V is for Virgin

Ich liebe die Bücher von Kelly Oram einfach! Sie schreibt so einnehmend, dass man sich schon beim ersten Satz in der Geschichte wohlfühlt. Und ich war sehr glücklich, als ich die Leserunde gewonnen habe und mich mit vielen tollen Bloggerinnen während des Lesens austauschen durfte. 

Valerie, von allen Val genannt, wird von ihrem Freund Zac verlassen, weil sie nicht ihm schlafen möchte. Sex vor der Ehe kommt für sie einfach nicht infrage. Man kann sich vorstellen, wie das heutzutage bei Teenagern ankommt und so ist es nicht verwunderlich, dass ihre Geschichte via YouTube verbreitet wird. Unter dem Namen Virgin Val wird sie landesweit bekannt und als dann noch der Rockstar Kyle Hamilton von der Band Tralse auf sie aufmerksam wird, überschlagen sich förmlich die Ereignisse. Und Kyle ist doch auch ganz schön aufregend, findet Val …

Und wer Kelly Oram kennt, der weiß, dass man sich beim Lesen keine Sekunde im Buch langweilt. Natürlich gibt es ein paar Kleinigkeiten, die mir nicht gefallen, aber Kelly verzeihe ich alles, weil mir ihre Bücher stets wundervolle Momente bescheren ;-)!

Auch die Dialoge sind wie gewohnt spritzig, witzig und unterhalten sehr gut. Vor allen Dingen jene zwischen Val und Kyle ;-)! Mit Kyle wurde ich zu Beginn nicht so warm, weil er sehr oberflächlich rüberkommt. Er hat eine sehr flachsige Art, die mir nicht so zusagt.

Einer meiner Lieblingssätze:

»Zach hat nicht mit mir Schluss gemacht, weil ich schlecht im Bett war – sondern weil er niemals wissen wird, wie ich im Bett bin.« (Seite 21)

Und dann das Finale und der Epilog vier Jahre später – meine Güte, ich habe es noch mal gelesen, weil einfach so viel geschehen ist. Und natürlich habe ich mir viele Gedanken gemacht, wie es wohl weitergehen könnte (man durfte ja am Ende auch etwas in den zweiten Teil hineinlesen und ich freue mich schon so darauf, denn der wird sicher bombig werden).

Nun heißt es noch etwas geduldig sein und sich dann erneut in das von Kelly Oram erschaffene Lesevergnügen zu stürzen!

 „Cara sagte immer, dass ich nicht so ein Musikfreak wie sie bin, weil bisher nie ein Lied meine Welt so richtig erschüttert hat. Sie sagt, dass Songs sowas wie Seelenverwandte sind. Dass es da draußen viele gibt, von denen man denkt, dass man sie liebt, aber dann hört man diesen einen Song und weiß es einfach. Dieser eine Song würde alle vorherigen Meinungen zerschmettern, die man über seine Lieblingslieder hatte, und die Art ändern, wie man über Musik denkt.“ (S. 103)

Es kann noch einiges geschehen, denn es wird ja im Juli auch noch einen zweiten Teil geben … Und im Dezember wird ein weiteres Buch von Kelly Oram auf Deutsch erscheinen – ich freue mich schon so …

„Was ich in Kyle Hamilton inspiriert hatte, war offenbar eine Persönlichkeitsstörung.“ (S. 218)

Und dieser Satz, grandios:

„Kyle wirkte über mein Geständnis entsetzt, so als ob ich ihm gerade Details meiner Menstruation aufgedrängt hätte“ (S. 280)

Fazit: Ich liebe dieses Buch und kann ehrlich nicht verstehen, warum so viele Rezensenten so merkwürdig auf diese Geschichte reagieren, nun ja, da wird wohl einiges getriggert. Ich kann nur sagen, wertschätzend finde ich das nicht und nachvollziehen kann ich es sowieso nicht. Lest dieses Buch und bildet euch wie immer im Leben selbst eine Meinung. Gebt nicht so viel auf die Meinung anderer, sondern vertraut eurem Bauchgefühl.