Genähtes Glück

genähtes glück Sally Waltons  “Genähtes Glück” ist ein zauberhaftes Buch im derzeit angesagten Vintagelook, erschienen im Bassermann Verlag. Viele tolle Retro-Wohnideen zum Nähen finden sich in dem wundervollen Buch. Leicht verständlich und praxisnah gibt Mrs. Walton auf 160 Seiten viele Tipps und Tricks zu den  Themen Nähen, Sticken, Material, Handhabung, Sicherheitshinweise, Knopfloch, Stoffwahl etc. Mit den drei Schnittbogen können interessierte und auch begabte Näherinnen ihrer Retrolust nun auch im eigenen Zuhause frönen und sich austoben. Viele Farbfotos machen Lust, sich sofort an die Nähmaschinen zu setzen! Das zauberhafte Kreativbuch ist wunderschön und hochwertig aufgemacht, es liegt gut in der Hand. Die drei Schnittbögen stecken lässig und gut verstaut in einer stabilen Lasche im hinteren Buchdeckel.

Fazit: Must-have für alle Kreativen, die den Vintagelook verehren, leben und zelebrieren ;-)!

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Gelesen: Garten-Deko fürs ganze Jahr

Garten-Deko fürs ganze JahrEin tolles Buch hat Katharina Pasternak da mit “Garten-Deko fürs ganze Jahr” geschrieben! Viele kreative und einfach umzusetzende DIY-Ideen mit zauberhaften Fotos machen Lust aufs selber kreativ werden. Beim Durchblättern kam mir sogar noch die ein oder andere Idee, wie man die vorgeschriebenen Ideen noch etwas für mich individueller gestalten könnte – ein wahres Kreativ-Feuerwerk … Beim Gang durch den Baumarkt – einer meiner Lieblingsbeschäftigungen – halte ich immer Ausschau nach dem einen oder anderen verwertbaren Material. Ich fühle mich von Frau Pasternak verstanden ;-), ihr scheint es da ähnlich zu gehen. Natürlich schaue ich zuerst, was ich noch so alles dahabe, bevor ich neue Dinge anschaffe.

Fazit: Das Buch macht Spaß und Lust, die Ideen sofort umzusetzen – mit dem, was man selbst verfügbar hat! Einfach nur toll und mehr als empfehlenswert!

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Gelesen: Erwarte das Unerwartete

erwarte-unerwarteteDiana Dawn Kavian ist mit “Erwarte das Unerwarete” ein schönes, tief gehendes und informatives Buch gelungen. Mit ihrem Herzens- und Intutionstraining inklusive einer Übungs-CD kann es uns gelingen, unsere ureigene Stimme, unsere Intuition wieder zu entdecken, ihr zu lauschen und sie so zu trainieren, dass wir jederzeit auf unser inneres Wissen zurückgreifen können. Viele schöne Geschichten werden erzählt, man denkt nach und fragt sich, warum nicht schon früher darauf gekommen ist – so erging es mir beim Lesen ganz oft. Das Buch spricht unsere Seele an, unser Innerstes. Die Übungen kommen sehr unscheinbar daher, viele Worte wiederholen sich, es ist der immer gleich Einstieg und doch bringen die Meditationen, die auf der beiliegenden CD zu finden sind, sehr viele Impulse in Gang. Es ist ein Buch, das einen nicht mehr loslässt und man möchte es wieder und wieder lesen und ich kann versprechen, dass sich die eigene Wahrnehmung der gelesenen Worte  verändert, wieder neue Impulse von unserer inneren Stimme geliefert werden. Ein sehr magisches, lebendiges Buch!

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Gelesen: Chia – Kompakt-Ratgeber

Harnisch_Chia.inddDas Powerfood “Chia” ist Thema des gleichnamigen Kompaktratgebers von Dr. Günter Harnisch, der im Mankau Verlag erschienen ist.

Es ist ein tolles, kleines, sehr informatives Büchlein mit einige Rezepten. Günter Harnisch schreibt flüssig und hochinteressant über das neue Wundermittel Chia (offiziell: Salvia hispanica), einer Salbeiform aus Mexiko. Auch ich habe es natürlich im Test, bis jetzt kann ich nur sagen, dass ich mich viel fitter als sonst fühle, mich besser konzentrieren kann und auch schon etwas abgenommen habe, denn Chia macht satt und dämpft den Heißhunger. Dabei sollte man aber auch viel trinken, sonst kann es vorkommen, dass man etwas Bauchschmerzen bekommt. Chia hat keine Nebenwirkungen, es ist ein Nahrungsmittel und dieses kann man nicht überdosieren … Wie gesagt, man sollte aber das Trinken nicht vergessen, denn die Samen quellen im Körper auf … Es ist ein tolles, günstiges, schnell wirkendes und gut schmeckendes Super-Power-Food. Probiert es aus, wenn ihr eurem Körper etwas Gutes tun möchtet und so wie ich eher den unkomplizierten Weg liebt ;-)! Es ist ein sehr effizientes und gesundes Nahrungsmittel mit unglaublich viel Power!

Fazit: Ein tolles, kleines, feines Büchlein über eine wunderbare, hochwirksame Pflanze!

Hier noch ein Interview mit Dr. Günter Harnisch, das sehr informativ ist: Interview_Harnisch_Chia

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Bittersüß: Die letzten Tage von Rabbit Hayes

Rabbit HayesAnna McPartlin hat mit “Die letzten Tage von Rabbit Hayes” ein sehr ergreifendes, trauriges, und doch auch mehr als empfehlenswertes Buch geschrieben. Wir Menschen neigen ja dazu, unangenehme Themen wie u. a. auch das Thema Tod mehr als zu verdrängen und dennoch ist es ein Teil jedes Lebens, der ewige Kreislauf. Still leiden wir mit, wenn mal wieder eine Tragödie weit weg von uns geschieht oder wenn ein Flugzeug abstürzt, eine Naturkatastrophe geschieht.

Doch geschieht es in unserer Familie, z. B. wie in der zauberhaften Familie Hayes, dann fühlt man sich oft einfach nur dem Schicksal und der modernen Medizin ausgeliefert, man muss teilweise kampflos zu sehen, wie das Schicksal einen fest umklammert, bis man keine Luft mehr bekommt. Deshalb ist es wichtig, dass man starke Menschen und liebende Menschen um sich hat, eine starke, mutige und authentische Familie wie die Familie Hayes in Anna McPartlins traurigen, aber auch sehr starkem Buch.

Rabbit Hayes hat nur noch wenige Tage zu leben, genauer gesagt nur noch 9 Tage. Diese verbringt sie in einem Hospiz. Ihre Familie besucht sie täglich und auch ihre 12-jährige Tochter Julie, die zu Beginn der Geschichte noch nicht begreifen kann, dass ihre Mutter nur noch wenige Tage zu leben hat. Das Buch ist aufgebaut in die neun Tage im Hospiz, erzählt wird aber auch in Rückblenden, von Rabbit Hayes langem Kampf gegen den Brustkrebs. Sie ist die jüngste von drei Geschwistern, deren Geschichten auch in den einzelnen Rückblenden erzählt werden. Es ist ein trauriges, aber so ungemein lesenswertes Buch, ich konnte nicht aufhören und habe es gestern in einem Rutsch gelesen (es war ja Muttertag und ich hatte Zeit ;-)). Was für eine starke Frau, was für eine starke, mutige Familie!

Anna McPartlin hat die Personen in ihrer Geschichte sehr lebendig und einfühlsam gezeichnet, wundervoll getroffen und ich konnte mir diese auch bildlich sehr gut vorstellen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, sie schreibt gut und es bleiben keine Fragen offen, man wird als Leser sofort hineingezogen in die zauberhaft chaotische Familie Hayes, man ist sofort mittendrin im Geschehen!

Rabbits 72-jährige Mama Molly ist die Kämpferin in der Familie, sie hält alle zusammen, leidet jedoch still in sich hinein. Ihr Mann Jack (77) kann so gar nicht mit dem Thema Sterben umgehen. Er fühlt sich hilflos dem allem ausgesetzt.

Ich kann nur sagen: Ein Buch das sehr nahe geht, einen in eine Achterbahn der Gefühle bringt, nachdenklich stimmt, ein Buch mit unglaublich viel Tiefgang. Unbedingt lesen!

“Jetzt sind wir zwei allein Rabbit.” Ah, da bist du Dad. “Nimm dir so viel Zeit, wie du brauchst Liebes. Keine Eile. Du machst einfach dein Ding. Hast du immer schon getan.” Genau. Und zwar, weil du mir gezeigt hast, wie das geht.

ACHTUNG: Wer den ersten Kommentar zu dieser Rezension abgibt, bekommt mein Lese-Exemplar geschenkt … !!!!!

In eigener Sache: Ein herzliches Dankeschön an den Rowohlt-Verlag, der mir eines der 30 zu gewinnenden Buchpakete dieses wundervollen Buches geschenkt hat ;-)!

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Die letzte Drachentöterin

die letzte drachentöterinFans des skurrilen Humors aufgepasst: Jasper Fforde hat nun auch ein Jugendbuch geschrieben, dass jedoch auch Erwachsene lesen können – bzw. sollten ;-). Der Titel: Die letzte Drachentöterin. Ihr wisst ja, ich bin ein großer Fan von Jasper Fforde und habe mich bereits bei Thursday Next köstlich amüsiert. Umso trauriger war ich, als es keinen Folgeband mehr gab. Jasper schrieb danach sein Buch “Grau”, das mir aber nicht so sehr zusagte. Umso begeisterter war ich von der letzten Drachentöterin Jennifer Strange, einem Findelkind im Ununited Kingdoms – herrlich kann ich nur sagen und so witzig!

Jennifer lebt als ganz normales Mädchen in einer Welt voller Magie, Fantasie und Zauberei. Alles ist dort jedoch mehr als geregelt und die Stellen, wo all die verschiedenen Formulare der Zauberer beschrieben werden, sind absolut genial. Auch hier nimmt Jasper Fforde wieder unseren Bürokratie-Wahn witzig und munter auf die Schippe. Köstlich! Jennifer arbeitet als Managerin in der Zaubereiagentur KAZAM, sie hat einige Zauberer unter Vertrag und diese verlegen z. B. Rohre etc. mittels Magie, sauber und schnell.

Jennifer steht kurz vor ihrem 16. Geburtstag, der bedeutet, dass sie als Findelkind endlich frei sein wird. Doch plötzlich hat ein Zauberer eine Vision, dass der letzte Drache Maltcassion getötet werden soll. Nun ist natürlich alles in herrlich schräger Wallung in Ununited Kingdoms und Jennifer ist mittendrin und fragt sich, ob der Drache Maltcassion tatsächlich gegen den geltenden Vertrag verstossen hat oder ob andere Interessen für seinen Tod plädieren. Das Gespräch, dass Jennifer mit dem Drachen Maltcassion ist wundervoll, denn der alte, weise Drache hält den Menschen derart den Spiegel vor die Nase, dass ich das Buch erst einmal nachdenklich zur Seite legte … Was nichts Negatives bedeutet, es hat mich einfach sehr nachdenklich gemacht … im positiven Sinne.

Es ist eine sehr gelungene, in sich geschlossene Geschichte, obwohl es in Deutschland noch zwei Folgebände geben wird (der nächste wie unten bereits erwähnt allerdings erst voraussichtlich im Frühjahr 2016. Doch wer dem Englischen mächtig ist, kann die Geschichte in der Originalversion weiterlesen!). Dennoch mit einer überraschenden Wendung. Jennifer Strange und alle anderen Charaktäre haben mir sehr gut gefallen, auch das Quarktier, dass immer an Jennifers Seite ist, hat seinen Charme, obwohl es außer “Quark” nichts sagt ;-).

Fazit:

Jasper Fforde ist ein Menschenkenner par excellence und wie er Gesellschaft, Bürokratie, menschliche Schwächen, Magie, Zauberei etc. mit seinem schrägen und doch immer mit einem Körnchen Wahrheit gespickten Humor auf die Schippe nimmt und gekonnt miteinander verknüpft zu dieser sagenhaften Geschichte ist einfach nur genial! Für mich ist es das beste fantastische Buch, dass ich seit Thursday Next gelesen habe! UNBEDINGT LESEN!

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Nach Rücksprache mit dem Verlag kann ich euch folgendes mitteilen: Der 2. Teil der Trilogie wird voraussichtlich im Frühjahr 2016 auf Deutsch erscheinen.

Ich habe auf der Webseite von Jasper Fforde gelesen, dass  in England bereits alle drei Bücher erschienen sind. Dort gibt es jedoch auch einen vierten Teil, der voraussichtlich in diesem Jahr in UK erscheinen wird.

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Gelesen: Das Haus der verschwundenen Kinder von Claire Legrand

haus der verschwundenen kinderDas Haus der verschwundenen Kinder” von Claire Legrand ist ein düsteres, schauriges und doch modernes Märchen über Mut und die Kraft der Freundschaft.

In der schönen Kleinstadt Belleville hat alles seine Ordnung. Die dort lebenden Menschen sind gut gelaunt, fleißig und hübsch,  immer nett zu anderen und tun alles, um brav zu wirken und die Reinheit der Stadt zu erhalten. Kinder, die sich nicht an die Regeln der Stadt halten, kommen in das Heim der seltsamen Mrs. Cavendish. Was dort mit den Kindern passiert scheint den Bewohnern von Belleville egal zu sein, sie nehmen es wie so vieles sonst – einfach hin. Doch da ist Victoria, Jahrgangsbeste, Ordnungsfanatikerin und selbst ernannte Freundin von Lawrence, einem Außenseiter mit grauem Haar. Doch als Lawrence plötzlich verschwindet, begibt sich Victoria äußerst mutig auf die Suche und entdeckt das Unfassbare!

Es ist ein tolles Buch, man wird richtig in diese düstere, unheilvolle Stimmung, die zwischen den Zeilen von Anfang pulsiert, hineingezogen. Man spürt als Leser, dass das doch alles nicht so toll sein kann und wartet förmlich auf den großen Gruselknall ;-)!

Doch lest das Buch unbedingt selbst!

*****ACHTUNG********:

Ich verlose ein Leseexemplar dieses Kinderbuches, das auch für Erwachsene schön zu lesen ist. Also, wer mir zuerst schreibt, der bekommt das Buch von mir zugeschickt!

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Drucksache! von Jenny McCabe

Drucksache“Drucksache! 35 Lieblingsstücke zum Selbermachen für jedes Zuhause” von Jenny McCabe ist ein tolles, sehr inspirierendes Buch. Es macht Lust, sofort mit dem Drucken loszulegen und mit einigen Utensilien aus Küche und Haushalt scheint das auch sofort möglich zu sein.

Das hochwertig ausgestattete Buch ist wunderschön und übersichtlich aufgemacht, mit vielen zauberhaften und lustmachenden Fotos. Die Anleitungen sind sehr ausführlich beschrieben und mit Bildern unterlegt. So kommt man einfach und schnell zum ersten eigenen Druckwerk. Ich muss gestehen, ich habe es noch nicht selbst ausprobiert, aber ich werde es tun, und dann österlich losdrucken. Ich habe viele Inspirationen durch das Buch gewinnen können und mir auch einige eigene potentielle Druckdesigns ausgedacht und skizziert …

Fazit: Mal was anderes und warum nicht selbst alle möglichen Materialien bedrucken? Das macht bestimmt viel Spaß, erinnert mich an die Jahre des Kartoffeldruckes in Grundschulzeiten 😉 … Auch der Zick-Zack-Hocker spricht mich voll an und zufällig habe ich einen hier irgendwo in der Ecke herumstehen 😉 …

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Gelesen: Lieber Mr. Salinger von Joanna Rakoff

lieber mr. salingerFrisch von der Uni nimmt  die noch jugendlich-naive Joanna Rakoff  mit 23 Jahren ihren ersten Job in einer bekannten Literaturagentur als Assistentin an. Dort ist sie u.a. dafür zuständig, Brief zu beantworten, die an einen Autor namens Jerry geschickt werden, der niemand anderes ist als J.D. Salinger persönlich. Das Buch “Lieber Mr. Salinger” von Joanna Rakoff ist keine fiktive Geschichte, Joanna hat dies alles so erlebt.

Joanna geht es wie vielen Menschen: Sie kennen J.D. Salinger aber nicht jeder hat seine Bücher gelesen. Und so beginnt sie, alle Bücher des weltberühmten Autors, mit dem sie auch telefoniert, zu lesen.

Die Literaturagentur wirkt etwas altertümlich, auf Computer wird weitgehend verzichtet, erst zum Ende der Geschichte hin werden Computer angeschafft. Der Aufbau der Geschichte folgt den vier Jahreszeiten, was ich auch ein schönes Bild finde … Vom Erblühen zur Ernte: Joanna entwickelt sich stetig weiter während ihrer Tätigkeit und reift auch innerlich durch die Beschäftigung mit den Leserbriefen an den große J.D. Salinger heran. Wie ein Schmetterling.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, wenn es auch sehr amerikanisch geschrieben ist und diese ewige Coming-of-Age-Geschichte, die auch von Regisseuren sehr gerne verfilmt wird manchmal etwas nervt, das Leben ist nun mal Entwicklung und Reifung, deshalb passt es schon. Es ist eine klare Empfehlung für jeden Bücherliebhaber und Möchtegern-Schriftsteller. Es ist eine spannende Zeitreise in die Welt der Bücher vor der Digitalisierung und ein interessanter Einblick in die Arbeit von Literaturagenten. Es ist so lässig geschrieben und man spürt förmlich den Zeitgeist beim Lesen. Auch das ständige Gequalme der Agenturmitarbeiter – herrlich Retro ;-)! Im Kopf hatte ich als Joanna Schauspielerinnen wie Audrey Hepburn und Doris Day 😉 …

Das Cover ist in einem frischen, luftigen Blau und passt hervorragend zum Inhalt. Joanna Rakoff hat vor dem Beginn der digitalen Revolution ihren Assistentinnenjob ausgeübt und noch  – wie damals üblich – alles mit einer elektrischen (immerhin) Schreibmaschine getippt. Es passt zu ihrem Jahr in der Literaturagentur, denn durch die dort gemachten Erfahrungen, die ihr Flügel verliehen haben 😉 und sie es endlich schafft, sich von all den fremden Erwartungen um sie herum loszulösen und das zu tun, was sie schon immer machen wollte: Schreiben!

Fazit: Unbedingt lesen und Salingers  “Fänger im Roggen” am besten dazu …!

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Gelesen: Soantà & Als Paolos Hände reden lernten

Soantà & Als Paolos Hände reden lerntenErst einmal möchte ich herzlich für das von Peter Georgas Frey zur Verfügung gestellte tolle Buch “Soantà & Als Paolos Hände reden lernten” bedanken! Ich habe es sehr gerne gelesen!

Die beiden kleinen feinen Geschichtchen haben es in sich, trotz ihrer Kürze. Das schmale Büchlein liegt sehr gut in der Hand und ich hatte viel Freude beim Lesen und beim mir Vorstellen all der sprachlichen Bildgewalten, die da in dem Buch in einer wundervollen Sprache gezeichnet werden. Das Buch hat genau meinen Geschmack getroffen (Peter wusste das ;-)) und hat mich im Alltagsgeschehen in andere Welten versetzt.

In der ersten Geschichte “Als Paolos Hände reden lernten” lebt ein Junge namens Paolo in einem friedlichen, harmonischen Dorf. Das hat mir sehr gut gefallen, denn wenn man sich die Welt um sich herum heute – besonders aus Mediensicht anschaut – könnte man das für reine Phanatasie abtun – aber ich bin der festen Überzeugung, wenn wir alle mitdenken und empathisch, mitfühlend und liebevoll durch unsere Welt streifen – können wir uns kleine Paradiese schaffen ;-).

Paolo hat die seltene Gabe, mit den Händen zu sehen – also zu sprechen. Wenn er Gegenstände berührt erzählen diese ihm ihre ureigenen Geschichten. Das ist eine wundervolle Idee und Peter Georgas Frey hat das wirklich sehr gut umgesetzt. Die Sprache hat mich aufgesaugt, jedes Mal wenn ich das Buch in die Hand genommen habe, habe ich mir vorgestellt, dass es mir jetzt seine Geschichte erzählt – wie in der “Unendlichen Geschichte” (das hört mein Sohn gerade als Hörbuch)! Mehr möchte nicht erzählen, lest das Buch bitte unbedingt selbst!

Der erste Satz:

Erster Satz Paolo

 

 

 

 

 

Soanta hat mir auch sehr gut gefallen, zwar nicht so gut wie die Geschichte von Paolo, aber sie hat doch ihren eigenen liebenswerten Charakter, in den ich aber nicht so leicht eintauchen konnte wie Paolos Gabengeschichte. Soanta erwacht in einer Pilgerstadt namens Lorelia, einer Gesellschaft, die der unseren nicht so ganz unähnlich ist … Deren Untergang steht bevor … Soantas Aufgabe ist es, das Gewissen und den Glauben der Bewohner Lorelias zu prüfen. Vor der Stadt trifft er die gutmütige Kaufmannstochter Azur. Die beiden betreten Lorelia und treffen auf einen Händler namens Murat. Soante lernt nun auch Azurs Vater kennen und macht sich ein Bild von Lorelias Volk und deren Lebenssituationen. Dann kommt der König mit einer Handelskarawane und eine Tragödie, die ich hier nicht erzählen werde, beginnt … Ich muss gestehen, hier hatte ich beim Lesen das Gefühl, es könnte auch der Alchemist von Paolho Coelho sein … Auch an die Märchen für Erwachsene wie sie im Lucy Körner Verlag erscheinen wie z. B. “Johannes” oder “Feuergold” haben mich die beiden Geschichtlein leicht erinnert …

Im Prolog steht geschrieben:

“… Es ist eine Geschichte über die höheren, das Leben gestaltetenden Mächte udn wie sie müde wurden zu hoffen, es gäbe geeignete Menschen, das Elend auf der Welt zu beseitigen. Alle, die sich im edlen Glauben an diese Aufgabe gemacht hatten, waren schändlich gescheitert und so blieb den Göttern nichts, als neue, bessere, mächtigere und zugleich ehrfürchtigere Wesen zu schaffen, die die Vorherrschaft der Menschen brechen und sie in ihre Schranken zurückweisen würden. Geschöpfe des Geistes sollten es sein, keine, die ein Schwert brauchen, um Konflikte und Unrecht zu lösen. Von einem der ersten, das unter die Menschen gesandt wurde, erzählt diese Geschichte.”

 

Der erste Satz bei Soanta:

“Er erwachte nach wenigen Stunden dünnen Schlafes.”

Soanta ist ein Prachtmensch, er urteilt und verurteilt nicht, er möchte nur das Leben und die Menschen verstehen. Er hat die von Gott verliehene Gabe, das Schicksal eines Menschen vollständig zu sehen und auch zu wissen, was sich in dessen Leben alles noch ereignen würde. So sieht er Krankheit, Verderben und auch den nahenden Tod, was ihn sehr quält. Er sieht die Fratzen der Macht, die Häßlichkeit des Charakters – besonders als der König eintrifft. Dann geschieht ein Aufstand der Unfreien. Und was dann weiter geschieht, möchte ich hier nicht verraten – lest es selbst …

Fazit: Es ist ein sehr aktuelles Buch, gerade die zweite Geschichte “Soanta” könnte auch heute spielen mit den ganzen schlimmen Dingen, die ich nicht beim Namen nennen möchte, da diese Bösartigkeiten hier nichts zu suchen haben – das erledigen schon die Medien. Es ist ein Buch, dass man nachdenklich zur Seite leg und sich schwört, ein besserer Mensch zu sein. Herzlichen Dank, lieber, geschätzter Peter Georgas Frey! Schreib bitte weiter solche kleinen feinen Büchlein ;-)! Und bitte zahlreich kaufen und weiterverschenken!!!

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