Coach your Marketing

coach your marketing

Frage: Können potentielle Klienten erkennen, dass Sie der richtige Coach für sein Anliegen sind? Dies ist DIE Frage, der sich die beiden Powerfrauen Tanja Klein und Ruth Urban in ihrem fabelhaften Buch “Coach, your Marketing” annähern. Das Cover ist sehr einfach, aber doch sehr wirkungsvoll: Man sieht Teile einer weiblichen Hand, die einen Zettel in der Hand hält mit der Aufschrift: “I am what I am”. Der Untertitel lautet: Authentisches Marketing für Coaches.

Die erfahrenen Autorinnen Klein und Urban haben sich zum Ziel gesetzt, Coaches und Beratern eine klare Sicht hinsichtlich ihrer Vermarktung, Zielgruppe etc. zu verschaffen und innere, eigene Barrieren aus dem Weg zu räumen. So wird dem Leser aufgezeigt, wie er als Coach und Unternehmer aktiv werden kann und zuerst einmal die einschränkenden, blockierenden Selbstsabotagemuster erkennen und überwinden kann sowie die hinderlichen Glaubensmuster, die einem authentischen Marketing im Wege stehen, zu eliminieren.

So beginnt das Buch auch in Dialogform zwischen den beiden Autorinnen – und das klingt dann so:

Tanja: Das druckfrische Zertifikat an der Wand, einen Namen für die Coaching-Firma, Internetauftritt, Visitenkarten und einen Flyer vor mir auf dem Tisch. “Wow, jetzt kann es losgehen. Klienten, macht euch auf den Weg zu mir!” Ich saß am Schreibtisch, starrte auf mein brandneues, dienstliches Telefon. Mein Handy nahm ich sogar mit ins Bad, um ja keinen Anruf zu verpassen. Doch wochenlang kam keiner …

Im Ratgeber werden die häufigsten Marketing-Denkfehler von Coaches aufgezeigt, und wie man sich selbst verkauft und sich dabei treu bleibt. Vieles findet in Dialogform zwischen den beiden Autorinnen Tanja und Ruth statt, was mir sehr gut gefallen hat. Dies geschieht mit einem sehr hilfreichen und kraftvollen Typentest, der vier unterschiedliche “Marketingpersönlichkeiten” wie das Mauerblümchen, den Netzbürger, die Koryphäe und die Rampensau aufzeigt. Wichtig sei, so die Autorinnen, der Leitspruch “Bleib dir treu”, um eine authentische Marketingstrategie für sein Unternehmen zu finden. Viele Fragen und Checklisten zu den eigenen Ressourcen runden den stärkenden “sich-selbst-und-seine-Potentiale-entdeckenden” Ratgeber ab. So ist es möglich, seinen Onlineauftritt auf Authentizität zu überprüfen und bekommt kreative Schübe über neue Möglichkeiten der optimalen Webpräsenz. Hier reicht das Repertoire von der passenden Suchmaschinenoptmierung, Social Media Möglichkeiten sowie dem Einsatz von You-Tube-Videos zu Marketingzwecken. Aber das ist noch längst nicht alles: Die Autorinnen erklären, wie man als Coach und Berater  clever Flyer einsetzt, Kooperationen mit Win-Win-Potential eingeht sowie Tipps zum optimalen und authentischen Newslettereinsatz, Radio-Interview und sogar Fernsehauftritt. Ja, richtig gelesen – Fernsehauftritt, frei nach dem Motto: Denke groß ;-), sei du selbst und wachse daran.

 

Sehr gut haben mir auch die vielfältigen Formulierungshilfen für Werbemittel und den eigenen authentischen Marketingauftritt gefallen. Dabei schöpfen die beiden Unternehmerinnen aus ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz als Marketing-Coaches! Top sind auch die Buchempfehlungen am Ende des Ratgebers!

Auch als Nachschlagewerk nimmt man das Buch sehr gerne zur Hand! Für mich die Empfehlung für authentisches Selbstmarketing: “Erkenne dich selbst, dann erkennen dich auch deine Traumkunden ;-)!”

Achtung: Wer Standardlösungen erwartet, sollte das Buch allerdings nicht lesen ;-).

Fazit: Dieser Ratgeber hält wirklich, was er verspricht: geniale Ideen, neue Sichtweisen und Perspektiven und die konkrete, praktische Umsetzung (dies fehlt in den meisten Ratgebern dieser Art leider meist völlig!)! Für mich das Grundlagenwerk für Coaches und Berater! Aber auch sehr interessant zu lesen für alle, die sich noch mit dem Gedanken tragen zu gründen – ein stärkender und inspirierender Mutmacher unter den Marketing-Ratgebern für Coaches! Absolut und aus tiefstem Herzen empfehlenswert!

Weiterlesen

Selbstvertrauen – die Kunst dein Ding zu machen

51iqTzCPKeLEine Freundin gab mir den Tipp, doch unbedingt einmal ein Buch von Christian Bischoff zu lesen oder einmal ein Seminar von ihm zu besuchen. Ich las also das Buch “Selbstvertrauen – Die Kunst dein Ding zu machen” von Christian Bischoff, “einem (so steht in seiner Biographie) der (natürlich!) gefragtesten Referenten und Trainer im deutschsprachigen Raum”. Es ist unglaublich, wie viele gefragte Speaker Deutschland zu bieten, von denen ich noch nie gehört habe (und ich bin ganz schön umtriebig ;-)) …

Dem Buch mangelt es meiner Meinung nach an Tiefe, der hoffnungsvolle Leser hat nach dem Lesen sicher kein besseres Selbstvertrauen – hierzu fehlen einfach konkrete Tipps zur Umsetzung. Der Autor untermalt seine Thesen zwar mit vielen Beispielen aus seinen Seminaren, dennoch haben mir hier konkrete Tipps und auch mehr psychologischer Tiefgang gefehlt.

Das Buch ist absolut nicht mein Ding. Als ich das Autorenfoto von Christian Bischoff sah, musste ich leicht schmunzeln, blickte mir doch ein Mann mit rotem Stirnband, auf dem sein Name in weißen Lettern zu lesen war, entgegen. Unter einem Top-Speaker stelle ich mir einfach anderes vor … Besonders seriös und vertrauenswürdig wirkt das nicht auf mich …

Nun denn, lassen Sie es mich kurz machen: Auch in diesem Buch fand ich nichts wirklich Neues (so nach dem Motto “alter Wein in neuen Schläuchen”), der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig, der Inhalt plakativ und oberflächlich ohne jeglichen Tiefgang, das Buch ist einfach insgesamt nicht mein Ding … Es ist könnte möglicherweise eher für Menschen sein, die noch keinen Ratgeber gelesen haben, insbesondere eher für jüngere Menschen und diejenigen, die Seminare von Herrn Bischoff besucht haben.

Weiterlesen

NLP macht Kinder stark!

51Dm2V5yL2L

Der “magische” Ratgeber “NLP macht Kinder stark” von Aljoscha Long und Ronald Schweppe möchte Eltern und mit Kindern arbeitenden Menschen “magische Tricks bei Ängsten, Mobbing und Schulproblemen” verraten.

Und so ist dieser Ratgeber vollgepackt mit einigen praktischen Handlungsanweisungen und auch Methoden, für betroffene Eltern mit ängstlichen Kindern. Wer schnell einfach einmal nur  die vorgeschlagenen Methoden ausprobieren möchte, ist mit diesem Ratgeber gut bedient. Wer allerdings detaillierte Informationen, Theorien und Studien zu Kinderängsten und NLP erwartet, wird von diesem Buch enttäuscht sein, da diese Themen hier auch ein Minimum reduziert behandelt werden. Gefehlt hat mir beim Lesen einfach mehr Tiefe, z. B. bei den vorgeschlagenen Methoden und Anwendungsbeispielen. Die praktische Umsetzung dieser sind schon sehr oberflächlich und nicht so leicht nachvollziehbar. Dann wiederum fehlen einfach tiefergehende Informationen, um NLP in der Praxis auch konkret umsetzen zu können.

Fazit: Es ist kein perfektes NLP-Buch für Kinder, dazu fehlt es einfach an der versprochenen Magie und Tiefe bei diesen wichtigen Thematiken. Als störend empfand ich so manchen Tipp mit erhobenem Zeigefinger, der unsichere Eltern noch weiter verunsichern könnte. NLP wird nebenbei erklärt, ein aktiv nach NLP-Methoden Suchender wird erst am Ende des Buches so richtig zufrieden sein. Genial wären noch Beispiele aus der Praxis gewesen …

Weiterlesen

Die Gestirne

die gestirne

Neuseeland, 1866: In Hokitika stößt der Schotte Walther Moody auf eine Versammlung von 12 Personen. Thema ihres Treffens sind ungelöste Kriminalfälle, zu denen jeder Teilnehmer eine eigene Sichtweise hat. Einiges kommt bei der Zusammenkunft ans Licht und Moody steht vor der schwierigen Aufgabe, aus den vielen Erzählvarianten die Wahrheit heraus zu filtern.

Die atmosphärische Geschichte “Die Gestirne” von Eleanor Catton zog mich sofort in ihren Bann.

Die junge Autorin Eleanor Catton hat diesen Roman meisterhaft geschrieben und geplant. Der Roman besteht aus zwölf Teilen, die  Bezug auf Planeten und Sterne nehmen, die am Nachthimmel von Neuseeland zu sehen sind, diese entsprechen den zwölf astrologischen Häusern der Tierkreiszeichen. Dahinter steckt eine Logik, die nicht immer klar zu erkennen ist, das legt sich jedoch im Laufe der Geschichte.

Es geht auch um den rätselhaften Tod eines  ehemaligen Goldsuchers, dem spurlosen Verschwinden des reichen Jünglings Emery Staines und der mysteriösen Verbindung der beiden zu der Prostituierten Anna und zahlreichen Intrigen und Verstrickungen, in die eine einige der Einwohner der tristen Goldgräbersiedlung Hokitika  verwickelt sind.

Die Geschichte bietet immer wieder überraschende Wendungen, dennoch gelingt es Catton, im richtigen Moment die Spannung zu halten und den Leser den roten Faden nicht verlieren zu lassen. Doch der eigentliche Pluspunkt der “Gestirne” ist die wunderbare, altertümliche Sprache der Autorin. Sie schreibt humorvoll, leicht ironisch und romantisch.
Souverän endet das Meisterwerk, alle Handlungsfäden werden fulminant und äußerst kunstvoll miteinander verknüpft und am Ende lässig entwirrt. Großartig!

Fazit: Ein zauberhafter, historischer Epos im viktorianischen Stil, Goldgräberstimmung pur, das Buch ist jedoch nicht gerade Handgelenkeschonend 😉 … Aber es lohnt sich, lasst euch nicht von 1040 Seiten und vom Preis abschrecken – jede einzelne Seite dieser hochtalentierten und jungen Autorin ist es wert , gelesen zu werden ;-)! Die Autorin schreibt, als hätte sie im Jahr 1866 gelebt und das Buch wäre jetzt erst entdeckt worden – sehr faszinierend und atmosphärisch dicht!

Weiterlesen

Wandel

change-948008_1280

 

“Sobald man sagt: >Ich möchte mich ändern<, wird eine Gegenkraft in einem erzeugt, die uns dann von der Veränderung abhält. … Änderungen finden von selbst statt. Wenn man tiefer in sich hineingeht, in das, was man ist, wenn man annimmt, was da vorhanden ist, dann kommt der Wandel von selbst.”

Fritz Pearls, Psychiater und Psychotherapeut (1893-1970)

Sonntagswort

Ich hoffe, ihr seid alle gut gelaunt, glücklich und gesund im Neuen Jahr angekommen! Ich wünsche euch ein tolles 2016, mögen einige eurer Träume, Wünsche, Ziele in Erfüllung bzw. erreicht werden.

Lob und Tadel

Meine Weihnachtsgeschichte 2015

 

alle jahre wieder

Im November 2013 postete ich eine Rezension über das nostalgische und mehr als zauberhafte Buch “Alle Jahre wieder” mit Bildern von Emeli Werzinger und Texten von Jolàn Untch, erschienen im Johannes Wiemann Verlag.

Herr Wiemann berichtete mir damals, dass er leider die Künstlerin und auch den Autor nicht ausfindig machen konnte. Ich schrieb also meine Besprechung und blätterte sehr gerne in diesem bezaubernden Büchlein, das seither fester Teil meiner jährlichen Weihnachtsdekoration ist.

Im Mai 2015 kontaktierte mich dann ein Paul Goettlich, der über meinen Weblog auf das Buch “Alle Jahre wieder” aufmerksam wurde. Es stellte sich heraus, dass er der Großneffe von Emeli Werzinger ist. Ich leitete die E-Mail schnell an Herrn Wiemann weiter, der sehr erfreut war, endlich einen Anhaltspunkt über den Verbleib von Frau Werzinger zu haben … Und so fand sich schließlich auch Frau Werzinger … doch lest selbst den wundervollen Brief, den mir Herr Wieman jüngst geschrieben hat und mit dessen Einverständnis ich diesen hier publizieren darf:

 

Liebe Frau Müller,

vielleicht erinnern Sie sich noch daran, als Sie im Mai diesen Jahres, von mir völlig unerwartet, ein Schreiben von einem Herrn Paul Goettlich aus den USA an mich weiterleiteten.

Es handelte sich um den Großcousin der Illustratorin und Künstlerin Emilie Diernhöfer-Werzinger, die das Büchlein “Alle Jahre wieder” so wundervoll illustrierte und das Sie so besonders positiv rezensierten.

Durch Herrn Goettlich erfuhr ich die Adresse von Frau Diernhöfer-Werzinger und konnte somit zu meiner großen Freude endlich zur der Person Kontakt aufnehmen und Danke sagen, die mir in meiner Kindheit Mitte der 1950er, Anfang der 1960er Jahre durch ihre herrlichen phantasievollen Illustrationen in diesem Büchlein die Adventszeit bis zum Weihnachtsfest unvergesslich machte.

Über ihre Betreuerin, Frau Claudia Lengenfelder, vereinbarte ich den 21. Mai 2015 als Besuchstermin im Anna-Ponschab-Haus in Ingolstadt.

Sie können sich die riesige Freude, die ich mit meinem Besuch und einigen wieder aufgelegten Exemplaren Frau Diernhöfer-Werzinger machte, kaum vorstellen. Ich habe in den letzten Jahren selten einen Menschen erlebt, der sich so herzlich freuen konnte.

Geistig “voll da”, mit allen aktuellen Dingen, die sich auf der Welt zutrugen trotz den hohen Alters von 95 Jahren bestens vertraut. Nicht das geringste Anzeichen von nachlassender geistiger Spannkraft.

Obwohl völlig erblindet (sie konnte noch nicht einmal mehr hell und dunkel erkennen), war sie voller Lebensmut, den sie besonders aus ihrer tiefen Gläubigkeit bezog.

Am 14. Juni stattete ich ihr einen weiteren Besuch ab, der wiederum in einer sehr herzlichen und fröhlichen Atmosphäre verlief. Hierbei sagte sie noch sinngemäß zu mir: “Ich glaube der Liebe Gott hat mich auch deshalb so alt werden lassen, um diese Augenblicke der Freude noch erleben zu dürfen.”
Da sie mit einem weiteren Vornamen Johanna hieß, bat sie mich am 24. Juni, Johannistag, sie anzurufen, damit wir uns Beide zu unserem Namenstag gratulieren konnten.

Zum Schluss des Gratulations-Telefonats versprach ich ihr, zu ihrem 96. Geburtstag am 03. Oktober sie erneut zu besuchen.

Leider erlebte sie ihren 96. Geburtstag nicht mehr. Am 24. Juli verstarb sie an den Folgen eines schweren Sturzes in ihrem Ingolstädter Appartment. Wegen der großen Schmerzen sollte sie operiert werden, aber schon bei der Einleitung der Narkose versagte ihr Kreislauf.

Als mir vor ungefähr 10 Jahren mein Lieblingsweihnachtsbüchlein aus meiner Kindheit nach Jahrzehnten rein zufällig wieder in Hände fiel und ich wenige Jahre später dieses Büchlein wiederaufgelegt habe, weil eine Neuauflage nirgends zu finden war, hätte ich mir nicht vorstellen können Frau Diernhöfer-Werzinger und mir wegen dieses Büchleins eine so große Freude zu bereiten.

Auch wenn es nur noch ein Zeitfenster von zwei Monaten war, erfüllt es mich dennoch mit Zufriedenheit und Dankbarkeit mittels Ihrer Hilfe, Frau Müller, Emelie Johanna Diernhöfer-Werzinger kennengelernt zu haben.

Liebe Frau Müller,

nochmals mein herzliches Dankesschön für Ihre Vermittlung und Unterstützung in dieser Angelegenheit.

Für die kommende Zeit wünsche ich Ihnen alles erdenklich Liebe und Gute, eine angenehme, ruhige Adventszeit und ein friedvolles gesegnetes Weihnachtsfest sowie ein glückliches erfolgreiches 2016, beruflich wie privat.

Herzlichst

Johannes Wiemann

P1090085
Lieber Herr Wiemann, vielen herzlichen Dank, dass ich Teil dieser wunderbaren “Geschichte” sein durfte! Möge Emeli in Frieden ruhen, sie hat mit ihren Illustrationen so viele Menschen glücklich macht, so dass sie sicher im Himmel einen Ehrenplatz bekommen hat! Herzliche Grüße, fröhliche Weihnachten und einen gesunden und glücklichen Rutsch ins Jahr 2016, Tina Müller