Das inoffizielle Harry Potter Bastelbuch

Ich bin aufgeregt: Auf der Buchmesse werde ich die Autorin dieses bezaubernden und inoffiziellen Harry Potter Bastelbuches – Christine Rechl – live treffen und sicher eine wundervolle Zeit haben. Und mal ganz ehrlich ihr Lieben: Dieses Buch ist famos! Da bekomme sogar ich Bastelmuffel richtig Lust, mir zuhause ein kleines Hogwarts herzuzaubern – äh zu -basteln ;-)! Vielleicht ginge es ja auch einfacher mit dem Accio-Zauber, wenn ich mir die Zauberstäbe und den famosen Karte-des-Herumtreiber-Wandbehang von Christine herbeirufe ;-)? Aber wo bliebe denn da der Spaß 😉 … ?

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Hygge: Das große Glück liegt in den kleinen Dingen

Das Wort „Hygge“ ist in aller Munde. Der dänische Wohlfühlbegriff suggeriert das einfache Glück – Glück durch zufrieden sein, mit dem, was man hat. Ein kleines, kuscheliges Glück durch ein heimeliges Zuhause mit unseren Liebsten,  mit Traditionen und Werten und leckerem Essen in herrlichen Ambiente. Das Buch hygge – Das große Glück liegt in den kleinen Dingen von Marie Tourell Soderberg zeigt viele Beispiele auf, wie Dänen hygge leben. Es sind die kleinen Dinge, die uns glücklich machen und uns Kraft und Freude spenden. Wie z. B. das sonntägliche Ritual leckere Brötchen frisch zu backen oder Freitag Abend lecker mit Freunden essen – herrlich bei Kerzenschein und einem leckeren Rotwein. Oder Abends im Garten die Glühwürmchen beobachten, während man die Hand eines geliebten Menschen hält. Nicht umsonst zählen Dänen zu den glücklichsten Menschen in Europa.

„Auch wenn Ihnen der Begriff neu sein sollte, kennen Sie das Konzept bestimmt aus Ihrem Leben. Kurz gesagt handelt es sich um das dänische Wort dafür, sich an den kleinen Dingen im Leben zu erfreuen. Es heißt, Hygge sei eng mit den dänischen Nationalcharakter verbunden. Doch sein Kern ist nicht dänisch, sondern universal. Hygge ist für alle – egal, wo Sie sind und wer Sie sind.“ (Seite 4/5)

Im Buch wird die dänische Form des alltäglichen Glücks gezeigt: Menschen stellen darin ihre persönliche Form des „hygge“ oder eine „hyggelige“ Umgebung vor wie z. B. ein gemütliches Wohnzimmer mit kuscheliger Sitzecke, ein herrliches Frühstück oder auch nur einmal das Bild einer Tasse Tess auf einem Tisch. Das Buch durchblättern alleine machte mich schon sehr glücklich, durfte ich doch in dänischen, zufriedenen Momenten verweilen, an ihnen durch Anschauen teilhaben.

Fazit: Wer immer noch nicht weiß, was Glück eigentlich ist, dem sei dieses hyggelige Buch von Herzen empfohlen. Dieses Buch hat in mir ein hyggeliges Gefühl der Gemütlichkeit und Zufriedenheit geweckt!

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Lady Almina und das wahre Downton Abbey

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Die Gräfin von Carnarvon schreibt in ihrem Buch „Lady Almina und das wahre Downtown Abbey“ über den Landsitz der Carnarvons – Highcreere Castle, der auch als Kulisse für die britische Erfolgsserie Downtown Abbey dient.

Im Buch wird sehr interessant das Leben des britischen Adels zu Beginn des 20. Jahrhunderts, also im spätviktorianischen Zeitalter, beschrieben. Das Leben von Lady Almina, die den 5. Baron von Carnavon heiratet, obwohl sie eine bürgerliche Frau ist … Das Buch ist mit vielen historischen Quellen und auch aus Originalbriefen von Lady Almina entstanden. Die Lady war sehr hilfsbereit, engagiert und hat sehr dekantent für damalige Zeiten gelebt. Sie hatte ein großzügiges Herz und war für damalige Verhältnisse schon so bekannt, wie Lady Di … Auch ihr hervorragender Modegeschmack machte sie zu einem Star der britischen Presse. Im ersten Weltkrieg gründete sie ein Krankenhaus und wirkte lange selbst als Krankenschwester.

Erschreckend fand ich, wie stark die Kluft schon damals zwischen arm und reich war und wie verschwenderisch Lady Almina und ihr Mann gelebt haben.

Fazit: Etwas langatmig und langweilig geschrieben – jedoch sehr informativ und an vielen Stellen interessant! Habe jedoch die TV-Serie nie gesehen … Hätte etwas mehr britisch sein können 😉 und Lady Almina wurde sehr unlebendig dargestellt. Ob das daran liegt, dass die Autorin Wirtschafsprüferin ist 😉 … Toll fand ich die beigefügten Originalfotos in der Mitte des Buches – herrlich viktorianisch!

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Digitale Depression

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Das Autorenduo Sarah Diefenbach und Daniel Ullrich gehen in ihrem sehr lesenswerten Buch „Digitale Depression – Wie neue Medien unser Glücksempfinden verändern“ auf die virtuellen Glücksdämpfer der neuen Medien – allen voran dem allseits bereiten Smartphone – ein.

Beim Versuch, unser Glück online zu konservieren und zu intensiveren sprich zu posten, verlernen wir, unser Glück direkt zu erleben. Die Generation Smartphone ist mehr darauf bedacht, always on zu sein, stets das perfekte Foto für den Facebook-Post zu schießen – „während der magische Augenblick vorbeizieht„. Das Foto wird dann fix gepostet, um wiederum möglichst viele Likes zu generieren und hiermit wiederum Selbstbestätigung zu bekommen. Die bewusste Wahrnehmung des Moments wird weitgehend ausgeschaltet, wir gucken durch die Linse, aber nehmen nicht wahr, was das Auge sieht. Das Foto wird wichtiger als das Ereignis selbst. Und die Fotos verschwinden dann meist im virtuellen Nirvana und werden nicht mehr bewusst angeschaut, sprich erlebt. (Man muss schon auch Glück haben, wenn man die „Sehenswürdigkeiten“ überhaupt noch hinter all den Selfiesticks sehen kann – wie nervig sind diese Dinge doch nur!)

Bewegt man sich wie ich – die manchmal völlig vergisst, dass sie ein Handy besitzt, durch den Alltag, dann sieht man vielfach Menschen, die wie Zombies nur noch auf das Display ihres Smartphones starren, die schon Panikattacken bekommen, wenn dem Akku unterwegs der Saft ausgeht. Auch bei Gesprächen blickt man sich oftmals nicht mal mehr in die Augen, sondern einer der Gesprächspartner tippt wie bekloppt auf seinem Smartphone herum. Nicht mal auf öffentlichen Toiletten hat man seine Ruhe, weil meistens ein Zeitgenosse selbst auf dem Klo noch ein wichtiges Businesstelefonat führen muss. Wo ist hier bitteschön der Datenschutzbeauftragte ;-)?

Ich selbst möchte gar nicht so viel von meinen Mitmenschen erfahren, auch nicht, dass die Uschi nun ausgezogen ist oder man seit Tagen an einer Verstopfung leidet. Leider muss ich mir dies meist – insbesondere in den ICEs anhören, auch wenn ich in der Ruhezone sitze. Die eigene Privatsphäre und auch die der anderen leidet massiv. Und was ist mit der Rücksichtnahme auf andere? Die ist durch die permanente Erreichbarkeit leider nicht möglich.

„Technik ist heute schließlich überall und immer dabei. Angefangen bei der elektrischen Zahnbürste über den Kaffee aus dem Vollautomaten und jederzeit abrufbare Ratschläge zu allen Lebenslagen per YouTube bis hin zur Überwachung der Trainingsfortschritte vie Fitness-Armband, dabei immer die Kopfhörer auf den Ohren. Und auch der Austausch mit anderen läuft technikvermittelt. Kontakte knüpft man über Facebook, Instagramm zeigt, wer ich wirklich bin – oder sein will. Via WhatsApp bleibt man immer in Verbindung mit Freunden und Familie, wer noch mehr News aus meinem Leben will, kann meinem Blog folgen.“ (Seite 11)

Doch machen all diese Dinge uns wirklich glücklich? Tut es uns gut, was wir in den sozialen Medien tun? Wir alle wollen ein glückliches Leben führen, wir wollen herausfinden, was uns glücklich macht und was wir selbst für unser Glück tun können – was eine der kompliziertesten überhaupt Lebensaufgaben ist. Denn: Glückliche Menschen tun auch der Gesellschaft gut, weil sie weniger Verkehrsunfälle verursachen, hilfsbereiter und großzügiger sind, gesünder leben und effizienter arbeiten.

„Kritische Stimmen zur technischen Durchdringung unseres Alltags gibt es viele. Berechtigte Sorgen um Datenschutz und Privatsphäre beispielsweise. Sorgen um gesundheitliche Gefahren, wie die böse Handystrahlung oder den Mausarm. Oder auch Sorgen um die Degeneration unserer kognitiven Fähigkeiten.“ (Seite 12)

Fazit: Ein super empfehlenswertes Buch über den Verlust unseres Glücksempfindens durch die neuen Medien. Ein aufrüttelnder Wachmacher zum reflektierten Umgang mit sozialen Medien & Co.

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Meine ruhelose Seele

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Die klinische Psychologin Dr. Kay Redfield Jamison ist selbst bipolar und hat mit „Meine ruhelose Seele – Die Geschichte einer bipolaren Störung“ ein bemerkenswertes, sehr emotionales Buch geschrieben.

Biographisch beschreibt sie darin sehr offen und genau ihre Erfahrungen mit dieser affektiven Störung. Der Text ist sehr tiefgründig, es ist phantastisch, wie sich selbst beobachtet mit all ihrem Wissen über diese Erkrankung.

Dr. Jamison ist eine der führenden Experten auf dem Fachgebiet der bipolaren Störung, sie kennt sie aus eigener Erfahrung und das war in ihrer akademischen Laufbahn nie ein Problem, da sie sehr offen damit umging.

Diese affektive Störung ist nicht heilbar, aber sie ist behandelbar. Die Autorin erklärt auf gut verständliche Weise das Krankheitsbild, die einzelnen Stimmungen und die Möglichkeiten der Behandlung. Dr. Jamison erklärt, wie Lithium wirkt und was es bewirken kann. Leider zeigt sie keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten auf.

So schreibt sie im Vorwort auf Seite 13:

„Ich hatte große Bedenken, ein Buch zu schreiben, das sowohl meine eigenen manischen Attacken, meine Depressionen und Psychosen als auch meine Schwierigkeit, die notwendige ständige Medikamentenbehandlung zu akzeptieren, so unverhüllt darstellt. Klinikangestellte sind bisher – wegen ihrer Approbation oder ihrer privilegierten Stellung im Krankenhaus – davor zurückgeschreckt, anderen von ihren eigenen psychischen Problemen zu berichten.“

Fazit: Ein mutiges, ehrliches, weise und kraftvolles Buch über manisch-depressive Störungen, sehr emotional.

 

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365 Fragen, 5 Jahre, 1825 Antworten – Die deutsche Ausgabe von „Q and A

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Schon lange habe ich mit dem legendären „Q and A“ geliebäugelt. Seit 2013 gibt es das Fragen-und-Antworten-Journal schon in Deutschland. Aufgebaut ist es wie ein gewöhnlicher Kalender, es wirkt in seiner Aufmachung sehr vintagemäßig – es sieht einfach toll aus.

Über einen Zeitraum von 5 Jahren (1.825 Tage) kann man jeden Tag eine vorgegebene Frage beantworten. Diese kann recht gewöhnlich sein, wie z.B. “Welchen Ohrwurm hast du gerade?”, aber auch kurios z. B. “Wie sieht dein Freudentanz aus?” oder sehr persönlich wie beispielsweise “Bist du verliebt?”. Auf 4 leeren Zeilen kann man so jährlich über einen Zeitraum von fünf Jahren aufschreiben, was einen zum Thema in den Sinn kommt. Besonders interessant wird es natürlich, wenn man dieses Journal schon einige Jahre führt und man jeden Tag nachlesen kann, was man in der Vergangenheit gedacht und geschrieben hat. So kann man sehen, wie man sich verändert hat … Sicher sehr spannend diese Fünf-Jahres-Reise zum Ich ;-).

Beginnen kann man natürlich immer, wann man möchte, man muss nicht zwingend am 1.1. eines Jahres starten.

 

Fazit: Ein tolles Journal, um sich mit ungewöhnlichen, normalen, kuriosen etc. Fragen selbst näher zu kommen – auch ein supertoller Geschenketipp 😉 – ein sehr langfristiges Geschenk ;-)!

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Wege ins Glück

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Och nö, dachte ich mir, noch ein Buch über das Glück – da gibt es doch schon so viele …. Also blätterte ich nicht sonderlich begeistert durch den neuen Glücksratgeber aus der Reihe mvgminis „Wege ins Glück„. Doch weit gefehlt! Überrascht und erstaunt las ich mich durch das kleine kompakte und äußerst handtaschenaffine Büchlein …

„Glücklich ist nicht, wer anderen so vorkommt, sondern wer sich selbst dafür hält (Seneca)“ war da zu lesen.

Überrascht war ich auch, dass es viele Hinweise auf kostenlose Tests gab und auch wissenschaftliche Hintergründe der Glücksforschung kompakt und leicht verständlich erklärt wurden.

Fazit: Ein tolles kleines Büchlein für sich selbst oder zum Verschenken … klein, kompakt, umfassend, informativ, mit vielen tollen Zitaten, die man noch nicht überall gelesen hat!

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D.C. Gonzalez: Die Kunst des mentalen Trainings

mentales trainingSehr interessantes Buch! „Siegen beginnt im Kopf“ und der „Glaube versetzt Berge“! D.C. Gonzalez – früherer Marineflieger und Agent – hat ein sehr praktikables Buch zum Thema mentales Denken und Handeln geschrieben. Interssante praktische Beispiele runden das kleine feine Büchlein ab. Er plaudert aus der Praxis für die Praxis. Immer mit dabei: Sein weiser Lehrer Lei-tai. Das Buch ist sehr anregend, faszinierend, unterhaltsam, lehrreich, ehrlich, wirkungsvoll, es eröffnet völlig neue Wege, wenn man auf der Suche nach seinem ureigenen innersten starken Potentials ist.

Fazit: Kaufen – ist nicht teuer und bringt sehr viel – wenn man will ;-)!

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Alles anders

alles andersDurch „Alles anders“ kann sich in der Tat das Leben verändern, wenn man nicht wie ich zu faul ist, all die Listen etc. in dem Buch auszufüllen und zu bearbeiten.

Es ist ein durchaus motivierendes Buch, dass Oliver Fritsch und Michaela Lang da geschrieben haben, es regt zum Nachdenken an und zeigt nicht mit erhobenem Zeigefinger zwanghaft einen Weg, den zwar einige Autoren für richtig halten, der sich dann aber für einen selbst gar nicht gut anfühlt. Und das ist das Thema, denn eigentlich benötigen wir all die Selbsthilfebücher gar nicht, denn alles was wir über uns wissen möchten, steckt tief in uns bereits drin. Wer kennt uns besser als wir selbst?

Wir sind also Meister im Verschieben der Eigenverantwortung nach außen und wundern uns dann, dass der anfänglich so euphorische Weg doch wieder mit einer Enttäuschung endet. Weil wir nicht nach unserem Herzen gehandelt haben. Niemand kann wissen, was für euch gut ist. Gebt die Verantwortung für euch selbst nicht anderen Menschen, lebt in Freiheit, in Stille und tut was euch Spaß macht. Ja nun sagen einige zu Recht, aber womit verdiene ich dann meinen Lebensunterhalt … das ist genau der Punkt … Ich glaube aber ganz fest daran, dass wenn man den Weg seines Herzens geht, mit Freude und der inneren Gelassenheit und ganz wichtig – dem Glauben an sich selbst (ja genau da hapert es bei einigen ;-)), dann kann man alles schaffen und wird immer genug zum Leben haben … Aber in unserer Leistungs- und Titelgesellschaft ist das nicht so einfach … Schon lässt man sich wieder von anderen verunsichern, dann kommen die Selbstzweifel, ob man denn das alles schaffen kann und und und … Mir hat mal ein Coach gesagt, das Zauberwort, mit dem wir alles erreichen können lautet schlicht und einfach: „machen“. Erinnert mich an den Slogan eines Turnschuhherstellers 😉 … und an diese feministische Postkarte mit der Dame mit aufgekrempelten Hemdsärmeln …

Wie gesagt, das Buch ist ganz nett, aber brauchen tut man es nicht unbedingt … Wer aber gerne mit sich arbeitet, findet vielleicht die eine oder andere nette Anregung oder Hinweis für den nächsten Schritt …

Für erste Hinweise, ob das Buch zu einem passt, findet man auf der Webseite des mvg Verlages, das Inhaltsverzeichnis sowie eine Leseprobe.

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