Rückkehr der Engel

Marah Woolf hat mit ihrem neuen Buch „Die Rückkehr der Engel“ eine grandiose Welt und mit Moon DeAngelis eine unvergessliche und äußerst sympathische, bodenständige Heldin erschaffen. Das Buch ist Auftakt einer sehr vielversprechenden Trilogie und ich kann die Fortsetzung schon gar nicht mehr erwarten, denn ich möchte ganz unbedingt wissen, wie es weitergeht …Erzählt wird die Geschichte einer sehr sympathischen Helden namens Moon, die im Venedig der Zukunft lebt, das von den Erzengeln und deren himmlischen Heerscharen belagert wird. Moon kämpft im wahrsten Sinne des Worte gegen dieses Leben und versucht, ihre Schwester Star und ihren Bruder Tizian zu beschützen. Sie sind ganz auf sich alleine gestellt und Moon darf einfach niemandem vertrauen – auf keinen Fall den Engeln, die so gar nicht nett wie wir sie uns vorstellen sind … Marah Woolf hat einen sehr spannenden Reihenauftakt mit einer unglaublichen und innerlich wie äußerlich superstarken Heldin geschrieben, der mir sehr gut gefallen hat. Dabei kommt natürlich die Romantik auch nicht zu kurz!

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Die Ring-Chroniken

 

Ich durfte die famose Autorin Erin Lenaris erst vor wenigen Wochen für mein E-Zine „Leseliebe“interviewen und war natürlich sehr gespannt auf „Die Ring-Chroniken“. Und kaum war das Buch bei mir, musste ich sofort mit dem Lesen beginnen und konnte erst wieder aufhören, als das Buch zu Ende war! Was für eine grandiose, sehr aktuelle und fulminante Geschichte mit vielen wunderbaren und lebendig inszenierten Charakteren hat die talentierte Autorin Erin Lenaris da erschaffen! Famos!

Man stelle sich einmal vor, man lebe in einer Welt, in der Wasser knapp ist – sehr knapp. Täglich duschen? Unmöglich! Putzen? Trinken? Kochen? Pflanzen gießen? Einen Garten haben? Undenkbar! Und so stelle man sich eine Zeit in der Zukunft vor, in der es hauptsächlich trocken ist, sehr dürr und die spärlichen Wasser-Reserven von einem Konzern für viel Geld an die Bevölkerung ausgegeben werden (na, denkt ihr da auch an einen ganz bestimmten Konzern?). Auch ein Thema: Die totale Überwachung der Menschen.

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Mein wunderbares Bücherboot

Als ich das erste Mal das Cover des Buches „Mein wunderbares Bücherboot“ erblickte, war es um mich geschehen: Dieses wundervolle herrlich frisch gestaltete Bild, auf dem das Bücherboot „The Book Barge“ von Sarah Henshaw abgebildet ist, ist schon eine Augenweide. 

Begeistert las ich das Vorwort von Torsten Woywod, dessen Bücher ich ebenfalls sehr gerne lese. Er sagt, dass „es wohl kaum eine andere Branche gibt, in der es deutlicher zu spüren ist, dass die Leute, die hier arbeiten, lieben, was sie tun.“

Auch werden einige Bücher genannt, die sehr interessant klingen. Doch das war es leider auch schon an Positivem. Denn was Sarah schreibt ist nur teilweise wirklich interessant und nach der gefühlt tausendsten Schleuse, die sie durchquert, wollte ich das Buch am liebsten schreiend weglegen, denn ich hatte ganz Anderes erwartet … Ich habe so viele Seiten weitergeblättert, ohne wirklich zu lesen, habe den Text nur überflogen, doch so richtig gepackt hat mich das Buch leider nicht.

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My Image of you – Weil ich dich liebe

Das Buch „My Image of you – Weil ich dich liebe“ von Melanie Moreland hat sich klammheimlich einen Platz in meinem Herzen erschlichen. Es ist ein leises, feines und sehr tief gehendes Buch über eine große Liebe mit unbeschreiblichen Gefühlen auf der einen Seite und Zweifeln und Ängste und dem echten Leben eben auf der anderen Seite …

Der bekannte Naturkatastrophen-Fotograf Adam Kincaid stürzt zu Beginn der Geschichte völlig unspektukulär (wenn man bedenkt, dass er sonst Fotos im Auge des Hurricanes oder nach Erdbeben aufnimmt, ist das dann doch etwas „banal“) von einem Hausdach und wird mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebraucht. Dort trifft der, meist mürrische und an diesem Abend besonders schlecht gelauntet Adam auf die mir vom ersten Augenblick sehr sympathische und schlagfertige Krankenschwester Alexandra Robbins.

Adam ist sofort fasziniert von dieser engelhaften Schönheit und ihr scheint es ganz genauso zu gehen. Doch geht sie auch auf Abstand zu ihm und Adam, dem die Frauen sonst buchstäblich nachlaufen, ist zwar etwas irritiert, gibt aber nicht auf und schafft es letztlich, Alex`Herz im Sturm zu erobern …

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Die drei Opale 1

Bücher mit mutigen Mädchen lese ich ja seit Pippi Langstrumpf sehr gerne ;-). In Sarah Drivers hochgelobtem Debüt „Die drei Opale 1 – Über das tiefe Meer“ geht es um das 13-jährige Mädchen „Maus“, das ihr Leben auf dem Segelschiff  namens „Jägerin“ ihrer Oma – Captain Schneekönig – genießt. Eines Tages, so haben die Feuergeister dies vorbestimmt, wir sie selbst einmal Kapitän dieses Schiffes werden. Doch dann verschwindet der Vater von Maus, ihr kleiner Bruder Sperling ist furchtbaren Gefahren ausgesetzt und eine eisige Kälte breitet sich über den Meeren aus. Was ist da nur los? Maus ist sich da ganz sicher: Mit dem neuen Steuermann der Jägerin stimmt etwas nicht. Und plötzlich ist Maus ganz auf sich alleine gestellt und muss ihren Vater sowie ihren Bruder retten und auch noch die drei Opale finden.

Das Cover gefällt mir sehr gut, es zeigt die einfallsreichen und sehr mutigen Protagonistin Maus und einige einige der im Buch auftauchenden Objekte. Die Geschichte ist keine der üblichen Seeaunbenteuergeschichten, denn es kommen viele fantastische Wesen und Tiere darin vor. Auch die Namensgebung hat mir sehr gut gefallen.

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Die Frauen von Ballycastle

Sandra Binders Buch „Die Frauen von Ballycastle“ musste ich als Buchliebhaber einfach lesen, denn es handelt von Finn Ramsey, die einen Buchladen namens „Reading Corner“ führt ;-). Sie lebt mit ihrem Verlobten zusammen und ist gerade dabei, die Wohnung ihrer geliebten Oma aufzulösen, die sich wegen ihrer Alzheimer-Erkrankung nicht mehr alleine versorgen kann und in ein Pflegeheim umziehen muss. Das alleine ist ja schon nicht leicht, doch  direkt gegenüber von ihrem heißgeliebten Buchladen gibt es seit kurzem eine Filiale der großen McClarys Bücherkette. Und mit dem Geschäftsführer liefert sich die wunderbare Fina so herrliche Dialoge, dass ich mich sehr oft gekugelt habe vor Lachen! Köstlich diese Wortwahl! Dann findet Fina einen Brief bei den Sachen ihrer Oma und sie beginnt, ihre eigene Familiengeschichte zu erforschen …Und so findet Fina Stück für Stück heraus, wie alles zusammenhängt und was ihre Oma ihr nie erzählt hat …  Die  Story ist in den hochbrisanten historischen Kontext rund um den Konflikt in Nordirland eingebettet. Sehr interessant! Und natürlich kommt auch die Romantik nicht zu kurz ;-). Wunderbar gefallen haben mir auch die vielen Landschaftsbeschreibungen, die richtig Lust auf Irland und die dortigen Buchläden machen!

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Der Davinci Fluch

Carrie, eine junge Hexe in Katharina Sommers neuem Buch „Der Davinci Fluch“,  hat ihre magischen Fähigkeiten verloren und muss nun eine „normale“ Schule besuchen. Carrie ist natürlich wenig begeistert davon, versucht jedoch das Beste daraus zu machen. Schnell findet sie in ihrer neuen Schule Anschluss in der angesagten Clique von Valerie. Dann stellt sie jedoch fest, dass Valeries Freund, der attraktive Francis, mit einem Fluch belegt ist, der wohl von Carries Familie ausgesprochen wurde – vor sehr langer Zeit Und so machen sich die beiden auf, die Vergangenheit zu verändern und den Fluch aufzuheben.

Das Cover fand ich sehr schön und zur Geschichte passend. Ich mag Bücher über Hexen und Katharina Sommer hat sich auch eine dem Klappentext nach vielversprechende und interessante Geschichte ausgedacht … Und natürlich liebe ich auch Bücher über Zeitreisen sehr.

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C. E. Bernard: Palace of Glass – Die Wächterin

Wir schreiben das Jahr 2054 und befinden uns in London im Buch „Palace of Glass – Die Wächterin“ von C. E. Bernard. Die junge Schneiderin Rea Emris verfügt über eine besondere und von vielen Menschen gefürchtete Fähigkeit, denn sie ist eine sogenannte Magdalena. Durch Berührungen mit anderen Menschen kann sie in deren Geist ihrer Mitmenschen eindringen und diese so beeinflussen. Eine äußerst gefährliche Gabe in einer Zeit, in der körperliche Kontakte oder auch nur das Zeigen von Haut verboten ist und auch sehr hart bestraft wird. Rea kann nur nachts im Kampf mit anderen ihr wahres Wesen ausleben. Und dann geschieht etwas Ungewöhnliches: Der Königshof wird auf sie aufmerksam (durch ihre Straßenkämpfe) und sie soll als persönlicher Leibwächter des Kronprinzen dessen Leben beschützen und zwar genau vor Menschen, wie sie es ist: den Magdalenen.

Reas Geschichte hat mich gleich zu Beginn gepackt und nicht mehr losgelassen. Durch den äußerst famosen Schreibstil von Christine entwickelt die Geschichte einen Sog, den man sich als Leser einfach nicht entziehen kann. Einzig meine fiese Kehlkopfentzündung mit echt miesen Kopfschmerzen, hielt mich vom Lesen in einem Rutsch ab. Letztlich habe ich mir so viele Tabletten eingeworfen, nur um endlich weiterlesen zu können ;-). An manchen Stellen habe ich sicher den Atem angehalten. Die Erzählperspektive war zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, weil Präsens und Ich-Perspektive, jedoch ist das einfach nur genial für die Geschichte, denn so fühlt sich man sich Rea sehr nahe und auch, als wäre man Teil der Geschichte.

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Die Grimm-Chroniken (Band 1): Die Apfelprinzessin

„Die Grimm Chroniken 1 – Die Apfelprinzessin“  ist der erste Teil der neuen Reihe von Maya Shepherd, der jüngst im Sternensand Verlag erschien. Auf rund 146 Seiten entführt uns die talentierte Autorin in eine wahrlich neue und magische Märchenwelt, in der alles anders ist, als es zu sein scheint …  Es ist schwierig über das sehr empfehlenswerte Buch zu schreiben, ohne zu spoilern. Der Klappentext verrät auf alle Fälle kaum etwas über die spannende und wahrlich überraschende Geschichte, was durchaus gewollt war.

Die namenlose und dennoch jedem Märchenfan bekannte Protagonistin wird im Prolog kurz eingeführt, jedoch bleibt sie geheimnisvoll, was ich sehr gerne mag ;-).

 

„Ich war die grausame Zauberin, die das unglückliche Rapunzel zur Einsamkeit verdammte. Ich war die herzlose Stiefmutter, die das arme Aschenputtel immer wieder quälte. ich war die dreizehnte Fee, die dem unschuldigen Dornröschen den Tod wünschte. Ich war die böse Königin, die nach dem Herz des schönen Schneewittchens verlangte.“ (Gelesen im Prolog auf Seite 7)

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Philip Pullman: Über den wilden Fluss

Mit Spannung habe ich auf die Vorgeschichte „Über den wilden Fluss“ zur Trilogie „Der goldene Kompass“ gewartet und als es am 17. November erschien, durfte ich gemeinsam mit meiner wundervollen Bloggerkollegin Marie-Luise eine Leserunde zum Buch organisieren. Mit dabei waren 20 wunderbare Leser ;-).

Das Buch startet ganz gemütlich in Oxford, wo wir den elfjährigen Malcolm durch seinen Alltag begleiten. Seine Eltern führen ein Gasthaus am Fluss. Jeder Mensch hat hier auch seit seiner einen Daemon, sprich sein persönliches Seelentier, das sehr eng mit dem jeweiligen Menschen verbunden ist.

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