Das Buch der Schurken


Was wären Bücher ohne Schurken, Bösewichte oder Antagonisten? Schrecklich langweilig! Genau!

“Das Buch der Schurken – Die 100 genialsten Bösewichte der Weltliteratur” von Martin Thomas Pesl listet die fiesesten, amüsantesten und coolsten Antagonisten der Welt auf … Eine gute Idee … Und herrlich aufgemacht ist das fabelhafte Buch auch – mit Illustrationen von Kristof Kepler …

Aufgeteilt ist das Buch besser gesagt sind die Schurken in 12 Kategorien: Die Gierigen, die Rachsüchtigen, die Despoten, die Berserker, die Egoschweine, die Erziehungsberechtigten, die fatalen Frauen, die Psychopathen, die Ungreifbaren, die verrückten Wissenschaftler, die Über- und Unterirdischen und die Könige des Verbrechens … Na, habt ihr ungefähr schon eine Idee, welcher Bösewicht sich in welcher Kategorie versteckt ;-))?

Jeder Bösewicht ist auf einer Doppelseite herrlich illustriert dargestellt und mit einem passenden Zitat versehen. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis sowie eine Schurkenrangliste runden das empfehlenswerte Buch ab.

Das Cover sticht sofort ins Auge und auch sonst sollte man das Buch unbedingt im Bücherregal stehen habe, es ist ein formidables Nachschlagewerk ;-).

Und das sagt der Autor Martin Thomas Pesl u.a. zum Buch:
“Dieses Buch ist ein Lexikon. Das heißt, man muss es nicht von vorne bis hinten lesen. Man darf sich morgens zum Kaffee oder auf eine Zigarettenlänge ein, zwei Schurken des Tages zuführen. Man kann im Buch der Schurken blättern und überlegen, welche Romanentdeckung mit einer Prise Fiesem man als Nächstes erkunden möchte. Wer der schurkischere Hochstapler ist: Felix Krull oder der mit dem lustigen Namen, Lafcadio Wluiki? Wer zuerst böse war: Frankenstein oder sein Monster; Moby Dick oder Captain Ahab? Oder wem aus der Liste der Konzernchef XY oder die Schwester des Exfreundes eigentlich am ehesten gleicht?” (Gelesen und genossen auf Seite 9)

Fazit: Eine tolle Übersicht über die 100 bösesten und fiesesten Schurken der Weltliteratur! Ein Must-have für Vielleser und Sammler toller Cover ;-)!

Das schreibt der btb Verlag:

Was wäre die Welt ohne Schurken? Unfassbar langweilig: Sherlock Holmes ohne Moriarty, Paris ohne Fantômas oder gar das Monster ohne Frankenstein? Im Herrn der Ringe würde vermutlich ununterbrochen gepicknickt, Alice würde den lieben langen Tag nur durchs Wunderland hopsen und Hannibal Lecter an Sojawürstchen knabbern. Schurken machen das Leben erst spannend, das unserer Helden und natürlich auch unseres. Martin Thomas Pesl hat die 100 genialsten und coolsten Bösewichte der Weltliteratur zur verschmitzten Schurkenparade versammelt. Mit Illustrationen und Schurkenskala.

Über den Autor:

Martin Thomas Pesl ist Autor, Lektor, diplomierter Übersetzer (englisch, ungarisch) und Sprecher. Schreibt u.a. für das Magazin WIENER und Nachtkritik.de.

Buchinformationen:

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: btb Verlag, erschienen am  9. Januar 2018
  • Preis: 12 Euro
  • ISBN-13: 978-3442716036
  • Bestellmöglichkeit: [amazon_textlink asin=’3442716039′ text=’Das Buch der Schurken’ template=’ProductLink’ store=’wwwbuchnotize-21′ marketplace=’DE’ link_id=’57250b55-10c4-11e8-88f8-79d542c84380′]*

*Dies ist ein Partnerlink! Ich erhalte eine kleine Zuwendung, die ich zu 100 Prozent in meinem Weblog für Gewinnspiele, Bücher und Portokosten re-investiere ;-))

Die Welt von Outlander

Was für ein famoses Buch!!! “Die Welt von Outlander – Das ultimative Begleitbuch zur Serie” von Diana Gabaldon ist wahrlich ein absolutes Must-have und Must-read für Fans der Highland-Saga oder wie sie fürs Fernsehen heißt: Outlander!

Weihnachten steht vor der Tür und mit diesem Buch macht ihr sicher einem Outlander-Fan eine sehr große Freude. Das umfangreiche und sehr schwere Buch ist nicht nur vom Cover ein absoluter Eyecatcher … In herrlichem Schottenkaro kommt das sofort ins Auge springende Cover daher und verzauberte sofort mein Leserherz ;-).

 

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Das Literatur-Buch

Der Dorling Kindersley Verlag hat für Bücher- und Literaturliebhaber ein tolles Buch publiziert: “Das Literatur-Buch – Wichtige Werke einfach erklärt“.

Über 250 Werke der Literaturgeschichte werden ausführlich vorgestellt und auch deren Entstehungsgeschichte inklusive Kurzbiographien der Schriftsteller runden das jeweilige Porträt ab. Aufgelockert wird die Deutschstunde im Buchformat mit Infografiken, Fotos und Illustrationen. In sieben Kapiteln lesen wir von Helden und Legenden über die Renaissance, Aufklärung und Romantik bis hin zur Gegenwartsliteratur.

Schon in der Einleitung war ich dem Sog dieses interessant zu lesenden Buches verfallen. Gekonnt formuliert und wahrlich sehr schön zu lesen vertiefte ich mich mehr und mehr in die Geschichte der Literatur. Während des Lesens fühlte ich mich als Teil einer unglaublich faszinierenden Zeitreise.

“Das Erzählen von Geschichten ist so alt wie die Menschheit. Es diente der Weitergabe wichtiger Ereignisse und Überzeugungen von Gemeinschaften. In Form von Mythen und Legenden wurde Geschichte von einer Generation zur nächsten überliefert. Sie boten Erklärungen für die Entstehung des Universums und die Geheimnisse der Schöpfung.” (Seite 12)

Das erste Kapitel “Helden und Legenden 3.000 v.Chr. – 1.300 n.Chr.” ist so faszinierend zu lesen und sorgte dafür, dass meine Re-Read-Liste so lang geworden ist, dass ich vermutlich den Rest des Jahres nur noch mit Lesen verbringen muss, um diese zu schaffen. Ich sage nur: Sophokles, Aristoteles, Beowulf, Tausendundeine Nacht, Die Geschichte vom Prinzen Genji, Artuslegende, Edda, usw.

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Das Glück wohnt überall: Eine inspirierende Reise um die Welt

Katharina Teimer hat sich in ihrem Buch “Das Glück wohnt nebenan – eine inspirierende Reise um die Welt” auf die Suche nach dem Glück gemacht. Und wie der Untertitel schon verrät, hat sie es überall gefunden ;-).  Denn je nach Land oder Kultur können wir das Glück in den kleinsten Dingen und quasi überall finden, wenn wir achtsam und offenen Auges durch die Welt spazieren.  In dem wunderbar aufgemachten Buch erfahren wir sehr interessante Dinge zu den jeweiligen Ländern, die die Autorinnen besucht haben, wir erfahren etwas über Bräuche, Kultur, passende Zitate, Glückszahlen, Glücksbringern, aber auch Gedichte rund um das Thema Glück. Wir bekommen auch einen tollen Einblick in die Glückskultur der besuchten Länder. Und natürlich fehlen auch nicht ein Rezept für Glückskekse, eine Aufstellung von Glückstagen und treffliche Zitate. Rundum gelungen ist diese tolle Glücksmischung in Buchform, wie ich meine.

Natürlich habe ich mir auch Gedanken gemacht, über meine persönlichen Glücksmomente und auch Glücksspeicher, die mir in stressigen Zeiten sofort ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Sehr gerne denke ich dann meistens an meine Zeit in New York zurück. Dort absolvierte ich von Oktober 1999 – Januar 2000 ein Praktikum. Schon immer träumte ich davon, einmal in New York zu leben und zu arbeiten. Ich las alle Bücher, die auch nur annähernd mit dieser faszinierenden Stadt zu tun hatten. Und dann, als ich vor meinem Bürogebäude in der Broad Street im Financial District (Nähe Wall Street), in dem ich wirken durfte stand, habe ich zum ersten Mal dieses unglaubliche Freiheitsgefühl in mir gespürt. Und so stand ich einige Minuten mit nach oben gestreckten Armen einfach nur dort und genoss dieses erhabene Gefühl. Freiheit! Ich hatte es doch tatsächlich geschafft, meinen Traum wahr zu lassen.

An meinem ersten Tag ging ich in der Pause über die Straße und kaufte mir meinen ersten amerikanischen Kaffee – natürlich bei Starbucks. Ich war völlig erschlagen von all den verschiedenen Geschmacksrichtungen und Kaffeearten und dort eine Bestellung aufzugeben, wenn man sich in der Sprache noch nicht akklimatisiert hat, war schon meine erste Herausforderung. Glücklich und stolz verließ ich den berühmten Kaffeeladen und genoss meinen Kaffee und beobachtete das turbulente Treiben um mich herum.

Um dem Trubel ab und an mal zu entgehen (denn New York ist die mit fast 20 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Stadt in den USA!) oder auch der permanenten Reizüberflutung zu entgehen, ging ich oft in den Bryant Park oder in die New York Public Library, die direkt an den Bryant Park angrenzt. Dort atmete ich den Duft der Bücher ein, las, träumte, schrieb oder beobachtete einfach nur die Menschen. Herrlich und für mich ein wunderbarer Glücksanker!

Fotos: www.pixabay.com

Ein weiterer Glücks-Hotspot war für mich Greenwich Village. Dort lebten unglaublich interessante Menschen und es verging kein Tag, an dem ich nicht einen Prominenten auf der Straße gesehen habe. Die Menschen dort waren noch etwas aufgeschlossener, witziger und sehr kommunikativ. Dort hatte ich richtig viel Spaß und die skurrilsten Begegnungen. Mein Lieblingspark war der Sir Winston Churchill Square, in dem ich mich super entspannen konnte. Dort konnte man das Glück förmlich riechen ;-).

Doch Glück ist für mich nicht nur, bestimmte, entspannende Orte aufsuchen und mich dort in die Stille begeben. Nein Glück ist für mich auch lebendiger Alltag: Es ist die kurze, liebevolle Unterhaltung mit einem Fremden, in der man sich wohl und an- und wahrgenommen fühlt als Mensch. Es ist das Lächeln im Vorbeigehen, das einen einen Glücksschauer über den Rücken rieseln lässt. Es ist die aufmerksame Geste eines Sitznachbarn in der U-Bahn, der merkt, dass man sich mit all seinen Taschen verheddert hat und hilft oder der einen tröstet, wenn man vor lauter Leser seine Haltestelle verpasst hat. Es ist eine Gruppen von Menschen, die täglich im selben Bus fahren und die sich wie Freunde begrüßen und sich einen herrlichen Tag wünschen.

Das Glück liegt für mich im kleinen, im Detail, in der Aufmerksamkeit und Wertschätzung, allem Leben gegenüber. Und es ist auch wichtig, nicht nur Glück zu konsumieren, sondern selbst auch Glück zu verbreiten, wann immer man kann. Und dafür hat man jede Menge Zeit, denn in New York muss man oft warten: Warten auf eine halbwegs leere U-Bahn, in die man sich noch hinein quetschen kann. Warten an der Schlange im Supermarkt oder in anderen Läden. Warten auf den Lunch. Im Restaurant, weil man sich nicht einfach irgendwo hinsetzen darf, sondern auf den Ober wartet, denn dieser platziert uns an einen Platz (Wait to be seated!) …In der Post, in der Bank – überall gibt es diese Absperrbänder, die die Form der Schlange vorgeben.  Always stay in line 😉 lautet mein Motto. Aber ich habe es genossen, denn dort las ich oder plauderte mit meinem Vor- oder Nachsteher. Oder ich bewunderte das geduldige Schlange stehen, bei dem sich niemand zu beschweren schien. Es war schon sehr skurril. Die ganze Zeit rannten die New Yorker wie von Furien gehetzt an mir durch die Stadt, aber sobald man irgendwo Schlange stehen muss, sind sie die Ruhe selbst. Damals gab es noch keine Smartphones, deshalb habe ich mich in Schlangen meistens sehr gut unterhalten.

Noch was Lustiges zum Thema schnelle New Yorker: Der typische New Yorker (von ihm spricht man, wenn er mind. 7 Jahre in der Stadt gelebt hat!) eilt wie von Sinnen durch die Straßen. Dabei ist er stets auf sein Ziel fixiert, schaut nicht nach rechts und links und schaut dabei neutral. Fast sprinten sie die Gehwege hinunter und lassen verdutzte Besucher einfach stehen. Auf den Bürgersteigen herrscht deshalb auch ein ungeschriebenes Gesetz, denn es gibt – ähnlich den Autobahnen – verschiedene Spuren für schnelle, langsame und besonders langsame Fußgänger (quasi der Standstreifen ;-)). Und beim Hetzen trägt er selbstverständlich immer Kopfhörer und einen Coffee-to-go mit sich herum. Und er trägt mindestens ein schwarzes Kleidungsstück ;-)!

Fazit:

Klare Lese- und Glücksempfehlung! Das Buch macht glücklich und informiert Glückssuchende über die verschiedenen Glückskulturen in den einzelnen Ländern. Vor allem motivierte es mich, über meine eigenen Glücklichmacher nachzudenken und dies nochmals zu erleben. Das Glücksbuch ist ein wunderbares Geschenk vor allem für Vielreisende und Glückssucher!

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Die Kunst des Fragens

Kennt ihr das auch? In der Kommunikation mit anderen fällt mir immer wieder auf, dass viele Gesprächspartner sehr gerne von sich sprechen. Und sehr oft habe ich das Gefühl, dass mir nicht wirklich zugehört wird. So ist es offensichtlich heute Usus, dass wenn man etwas erzählt, der andere etwas von sich erwidert. Und ich frage mich dann innerlich: Hat mir der andere eigentlich zugehört oder möchte er nur seine Sachen loswerden – egal an wen? Das Zuhören ist eine hohe Kunst, sie setzt sehr viel voraus z. B. Empathie (hier mangelt es wahrlich vielen Menschen), Zeit, Ruhe, Konzentration auf den Gesprächspartner, natürlich auch ein gewisses Feingefühl und ein offenes Ohr ;-). Experten sprechen auch gerne von der Heilkraft des Zuhörens. Doch auch Fragen können eine heilsame Wirkung haben – eine gewisse Magie. Und: “Wer fragt, der führt” heißt es doch immer schön. Und wie lernt man nun, Fragen bewusst und achtsam einzusetzen? Nun ein erster Schritt ist das fabelhafte und äußerst kompakte Buch “Die Kunst des Fragens” von Anne Brunner zu lesen ;-).

Darin können wir lesen, dass es verschiedene Arten gibt, Fragen zu stellen. Und dass man dabei sehr viele Fehler machen kann z. B. wenn man jemand stakkatomäßig nur ausfragt. Denn Ausfragen hat so etwas von Machtinstrumententum, es macht den Befragten unfrei und missbraucht. Wer hingegen einfühlsame Fragen stellt, bei denen der Andere das Gefühl hat, dass man sich in ihn hineindenkt und Anteil an seiner Person nimmt, der kann sehr viel für eine bereichernde Kommunikation tun. Er interessiert sich für sein Gegenüber und begleitet den Erzählenden in seinem Denken. So entsteht dann ein wahrhaftiger, ein echter Dialog, der beiden Seiten sehr viel geben kann.

Anne Brunner stellt die verschiedenen Frageformen vor und zeigt auch Fragen auf, die man in normalen Gesprächen lieber nicht stellt. Es werden zudem auch Fragen vorgestellt, die man in verschiedenen Anlässen gut einfließen kann, so z. B. um die Kreativität zu fördern, Meetings zu leiten, Teams wertschätzend zu begleiten oder Probleme zu lösen. Es werden auch Fragen aufgezeigt, die helfen, eine lernende Gruppe zu motivieren. Und natürlich fehlen auch nicht die Fragen, die wir an uns selbst richten können zur Selbstreflektion. Viele Grafiken, Beispiele, Übungen und Tipps runden das kompakte und nur 121 Seiten umfassende Büchlein wundervoll ab. Zum Download stehen zudem Quizfragen mit Lösungen bereit.

Fazit: Ein herrliches, kleines, feines und sehr empfehlenswertes Buch, um sich in der Kunst des Fragen zu üben und zu schulen!

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Tu, was du liebst

Wer kennt das nicht: Stress, Leistungs- und Perfektionsdruck und Erschöpfung bestimmen oftmals unseren Alltag. Wie oft haben wir den Wunsch, dann einfach auszubrechen, alles stehen und liegen zu lassen und ein freies, selbstbestimmtes Leben zu führen? Beth Kempton versucht, uns in ihrem Buch “Tu, was du liebst! Und lebe selbstbestimmt und frei” in acht Schritten uns genau dahin zu führen.

Das speziell auf Frauen zugeschnittene Lebenshilfe-Buch möchte uns helfen, aus unseren Alltagskäfigen auszubrechen und unser Leben selbstbestimmt und frei zu organisieren. Zu lesen ist das Buch sehr angenehm, denn Beth Kempton schreibt flüssig und einfach.

 

Die einzelnen Kapitel sind geprägt von Aufgaben, in denen wir Leser uns kreativ austoben können: Malend, schreibend, bastelnd, klebend etc. Mir war das schon wieder zu viel des Guten, denn das hat mich nun wieder in meinem Alltagszeitplan schwer gestresst, weil es sehr zeitintensiv ist, diese Aufgaben zu bewältigen. Auch fand ich es nicht so gut, dass Beth Kempton in den einzelnen Kapiteln viel zu viel von sich erzählt. Es ist eher eine Autobiographie, in der man die Aufgaben erledigt, die der Autorin weitergeholfen haben, aber sich nicht jedem Leser gefallen … Zu viel des Guten in meinen Augen. Auch fiel es mir nicht leicht, den roten Faden zu finden, es ist ein kunterbuntes Durcheinander autobiographischer Ratschläge mit den entsprechenden, wild konstruierten Aufgaben. Für mich einfach zu wirr.

»Freiheit ist ein leichtes Herz, ein klarer Kopf, ein freundliches Lächeln. Sie streift durch unseren Geist und nährt die tiefsten Sehnsüchte unserer Seele. Sie ist ich. Ich bin sie.« Beth Kempton

Fazit: Eine nette Autobiographie mit Aufgaben, jedoch war mir etwas zu viel von der Autorin im Buch  … Jeder hat seinen ureigenen Weg und das Geschriebene und auch die Aufgaben haben mich nicht unbedingt inspiriert! Dies rechtfertigt in meinen Augen auch nicht den Kaufpreis von 18 Euro – da gibt es viel bessere und günstigere Bücher, die mehr Sinn stiften und innerlich mehr bereichern. Kann man lesen, muss man aber nicht .. Ein netter Versuch und eher eine Business-Strategie, denn ein Ratgeber, der inspirieren und motivieren möchte!

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Die Löwenzahn-Strategie

“Blüh auf, sei wild und unbezähmbar” wie der Löwenzahn rät Bestseller-Autor Thomas Hohensee in seinem neuen wunderbaren Buch “Die Löwenzahn-Strategie”. Das Cover fiel mir natürlich sofort ins Auge und auch der Untertitel, den ich oben im ersten Satz zitiert habe, gefiel mir Freigeist sehr gut … Und das Büchlein hat mich nicht enttäuscht!

Wir Menschen können uns so einiges vom herrlichen Löwenzahn abschauen: So ist es dem Löwenzahl völlig egal, wo er wächst, Hauptsache er wächst. Das können wir Menschen auch, prächtig gedeihen, aufblühen und uns wohlfühlen, wo auch immer wir gerade sind. Auch wir können unsere Blütenblätter oder besser gesagt unsere Nasenspitze herrlich der Sonne entgegenrecken und uns der wunderschönen Umgebung um uns herum erfreuen, anstelle vom steten Ausschauhalten nach den Widrigkeiten und Schwächen des Lebens.

Thomas Hohensee sind die Vergleiche zwischen Löwenzahn und Mensch sehr gut gelungen und ich habe bei jeder Seite heftigst nicken müssen, so wahrhaftig empfand ich das Geschriebene. So auch zum Beispiel, wenn man sich fragt, was man eigentlich tun will und was man kann und will man dann auch, was man kann? Kann ich, was ich will? Was ist meine Aufgabe im Leben?

“Auf der falschen Spur ist man dann, wenn man tut, was andere von einem verlangen.” (Seite 15)

Und auch wenn man ständig denkt, ich muss noch diesen Kurs besuchen, noch diese Weiterbildung besuchen und noch dieses Zertifikat erwerben usw. lautet die schlichte Devise:

“Nicht warten, starten.” (Seite 23)

Das Buch ist herrlich aufgebaut, zu den einzelnen Löwenzahn-Strategien – 10 insgesamt – teilt uns auch der Löwenzahn persönlich seine Meinung dazu mit. Das Büchlein hat mich sehr inspiriert, zum Nachdenken gebracht und mir auch bestätigt, das ich mit meinem freien und kreativen Geist doch ganz richtig liege auf meinem ureigenen Weg.

Fazit: Ein kluges, faszinierendes, magisches, inspirierendes und lebensweises Büchlein, das ich einfach nur empfehlen kann. Ein Wohlfühlbuch für die Seele und ein herrlicher Mutmacher! Ein tolles Geschenk für Zweifler und Menschen, die glauben, das nichts bei ihnen vorangeht. Ein Anschubser der feinen Art! Großes Kompliment, werter Herr Hohensee!

 

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Alexandra Fischer-Hunold: 66 Bücher, von denen alle sagen, dass du sie gelesen haben musst …

Die Literaturwissenschaftlerin Alexandra Fischer-Hunold hat für jugendliche Leser ein tolles Buch mit dem Titel “66 Bücher, von denen alle sagen, dass du sie gelesen haben musst” geschrieben.

Wie der Titel schon sagt, werden darin 66 Bücher dem jugendlichen Leser näher gebracht. Die kurzen Texte und die witzige Form der Vorstellung fand ich sehr gelungen. Auch das Cover macht die junge und häufig in digitalen Welten eintauchende Zielgruppe neugierig auf den Inhalt des gedruckten Buches.

Die kurzen Leseabschnitte, in denen die 66 Bücher der Weltliteratur vorgestellt werden, machen neugierig, sich dem gesamten Buch oder mehrerer Werke des jeweiligen Autors zu widmen. Das Buch ist sozusagen ein Crashkurs für unterwegs in Sachen Literatur. Wer die Werke später selbst lesen möchte, wird mit einem “Achtung-Spoiler-Alarm” gewarnt – sprich: Nicht weiterlesen, wenn du das Buch doch noch in seiner Ganzheit lesen möchtest.

Das Buch ist in die folgenden Kapitel eingeteilt:

  • Achtung, Hochspannung!
  • Auf die Freundschaft!
  • Unsere Gesellschaft
  • Auf ins Abenteuer
  • Familienbande
  • Was Menschen Menschen antun
  • Große Liebe
  • Erwachsen werden
  • Party! Party!

Zu jedem  vorgestellten Buch gibt es Informationen über den Autor, zum Inhalt, sogenanntes „Klugscheißerwissen“ für Angeber und  einen kurzen Text, der begründet, warum man dieses Buch unbedingt lesen muss.

Das Buch ist sehr schön aufgemacht und bietet auch Raum für Notizen – die Ränder der Texte sind mit Linien versehen und so wirkt dieser fabelhafte Buch wie ein Arbeitsbuch für junge Literaturwissenschaftler – eine tolle Idee!

Wer immer noch unschlüssig ist, ob das Buch das Richtige ist, der kann auf der Webseite des Fischer Verlages einen Blick ins Buch werfen.

Fazit: Ein sehr gelungenes Buch, herrlich aufgemacht vom Cover bis zum Inhalt auf junge Leser zugeschnitten. Macht Lust, sofort zu den erwähnten Büchern zu greifen! Ein Must-read für Bücherliebhaber, dass jedes Regal herrlich schmückt!

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Katharina Finke: Loslassen

Die Weltenbummlerin und freie Journalistin Katharina Finke erzählt in ihrem Buch “Loslassen – Wie ich die Welt entdeckte und verzichten lernte” von ihrem Weg hin zum Minimalismus. Sie erzählt, wie sie gelernt hat, auf materielle Dinge zu verzichten. Ihr ganzes Hab und Gut passt in zwei Koffer. Ihr Schreibstil ist ganz wie ich ich mir die Autorin auch vorstelle: frei, leicht, lässig und neugierig auf die Welt und ihre Menschen.

Katharina Finke kündigt nach der Trennung von ihrem langjährigen Partner ihre gemeinsame Mietwohnung – ihre Basis in Deutschland und verkauft oder verschenkt ihren ganzen Besitz. Sie lässt alles los, was sie bindet und macht das Reisen zu ihrem Alltag. Mit ihren beiden Rucksäcken, in denen alles steckt, was sie braucht, zieht die moderne Nomadin um die Welt, arbeitet, wo sie gerade ist und genießt das intensive Lebensgefühl der Freiheit des Minimalismus.

Beim Lesen überkam mich eine sehr nachdenkliche Stimmung und ich blickte oft auf und fragte mich, was ich wohl in zwei Koffern bei mir tragen würde. Worauf ich auf jeden Fall verzichten könnte und auf was auf keinen Fall. Da ich selbst auch in New York gelebt und gearbeitet habe, fand ich die Erzählungen von Katharina Finkes Wirken in der Weltmetropole natürlich sehr spannend ;-).  Die 58 Farbfotos unterstreichen die Geschichte sehr wirkungsvoll. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen ;-)!

Erster Satz:

“Fast alles, was ich besitze, passt auf eine Buchseite.” (Seite 7)

Fazit: Ein lesenswertes Buch über einen minimalistischen Lebensstil, das Loslassen nach Verlusten und Trennungen und das sich-finden einer jungen Frau in der Welt. Nur den roten Faden habe ich dann und wann einfach vermisst … vielleicht war das aber auch Teil ihres minimalistischen Lebenskonzeptes? Wer weiß ;-)!

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Jane Austen – eine Entdeckungsreise durch ihre Welt

Holly Ivins gewährt uns in ihrem fabelhaften Buch “Jane Austen – Eine Entdeckungsreise durch ihre Welt” einen sehr liebevollen und romantischen Blick auf meine absolute Lieblingsschriftstellerin Jane Austen. Im Englischen Original heißt das Buch “THE JANE AUSTEN POCKET BIBLE. Everything you want to know about Jane and her novels” was das empfehlenswerte Werk noch besser beschreibt: Es ist DIE Bibel für Austen-Fans, aber auch für Anfänger oder Austen-Interessierte.

Holly Ivins gelingt ein sehr detaillierter, facettenreicher Blick auf Jane Austens Leben und auch auf das Leben ihrer Protagonisten. Wir erfahren, wie sich Damen früher schicklich kleideten, was Frauen durften und was Männer durften und auch wie Jane Austen es schaffte, ihre Bücher zu verkaufen. Das zauberhafte, herrlich aufgemachte Büchlein (ich liebe das Cover – die Farbkombination und die herrlichen Streifen, Jane Austens Kopf und die Figuren und Kutsche – magisch und zauberhaft!) entführt uns in den Alltag der Regency-Zeit, mitten hinein in die bezaubernde Welt von Jane Austen.

“Ich erkläre schlankweg, dass nichts so viel Freude macht wie Lesen! Wieviel schneller bekommt man alles andere satt als ein Buch!” (Stolz und Vorurteil – 1813)

Wir lesen über Jane Austens Lebensstationen, ihre Schreibbedingungen, erfahren historisches und wie sich die Zeitgeschichte in ihren Romanen widerspiegelt, erhalten Einblick in die Gesellschaft, wie Jane Austen sie kannte, lesen über die Etiketten der Regency-Zeit, aber auch wo sie wohnte und lesen über die zehn wichtigsten Landsitze in ihren Romanen.

Holly Ivins schreibt auch über den Aufstieg des Romans als solchen und welchen Anteil Jane Austen daran hatte, wer sie inspirierte, wann die ersten Leihbüchereien entstanden, welche schreibenden Frauen es damals schon gab und lesen auch damalige Reaktionen auf ihre Werke. Weiterhin werden sämtliche Romane Jane Austens hier erläutert und auch ein Blick auf Jane Austens Romanzen geworfen.

“Ein gut geschriebenes Buch kann mir gar nicht lang genug sein.” (Jane Austen)

Den Abschluss bilden eine Auflistung sämtlicher Verfilmungen ihrer Werke. Austens Werke wurden nicht nur verfilmt, sämtliche ihrer Romane werden inzwischen auch als Graphic Novels herausgegeben.

Fazit: Ein absolut geniales, wichtiges, empfehlenswertes, bezauberndes und verzauberndes, magisches und informatives Buch für alle Austen-Fans und solche, die es noch werden wollen. Ich liebe dieses feine, zarte Büchlein! Am liebsten würde ich sofort losziehen und all die Austen-Orte in England besuchen! Aber erst einmal trinke ich eine gute Tasse Tee ;-)!

 

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