Gelesen und gesehen: Vergiss mein nicht!

vergiss mein nichtDas wahrhaftige und authentische Buch „Vergiss mein nicht“ von David Sieveking hat mich sehr berührt und nachdenklich gestimmt. Ich habe mir auch den dazugehörigen Film angeschaut, der jedoch nur einen Teil des Buches abdeckt.

David Sieveking hat mich mit sehr beeindruckt, wie liebevoll und geduldig er mit seiner wundervollen Mutter Gretel umgegangen ist. Und wie die Eltern sich neu entdeckt haben – vor allem Malte – Davids Vater. Es ist ein sehr mutiges, offenes und äußerst liebevolles und rührendes Buch einer Familie, die zusammenhielt und auch intensiver zusammengewachsen ist durch die Alzheimer-Demenz von Gretel. Diese Frau hat mich verzaubert, sie hat trotz ihrer Demenz noch immer eine charmante Art, sie ist mir während des Lesens und noch mehr während des Filmes ans Herz gewachsen. Ich habe viele Tränen vergossen … Eine zauberhafte, charismatisch, wunderschöne Frau, die Managerin der Familie – wie so viele mutige und tapfere und wundervolle Frauen, die ihre Kinder großziehen und den Alltag stemmen … Ich kann es nicht beschreiben, aber lest erst dieses Buch und schaut euch dann noch den Film an … beides wird euch verändern und euch auffordern, im Jetzt zu leben, die Schönheit genießen und mit sich und anderen stets im Reinen zu sein …  LEBT DEN AUGENBLICK!

FAZIT: Ein absolutes Muss im Bücherschrank für alle! Ein wahrer Schatz an intensiven Gefühlen und trotz des traurigen Themas absolut und uneingeschränkt empfehlenswert! Ein Buch über das Leben, für das Leben, wie es eben ist. Ein Buch für pflegende Familienangehörige, nicht die Liebe in allem zu vergessen, für einen liebevollen Umgang auch mit Pflegebedürftigen und Demenzkranken im Besonderen. Besonders für hartgesottene Ärzte und Pflegekräfte, die den Mensch hinter den Krankheiten vergessen haben! Die DVD ist eine cineastische Liebeserklärung eines Sohnes an seine Mutter (ich verstehe Menschen, die die Filmidee nicht gutheißen können – Gretel konnte ja nicht mehr so richtig verstehen, was da mit ihr geschieht – dennoch sehe ich es positiv – David drückt mit diesem Film seine bedingungslose Liebe aus – jeder zeigt dies eben auf seine Weise)

Das schreibt der Verlag über das Buch:

Eine Geschichte, die keinen unberührt lässt: Die Mutter hat Alzheimer. Der Sohn, ein bekannter Filmemacher, zieht wieder zu Hause ein, um für sie da zu sein und beschließt, seine Erfahrungen zu dokumentieren. Es gelingt ihm, mit ihr wunderbar lichte Momente zu erleben. Durch die Krise der Mutter gerät die Familie ins Wanken. Aber sie findet sich unter der Belastung neu. Eine Liebeserklärung an eine beeindruckende Familie. Und eine herzzerreißend realistische Darstellung einer Krankheit, vor der wir die Augen nicht verschließen dürfen.

 

Über den Autor/Regisseur:

David Sieveking, geb. 1977 in Friedberg/Hessen, Dokumentarfilmer und Schauspieler. 2010 hatte sein Debütfilm »David wants to fly« auf der Berlinale Premiere und kam international ins Kino. Sein Film »Vergiss mein nicht« erhielt 2012 in Locarno den Kritikerpreis und wurde beim Hessischen Filmpreis als »bester Dokumentarfilm 2012« ausgezeichnet.

 

Buchinformationen:

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Verlag Herder; Auflage: 2 (9. Januar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • Preis: 17,99 Euro
  • ISBN-13: 978-3451325748
  • Größe und/oder Gewicht: 12 x 2,7 x 19 cm
  • auch als Taschenbuch erhältlich – Preis: 8,99 Euro
  • DVD: 12,99 Euro