Blackwood: Briefe an mich

Ein Buch über Irland? Das geht doch immer! Und als im Klappentext las »Stell dir vor, du bekommst einen Brief von deinem zukünftigen Ich, würdest du ihn lesen?« musste ich das Buch unbedingt lesen!

Die fünfzehnjährige Gesine, von allen »Ge« genannt, zieht von der Weltmetropole Wien zu ihrer Tante Wanda nach Irland, genauer gesagt, in das kleine beschauliche Dörfchen Blackwood. Ihre Mutter ist tödlich verunglückt und Ge vermisst sie sehr. Sie fühlt sich sehr einsam, denn sie kennt hier noch niemanden, mit dem sie über ihren Verlust sprechen kann. Außer ihrer Tante und diese kennt sie kaum. Zudem sind die Menschen in Blackwood ziemlich abergläubisch und Ge kann darüber nur den Kopf schütteln. Doch als sie eines Tages in ihrem Zimmer die Schreibtisch-Schublade öffnet und dort ein Brief von ihrem zukünftigen Ich liegt, kann sie das nicht mehr als Aberglaube abtun.

Gesine ist ein sehr sympathischer, liebenswürdiger und recht unerfahrener Charakter. Wie sie alles meistert und versucht, alles zu akzeptieren, ist echt bewundernswert. Ich fand es teilweise sehr witzig, was Ge mit ihrer Tollpatschigkeit alles widerfahren ist (typisch Bücherwurm ;-)), nie klappt, was sie sich vornimmt, und ihre Aktionen enden meist im Chaos und ganz anders, als sie geplant hatte. Die Menschen in Blackwood sind teilweise sehr spleenig und einfach grandios herausgearbeitet.

Und dann soll Ge noch die Hauptrolle im Nussknacker in der Schule spielen, gemeinsam mit dem attraktivsten Jungen der Schule namens Adrian (Sohne eines Butterproduzenten – ich musste gleich an meine Lieblingsbutter aus Irland denken – ihr auch ;-))?) – auweia, das ist das Chaos doch schon vorprogrammiert dachte ich mir so beim Lesen ;-).  Auch der dorfeigene Radiosender, der immer alles zu wissen scheint, was in Blackwood geschieht, ist unheimlich witzig ;-).

Die Schrift, in der die Briefe formatiert wurden, fand ich etwas schwer lesbar. Cover und Inhalt haben mir grandios gefallen ;-). Was es mit den Briefen so auf sich hat und Ge und Adrian eine gemeinsame Zukunft haben und so weiter … das müsst ihr leider selbst lesen ;-)!

Im Buch versteckt sind einige Lebensweisheiten, die mir gefallen haben, wie z. B. :

„Erwartungen sind nichts als Diebe des Hier und Jetzt.“

Oder:

»Die kleinen Dingen werden wichtiger, wenn man sie mit Abstand betrachtet.«

Das Buch liest sich sehr flüssig, man ist schnell in der Geschichte angekommen und die Figuren sind einfach köstlich ;-)!

»Ich liebe Bücher. In der Umgebung von Büchern fühle ich mich immer wohl.«

 

Fazit: Eine wundervolle All-Age-Geschichte mit famos gezeichneten, lebendigen und authentischen Figuren, die ich gerne einmal treffen möchte bei einem leckeren Kuchen in Mimis Cafe 😉 … Unbedingte Lese-Empfehlung!

 

Klappentext: 

Für Gesine ist das keine Frage. Natürlich würde sie. Denn nach dem Tod ihrer Mutter muss sie alleine zu einer Verwandten nach Irland ziehen. In dem kleinen, verschlafenen Dörfchen Blackwood hat sie niemanden, mit dem sie so richtig über ihren Kummer sprechen kann. Auch nicht über Arian Mary, den unverschämt gutaussehenden Sohn der örtlichen Butterdynastie. Noch dazu machen sie die Dorfbewohner mit Geschichten über allerlei übernatürliches Zeug verrückt. Alles Quatsch, denkt sich Gesine. Bis sie in einem geheimnisvollen alten Schreibtisch einen Brief von ihrem zukünftigen Ich findet, der ihre Welt ganz schön durcheinanderbringt…

Über die Autorin:

Britta Sabbag, geboren in Osnabrück, studierte Sprachwissenschaften, Psychologie und Pädagogik an der Universität Bonn. Seit 2012 arbeitet sie als freiberufliche Autorin für Romane und Kinderbücher. Aus ihrer Feder stammen u.a. Bestseller wie „Pinguinwetter“, „Die kleine Hummel Bommel“-Reihe und der neue All Age Titel „Blackwood – Briefe an mich“.  Sie lebt mit ihrer kleinen Familie in einem Landhaus in der Nähe von Bonn.

 

Buchinformationen:

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: im Fischer Verlag erschienen am 27. März 2019
  • Preis: 18,99 Euro
  • ISBN-13: 978-3841440136