Die Mottenkönigin

Als ich das Cover sah, war ich sofort fasziniert. Und als ich dann noch den vielversprechenden Klappentext las, war es ohnehin um meine Leseneugierde geschehen: Das Buch „Die Mottenkönigin“ musste einfach gelesen werden. Und so tauchte ich ein in die von Beatrice Jacoby erschaffene, äußerst faszinierende Parallelwelt, die neben unserer modernen Welt spielt. Klarabell und ihre  beiden Cousinen sind Empathisch Hochbegabte und besuchen ein spezielles Internat, um ihr empathisches Level hochzuhalten und ihre jeweiligen Gaben zu schärfen. Dabei müssen sich z. B. an einen bestimmten Ernährungsplan halten und auch auf bestimmte Dinge achten und diese auch befolgen.

„Schweigend betrat Pares das Zugabteil.“ (Erster Satz)

Beatrice Jacoby spielt in dieser Welt mit der Sprache, so werden buchstäblich Flöhe in Ohren gesetzt, Pechsträhnen entfernt 😉 und Pusteblumen bringen wahrlich Glück und tragen zur Erfüllung von Wünschen bei ;-).

Mit Klarabell und auch ihren Cousinen wurde ich jedoch einfach nicht warm, hier fehlt mir charakterliche Tiefe … Einzig Noah konnte mich von seiner Persönlichkeit überzeugen, wobei ich auch lange nicht wusste, was seine Motive jetzt eigentlich sind.

Spannung kam auf, als eine Wahrsagerin Klarabell vorhersagt, dass sie ihren 18. Geburtstag nicht mehr erleben wird. Sie ist geschockt und versucht alles, um ihren Tod zu verhindert. Ihr Ziel: Unsterblichkeit! Um dieses zu erreichen tut sie alles – ob legal oder illegal – um ihr Leben zu behalten. Dabei verstößt sie gegen viele Regeln, ist nicht mehr das brave und angepasste Mädchen, dass sich hin- und herschubsen lässt. In Noah findet sie einen Verbündeten, oder? Zum Ende hin wurde es etwas konfus, jedoch befriedigte mich der Schluss.

Fazit: Dieses Buch ist sicher nicht für jeden Leser geeignet. Falls ihr Euch unsicher seid, werft bitte erst einmal einen Blick in die Leseprobe. Ich hatte mir auch etwas anderes vorgestellt und so ganz konnte mich die Geschichte nicht packen, aber das lag auch hauptsächlich an den Charakteren, die mir einfach fremd blieben. Es ist eine solide erzählte, düstere Geschichte, in der nicht groß etwas geschieht, die aber deswegen nicht weniger lesenswert ist, vor allen Dingen auch wegen der atmosphärischen Dichte und der faszinierenden Welt.

 

Inhalt:

Traumwandeln, Gedanken lesen oder mit verstorbenen Verwandten sprechen – die fantastischen Fähigkeiten von Klarabell und ihren Cousinen sind in ihrem Kölner Internat etwas vollkommen Alltägliches. Als sie jedoch erfährt, dass sie ihren achtzehnten Geburtstag nicht mehr erleben wird, begibt sie sich auf eigene Faust auf die Suche nach einer Möglichkeit, diesem Schicksal zu entgehen. Der unsterbliche Pares bietet ihr an, zu Seinesgleichen zu werden, und verlangt im Austausch nur eine winzige Gegenleistung, für die ihre übernatürliche Gabe nötig wäre. Doch dieser Gefallen, der gegen jede Regel der Traumwandler verstößt, erscheint ihr als der einzige Ausweg. Wenn da nur nicht ihr Gewissen wäre …
Was kostet wohl ein Leben? Und was kostet dann erst Unsterblichkeit? Was man nicht alles in Betracht zieht, wenn man weiß, dass man nur noch einen Monat zu leben hat …

Über die Autorin:

1992 wurde die Autorin in München geboren, wo sie heute mit ihrem Freund und zwei Katzen wohnt. Sie wuchs in Unterfranken auf, absolvierte in Leipzig ihre Ausbildung zur Incentive- und Eventmanagerin sowie zur Fremdsprachenkorrespondentin (Englisch) und lebte für ein Jahr im Ausland, bevor sie zurück nach Oberbayern zog. Durch Reisen und ihre Arbeit im Eventmanagement verschiedenste Menschen und Orte kennenzulernen, schenkt ihr stets Inspiration für neue Geschichten. Neben dem Schreiben ist auch das Tanzen eine ihrer Leidenschaften.

E-Book-Informationen:

  • Format: E-Book
  • Preis: 2,99 Euro
  • Verlag: Papierverzierer Verlag (20. Dezember 2018)