte Leistung, das Ziel ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu stellen, sondern schon bereits den Einsatz des Kindes, um dieses Ziel zu erreichen. Dies gilt natürlich auch für Erwachsene ;-)!

Ich kann dieses Buch jedem nur empfehlen – und insbesondere den lieben Lehrern … !

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Francoise Hauser: Hilfe, ich hab Grundschule! Das Überlebens-ABC für Eltern

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Passend zur Einschulung ein Lesetipp von mir: “Hilfe, ich hab Grundschule! Das Überlebens-ABC für Eltern” von Francoise Hauser ist ein witziges Buch für frischgebackene Grundschuleltern … Es nimmt die verschiedenen Wortschöpfungen rund um die Grundschule liebevoll und amüsant auf die Schippe, nennt Eltern- und Lehrertypen, erklärt die verschiedenen Nomen, die in der Kommunikation mit Lehrern und Schulleitung sowie Infozetteln auftreten können usw. Es ist ein kleines, feines und lustiges Buch – denn Schule kann auch humorvoll betrachtet … Nicht immer alles so ernst nehmen, gell?

Fazit: Ein tolles und amüsantes Buch über die wichtige Grundschulzeit, für Eltern und Lehrer gleichermaßen lesbar und empfehlenswert … !

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Zum Schulanfang

TafelanschriftIch hatte einen Traum …

… von einer Schule, in der nur positive und glückliche Lehrer unterrichten durften. In der die Schüler respekt- und liebevoll und ehrlich behandelt wurden. In der sie Dinge lernten, die sie im Leben wirklich weiterbringen und in der die Lehrer sie beliessen wie sie waren. Dort fand kein Vergleich statt, den die weisen Lehrer dort wussten, dass es unmöglich ist, Menschen zu vergleichen, da wir alle anders sind und doch eins. Wo die Liebe lehrte und das Glück wohnte. Wo viel gelacht wurde und Strafen nicht nötig waren, da man alles liebevoll besprach.

In dieser Schule waren Eltern mehr als willkommen, sie arbeiteten Hand in Hand mit den Lehrkräften. Die Energie an dieser Schule war so voller Liebe, dass es kaum Streitigkeiten und Auseinandersetzungen gab. Und wenn, dann wurde darüber gesprochen. Die Kinder durften Kinder sein, vor allem durften sie sie selbst bleiben und wurden geachtet. Es gab keine Zeugnisse und keine Noten und die Fächer wurde – gerade an die jüngeren Kinder – spielerisch vermittelt, ganz ohne Zwang. Dort durften die Kinder nach ihrem eigenen Lerntempo ohne Stress lernen. Jeder half dem anderen, jeder respektierte den anderen, jeder ehrte den individuellen Geist eines jeden anderen.

Diese unvergleichlichen, wundervollen Kinder hatten viel Bewegung, aber auch entspannende Lehrstunden, dort lernten sie, ihren Geist zur Ruhe zu bringen und ihre innere Mitte zu finden, um wieder in ihre Kraft zu kommen. Diese Schule war ein Ort der Ruhe, der Geborgenheit und der Harmonie. Die Kinder gingen gerne in diese besondere Schule. Sie begannen den Tag mit einer Morgenmeditation, sie sangen gemeinsam und lachten viel. Zwischen den Lerneinheiten hatten sie ausreichend Pausen, damit sich das Gelernte in ihrem Geist entfalten konnte.

Die Kinder wurden zu glücklichen, authentischen, sich selbst bewussten, zufriedenen, gelassenen und weisen Erwachsenen, die der Gesellschaft, den anderen Menschen sehr viel gaben und die Welt zu einem besseren und fried- und liebevollen Ort machten. NiemKeiner dieser wundervollen Kinder musste sich verbiegen, um von der Gesellschaft, der Lehrkraft etc. anerkannt zu werden, niemand wurde in eine Be-/Verurteilungsschublade gesteckt, alle durften sein, wie sie ursprünglich waren: Kinder Gottes, jeder mit seinen ureigenen und besonderen Fähigkeiten ausgestattet.

Noch eine kleine Textstelle (Seite 28/29) aus dem tollen und sehr empfehlenswerten Buch “Wishcraft” von Barbara Sher: 
“Sie haben wahrscheinlich vergessen, wie es war, als Sie in die erste Klasse kamen. Sie hatten fünf oder sechs Jahre grundlegender Erfahrungen hinter sich – im Sehen und Wissen von Dingen, im Fühlen, im Hassen und bestimmte Dinge lieben. Aber die Schule wollte nicht von Ihnen lernen;  sie wollte Sie belehren. Und mit nicht sehr großem Feingefühl vermittelte man Ihnen höchstwahrscheinlich, dass Ihr Wissen, Ihr Geschmack und Ihre Meinungen nicht besonders wichtig waren.
Indem man ignorierte, wer Sie waren, löschte man die ganze reiche innere Welt, die Sie mitgebracht hatten. Alles, was man in Ihnen sah, war eine leere Tafel, die man mit allem erdenklichen und “wertvollen” Wissen füllen würde. Wenn es Ihnen wichtig war, mit Ihrem besten Freund zu reden, sich ihren Tagträumen hinzugeben oder zu malen, es aber gerade Zeit für den Mathematikunterricht war, wurden Sie bestraft. Wenn Sie zufällig wussten, wie man mit Pflanzen redete (und diese auch zu Ihnen sprachen), dann wurden Sie nicht gefragt: “Willst du das Pflanzenalphabet lernen?”. Es hieß vielmehr: “Komm von den Blumen weg und lass uns mal sehen, wie schnell du das Einmaleins lernen kannst.”  Wenn Sie Skulpturen aus Matsch anfertigten, wenn Sie ein Kinostar werden oder mit den Schlittschuhen bis nach Alaska fahren wollten, dann haben Sie schnell kapiert, dass dem nicht viel Bedeutung zugemessen wurde. Und so, Stück für Stück, haben Sie vergessen. Es fand eine Art Gedächtnisschwund statt. In dieser Zeit konnten Sie, wenn denn jemand fragte, worin Sie gut seien, leicht sagen: in nichts – und das bedeutete: in nichts, was irgendjemand für wichtig halten würde. Oder Sie sagten: Ich bin gut in Mathe, oder: Ich kann gut lesen. Es wäre Ihnen nicht im Traum eingefallen zu sagen: Ich liebe Pflanzen. Ich kenne alle ihre Namen auswendig, und ich glaube, ich weiß, was sie gerne haben und was nicht.”